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Andere Profanbauten

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05.12.2021: Das Kurhaus von Bad Nauheim mit seiner Terrasse ist bereits in den Jahren 1862 – 1864 erbaut worden. Doch hatte sich schnell herausgestellt, dass es in vielen Bereichen zu klein war und den gehobenen Ansprüchen der immer grösser werdenden Besucherströme nicht genügte. Daher entschloss man sich auch das Kurhaus mit seiner Terrasse im Zuge der Neugestaltung von Bad Nauheim umzubauen. Denn eines wusste man, der Kurgast kam nicht nur wegen seiner Gesundheit nach Bad Nauheim. Er frequentierte nicht nur die Badehäuser und die Anlagen von Sprudelhof, Trinkkuranlage und Inhalatorium – die Freizeitgestaltung während des Kuraufenthaltes war mindestens genauso wichtig. Auch hier war es wieder Wilhelm Jost, der federführend für die Arbeiten verantwortlich war. Bereits im Jahr 1906 ging man daran das Kurhaus auf den neuesten Stand zu bringen und das auch in Sachen Küchentechnik. Vor allem aber ging es beim Umbau von Kurhaus und Terrasse um die Freizeitgestaltung und das Vergnügen der Kurgäste. Insbesondere Musikveranstaltungen und Kurkonzerte erfreuten sich beim internationalen Publikum grosser Beliebtheit. Doch die bisherigen Räume und Terrassenbereiche vom Kurhaus Bad Nauheim waren zu klein für die stetig wachsende Zahl der Kurgäste. Also wurde in der Konsequenz nicht nur die Terrasse des Kurhauses umgestaltet, sondern vor allem auch ein großer Konzertsaal eingebaut, das heutige Jugendstiltheater:

27.11.2021: Das als Burgscheune bezeichnete Wirtschaftsgebäude entstand im 18. Jahrhundert, als die Adelsfamilie von Greiffenclau einen befestigten Herrensitz nordwestlich vor dem Nauheimer Ortskern zu einem Hofgut ausbaute. Im gegenwärtigen Ortsbild wird die Scheune vor allem durch eine rundbogige Tordurchfahrt markant. Sie wurde 1906 nachträglich geschaffen, um das Stadterweiterungsgebiet westlich des ehemaligen Burgareals mit dem Kerngebiet Nauheims zu verbinden. Der Schlußstein des Torbogens erhielt das Nauheimer Stadtwappen als Schmuck, südlich neben dem Torbogen auf der zum Stadtinneren gekehrten Seite ein plastischer Bauschmuck. Er zeigt Szenen bäuerlicher Arbeit im Relief und soll vermutlich an die Vergangenheit Nauheims als Dorf erinnern.

Mit der Single „A Big Hunk O‘ Love“ gewann Elvis Presley 1959 eine goldene Schallplatte. Das Foto auf dem Cover wurde an der Burgpforte in Bad Nauheim aufgenommen und ist ein beliebtes Fotomotiv vieler Fans. Seit 2018 wird das Erinnerungsfoto noch authentischer, denn ein lebensgrosses Graffiti des britischen Künstlers Gnasher ziert den Bogen der Burgpforte:

27.11.2021: Im grössten geschlossenen Jugendstilensemble Europas ist der Bezug zum Wasser als Gesundheit spendende Kraft allgegenwärtig. Die ehemalige Kuranlage ist ein Gesamtkunstwerk und zeigt eindrucksvoll die Verbindung von Architektur, freier und angewandter Kunst sowie Garten- und Platzgestaltung. Beim Betreten des Sprudelhofs ist der Besucher fasziniert. Von den oberen Stufen der großen Freitreppe zwischen zwei Torhäusern öffnet sich der Blick auf Bad Nauheims Wahrzeichen. Leuchtend weisse Wände mit in Muschelkalkstein gehauenen Ornamenten laden zu einem Streifzug durch die Badeanlage der Jahrhundertwende ein. Über den Gebäuden ragen grosse Uhrentürme empor. Im Zentrum befindet sich eine monumentale Beckenfassung mit sprudelnden Fontänen, die von klar gestalteten Arkaden umschlossen ist. Im Sprudelhof spürt der Besucher sogleich die Geschichte Bad Nauheims als Weltbad. Die Kuranlage wurde zwischen 1905 und 1911 im Jugendstil erbaut. Sie beinhaltete sechs Badehäuser mit Wartesälen und insgesamt 265 Badezellen, zwei Verwaltungsgebäude, die eine zum Kurpark offene, hofähnliche Anlage bilden und in deren Zentrum sich noch heute zwei charakteristische Sprudel befinden. Das Besondere am Bad Nauheimer Jugendstil ist, dass alles noch im Original erhalten ist – Wartesäle, Innenhöfe und die Wannen im Badehaus 3 versetzen Besucher in die Zeit um 1900. Auch bei Besichtigung der Innenräume findet sich der in Bad Nauheim besondere Jugendstil wieder, bei dem stets der Bezug zum Wasser als Gesundheit spendende Kraft zu sehen ist. So offenbaren die Badehäuser und Schmuckhöfe ein Kleinod nach dem anderen: Masken aus Keramik, Brunnen aus honigfarbenen Terrakotta, Kohlensäurebläschen, Nixen, Wellenornamente und Seepferdchen. Bedeutende Vertreter der Künstlerkolonie auf der Darmstädter Mathildenhöhe, die sich dem Jugendstil verschrieben haben, übernahmen Anfang des 20. Jahrhunderts den Neubau der Bad Nauheimer Badeanlagen. Der Architekt Wilhelm Jost verlieh dem Sprudelhof seine Gestalt. Viele namhafte Künstler wirkten bei der künstlerischen Ausgestaltung mit – darunter Jakob Julius Scharvogel, Wilhelm Kleukens, Albin Müller und Heinrich Jobst. Dabei schufen sie ein Gesamtkunstwerk, das heute das grösste geschlossene Jugendstilensemble Europas darstellt.

Das ehemalige Balneologische Institut ist heute das Domizil der Musikschule Bad Nauheim:

Die verschiedenen Badehäuser, Informationstafeln und der grosse Sprudel im Sprudelhof:

Torhaus am Südeingang zum Sprudelhof:

Gebäudeensemble am östlichen Eingang:

01.10.2021: Das repräsentative Gebäude am Fusse des Schlossbergs wurde 1766 als Pferdestall und Zuchtstation für die herrschaftlichen Rösser errichtet. Es war einst umgeben von weitläufigen Koppeln, im dahinter liegenden Tiergarten wurden die wertvollen Zuchthengste gehalten. Später, als sich die Pferdehaltung im grossen Stil erübrigt hatte, wurde das Gebäude umgebaut und dient seither als Sitz verschiedener Behörden:

01.10.2021: Das Gebäude im Neobarockstil wurde in den Jahren 1909/1910 in der Bahnhofstraße errichtet. Im Jahre 1911 wurde es seiner Bestimmung übergeben und ersetzte damit das 1887 in Montabaur gegründete königlich preussische Amtsgericht, dass bis dahin im alten Franziskanerkloster im Amtsgarten untergebracht war. Nach dem 1. und 2. Weltkrieg diente das Amtsgericht als Unterkunft für die Stäbe der Besatzungstruppen. Das Amtsgericht beschäftigte im Jahr 2010 neun Richter und ca. 75 Mitarbeiter:

01.10.2021: Eine Infotafel am Gebäude erläutert, dass im Jahre 1838 der parallel zur Kirchstrasse gelegene Flügel des Gebäudes für die Elementarschule gebaut wurde. Nachdem seit 1840 hier eine Realschule eingerichtet wurde, zogen ab 1868 Schüler und Lehrer des Progymnasiums ein. Erst 1871 wurde die Schule zum Vollgymnasium und erhielt den Namen Kaiser Wilhelm Gymnasium. Der Ostflügel wurde im Jahr 1896 angebaut. Ab 1958/60 wurde das Gymnasium im Westen der Stadt und später im Schulzentrum wesentlich erweitert. Heute ist das Gebäude Sitz der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord:

20.08.2021: Das Amtsgericht Rüdesheim am Rhein ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Rüdesheim im Rheingau-Taunus-Kreis. Der Sitz des Gerichtes ist in Rüdesheim am Rhein in der Gerichtsstrasse 9. Im März 1914 wurde das ehrwürdige Gebäude des Amtsgerichts Rüdesheim am Rhein als „Königliches Amtsgericht“ offiziell dem Dienstbetrieb übergeben. Der bescheidenere Vorgängerbau in einem Flügel der ehemaligen Staatsdomäne in der Grabenstrasse war den räumlichen Anforderungen, die der prosperierende westliche Rheingau an seine Gerichtsbarkeit stellte, nicht mehr gewachsen:

20.08.2021: Der Brömserhof ist ein ehemaliger Adelssitz und Gutshof in der Oberstrasse. Die Anlage war Stammsitz der Familie Brömser von Rüdesheim, nach der auch die Brömserburg benannt ist. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde ein spätmittelalterliches Festes Haus von mehreren Familiengenerationen zu einer schlossartigen Anlage im Stil der Renaissance und des Barocks um- und ausgebaut. Nach Aussterben der Familie Brömser von Rüdesheim im Jahr 1668 kam das Anwesen über verschiedene Adelsgeschlechter schliesslich an Sophie von Coudenhoven, die es in den 1830er Jahren an Privatleute veräusserte. Zu Beginn der 1850er Jahre teilweise von der Stadt Rüdesheim angekauft, wurde der Brömserhof nachfolgend durch soziale Einrichtungen genutzt. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg, Teilabrissen und langem Leerstand ist dort seit 1975 Siegfried’s Mechanisches Musikkabinett, ein Museum für mechanische Musikinstrumente beheimatet:

20.08.2021: Der Bassenheimer Hof trägt seinen Namen nach der aus dem Raum Koblenz stammenden Eifeler Adelsfamilie der Waldbott von Bassenheim. Es handelt sich um einen im Kern wohl spätgotischen Steinbau, der 1563 einen Treppenturm erhielt.
Im 19. Jahrhundert wurde der Turm aufgestockt und erhielt eine Wehrplatte mit Zinnen. Das spätgotische Haus wurde durch neugotische Stufengiebel bereichert. An diesen Bauteil schliesst sich das 1770 erbaute schlossartige Wohnhaus an. Bei dem westlichen Teil des Adelshofes handelt es sich um einen spätgotischen Baukörper mit achtseitigem Treppenturm, der im 19. Jahrhundert aufgestockt wurde und einen Zinnenkranz erhielt.
Das sich an den spätgotischen Bau anschliessende Wohngebäude weist zwei Geschosse mit dreiachsigen Eckrisaliten auf. Das flach geneigte Walmdach ist verschiefert.
In seiner jetzigen Baugestalt geht dieses Gebäude auf das Jahr 1770 zurück. Die Zutaten des 19. Jahrhunderts beschränken sich auf den Vorbau und gusseiserne Balkone:

20.08.2021: Das Zollamt befindet sich im denkmalgeschützten Anwesen des ehemaligen grossherzoglichen Hauptsteueramtes, im Volksmund heute altes Zollamt genannt. Die Fertigstellung des Gebäudes erfolgte 1906. Im Jahr 1945 wurde das Gebäude zuerst von den Amerikanern und anschliessend durch die Franzosen beschlagnahmt. Im Mai 1950 konnte das Zollamt wieder in sein angestammtes Domizil zurück. Bis ins Jahr 2008 wurde das Zollamt als Dienststelle genutzt. Neben dem über 500 Jahre Alten Kran steht das ehemalige Zollamt, nach umfangreicher Sanierung, heute als Gastronomie im Mittelpunkt des Rheinufers und der Hindenburganlage:

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