Kirchen
18.08.2025: Die St. Nikolai-Kirche, auch bekannt als Schelfkirche, liegt in der Schweriner Schelfstadt und zählt zu einer der wenigen barocken Backsteinkirchen in Mecklenburg. Erbaut 1713, ist sie der erste grosse Kirchenbau Mecklenburgs nach der Reformation und beherbergt noch heute die Gruft der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin. Die Kirche zeichnet sich durch ihren einzigartigen, kreuzförmigen Grundriss aus, der als idealer protestantischer Predigtsaal konzipiert wurde. Der Bau der Schelfkirche war für das 18. Jahrhundert technisch äußerst anspruchsvoll, insbesondere aufgrund des weit auskragenden Traufgesimses:

18.08.2025: Als dritte Kirche mit besonderem Bezug zum erneuerten Machtanspruch des mecklenburgischen Fürstenhauses erbaut, wird die St. Paulskirche auf der höchsten Erhebung der Stadt errichtet. Prägnant bildet sie entlang der Schlossstrasse, die fundamentale Sichtachse zur Niklot-Halle im Hauptturm des Schlosses und zu St. Nikolai oberhalb des Pfaffenteiches. Damit verbindet sie das Machtzentrum Schloss mit den stetig wachsenden Teilen der Stadt. Die neugotische Kirche ist bis heute in allen Teilen im Originalzustand erhalten. Im Auftrag des Grossherzogs lieferte Baurat Theodor Krüger die Pläne für die von 1865 bis 1869 errichtete Pfarrkirche. Die Bausumme wurde zu weiten Teilen aus der Schatulle des Grossherzogs finanziert, das fehlende Viertel stammte aus einer Privatstiftung, ursprünglich für den Turm des Doms bestimmt. Das Bau- und Ausstattungsprogramm der St. Paulskirche entspricht der Norm des von Theodor Kliefoth aufgestellten Programms für Kirchenbauten in Mecklenburg und gilt als deren Prototyp:

13.08.2025: Die Kirche stammt von Anfang des 13. Jahrhunderts und liegt prominent auf dem Eichberg. Die Kirche gilt als Wahrzeichen der Stadt. Es handelt sich um eine spätromanische dreischiffige Basilika, die mehrfache Veränderungen erfahren hat. Der Turm geht auf das Jahr 1391 zurück. Bemerkenswert von der Ausstattung sind das Triumphkreuz von 1501 sowie Kanzel und Altar des norddeutschen Barockmeisters Hieronymus Hassenberg:

11.08.2025: Gegenüber vom Schloss liess Gutsherr Peter Rantzau eine Kirche errichten, die 1596 geweiht wurde. Der schlichte, nachgotische Backsteinbau wurde um 1716 unter Detlev Rantzau mit einer wertvollen barocken Ausstattung versehen. Der Kanzelaltar und beispielsweise der Taufengel stammen aus dieser Zeit wobei der Altartisch sogar noch aus der Erbauungszeit vorhanden ist. Zeitgleich mit der Kirche wurden rechts und links der Schlosskirche die sogenannten Gottesbuden gebaut, um den Bedürftigen und Alten des Gutes eine Unterkunft zu bieten. Auch heute noch werden die kleinen Wohneinheiten von der Kirche an sozial schwache Menschen vergeben:

08.08.2025: Traditionelle Formen und modern-expressive Gestaltung lassen die Kirche von Paul Korff vertraut und doch neuartig erscheinen. Die Architektur kündet von der Ankunft des Neuen Bauens im Mecklenburger Land. Denn von Weitem fühlt sich der Betrachter an die Staffelgiebel mittelalterlicher Bürgerhäuser der Region erinnert. Doch es handelt sich um ein Gotteshaus, um einen experimentellen Bau der Neuen Sachlichkeit. 1928 wurde ein erster Entwurf für eine dreischiffige Kirche mit repräsentativem Turm und erhöhtem Altarhaus vorgelegt, der aus Kostengründen von der zuständigen kirchlichen Behörde in Osnabrück keine Zustimmung erhielt. Es galt, wie für Diasporakirchen damals üblich, eine möglichst hohe Funktionalität bei möglichst geringen Kosten zu erreichen. Dafür wählten die Architekten die dann ausgeführte reduzierte Gestalt ohne Turm und mit kostengünstigem Zollinger Lamellendach. Am 5. Mai 1929 erfolgte die Grundsteinlegung. Am 25. August 1929 konnte der Osnabrücker Bischof Wilhelm Berning den Bau feierlich konsekrieren. Im Laufe der Jahre wurden im Innenraum an den liturgischen Orten Veränderungen vorgenommen (bes. 1969/2011). Eine bauliche Veränderung erfuhr 2008 auch die Südseite der Kirche durch den Anbau eines Beichtraumes:
08.08.2025: Der Dom zu Güstrow ist das älteste Bauwerk der Barlachstadt Güstrow. 1226 wurde er auf dem Totenbett von Fürst Heinrich Borwin II. gestiftet, einem Enkel von Pribislav und Heinrich dem Löwen. Die Hauptaufgabe der heutigen Gemeindekirche war zunächst die Verbreitung des christlichen Glaubens im eroberten slawischen Land. Nach Fertigstellung des Langschiffes und des Turmes erfolgte 1335 die Domweihe durch den Bischof von Kammin, heute Kamień Pomorski. 1552 wird der katholische Domstift aufgehoben. Der Dom steht leer und wird 12 Jahre lang als Wagenscheuer genutzt. 1568 wird er evangelische Hofkirche und Grablege für das Güstrower Fürstenhaus bis 1695. Der Güstrower Dom wurde zunächst romanisch begonnen und dann gotisch vollendet. Der Bau ist reich mit Kunstschätzen von der Spätromanik bis zur Neuzeit ausgestattet. So der spätgotische Flügelaltar von Hinrik Bornemann, das Herzog-Ulrich-Monument von Philipp Brandin und die Apostelfiguren von Claus Berg. Das bekannteste Werk, das für den Güstrower Dom geschaffen wurde, ist der Schwebende von Ernst Barlach. 1927 wird das Denkmal gegen den Krieg angebracht, 1937 als entartete Kunst abgenommen und 1944 zu Kriegszwecken eingeschmolzen. 1953 wird der Drittguss des Schwebenden wieder im Dom über einem schmiedeeisernen Taufgitter aus dem 18. Jahrhundert angebracht:

08.08.2025: Vom Domkapitel für die geistigen Bedürfnisse der Bürger der Stadt Güstrow gestiftet, wird die Pfarrkirche St. Marien auf dem Markt 1308 das erste Mal urkundlich erwähnt. Anfang des 16. Jahrhundert wurde sie dreimal durch Stadtbrände zerstört bzw. stark in Mitleidenschaft gezogen, aber immer wieder zusammen mit den Häusern der Stadt aufgebaut. Seit 1533 wurde in der Marienkirche lutherisch gepredigt. 1780 bekam sie den barocken Turmhelm, 1880-1883 wurde sie durch Hofbaurat Daniel grundlegend umgebaut und erhielt die heutige Gestalt als dreischiffige Hallenkirche. Die Bürger Güstrows statteten ihre Kirche im Laufe der Jahrhunderte grosszügig aus. Zu sehen sind eine Pietà (Anfang 1500), eine fünfteilige Triumphkreuzgruppe (1516), der prächtige Wandelaltar (1522) mit dreizehn Schnitzreliefs von Jan Bormann und sechs Tafelgemälden von Bernaert von Orley sowie das Ratsgestühl von 1599 mit Eichenintarsien. Zahlreiche Wandleuchter und zwei flämische Kronen wurden von Handwerkern und Bürgern gestiftet. An den Wänden befinden sich verschiedene Epitaphien, die an Bürgermeister und Bürger der Stadt erinnern. Die Orgel samt Orgelempore wurde 1764 durch den Rostocker Orgelbaumeister Paul Schmidt im barocken Stil in die Kirche hineingebaut:

04.08.2025: Die jetzige Kirche St. Petri im Ballenstedter Stadtteil Opperode wurde am 23.10.1892 geweiht. Seit dem 12.06.2005 sind die Kirchengemeinden St. Petri und St. Nicolai zu einer Kirchengemeinde St. Nicolai vereinigt. Gottesdienste finden in der Kirche regelmässig statt. Seit dem 1. September 2011 ist in der St. Petri Kirche eine Radfahrerkapelle geöffnet. Touristen auf dem Europaradweg R1 können an der Kapelle rasten und finden einen Ort zu Besinnung und Gebet:

04.08.2025: Die St.-Nicolai-Kirche steht im historischen Stadtkern von Ballenstedt unweit des Rathauses. Sie wurde erstmals im Jahre 1326 urkundlich erwähnt. Von diesem ersten Gotteshaus ist aber nur noch der Turm erhalten. Alle anderen Teile der Kirche fielen im Jahre 1498 einem verheerenden Feuer zum Opfer. Anschliessend erfolgte ein baldiger Wiederaufbau des Gotteshauses im Stil der Spätgotik. Die St.-Nicolai-Kirche enthält diverses kunstvolles Inventar, u.a. einen umfangreichen Gemäldezyklus, geschnitzte Emporen sowie Leuchter aus dem Schloss Coswig-Anhalt. Diese waren ein Geschenk der dortigen Prinzessin, der späteren russischen Zarin Katharina. Das Kirchenbauwerk verfügt ausserdem über eine Orgel aus dem späten 17. Jahrhundert:
04.08.2025: Die 1888 erbaute Kirche Sankt Joseph war die römisch-katholische Kirche in Osterwieck. Sie gehörte zur Pfarrei St. Bonifatius mit Sitz in Wernigerode, im Dekanat Halberstadt des Bistums Magdeburg. Die nach dem heiligen Josef von Nazareth benannte Kirche hat die Adresse Teichdamm 1. Die geostete Backsteinkirche wurde im Baustil der Neuromantik erbaut. Ihr Turm, der von einer Spitze mit Wetterhahn und Kreuz bekrönt ist, wurde vermutlich 1905 zugefügt. Eine an der Aussenwand angebrachte Kreuzigungsgruppe erinnert an die Volksmission von 1974. Am 8. Februar 2015 wurde der letzte ortsansässige Priester verabschiedet, er trat in den Ruhestand und verliess das Bistum. Nachdem die Kirche zuletzt nur noch für Werktagsgottesdienste genutzt worden war, erfolgte am 27. November 2022, dem 1. Sonntag im Advent, die Profanierung der Kirche nach der letzten Heiligen Messe. Katholische Werktagsgottesdienste finden seitdem im Gemeindesaal statt, das Kirchengebäude soll verkauft werden:
