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Wassertürme

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15.02.2024: Die Villa Enzinger ist eine großbürgerliche Villa, die von dem Mannheimer Architekten Wilhelm Manchot für den Erfinder und Fabrikanten Lorenz Adalbert Enzinger gebaut wurde. Zum Gebäudekomplex gehörte ein separates Maschinenhaus, in dem zwei Dampfmaschinen arbeiteten. Eine Maschine lieferte über einen Generator Elektrizität für die Beleuchtung der Villa, die zweite stand in Reserve, sollte die erste ausfallen. Worms besass, als das Haus 1885 gebaut wurde, noch keine zentrale Elektrizitätsversorgung. Auch eine zentrale Wasserversorgung fehlte. Dafür wurde der Wasserturm an der Südostecke des Gebäudes errichtet, der unter dem Dach einen Hochbehälter hat und so das Haus mit Wasser versorgte. Die Heizung erfolgte über Warmluft, die durch entsprechende Schächte in die einzelnen Räume geleitet wurde. Auch ein Speisenaufzug zwischen der im Keller gelegenen Küche und dem Speisezimmer gehörte selbstverständlich zur Ausstattung:

16.10.2023: Im Jahr 1798 gründete August Friedrich Mouson eine Seifen- und Parfümfarbrik in Frankfurt am Main. Im Zuge der neuen Fabrikanlage auf dem Werksgelände entstand der in expressionistischen Klinkerfassade gestaltet Treppenturm in markanter Ecklage. Er überragt das zugehörige sechsgeschossige, in den oberen Ebenen abgetreppte Fabrikgebäude um zwei Geschosse. Hier waren – 1926 die Seifenproduktionsanlagen untergebracht. Im achten Geschoss des Turmes befand sich ein Wasserreservoir. Der Stahlbetonskelettbau erhielt eine Backsteinfassade in expressionistischen Formen und gilt als erstes Hochhaus in Frankfurt am Main:

16.10.2023: Die Frankfurter Brauhaus GmbH errichtete 1908 nach den Plänen des Architekten und Ingenieurs Anton Landgräber die um einen Innenhof gruppierte Brauerei. Vor den Betriebsgebäuden mit einer für Brauhäuser traditionellen Fassadengestaltung in sparsamen neoromanischen Formen, die ein Wasserturm akzentuiert, steht an der Strasse das nobel mit rotem Sandstein verkleidete Wohn-, Büro- und Gaststättengebäude. Heute ist die Anlage mit gewerblichen, gastronomischen und kulturellen Einrichtungen nach Umbauplanung des Eigentümers Ardi Goldman und des Architekten Michael Landes (1999) ein höchst attraktiver Ort:

16.10.2023: Die städtische Hafenbahn betreibt den Güterverkehr sämtlicher Frankfurter Häfen auf eigenen Gleisen, die im Westen (Griesheim) und im Osten (Fechenheim) mit den DB-Gleisen verbunden sind. Dazu gehört eine Anzahl von bemerkenswerten Funktionsgebäuden. So die Werkmeisterei von 1912 mit Werkstatt, Lokschuppen und Wasserturm (später Stellwerk), die mit ihrer Backsteinarchitektur stilistisch die 1920er Jahre vorwegnimmt. So das Stellwerk von 1909 für den Rangierbetrieb mit seiner fast komplett original erhaltenen und museal gepflegten technischen Einrichtung:

16.10.2023: Die heutige Klassikstadt befindet sich in einem monumentalen Fabrikgeschossbau aus dem Jahre 1910 – ursprünglich gebaut für die Landmaschinenfabrik Mayfarth. Die Fabrikanlage beeindruckt durch die komplett erhaltene historische Backsteinfassade mit wunderschönen Bogenfenstern. Gemeinsam mit weiteren ausdrucksstarken Nebengebäuden, einer grosszügigen Aussenanlage und einer Grünfläche bildet das Areal von ca. 20.000 qm ein eindrucksvolles Ensemble. Das Gebäude ist Bestandteil der Route der Industriekultur. Das Fabrikgebäude besteht seit 100 Jahren an der Orber Strasse im Frankfurter Osten. Es hat zwei Kriege unbeschadet überstanden und den verschiedensten Zwecken gedient. Von der Landmaschinenproduktion zur Bundesdruckerei von 50 DM-Scheinen bis hin zur Lagerung von Uniformen des Bundeszolls. Im November 2010 wurde die Klassikstadt nach einer zweijährigen Bauphase eröffnet:

16.10.2023: Die von der Grundkonzeption her symmetrische Anlage von 1923/24 addiert sich aus einem fast quadratischen Kesselhaus, beidseitig flankiert von Schornsteinen (der westliche 1984 wegen Baufälligkeit zum Teil abgetragen) auf übermächtig dimensionierten, polygonalen Basen. Im Auftrag der für die architektonische und technische Planung zuständigen AEG entwarf das Architektenteam Dr. Walter Klingenberg & Werner Issel ein formal in die Zukunft weisendes Kraftwerk (Der Wasserbehälter am Schornstein wurde 2019 entfernt):

11.09.2023: Der im Jahre 1938 erbaute 51,70 Meter hohe Wasserturm ist als Kulturdenkmal in der Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland aufgeführt. Auffällig ist seine pickelhaubenförmige Dachkonstruktion, die einem barocken Schlossturm gleicht. Der ursprüngliche Wasserhochbehälter, der 500 m³ Wasser aufnehmen konnte und für den nötigen Druck im Trinkwassernetz sorgte, beherbergt heute Nistkästen für Turmfalken und sechs verschiedene Antennen für die Feuerwehr, den Katastrophenschutz und Mobilfunknetzbetreiber. Bis in die 1990er Jahre wurde in dem Wassertank Löschwasser für das angrenzende Krankenhaus gespeichert:

02.06.2023: Durch immer wieder auftretende Choleraepidemien wurde, nicht zuletzt durch die Bemühungen des Arztes Emil Cordes, der Wunsch nach dem Bau einer neuen Lübecker Wasserkunst geweckt und 1867 verwirklicht. Es handelte sich um einen Backsteinrundbau, der durch Blendarkaden gegliedert war, die über zwei Stockwerke reichten und gekuppelte Zwillingsfenster aufwiesen. Im Innern befand sich das Sammel- und Ausgleichsbecken, ein ca. 1000 m³ fassender Flachbodenbehälter. Ein Zinnenkranz schloss den Rundbau ab, darüber erhob sich ein 20 Meter hoher Steigeleitungsturm, so dass das durch Sandfilteranlagen gereinigte Wasser auch in hochgelegene Entnahmestellen geleitet werden konnte. Als immer mehr Häuser an das neue Versorgungswerk angeschlossen wurden, der Verbrauch durch Einbau von Sanitäranlagen ständig stieg und der Gegendruck bei einem Brand auf dem Marktplatz nicht ausreichte, um den Einsatz der Feuerspritzen ausreichend zu ermöglichen, stockte man das Bauwerk auf und gab ihm damit die heutige Gestalt. Zur Auflockerung der massiven Turmwände wurden glasierte Ziegel eingesetzt. Sie bilden Streifen, die den Mittelteil des Turms spiralartig umlaufen. Der Turmkopf wurde reichlich mit Blendarkaden und weiteren Zierelementen ausgestattet, die sich an der norddeutschen Backsteingotik orientierten. Statt des ursprünglichen Flachbodenbehälters baute man einen Intze-1-Behälter ein. Dieser lag 10 m höher und fasste 2145 m³ Wasser. Er lagerte auf einem Innenfundament, das das Mauerwerk des abgerissenen Steigeleitungsturms ersetzte. Das Quantitätsproblem war damit gelöst, nicht aber das der Wasserqualität. Chlorgeruch und -geschmack trübten den Genuss, so dass nach Grundwasser gebohrt werden musste. Nach Inbetriebnahme des Wasserwerks Kleinensee 1972 (seit dem keine Chlorung mehr) und 1981 in Klein Disnack wurde das Wasser erheblich verbessert. Die Wasserkunst konnte ausser Betrieb gesetzt werden. Auf dem Gelände der Wasserkunst befinden sich heute 4 Reinwasserbehälter mit zusammen 14.400 m³ Inhalt, in denen nachts Wasser aus den Wasserwerken gespeichert wird, um es tagsüber bedarfsorientiert über Pumpen in das Lübecker Trinkwassernetz zu speisen. Der historische Wasserturm wird seit 2018 als Wasserspeicher nicht mehr genutzt und ist seit 2022 vollends ausser Betrieb. Er war bis dahin Europas ältester in Betrieb befindlicher Wasserturm. 1989 wurde die Wasserkunst unter Denkmalschutz gestellt:

26.05.2023: Eine extrem Wassernot drückte die Dilsberger Bevölkerung seit Jahrhunderten. Sie musste sich das lebensnotwendige Element aus dem Neckar, aus Sammelstellen und spärlichen eigenen Zisternen in den Kellern besorgen. Auch der Bau von drei grossen Zisternen um 1850 an der Steige brachte kaum eine Linderung des Wassermangels. Eine zeitgemässe Wasserversorgung ermöglichte erst der Bau des Wasserturms bei der Burg in den Hahren 1923/1924 mit der Wasserzulieferung aus der Rainbacher Hanselmannquelle. Der mittlerweile stillgelegte Turm aus rotem Sandstein prägt seither die Stadtsilhouette mit:

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