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Stadttürme

22.09.2020: Der Sebastiansturm (ehemalige Stadtmauer, 14. Jahrhundert) in Eltville ragt am Rheinufer hoch hinaus und sein altes Gemäuer in Mitten eines gepflegten Gartens an der Villa der Matthäus Müller-Sektkellereien zieht stets Blicke auf sich. Der Turm trägt den Namen des heiligen Sebastian, dem zu Ehren jedes Jahr am 20. Januar die Eltviller Bürger einen Festtag begehen. Die Feier des Sebastianus-Tages hatte in der Sekt- und Rosenstadt Eltville eine jahrhundertealte Tradition:

09.08.2020: Die vier markanten Rundtürme der Nürnberger Stadtmauer wurden im Zweiten Weltkrieg ebenfalls für den Luftschutz herangezogen. Man machte sich dabei die ungewöhnlich dicken Mauern der Türme zunutze, die ihrerseits das Ergebnis früherer Kriege sind. Vor allem der Angriffskrieg des Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach 1553 im sogenannten zweiten Markgrafenkrieg traf Nürnberg empfindlich. Zwar wurde die Stadt nicht eingenommen, doch ein grosser Teil der reichsstädtischen Siedlungen wurde zerstört. So veranlasste der Rat der Stadt die Befestigungen Nürnbergs zu modernisieren und zu verstärken. Zwischen 1556 und 1564 wurden im Rahmen dieser Massnahmen auch massige runde Steinmäntel um die vier ursprünglich eckigen Haupttürme (spätes 14. Jahrhundert) gelegt. Die nun kreisrunden Türme erreichten durch die Verstärkung einen Durchmesser von bis zu 17 Metern. Durch ihre veränderte äussere Form boten sie ausserdem den Geschossen von Kanonen eine deutlich geringere Angriffsfläche. Als zusätzliche Massnahme wurde eine Artillerieplattform auf dem Dach eingebaut, die mit 16 Kanonen bestückt wurde. Sie konnten aus einer Höhe von acht Stockwerken weit in das Umland feuern und Angreifer von der Stadt fernhalten. In Kombination mit ihrer massiven Bewehrung waren diese vier Türme einer der Gründe, warum Nürnberg bis 1945 nicht eingenommen wurde:

09.08.2020: Der Tiergärtnertorturm und das daneben stehende Pilatushaus gehören zu den Blickfängen im romantischen Stadtviertel am Albrecht-Dürer-Haus. Interessant ist, dass der Tiergärtnertorturm schon seit dem 16. Jahrhundert gar nicht mehr als Stadttor in Funktion ist. Beim Ausbau der Stadtmauer zur Festung mit vorgelagerter Bastion wurden das Tiergärtnertor einige Meter nach links versetzt und das alte Tor zugemauert. Seither führt der Durchgang durch einen gekrümmten Tunnel:

 

09.08.2020: Der Schlayerturm (Grünes F) ist ein mächtiger, viereckiger Mauerturm im Westen der letzten Nürnberger Stadtbefestigung. Er liegt mitten im Pegnitzausfluss auf einer kleinen Flussinsel. Die brückenartige, unmittelbar angrenzende Fronveste überspannt den südlichen Ausfluss der Pegnitz im Westen der Stadtmauer. Der Sandsteinquaderbau wurde früher als Waffenarsenal genutzt und deshalb Spiesshaus genannt. Er schliesst im Süden an den Westtormauer genannten Teil der Stadtmauer an und verläuft parallel und westlich vom Kettensteg. Im Norden schliesst sich die Überbrückung des nördlichen Pegnitzarms zum Hallertürlein an, die Ende des 15. Jahrhunderts als massiver Wehrgang aus Sandsteinquadern und mit Satteldach errichtet wurde:

12.06.2020: Vom Kranenturm auf dem Kanapee aus bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Altstadt Weilburgs. Über das Kanapee führte eine Wasserleitung, die der Versorgung der Stadt und des Schlosses diente. Der Bau dieser Wasserleitung wurde durch Graf Johann Ernst (1675 – 1719) beauftragt. Im Zusammenhang mit dem Bau der Wasserleitung wurde auch der Kranenturm errichtet. Dieser wurde durch einen umstürzenden Baum am 01.03.1990 zerstört. Der Initiative des Geschichtsvereins Weilburg ist der am 25.06.1999 abgeschlossene Wiederaufbau zu verdanken. Die bisherige Annahme, dass im Kranenturm Einrichtungen zur Wasserregulierung vorhanden waren, musste aufgrund der Ausgrabungsergebnisse beim Wiederaufbau revidiert werden:

12.06.2020: Bedeutendster Rest der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung und ein geschichtliches Wahrzeichen ist der Stadtturm am Ende der Turmgasse. Später fungierte der Turm als romantische Ergänzung der Schlossterrassen. Ursprünglich war der runde Turmschaft höher, mit einer vorkragenden Wehrstube und Spitzhelm mit Wachhäuschen. Um 1800 erhielt er sein flaches, heute auch erneuertes Kegeldach. Der Treppenaufgang ist ein Rest der Mauer:

15.01.2020: Der Mühltorturm als Stadtzugang wurde nach Steinheims Stadterhebung 1320 durch Ludwig, den Bayern erbaut und im 14. Jahrhundert weiter ausgebaut. Durchs dortige Stadttor führte die Geleitsstrasse, eine uralte Handelsverbindung. Das Äussere der beiden im 16. Jahrhundert zugemauerten Tore, wurde erst 1999 – verbunden mit einem neuen Weg in die Steinheimer Altstadt – wieder geöffnet: