Brücken
27.07.2025: Sie entstand 1891/92 nach Plänen von Regierungsbaumeister Carl Bernhard und erhielt am 12. 5. 1893 den Namen des Reformators Martin Luther (1483–1546). Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde die massive vierspurige Strassenbrücke 1950/51 in vereinfachter Weise wieder aufgebaut. Sie steht unter Denkmalschutz:

27.07.2025: Die Moltkebrücke zwischen der Willy-Brandt-Strasse und Alt-Moabit verbindet das Regierungs- und Parlamentsviertel am Platz der Republik mit dem Moabiter Werder und dem Berliner Hauptbahnhof. An dieser Stelle bestand seit 1851 eine einfache Holzbrücke, die 1864-65 durch eine schmiedeeiserne Bogenbrücke ersetzt wurde. Die heutige steinerne Brücke liess die Stadt Berlin 1888-91 unter der künstlerischen Leitung von Otto Stahn erbauen. Das prachtvolle Brückenbauwerk, benannt nach Helmuth von Moltke, dem Chef des Generalstabs der preussischen Armee, ist ausserordentlich reich geschmückt. Die Bildwerke, Skulpturen und Kandelaber stammen von bedeutenden Bildhauern der wilhelminischen Ära. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde die Moltkebrücke hart umkämpft, als die sowjetische Armee von Moabit her ihren verlustreichen Angriff auf den Reichstag begann. Die kriegsbeschädigte Moltkebrücke konnte bereits 1947 wieder hergestellt werden. Der Bildschmuck wurde 1983-86 umfassend restauriert und ergänzt:

27.07.2025: Die von 2001-2005 erbaute Gustav-Heinemann-Brücke verbindet mit ihren 88 Metern für Fussgänger die Parklandschaft des Spreebogens mit dem südlichen Vorplatz des Berliner Hauptbahnhofs. Zwei äusserst schlanke Vierendeel-Träger mit leichtem Stich und eine dazwischen gehängte Fahrbahn mit Holzbelag bilden den langgestreckten, eleganten Steg. Als Ort des Übergangs gliedert er sich zurückhaltend in die städtische Umgebung ein. Heute gehört die Brücke, gemessen am Publikumsverkehr in ihrem Grössensegment, zu den meistbenutzten Brücken Berlins:
27.07.2025: Die Alsenbrücke im Zentrum von Berlin nahe dem früheren Lehrter Bahnhof war eine eiserne Mehrgewölbe-Brücke zur Überquerung der Spree und des südlichen Bereiches des Humboldthafens. Die erste Brücke entstand Mitte des 19. Jahrhunderts, danach folgten Ersatzbauten. Die zuletzt 1928 fertiggestellte dritte Brücke besass keine südliche Anbindung zur Alsenstrasse und war damit keine Spreebrücke mehr. Das neue Bauwerk erhielt den Namen Hugo-Preuss-Brücke und wurde 1933 umbenannt in Admiral-Scheer-Brücke. Am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört, wurde diese Strassenbrücke rund 50 Jahre nicht wieder aufgebaut. Erst im Jahr 2002 liess die Berliner Senatsverwaltung eine neue Strassenbrücke an der alten Stelle errichten. Sie führt die nun Rahel-Hirsch-Strasse genannte Uferstrasse wieder über den Zufahrtskanal zum Humboldthafen. Im Jahr 2005 wurde dem Neubau der Name Hugo-Preuss-Brücke neu verliehen:

27.07.2025: Die Kronprinzenbrücke ist eine Strassenbrücke, die die Spree überspannt und im Berliner Bezirk Mitte die Ortsteile Mitte und Tiergarten mit dem Regierungsviertel verbindet. Das Bauwerk überführt die Konrad-Adenauer-Strasse, die Fortsetzung der Reinhardtstrasse, mit zwei Fahrstreifen und beidseitigen Rad- und Fusswegen. Unmittelbar an das westliche Brückenende schliessen die Kindertagesstätte des Deutschen Bundestages und der Spreebogenpark an. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kronprinzenbrücke im Frühjahr 1945 schwer beschädigt und nach 1945 provisorisch wieder instand gesetzt. Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 wurde die Brücke gesperrt und verlor ihre Bedeutung als Verkehrsbauwerk, da die Spree hier Sektorengrenze war. 1972 folgte der Abriss des Brückenüberbaus, die Pfeiler und Widerlager blieben stehen. Nach der Wende im April 1991 wurde ein internationaler Realisierungswettbewerb zum Wiederaufbau der Kronprinzenbrücke ausgelobt. Die neue Kronprinzenbrücke ist eine filigrane, dreifeldrige Stahlbrücke mit einer Gesamtstützweite von 75,22 m. Die Hauptöffnung weist eine Stützweite von 44,0 m auf, die Randöffnungen spannen 15,61 m weit:

27.07.2025: Die Marschallbrücke wurde 1881-82 als dreifeldrige Eisenbogenbrücke nach Entwurf von Paul Gottheiner erbaut und gehört mit ihrer charakteristischen filigranen Bogenkonstruktion zu den wenigen überlieferten Eisen- und Stahlbrücken der ersten Generation in der Berliner Innenstadt. Sie dient als wichtiges Verbindungsglied zwischen der Dorotheenstadt und der Friedrich-Wilhelm-Stadt. Die Brücke überspannte mit drei, aus schmiedeeisernen Zweigelenkfachwerkbögen bestehenden und auf zwei granitverkleideten Strompfeilern ruhenden Feldern die Spree. Nach einem beschränktem Realisierungswettbewerb wurde die Marschallbrücke 1997-98 zu einer Zweifelderbrücke nach Entwurf von Gerhard Pichler und Benedict Tonon umgebaut. Dabei blieb nur die alte stählerne Zweigelenkbogenkonstruktion im Gehwegbereich des nördlichen Feldes erhalten, die erneuerten Geländer in diesem Feld sind dem bauzeitlichen Vorbild nachempfunden. Der südliche Strompfeiler wurde abgerissen und eine neue Stahlträgerkonstruktion zwischen südlichem Widerlager und dem in historischer Form erneuerten Strompfeiler gespannt. Die geborgenen Bogenträger fanden für die neue Fussgängerbrücke über den Landwehrkanal am Deutschen Technikmuseum eine angemessene Wiederverwendung:

26.07.2025: Die Jerusalembrücken über die Elbe bilden zusammen mit den Friedensbrücken über die alte Elbe den Nordbrückenzug, mit dem die B1 die Elbe mit getrennten Brückenbauwerken für die Richtungsspuren quert. Die südliche Brücke wurde 1947-1952 auf den vorhandenen Strompfeilern der zum Kriegsende gesprengten Hindenburgbrücke erbaut. Sie hat über der Elbe einen Zweigelenkbogen aus Stahl und beidseitig zweifeldrige Plattenbalken aus Stahlbeton über die Flutöffnungen. Sie war der erste Brückenneubau der DDR und wurde als Wilhelm-Pieck-Brücke dem Verkehr übergeben. Auf der Unterstromseite verlaufen zwei Strassenbahngleise. Die 20,1 m hohen genieteten Bogenrippen haben einen rechteckigen Querschnitt. Bei der Generalsanierung erhielt die Brücke 1998 eine neue Brückentafel aus Stahlbeton sowie neue Vorlandbauten. Die nördliche Brücke wurde 1964-1966 erbaut. Im Gegensatz zur Südbrücke führt sie in leicht schiefem Winkel über die Elbe. Sie besteht aus einer von einem Stabbogen abgehängten Stahlverbundplatte und zwei Vorbrücken, die als zweistegige Verbundträger ausgebildet wurden. Die 17,2 m über die Fahrbahn hochragenden geschweissten Bogenrippen sind leicht zueinander geneigt. Sie haben einen rautenförmigen Windverband:

11.07.2025: Die Holzbrücke dient als Fussgängerbrücke und verbindet den Stadtteil Borby mit dem Zentrum. Die hölzerne Klappbrücke ist ein Unikum in Schleswig-Holstein. Sie entstand nach der grossen Sturmflut von 1872, um die zerstörte Verbindung zwischen beider Stadtteile wieder herzustellen und hat sich in ihren Grundzügen bis heute erhalten. Eine Besonderheit sind die vielen Vorhängeschlösser, die heute an den Metallstreben der Brücke angebracht sind. Die Schlösser, oft mit eingravierten Namen, stehen als Symbol für die Liebe zwischen den Menschen, deren Namen auf ihnen zu lesen sind:

04.04.2025: Bereits im 14. Jahrhundert wird eine Wisperbrücke in Lorch erwähnt. 1556 wurde hier eine zweijochige Bogenbrücke aus Bruchsteinmauerwerk errichtet. Eine Erneuerung bei gleichzeitiger Verbreiterung der Fahrbahn erfolgte 1978 nach altem Vorbild. Zwei flache Gewölbebögen, mit Werksteinen aus Sandstein verblendet. In der Mitte ein ebenfalls mit Sandstein-Werksteinen verkleideter, spitz zulaufender Wellenbrecher. Ein Bogen überspannt den Wasserlauf, ein weiterer einen inzwischen verlandeten und höhergelegenen Uferstreifen. Die mit Sandstein abgedeckte Brüstung geht in die anschliessenden Ufermauern über. Wenn auch in der Substanz weitgehend erneuert, bildet die Brücke mit Heiligenfigur dennoch einen wesentlichen Bestandteil des historischen Ortsbildes von Lorch. Die auf der leicht überhöhten Brückenmitte überarbeitete kleine Sandsteinfigur des Brückenheiligen Johannes von Nepomuk stammt aus dem 18. Jahrhundert:

31.08.2024: Der Eiserne Steg wurde vor rund 20 Jahren als Fussgängerbrücke über die Dill neu gebaut. Er ersetzte damals den alten Eisernen Steg, dessen Spannweite aufgrund der ausgeführten Hochwasserschutzmassnahmen nicht mehr ausreichte. Die alte Brücke hatte einen Holzbelag aus Eichebohlen, der immer wieder erneuert werden musste, da das Holz nicht witterungsbeständig war. Bei der neuen Brücke hat man daher einen Belag aus einem Tropenholz gewählt, der haltbar und pflegeleicht ist: