Kirchen
02.05.2025: Die ehemalige lutherische Kirche in Alzey wurde 1728/29 erbaut. Sie heisst kleine Kirche weil sie im Vergleich zu den anderen Kirchen Alzeys eher zierlich ist. Die Lutheraner mussten ihren Kirchenbau selbst finanzieren, weil sie keinen Anteil am Kirchenvermögen hatten. In der schlichten, barocken Saalkirche befindet sich noch heute auf der Empore eine Orgel der bekannten Hunsrücker Orgelbauerfamilie Stumm aus dem Jahr 1737. An der Südwestecke befindet sich aussen eine romanische Basis mit Eckzehen. Als die Nikolaikirche im Jahr 1794 unbenutzbar wurde, hielt die reformierte Gemeinde Alzeys in diesem Jahr ihren Gottesdienst in der kleinen Kirche. Nach der Kirchenunion 1822 wurde die kleine Kirche zunächst aufgegeben. Nachdem sie zwischenzeitlich von den Katholiken genutzt wurde, diente sie zwischen 1844 und 1848 erneut als Ersatz für die Nikolaikirche, die zu dieser Zeit renoviert wurde. Im Jahr 1873 wurde der Abriss der kleinen Kirche geplant, der Plan wurde allerdings wieder verworfen. Stattdessen wurde die kleine Kirche mit Heizung, neuen Emporen und Treppen ausgestattet und war somit zukünftig auch im Winter nutzbar. Eine weitere Renovierung erfolgte im Jahr 1930, als u.a. eine Sakristei angefügt wurde. 1992 wurde ein Förderverein gegründet, der sich für den Erhalt der Kirche einsetzt. Auf dessen Initiative wurden 1995/96 erneute Renovierungsmassnahmen durchgeführt. 2004/05 erfolgte eine vollständige Erneuerung des Dachs und durch das Verputzen der Aussenwände wurde das ursprüngliche barocke Erscheinungsbild der kleinen Kirche wiederhergestellt. Seit 1997 wird die kleine Kirche in der Zeit zwischen Neujahr und Palmsonntag als Winterkirche genutzt. Ausserdem kann sie für Veranstaltungen angemietet werden und fungiert weiterhin als Pfarrkirche:

02.05.2025: Die Alzeyer ehemalige St. Nikolauskirche ist wahrscheinlich aus der Kapelle des königlichen Saalhofes hervorgegangen. Die spätmittelalterlichen Kirche wurde seit dem 15. Jahrhundert in mehreren Bauabschnitten errichtet. Im Jahr 1432 wurde sie anstelle des ausserhalb der Stadtmauern gelegenen St. Georgskirche zur Pfarrkirche erhoben. Zu dieser Zeit bemühte sich auch der pfälzische Kurfürst Friedrich der Siegreiche, die Nikolaikirche in eine Stiftskirche umzuwandeln. Dieser Stift existierte von 1479 bis 1566. 1476 wurde mit dem Bau des Chors begonnen. Mit der Vollendung des Westturms (erb. 1485-99) war sie im Jahr 1499 fertiggestellt. Die Ausstattung der Kirche stammt aus der Zeit des 15.-18. Jahrhunderts. Der Taufstein wird von O. Böcher auf 1520/30 datiert. Die achteckige Sockelplatte war wohl ebenfalls rund. Nach dem verheerenden Stadtbrand des Jahres 1689 (Pfälzischer Erbfolgekrieg) wurde nur noch der Chor als reformierte Pfarrkirche benutzt. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche kurzzeitig zweckentfremdet und diente als Lazarett und Bäckerei. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Langhaus durch den Kreisbaumeistert Rhumbler wieder aufgebaut. Zwischen 1934 und 1937 wurde der Chor wieder eingewölbt und das Langhaus seines neugotischen Charakters entkleidet. Heute dient die Nikolaikirche als Hauptkirche der Stadt. Einzig in der Zeit zwischen Neujahr und Palmsonntag finden die Gottesdiente in der kleinen Kirche statt:

04.04.2025: Der Kirchturm, der gleichzeitig Wehrturm war, ist Relikt eines fränkisch-romanischen Kirchenbaus. In Teilen weist er materialmässig bis auf römischen Ursprung hin. Als Lorch um 360 n. Chr. ein militärischer Stützpunkt der Römer war, hat an dieser Stelle wohl ein römischer Burgus gestanden. Ab 1270 nahm die Katholische Kirche St. Martin zu Lorch Gestalt an. Kunstgeschichtlich wertvoll ist ihr 1483 durch Hans von Worms geschaffener Hochaltar, der erste monochrome Schnitzaltar Deutschlands und der grösste seiner Art im deutschen Raum. Interessant sind das achthundert Jahre alte Chorgestühl, ein Taufstein von 1464 und Relikte eines Chorgestühls von Erhard Falkener:

04.04.2025: Die Kirche in Kaub stellt eine bauliche Besonderheit dar, da sie die evangelische und die katholische Kirche als Simultankirche unter einem Dach vereint. Der linke Gebäudeteil beherbergt die katholische Kirche und wurde in den Jahren 1771/72 errichtet. Der rechte Bauteil – die evangelische Kirche – stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der 27 Meter hohe Kirchturm war einst Teil der Stadtbefestigung:

23.02.2025: Die heutige Pfarrkirche St. Margareta wurde im Jahr 1910 erbaut, 1961/62 erweitert und 1979 renoviert. Die Kirche entstand unter Einbeziehung des Hauptraumes der alten Kirche von 1766 als Eingangshalle. Bei den Umbauarbeiten wurden im nördlichen Teil des Kirchenschiffes Fundamentsreste von früheren Kirchenbauten gefunden. Mit grosser Wahrscheinlichkeit gab es bereits im Jahr 1330 in Kahl ein Gotteshaus, das auf demselben Platz stand, wie die heutige Pfarrkirche. Es wird angenommen, dass im Laufe der Jahrhunderte vier Kirchen gebaut wurden. Die Knochenreste aus den Gräbern um die alte Kirche wurden in einem Grab unter dem Altar der heutigen Marienkapelle gesammelt. Die Pieta, welche früher am Kirchenplatz stand, fand einen würdigen Platz in der Kapelle. Der Tabernakel und das Altarkreuz in der Kapelle sind Werke des Goldschmiedemeisters Bossle aus Würzburg. Bei der Kirchenrenovierung im Jahr 1979 wurden fünf neue Glasfenster nach Entwürfen von Maler Fritz Wilz eingesetzt:

23.02.2025: Die Evangelisch-lutherische Kirche wurde 1929 in schlichter Klinkerbauweise nach den Plänen von Architekt Cost aus Hanau erbaut. Vor dem Kirchenbau fanden die ersten gottesdienstlichen Zusammenkünfte um 1912 in der Gastwirtschaft Zur Rabenau statt. Bis zur neuen Kirchenerbauung wurden die Gottesdienste in der Schule gehalten. Die neue Kirche hat Platz für 400 bis 500 Gläubige. In ihrem 20 Meter hohen Turm hängen drei Glocken. Die mittelgrosse Glocke, war eine Stiftung von der Stadt Aschaffenburg. Das Kircheninnere ist ebenfalls schlicht, aber traulich. Hinter dem Altar befindet sich eine grosse Kanzel und hinter dieser drei grosse Backsteinkreuze:

01.02.2025: Die evangelische Versöhnungskirche ist eine neugotische Kirche aus den Jahren 1887-1888. Im eher schlichten Chor dominieren die Sandsteinbögen und das bunte Glasornament:

01.02.2025: Die barocke Pfarr- und Klosterkirche St. Peter und Paul, die 1737 bis 1745 nach den Plänen des Hofbaumeisters Andreas Gallasini erbaut wurde, wird auch als Perle des Kinzigtals bezeichnet. Sie ist dem ehemaligen Franziskanerkloster, in dem bis 2005 Mönche lebten, angegliedert. St. Peter und Paul ist alle vier Jahre Schauplatz der Passionsspiele Salmünster. Das weithin sichtbare, ehemalige Franziskanerkloster mit der Pfarrkirche St. Peter und Paul prägt die die historisch Altstadt Salmünster bis heute. Der älteste Teil des Klosters wurde Ende des 17. Jahrhunderts erbaut. Bis 2005 lebten in dem Kloster Franziskanermönche, die die katholische Kirchengemeinde betreuten. Im Klostergebäude wird heute das Bildungs- und Exerzitienhaus Kloster Salmünster betrieben. Viele Informationen zum Leben und Wirken der Franziskaner Mönche in Salmünster zeigt das Heimatmuseum Bad Soden-Salmünster in der nahen Hirtengasse der Altstadt:

01.02.2025: 1880 wurde die Ottoquelle erschlossen und 1881 das Solbad Soden-Stolzenberg eröffnet. 1893 bis 1896 wird die katholische Pfarrkirche gebaut. Am 19.10.1896 wird die Kirche durch den Fuldaer Bischof Dr. Georg Ignaz Komp konsekriert. Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius ist ein stattlicher, zum Teil verputzter Sandsteinquaderbau im Stil der Neugotik. Die Pläne stammen von dem aus Schlitz gebürtigen Kreisbaumeister Georg Schneller in Offenbach. Hinter der Kirche ist der alte Friedhof, umrahmt von dreizehn rundbogigen Heiligenhäuschen mit Hochreliefs der Kreuzwegstationen. Die Kirche erhielt bei der letzten Renovierung im Jahre 1986 eine Ausmalung mit Rankenwerk im Stil der Neugotik. Der Patron der neugotischen Kirche ist der heilige, römische Diakon Laurentius. Er gehört zu den beliebtesten Heiligen der römischen Kirche. Laurentius war einer der sieben Diakone in Rom:

21.09.2024: Nahe an der rheinseitigen Stadtmauer erbauten Bürger von Oberwesel um 1300 ein Heilig-Geist-Hospital mit einer Kirche als bürgerliche Stiftung. Wie gross ursprünglich Hospital und Kirche einmal waren, ist wegen der starken Überbauung nicht mehr zu klären. Auf dem Gelände wurden seit dem 14. Jahrhundert immer wieder Einrichtungen zum Wohl kranker Menschen gebaut. Heute stehen dort die Loreley-Kliniken und das Altenheim. Bei der Verwüstung der Stadt im Pfälzer Erbfolgekrieg 1689 durch die Truppen Ludwig XIV. wurden auch Hospital und Kirche zerstört. Um 1700 baute man von ihr nur den Chor als Kapelle wieder auf. Dem Stilempfinden der Zeit entsprechend bekam sie eine barocke Dachhaube. Der Chor der Kapelle ist auf der Stadtmauer aufgesetzt. Dieses romantische Motiv hat Maler zu allen Zeiten gereizt. Seit wann die Kapelle, die einst wie das Hospital das Patrozinium vom Heiligen Geist getragen hat, Wernerkapelle genannt wird, ist nicht geklärt. Werner wurde von der Kirche nie heilig gesprochen. Der Name Wernerkapelle ruft die Erinnerung wach an eine schwere Verfolgung der Juden im Jahre 1287, ein dunkles Kapitel in der Stadtgeschichte:
