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Kirchen

08.09.2023: Nahe des historischen Marktplatzes steht die beeindruckende evangelische Markuskirche. Beeindruckend und einmalig ist dieses Baudenkmal aufgrund dessen, dass sie sich über Jahrhunderte entwickelte, aus einer frühgotischen Basilika im beginnenden 14. Jahrhundert, die 1321 zur Stadtkirche umgebaut wurde und das meiste ihres heutigen Aussehens der Spätgotik verdankt. Der hohe gotische Turm litt 1601 Schaden unter einem Sturm und sein Helm zeigt sich heute barock. Um 1529 wurde die Markuskirche zu einer dreischiffigen Hallenkirche gestaltet. Ihre drei Schiffe und Chöre sind in Länge und Breite gleich und erhielten eine Gewölbedecke. Die Vorgängerkirchen hatten flache Decken in den schmaleren Seitenschiffen. Die Ausstattung der Kirche ist ebenso einmalig. Das Taufbecken stammt aus dem 14. Jahrhundert, wobei sein Vorgänger im alten Rathaus zu besichtigen ist. Auffällig ist auch, dass die Markuskirche zwei funktionstüchtige Orgeln aus zwei Epochen hat. Die Förster und Nicolaus-Orgel ist aus dem Jahr 1904. Die Metzler-Orgel hinter dem Prospekt wurde von Landgraf Philipp III. von Hessen-Butzbach 1614 gestiftet. Auf ihn geht auch die Erbauung der Kanzel 1617 zurück. Fünf Jahre später entstand die Fürstengruft. Das Epitaph wird baldachinartig überspannt. Szenen der Auferstehung werden dargestellt und reichhaltige Stuckaturen faszinieren. In der Gruft ruhen der Landgraf selbst, seine beiden Frauen und Prinz Heinrich:

08.09.2023: Am 30. November 1952 erfolgte die Grundsteinlegung für die Kirche durch Dekan Winkler aus Bad Nauheim, zur Jahreswende 1952/1953 das Richtfest und am 18. Oktober 1953 die Weihe von St. Gottfried durch Bischof Albert Stohr. Architekt war Jan Hubert Pinand aus Darmstadt, der vor der Vollendung die Leitung niederlegte, weil er mit den Steinmetzarbeiten und ihren Verzierungen nicht zufrieden war. Der Pfarrei wurden sieben Filialen zugeordnet. 1954 erhielt der Turm sein Vierergeläut. Im selben Jahr wurde das Pfarrhaus errichtet und durch einen schmalen Verbindungsgang mit der Kirche verbunden. Die geostete Kirche ist westlich des alten Stadtkerns aus Gelbsandstein errichtet, der im nahen Rockenberg gebrochen wurde. Der blockhafte Baukörper im Stil der Basilika orientiert sich am romanischen Kirchenbau, ohne historisierend zu sein:

07.09.2023: Im Jahr 2004 konnte die Kirchengemeinde das 400jährige Jubiläum ihrer Kirche in heutiger Gestalt feiern. Auf einem Felssporn oberhalb der Bergstrasse wurde sie an Stelle einer älteren Kapelle errichtet. Der achteckige Taufstein von 1614 zeigt die Taufszene Jesu, sowie Portraits des Landgrafen Ludwig V. und seiner Frau Magdalena von Brandenburg. Zum Jubiläum erhielten die historischen Emporengemälde von 1628 vier zeitgenössische Gegenüber des Malers Johann Peter Reuter zum Thema „Die Würde des Menschen“. Darin wird das Grundanliegen der Kirchengemeinde deutlich, das Evangelium in heutiger Zeit zur Sprache zu bringen. Von je her evangelisch und die einzige Kirche am Ort wird sie seit Jahrzehnten auch von den katholischen Christen als Gottesdienstraum für den Vorabendgottesdienst mitgenutzt. Im Kirchgarten, dem ehemaligen Friedhof, finden sich eine Pieta und Wegplatten des Bildhauers Wieland Schmiedel:

07.09.2023: Im April 1912 erfolgte die Grundsteinlegung für die neuromanische Saalkirche nach einem Entwurf von Hans Rummel. Die Weihe fand im Oktober statt. Die Kirche steht in Nord-Süd-Richtung. Westlich des eingezogenen Chors mit 3/8-Schluss im Süden steht der quadratische, mit einer Glockenhaube bedeckte Kirchturm. Sein oberstes Geschoss beherbergt hinter den rundbogig schliessenden Klangarkaden den Glockenstuhl. Im Winkel zwischen Turm und Chor ist ein Treppenturm angefügt. In den Längswänden des mit einem steilen Satteldach bedeckten Kirchenschiffs sind jeweils vier hohe Bogenfenster. Der Innenraum des Kirchenschiffs ist mit einem Tonnengewölbe überspannt, der Chor mit einem Kreuzgratgewölbe. Kirche und Pfarrhaus bilden eine für Zwingenberg bedeutende Sachgesamtheit von hohem bau- und ortsgeschichtlichem, aber auch künstlerischem Wert. Durch ihre erhöhte Lage hat die Kirche auch Fernwirkung und damit städtebauliche Funktion:

07.09.2023: Im Jahre 1258 wurde das Domkapitel zu Mainz gebeten, in Zwingenberg eine eigene Kirche mit Friedhof bauen zu dürfen, da der Weg der Anwohner zum Gottesdienst nach Bensheim zu weit und zu gefährlich sei. Daraufhin baute man zunächst eine einfache Kapelle mit flacher Balkendecke und wenigen kleinen Fenstern. Das fast quadratische, dreischiffige Langhaus war ursprünglich ein rechteckiger Saal, die Seitenschiffe sind um 1400 durch Kapellenanbauten entstanden. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Bau ausserdem um ein Chorgestühl, eine Sakristei und den Turm erweitert. Auch die Emporen entstanden aufgrund gestiegener Bevölkerungszahlen und daraus resultierendem Platzmangel, allerdings erst im 17. Jahrhundert. Die südlich angeschlossene Sakristei wie auch der Turm auf der Südwestecke des Langhauses dürften im Kern auf den Bau des 13. Jahrhunderts zurückgehen. Die Satteldächer von Langhaus und Altarraum sind auffällig hoch. Der Eingang mit Freitreppe befindet sich in der Westfassade, die Fenster sind weitgehend spitzbogig, mit Masswerk versehen. Als Folge von Philipp des Großmütigen Wechsel zum Protestantismus – Philipp war ein Vorkämpfer der Reformation – wurde 1526 erstmals ein evangelischer Pfarrer eingesetzt. Als Zwingenberg 1693 durch ein von französischen Truppen gelegtes Feuer weitgehend zerstört wurde, entging die Bergkirche zwar den Flammen, wurde aber anschliessend völlig ausgeplündert. In den Jahren von 1701 bis 1706 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Dabei wurden eine tonnenförmige Holzdecke eingebaut und die Giebelwände erhöht. Die Emporeneinbauten gehen bereits auf das frühe 17. Jahrhundert zurück, die Innenausstattung stammt in Teilen von den notwendigen Erneuerungen nach der Zerstörung 1693. Das heutige Aussehen erhielt die Bergkirche in den Grundzügen im Jahre 1830 nach einer grundlegenden Renovierung:

04.09.2023: 1899 wurde der Grundstein für den heutigen Kirchenbau durch den Frankfurter Architekten Josef Röder gelegt. Dass dieser Neubau möglich war, ist der Spendenfreudigkeit der Bevölkerung zu verdanken und dem Engagement des damaligen Pfarrers Jakob Herlth. Dieser spendete seine im Kulturkampf zunächst verweigerten Gehälter für den Neubau des Gotteshauses. Viele einheimische Bauhandwerker und Bauern leisteten teilweise unbezahlte Arbeitsstunden und lieferten Material. Der 25 m hohe neue Kirchturm wurde erst im Jahr 1952 errichtet. Dies hing damit zusammen, dass es Streitigkeiten zwischen der Gemeinde und der Kreisbehörde gab. Auf dem neuen Kirchturm sitzt ein 15 m hoher Turmhelm, der von Kreuz und Hahn gekrönt wird. 5 Glocken erklingen zum vollen Geläut. Die Kirche ist im neogotischen Stil und kreuzförmig errichtet. Im Inneren weist sie ein Kreuzrippengewölbe auf. Sie verfügt zudem über einen Hochaltar und zwei Seitenaltäre. Besonders bemerkenswert ist eine spätgotische Holzskulptur der Muttergottes auf dem nördlichen Seitenaltar. Diese überstand den Schwedenkrieg und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Viele weitere holzgeschnitzte Figuren aus dem 18. Jahrhundert sind im Inneren der Pfarrkirche zu bewundern. Der rechte Seitenaltar ist dem heiligen Josef und den Gefallenen der Gemeinde geweiht. Auf dem Hauptaltar finden sich unter anderem die Heiligen dieser Gegend, St. Lubentius und St. Maximinus sowie die vier Evangelisten. Die Kirche wurde zuletzt in den Jahren 1989/90 neu gestrichen und auch im Inneren wurden Ausbesserungs- und Malarbeiten durchgeführt. Der Altarraum wurde 1987 von dem Kölner Künstler Egino Weinert neu gestaltet, die Steinplatte des Altars hat Hubert Stillger aus Niederbrechen geschaffen. 2001 erklang zum Kirchenjubiläum erstmals die neue Orgel in der Pfarrkirche St. Maximin, die wegen ihrer majestätischen Grösse auch als „Dom des Goldenen Grundes“ bezeichnet wird:

11.08.2023: Die Kirche, Patrone Apostel Petrus und Paul, wurde 1968 geweiht. Das Portal zeigt in Kupferplatten geschlagene Symbole des beruflichen Lebens der Schiersteiner Bewohner (Fischerei, Landwirtschaft, Weinbau, Industrie), aber auch der Geschichte (Reichsapfel) sowie die Symbole Schlüssel und Schwert für die beiden Kirchenpatrone:

11.08.2023: Am 3. Mai 1752 wurde der Grundstein gelegt und das im Rokokostil erbaute Gotteshaus am 15. September 1754 eingeweiht. Die Kirche wurde wie üblich in Ost-West-Richtung mit dem Chor im Osten errichtet. Die Grundrissmasse außen (Länge 24 Meter, Breite 15 Meter) entsprechen genau dem Goldenen Schnitt. Die hervorragende Akustik des Innenraumes dürfte mit darauf zurückzuführen sein. Der jetzt leicht nach Westen geneigte Turm ist als Dachreiter dem Dachstuhl aufgesetzt. Auffallend ist im Gegensatz zum harmonischen aber schlichten Äusseren die für ein protestantisches Gotteshaus eher ungewöhnlich prächtige Innenausstattung:

05.03.2018: Die folgenden Aufnahmen zeigen sie aus Richtung Dyckerhoff-Brücke am Schiersteiner Hafen:

05.08.2023: Die evangelisch reformierte Pfarrkirche wurde 1698 bis 1703 in der Zeit der Herrschaft des Grafen Wilhelm Moritz von Solms-Braunfels erbaut. Dies datiert eine Inschrift des westlichen Turmportals. Die Kirche mit Kirchhof wird von einer mittelalterlichen Kirchhofmauer umgeben, die ursprünglich wehrhaften Charakter besass. Die hohe mittelalterliche Kirchhofummauerung weist noch Reste von Schiessscharten auf. Die Pfarrkirche ist von ihrer Anlage her als protestantische Predigtkirche gestaltet worden, die über einen einheitlichen Innenraum mit der erhöhten Kanzel im Osten im Mittelpunkt verfügt. Auffallend für das Ortsbild ist der hoch herausragende Westturm mit seinem eleganten, dreifach gestaffelten Haubenhelm, der zusammen mit dem historischen Rathaus das Bild des Stadtteils Gambach in besonderem Masse prägt:

05.08.2023: In einer Inschrift unter den Wappen des Grafen Friedrich Wilhelm von Solms-Lich und seiner Gemahlin Wilhelmina Magdalena ist das Datum der Erbauung der Kirche mit 1729 angegeben. Der rechteckige Saalbau mit seinem seitlich angrenzenden Turm prägt die Ansicht des Ortes. Unter einer barocken hölzernen Vorhalle befindet sich im Westen der Hauptzugang des Gebäudes. Über dem Portal sind das bereits beschriebene Wappenfeld des Grafen Friedrich Wilhelm von Solms-Lich und seiner Gemahlin Wilhelmina Magdalena erkennbar. Der Kirchturm an der Nordseite ist noch gotisch, sein gestaffelter Haubenhelm stammt allerdings von 1778, was der Datierung der Wetterfahne zu entnehmen ist. Im Innern der Kirche erblickt man eine dreiseitige Empore, ein Gestühl und eine Kanzel, die der Bauzeit von 1729 zugerechnet werden. Die Orgel wurde 1839 eingebaut: