Sonstige
30.09.2025: Der Standort ist für Bockwindmühlen bis ins 17. Jahrhundert belegt. Die Galerieholländerin Aurora wurde 1856 anstelle einer verschwundenen Bockmühle erbaut. Die ehemalige Kornmühle hat einen viergeschossigen 10 m hohen quadratischen Backsteinunterbau und besitzt Segelflügel und Steert. Ab der Galerie verfügt sie über einen achteckigen Oberbau mit neun Ebenen. Die Windmühle ist insgesamt 24 m hoch. 1911 wurde eine Motoranlage eingebaut, die Stillegung war im Jahr 1961. 1984 wurde die Borsteler Mühle Aurora mit Mitteln des Landkreises Stade nach dem Erwerb restauriert und steht seitdem für Besichtigungen zur Verfügung. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Strukturen erfolgte 1993 der behutsame Umbau zum Restaurant, wobei der mühlentypische Charakter erhalten blieb. Auf drei Ebenen kann heute gegessen und getrunken werden – im ehemaligen Lager, im Mühlenhauptraum und im früheren Mehl-Absackraum. Die Mühlentechnik wie z.B. ein Mahlstein ist noch vorhanden, aber nicht mehr funktionsfähig. Der Name Aurora wurde zu Ehren von Aurora von Königsmarck verliehen, der Enkelin des ersten schwedischen Generalgouverneurs in Stade. Die Windmühle kann einschliesslich der Galerie mit freigelegtem Mühlenstein und vielen Informationen zur Geschichte täglich ausser dienstags von 12:00 bis 17:00 Uhr als Museum besichtigt werden:

30.09.2025: Der siebte Schornstein verweist darauf, dass es auch einen ersten, einen zweiten und so weiter geben muss. Tatsächlich errichtete der Künstler Jan Svenungsson mit Hilfe von Maurern diese dreidimensionalen Objekte in unterschiedlichen Zusammenhängen und Gegenden. In Buxtehude steht der sechzehn Meter hohe Schornstein in unmittelbarer Nähe zum Kirchturm von St.-Petri, zum Zwinger und zum Hafen, wo früher durchaus reale Schornsteine standen. Aus der Ferne sehen wir einen Schornstein, aus der Nähe eine künstlerische Arbeit – diese Spannung macht das Werk von 2005 des in Berlin und Wien arbeitenden Künstlers aus:
29.09.2025: Die Windmühle Johanna in Wilhelmsburg ist nicht nur bei den Hamburgern sehr beliebt. Ihre Bauart gehört zu der Kategorie Galerieholländer. Sie ist zweistöckig und wurde mit einem quadratischen Unterbau erbaut, der in massiver Steinbauweise erfolgte. Heute ist die Mühle ein Kulturdenkmal und erinnert an die bäuerlichen Traditionen der Gegend. 1875 wurde die Windmühle Johanna in Wilhelmsburg auf dem Platz aufgebaut, auf dem im Jahr zuvor die letzte von vier Vorgängerwindmühlen abgebrannt war. Damals hatte sie allerdings noch nicht diesen klangvollen Namen. 60 Jahre später war sie so heruntergewirtschaftet, dass sie nur noch mit zwei Flügeln betrieben werden konnte. Das gab der Windmühle in diesem Hamburger Stadtteil ein skurriles Aussehen. Zehn Jahre wurde die Mühle aufwändig restauriert, bis der neue Besitzer 1945 sie wieder mit vier Flügeln betreiben konnte. Noch im gleichen Jahr zerstörte eine Bombe die Flügel erneut und wieder sollte es zehn Jahre dauern, bis sie erneuert werden konnten. Mit der Restauration war auch der Antrieb erweitert worden, sodass die Windmühle Johanna nun wahlweise mit Strom oder mit Wind betrieben werden konnte. 1941 bereits zum technischen Kulturdenkmal erklärt, musste das Müllerpaar die Windmühle 20 Jahre später wieder verkaufen. Von 1961 bis 1997 verfiel die Mühle erneut, bis der Wilhelmsburger Windmühlenverein e. V. das Erbbaurecht für 30 Jahre an der Windmühle Johanna hier in Hamburg erwarb und sie bis zum 30.09.1998 erneut restaurierte, sodass an diesem Tag mit Windkraft wieder Getreide geschrotet werden konnte. 1998 taufte der Gemeinnützige Verein die Mühle auf den Namen Johanna im Gedenken an die letzte Müllerin, die den erneuten Wiederaufbau begleitete und Ehrenmitglied des Vereins wurde. Am 24. Mai 1999 wurde hier für das Bundesland Hamburg der 6. Deutsche Mühlentag eröffnet:

20.09.2025: Die Karl-May-Spiele Bad Segeberg finden seit 1952 jährlich von Ende Juni bis Anfang September im Kalkbergstadion statt. Jedes Jahr wird dort ein Freilichttheaterstück nach einer Vorlage von Karl May aufgeführt. Der Kalkberg ist eines der Wahrzeichen Bad Segebergs und war ehemals ca. 120 m hoch. Gekrönt wurde er im 12. Jahrhundert von der Siegesburg, von der sich der Name der Stadt herleitet. Nach der Zerstörung der Siegesburg 1644 durch die Schweden baute man das Kalkberggestein zum Zweck der Gipsgewinnung ab. Heute kann man noch auf die 91 Meter hohe Spitze mit Aussichtsplattform gelangen. Von dort belohnt ein unvergleichlich schöner Blick über die Stadt und das Umland für den Aufstieg:

08.09.2025: Die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW) gliederte zum 01.07.2005 den Handelsschiffbau aus dem Unternehmen aus. Der buchungstechnisch eigenständige Handelsschiffbau ging auf die HDW-Gaarden GmbH über, die den nördlichen Teil des ehemaligen Werftgeländes der HDW in Ellerbek nutzte. 2011 wurde dann die HDW-Gaarden GmbH von Abu Dhabi MAR (ADM) übernommen und in Abu Dhabi MAR Kiel GmbH umbenannt. Abu Dhabi MAR gehörte zum Werftenkonsortium der Holding Privinvest. Die Holding Privinvest wurde zu Beginn der 90er Jahre von den Brüdern Iskandar und Akram Safas mit Stammsitz in Beirut gegründet. 1992 übernahm Privinvest zunächst die französische Schiffswerft CMN in Cherbourg, verkaufte diese dann aber 2007 an das Unternehmen Abu Dhabi Mar. Bereits 2009 wurde Privinvest Alleineigentümer der Rendsburger Werft Nobiskrug und 2013 wurde auch die Lindenau Werft in Kiel Friedrichsort aufgekauft. Zum Schiffbaukonsortium der Privinvest gehören auch das auf ILS spezialisierte Unternehmen Isherwoods mit Sitz in Grossbritannien sowie Hellenic Shipyard. Im Jahr 2014 vereinte Privinvest seine drei deutschen Werften unter der neuen Holding, German Naval Yards Holdings GmbH. Ab März 2015 firmiert ADMK dann als German Naval Yards Kiel. Der neue Firmenname German Naval Yards Kiel (GNYK) sollte die Ausrichtung der Werftengruppe auf Marineschiffbau und die damit verbundene Spezialisierung für Projektierung, Konstruktion und Bau von Fregatten, Korvetten und Offshore Patrol Vessels herausstellen:

08.09.2025: Ab 1945 wurde das Feuerschiff Kiel III in Kiel eingesetzt, nachdem der Vorgänger am 4. Mai 1945 durch Fliegerbomben versenkt worden war. Das Leuchtfeuer kennzeichnete die Ein- und Ausfahrt sowohl in der Kieler Förde als auch in den Nord-Ostsee-Kanal. Mit Inbetriebnahme des Leuchtturms Kiel wurde das Feuerschiff am 5. Juli 1967 eingezogen und als Reserve-Feuerschiff Kiel auf verschiedenen Stationen in der Nord- und Ostsee eingesetzt. Nach der Kollision mit einem liberianischen Motorschiff waren die Schäden so gross, dass es am 23. September 1986 ausser Dienst gestellt wurde. Nach der Ausserdienststellung wurde das Feuerschiff zu einer Dreimast-Bark umgebaut und auf den Namen Alexander von Humboldt umbenannt. Die gut 16 m hohe und knapp acht Tonnen schwere Laterne erhielt im Juni 1989 vor dem Kieler Schifffahrtsmuseum ihren Platz. Bekannt aus dem Fernsehen als Werbeschiff für Beck’s Bier erlangte die markante Alexander von Humboldt mit ihren grünen Segeln internationale Aufmerksamkeit. Heute liegt der grün-weiße Grosssegler als Hotel- und Gastronomieschiff an der Weserpromenade Schlachte in Bremen:

08.09.2025: Die Kilia war Teil einer Brunnenanlage, die die Stadt Kiel dem Hohenzollernprinzen Heinrich und seiner Braut Irene von Hessen im Jahre 1888 machten. Die Kilia wurde nach dem Sturz der Monarchie (1918) vom Brunnen entfernt und später auf Gut Hemmelmark des Prinzen wiederaufgestellt. Seit 1977 steht die Kilia in der Dänischen Strasse, nachdem eine Enkelin des Prinzen das Denkmal freigegeben hatte:

27.08.2025: Der Galerieholländer ist eine ehemalige Kornmühle, stammt aus dem Jahr 1856 und wurde 1949 stillgelegt. In den 1990iger Jahren wurde die Mühle zum Jugendforschungszentrum umgebaut und ist heute Aussenstelle des Vincent-Lübeck-Gymnasiums für den Bereich Jugend forscht. Im Zuge dieser Massnahme bekam sie neue Flügel sowie eine neue Galerie. Die Mühlentechnik ist zum Teil noch vorhanden, wobei das Mahlwerk fehlt. Die Windrose ist voll funktionsfähig. Eine Aussenbesichtigung der Mühle ist möglich:

27.08.2025: Der Ewer Willi wurde 1926 gebaut. Ewer sind kleine Segelschiffe mit Plattboden, die ursprünglich aus Friesland stammen. Diese Bauweise mit flachem Boden ermöglichte es den Schiffen, Orte ohne Hafenanlagen anzufahren, sich trockenfallen zu lassen und dann be- und entladen zu werden. Eine Theorie zur Herkunft des Namens besagt, dass Ewer vom niederländischen envarer (also: Einfahrer) abgeleitet sein könnte, was auf eine ursprüngliche Ein-Mann-Besatzung hindeutet. Ewer prägten im 19. Jahrhundert das Bild der Küstenregionen und waren wichtige Transportmittel. Mit Ewern wurden Salz, Fisch und andere Güter transportiert. Heute gehört der Ewer Willi am Fischmarkt zu den Wahrzeichen Stades:

27.08.2025: Auf der stadtabgewandten Seite des Schwedenspeichers stehen ein paar Kanonen. Sie waren nie für den Krieg bestimmt. Es sind sogenannte Alarm- oder Flutkanonen. Das Alarmschiessen bei einem Hochwasser der Elbe bzw. Schwinge stammt wahrscheinlich auch aus der Schwedenzeit und wurde 1747 erstmals erwähnt. Bei einer Gefahr wurden sie abgefeuert, um damit die Bürger zu warnen. Das letzte Mal wurden die Kanonen bei dem schweren Hochwasser von 1962 in Betrieb genommen:
