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13.02.2026: Das Gebäude wurde 1485 als reichsstädtischer Stadel zur Lagerung von Salz erbaut, ab 1592 nutzte die Stadt Ulm das Haus als Geschützlager (Büchsenstadel). Nach Renovierung in den Jahren 1975-77 ist darin das städtische Jugendhaus untergebracht:

13.02.2026: Seit der Einweihung im Jahr 1898 hat das nach dem Vorbild italienischer Renaissancebauten errichtete Justizgebäude Ulm in seiner über 125-jährigen Geschichte verschiedenste Zeiten erlebt. Nach wechselhaften Zeiten im deutschen Kaiserreich und der Weimarer Republik stellt es nach dem Terrorregime des Nationalsozialismus nunmehr seit rund 75 Jahren das Zentrum der Ulmer Justiz im freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat der Bundesrepublik Deutschland dar. Das Justizgebäude Ulm wurde von 1894 bis 1898 im Stile der Neorenaissance auf Grund der Pläne der Architekten von Bok und von Sauter auf einem Teil der früher an dieser Stelle verlaufenden Stadtmauer erbaut. Das Gebäude ist in Sandstein ausgeführt und mit einem steilen Schieferdach gedeckt. Das Gebäude beinhaltet auf rund 2400 qm Hauptnutzfläche und 1400 qm Verkehrsflächen annähernd 100 Dienstzimmer, 10 Sitzungssäle sowie mehrere Seminarräume. Die beiden die Freitreppe flankierenden Löwen wurden von Georg Emil Rheineck geschaffen. Von Hofbildhauer Karl Federlin aus Ulm stammen die beiden Figuren am Haupteingang, Themis und Dike, die die schützende und strafende Gerechtigkeit versinnbildlichen. Auf der Attika stehen sechs von den Bildhauern Donndorf und Bausch geschaffene Statuen, die Tugenden Gottesfurcht, Standhaftigkeit, Friedfertigkeit, Wahrhaftigkeit, Weisheit und Besonnenheit:

13.02.2026: Das Ulmer Zeughaus ist ein historischer, ehemaliger Waffen- und Gebäudekomplex am östlichen Rand der Ulmer Altstadt. Die Wurzeln des heutigen Kulturdenkmals reichen bis in das 14. Jahrhundert zurück. Über die Jahrhunderte entwickelte es sich zum grössten Baukomplex der Freien Reichsstadt Ulm. Ab dem 14. Jahrhundert diente das Areal primär als monumentales Waffenlager für Geschütze, Gewehre und Pulver. Ab 1455 wurde das Areal zusätzlich als reichsstädtische Münze genutzt. Hier entstand im Krisenjahr 1704 auch der berühmte quadratische Ulmer Gulden. Nach schweren Zerstörungen durch Bombenangriffe im Jahr 1944 wurde die Anlage Ende der 1970er Jahre teilrekonstruier. Der Löwenbau (1666/67) mit seiner markanten Sgraffitoputzgliederung hat den Krieg fast unbeschadet überstanden. Der Reiterbau (1597) wurde bewusst so saniert, dass verglaste Stirnseiten den Blick auf die historisch zerstörten, ruinösen Achsen freigeben. Das weitläufige Gelände verbindet heute Denkmalschutz mit modernen Elementen. Es dient unter anderem als aussergewöhnliche Event- und Hochzeitslocation:

13.02.2026: Der Reichenauer Hof, oftmals geläufiger als Ehinger Hof, ist ein denkmalgeschütztes, ehemaliges Patrizierhaus im historischen Ensemble Grüner Hof. Die geschichtsträchtige Anlage blickt auf eine jahrhundertealte, vielseitige Nutzung zurück und birgt kunsthistorische Schätze von überregionaler Bedeutung. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts diente das Areal zunächst als Pfleghof des Klosters Reichenau. Um 1370/1380 liess der Ulmer Bürgermeister Lutz Krafft – welcher 1377 auch den Grundstein für das weltberühmte Ulmer Münster legte – hier ein repräsentatives Wohnhaus errichten. Im Jahr 1535 erwarb die Patrizierfamilie Ehinger das Anwesen und gestaltete Teile neu. Im 16. Jahrhundert diente das Gebäude mehrfach Kaiser Karl V. als Residenz während seiner Aufenthalte in Ulm. Zwischenzeitlich wurde die Anlage als Gasthof genutzt und diente im 19. Jahrhundert als Sitz der Bundesfestungsbaudirektion. Das absolute Highlight im Inneren des Gebäudes (Ostflügel) ist der sogenannte Minnesängersaal, auch Meistersingersaal genannt. Die dort erhaltenen gotischen Wandmalereien stammen aus der Zeit um 1380 und gelten als die ältesten erhaltenen Fresken im gesamten Stadtgebiet von Ulm:

13.02.2026: Das Leube-Haus in Ulm ist ein historisches Patrizierhaus und Baudenkmal der Neo-Renaissance. Es gilt als die Geburtsstätte der deutschen Zementindustrie. Das Gebäude befindet sich in der Innenstadt von Ulm in der Kronengasse 5, direkt südwestlich der neuen Zentralbibliothek. Im Jahr 1600 wurde in diesem Gebäude die traditionelle Kronen-Apotheke eingerichtet. Der Apotheker, Chemiker und Geologe Gustav Ernst Leube kaufte das Haus im Jahr 1832. Leube experimentierte im Labor des Hauses mit Kalkmergel von der Schwäbischen Alb. Es gelang ihm, das seit der Spätantike vergessene Wissen zur Herstellung von künstlichem Zement (Portlandzement) wiederzuentdecken. Gemeinsam mit seinen Brüdern gründete er 1838 die Zementfabrik Gebrüder Leube in Ulm – die allererste Zementfabrik auf deutschem Boden:

13.02.2026: Die Ulmer Münz ist ein historisches Gebäude und geschütztes Kulturdenkmal im berühmten Fischerviertel von Ulm. Das malerische Fachwerkhaus diente von 1620 bis 1624 als offizielle Münzstätte der damaligen Reichsstadt Ulm. Der Name erinnert an die jahrhundertealte Tradition des Ulmer Münzwesens und den historischen Spruch – Ulmer Geld regiert die Welt. Heute beherbergt das markante Gebäude ein gemütliches, gleichnamiges Café und Restaurant:

13.02.2026: Das Schiefe Haus, das wohl meist fotografierte ehemalige Bürgerhaus in Ulm geht als Entstehungszeit auf das Jahr 1406 zurück. Im Jahr 1443 wurde die grundsätzliche massgebende große spätgotische Erweiterung des Gebäudes vorgenommen. Ursprünglich etwa halb so lang, wurde die jetzige Grösse zur Blau hin geschaffen. Das Haus stand auf seiner Nordseite auf einem festen Kiesuntergrund. Auf der Südseite ist der tragfähige Baugrund erheblich tiefer. Da die Fundamente somit hier schlechter gegründet waren, senkte sich der Bau in seine schiefe Lage. Zur Rettung wurde das Gebäude durch drei Säulen in der Blau gestützt. Mitte des 17. Jahrhunderts erhielt das Haus dann auf der Südseite die steinerne Aussenwand, die die Holzwand ersetzte. Um ca. 1800 wurde die steinerne Wand auf der Nordseite errichtet und die alte Holzwand ersetzt. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt es weiterhin auf der Südseite unter den Holzsäulen Betonfundamente. Aufgrund der Feuchtigkeitsschäden im Dach, im Deckenbalkenbereich des ersten Obergeschosses sowie den enormen Lasten durch Auffüllungen der Decken im ersten Oberschoss, um die Schieflage auszugleichen, neigte und drehte sich das Haus weiterhin auf der Südseite. Durch das vorstehende erste Obergeschoss des auf Stützen gesicherten erweiterten Baus konnte zusätzlich eine Galerie zum Unterziehen von Kähnen oder Anbinden von Holzkästen geschaffen werden. Der historische Anlegeplatz des Fischerbootes ist heute eine schwimmende Sitzgalerie in der Blau. Eine Bodenverglasung ermöglicht einen direkten Blick auf die Grundmauer des ehemaligen Fischbeckens. Mit der Sanierung und Renovierung in den Jahren 1994/95 wurde das Haus im Fundamentbereich zusätzlich verstärkt, das ursprüngliche Tragwerk wieder rekonstruiert sowie der gesamte Dach- und Deckenbereich stabilisiert. Zusätzlich wurden die Lasten – soweit möglich – in die Nordhälfte verlagert und festgezurrt. Die Holzmalerei an den Deckenbalken im ersten Obergeschoss wurde ebenso wie die Gewölbedecke wieder restauriert bzw. erneut eingebaut. Der heutige Zustand vermittelt die geschichtliche Vergangenheit durch Beibehaltung der schiefen Böden und durch Reduzierung der sichtbaren Technik, ohne darauf zu verzichten:

13.02.2026: Das Gebäude des ehemaligen Setra-Museums in Ulm ist das historische Haus zur Weinrebe, auch bekannt als Kässbohrer-Haus. Das markante, renovierte Fachwerkhaus wurde um 1480 als Wohnhaus erbaut. Es befindet sich direkt am historischen Saumarkt im Ulmer Fischerviertel. Es ist das Stammhaus der Familie Kässbohrer. Viele Generationen der Familie – welche die Marke Setra gründete und Omnibus-Geschichte schrieb – wuchsen hier auf. Das kleine, nicht öffentlich zugängliche Werksmuseum im Haus zur Weinrebe wurde Ende 2025 dauerhaft geschlossen. Die historische Fahrzeugsammlung und die Exponate wurden auf die andere Donauseite nach Neu-Ulm verlegt. Dort sind sie nun in der neu errichteten Kässbohrer-Halle auf dem Werksgelände von Daimler Buses in der Otto-Hahn-Strasse untergebracht:

13.02.2026: Das Hotel Schmales Haus ist ein historisches Gebäude im Fischerviertel, das für seine geringe Breite von nur 4,63 Metern bekannt ist. Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert wurde umfassend saniert und beherbergt heute ein kleines Hotel. Es gilt als eines der schmalsten Hotels der Stadt und bietet seinen Gästen eine einzigartige historische Atmosphäre:

13.02.2026: Die Gaststätte Zur Forelle ist eines der ältesten Häuser Ulms, die sich seit 1873 im Familienbesitz Hailbronner befindet. Das Haus wurde im Jahr 1400 an dem damaligen gemeinen Steg über das Flüsschen Blau als Schankwirtschaft und Herberge errichtet. Die Bäume für das so genannte Häusle wurden im Jahr 1399 im Allgäu geschlagen und auf der Iller, die in Ulm in die Donau mündet, nach Ulm geflösst. Noch heute sind Zeichen und Spuren der Flösserei an einigen Balken der in Ulm einmaligen Dachfirstständer-Konstruktion sichtbar. Um 1662 erhielt das Gebäude den klangvollen Namen Zum Güldenen Fisch und wurde im Jahr 1705 in Zur Forelle umbenannt. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Gaststätte Zur Forelle alle Hochs und Tiefs der Freien Reichsstadt Ulm miterlebt und im wesentlichen unbeschadet überstanden. Ein beredtes Zeugnis dafür ist die neben der Eingangstüre der Forelle eingemauerte und gut sichtbare Kanonenkugel. Am 15. und 16. Oktober 1805 liess Napoleon die Stadt Ulm jeweils eine halbe Stunde lang mit Kanonen verschiedenen Kalibers beschiessen, um die in der Stadt Ulm befindlichen österreichischen Truppen zu demoralisieren und zur Kapitulation zu zwingen, was letztendlich auch gelang. Eine der Kugeln schlug in die Gaststätte ein:

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