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Kirchen

20.07.2022: In der 1827 gegründeten Stadt Bremerhaven war 1867 die katholische Kirche Unbefleckte Empfängnis Mariä gebaut worden. Das weitere Industrie- und Bevölkerungswachstum führte ab 1900 zur gleichzeitigen Planung von eigenen Pfarrkirchen für die damals noch selbstständigen Gemeinden Geestemünde und Lehe. Die Realisierung rückte näher, als eine anonyme Spenderin für den Bau der beiden neuen Kirchen 60.000 Mark in Aussicht stellte – mit der Bedingung, dass beide das Patrozinium Heiligstes Herz Jesu erhalten sollten. Die neugotische Hallenkirche wurde dann 1910/11 nach Plänen von Heinrich Flügel erbaut und am 17. September 1911 durch Bischof Adolf Bertram geweiht. Ihre gleichnamige Pfarrgemeinde gehört zum Dekanat Bremerhaven im Bistum Hildesheim:

19.07.2022: Die Ritzebütteler Martinskirche wurde 1816-1819 erbaut. Wesentlichen Anteil daran hatte der Amtmann Abendroth. Ihm war sehr daran gelegen, für die Ritzebütteler ein bescheidenes Bethaus zu schaffen, um vor allem den „Frauenzimmern“ den weiten oft matschigen Fussweg nach Groden zu ersparen. Viel Geld stand nicht zur Verfügung, und so entstand ein schlichtes, klassizistisches Gebäude. Am 22.August 1819 fand die Weihe der Kirche statt und wurde nach Martin Luther Martinskirche benannt. So hatten die Ritzebütteler endlich ihre eigene Kirche mit 600 Plätzen, jedoch noch ohne Turm. Bevor man an den Bau eines Turmes denken konnte, waren schon 1828 die ersten Sanierungsarbeiten durchzuführen, denn obwohl die Mauern und Pfeiler auf über 200 Rammpfählen gebaut waren, zeigten sich die ersten Senkungen. Am 15. November 1885 konnte der neue Turm, die Glocken und eine neue Orgel eingeweiht werden, zugleich mit aussen angebrachten Strebepfeilern, die den Druck des Dachstuhles abfangen sollten. Bemerkenswert ist das Kreuz auf dem Altar. Es ist ein Dokument jüdischchristlichen Zusammenlebens in dieser Stadt. Der Amtmann Abendroth beauftragte einen Vorsteher der kleinen, jüdischen Synagogengemeinde, Samuel A. Friedländer, mit der Beschaffung des Kreuzes. Dieser war ihm persönlich bekannt und verfügte über weitreichende Beziehungen bis nach London und Paris. Als er auf einer Reise in Paris kein Kruzifix in geeigneter Grösse finden konnte, liess er selbst eins anfertigen. Die entstandenen Mehrkosten übernahm er aus eigener Tasche. Eine kleine Episode nur, die zeigt, was zu Anfang des 19. Jahrhunderts selbst in einer Kleinstadt an aufgeklärter Toleranz möglich war. Leider nur eine Episode – es kamen andere Zeiten, auch in Cuxhaven:

02.07.2022: Die Marienkirche in Gelnhausen ist die ehemalige Kirche des Prämonstratenserstifts Langenselbold. Sie stammt vermutlich aus dem späten 12. Jahrhundert und wurde 1223 das erste Mal urkundlich in einem Schutzbrief des Papstes Honorius III. für das Kloster Selbold erwähnt. In dieser Urkunde, die 1238 durch eine weitere bekräftigt wurde, sicherte der Papst den Chorherren des Klosters Selbold die Patronatsrechte über die Marienkirche zu. Diese Entscheidung hatte entsprechende Auswirkungen auf den Bau der Peterskirche. Die Marienkirche verblieb bis zur Auflösung des Klosters im Jahre 1543 in dessen Besitz. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Kirche laut einem Vertrag mit der Stadt Gelnhausen lutherisch. Dieser friedliche Vorgang und der spätere Widerstand der Stadt gegen die Einführung der reformierten Konfession in Gelnhausen hatte deutliche Auswirkung auf die Marienkirche. Der Bildersturm blieb aus und das Innere der Kirche (insbesondere die Altäre und der mittelalterliche Lettner) blieb im Wesentlichen erhalten. Die verschiedenen Bauabschnitte der Kirche sind in ihrem Äusseren und Inneren teilweise recht deutlich sichtbar. Der wohl auf das Jahr 1120 zurückgehende einschiffige Ursprungsbau (erhalten ist das Westportal) wird in staufischer Zeit zu einer dreischiffigen Basilika ausgebaut. Das Langhaus der Kirche und der Westturm sind im romanischen Stil erbaut. Die ursprünglich auch romanischen Seitenschiffe wurden allerdings um gotische Elemente erweitert. So wurden zum Beispiel die ursprünglichen Fenster zugemauert und durch darüber angebrachte gotische Fenster ersetzt. Nach Osten fortschreitend gehört der Bau der Frühgotik an. Die ersten grösseren Restaurierungsarbeiten gab es ab 1877. Diese dienten vor allem der Erhaltung des südlichen Turms. Ab 1945 wurden die Kriegsschäden nach und nach repariert. Seit etwa 1962 wurde die Kirche in mehreren Etappen restauriert. Hierbei wurden viele der Arbeiten aus dem 19. Jahrhundert wieder rückgängig gemacht oder in ihrer Form entschärft. Zum Beispiel wurde die im 19. Jahrhundert eingebaute Kanzel wieder durch die hölzerne Kanzel aus der Renaissance-Zeit ersetzt. Für den weiteren Erhalt der Kirche wird eine Stiftung ins Leben gerufen. Als erstes Ergebnis von deren Arbeit kam es bereits im Jahr 2000 zu Renovierungsarbeiten an den fünf mittelalterlichen Chorfenstern. Der markante Chor der Marienkirche, aber ebenso die Vierungstürme standen Pate für die Architektur der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin:

02.07.2022: Die St. Peterskirche wird als Stadtpfarrkirche in staufischer Zeit geplant und begonnen. Durch päpstliches Edikt von 1238 (Gregor IX.) wird der Weiterbau der Kirche zu Gunsten der östlich gelegenen Marienkirche untersagt. Die Peterskirche bleibt ein baukünstlerisches Fragment. Das Bauwerk wird nach der Reformation profanisiert, es dient als Lager, Abstellraum und Gewerbefläche. Notwendige Reparatur- und Erhaltungsaufwendungen unterbleiben. Die beiden romanischen Rundtürme des Kirchenbauwerks werden wegen angeblicher Baufälligkeit abgebrochen (um 1830). Im Jahre 1922 erwirbt die katholische Kirchengemeinde Gelnhausen die Peterskirche. In mehreren Sanierungsstufen wird das nahezu zur Ruine verfallene Bauwerk renoviert und restauriert. Die umfassendste Sanierung erfolgt in den Jahren 1982/83. In einer geglückten Synthese von alter Bausubstanz und neuzeitlicher baukünstlerischer Gestaltung (Fenster, Lettner, Orgel) ist die Peterskirche heute ein integraler Bestandteil der Altstadt von Gelnhausen. Schlicht aber würdig präsentiert sie sich mit den wenigen ursprünglichen Elementen staufischer Kunst und den einfühlsam gestalteten künstlerischen Additiven der Moderne dem Kirchenbesucher:

25.06.2022: Die unverputzte Saalkirche wurde 1763–65 gebaut. An das Kirchenschiff schliesst sich im Osten ein rechteckiger Chor an. Der im Westen in das Kirchenschiff eingestellte Kirchturm aus Bruchsteinen mit Ecksteinen aus Backsteinen ist mit einem schiefergedeckten achteckigen Aufsatz versehen, der sich in einem eingezogenen achteckigen Aufsatz fortsetzt und mit einer glockenförmigen Haube endet. Drei Kirchenglocken wurden am 31. Dezember 1950 in den Glockenstuhl des Kirchturms gebracht. Die Kirchenausstattung stammt aus der Bauzeit. Die Orgel mit 15 registern, einem Manual und einem Pedal wurde 1766 von Johann Friedrich Syer gebaut:

25.06.2022: Ihr Grundstein wurde am 23. Mai 1727 durch Graf Wolfgang Ernst von Isenburg-Birstein gelegt. Architekt war der Baumeister der benachbarten Grafschaft Hanau, Christian Ludwig Hermann, der an diesem Projekt und für das parallele Bauvorhaben des Schlosses Langenselbold für Graf Wolfgang Ernst arbeitete. Während des Baus der Kirche wurde der am Schloss offensichtlich unterbrochen. Kirche und Schlossanlage beziehen sich aufeinander. Die Kirche entstand unverputzt in Buntsandstein-Bruchsteinmauerwerk. Der Grundriss ist ein Oval mit vier Kreuzarmen. Das Gebäude ist im Wesentlichen in dem Zustand, in dem es errichtet wurde, erhalten. Das Innere der Kirche wurde jedoch mehrfach schon im 19. Jahrhundert verändert. Die farbigen Fenster stammen aus dem Jahr 1911. 1959/60 wurde massiv eingegriffen: Das alte Kirchengestühl wurde entfernt und die Kanzelwand verändert. Die letzte Renovierung erfolgte 2005/06:

22.06.2022: Eine Pfarrei bestand in Gau- Algesheim schon im 14. Jahrhundert. Sie war in der Frühzeit dem hl. Martinus, dann dem hl. Cosmas und Damian geweiht. Ausser der Pfarrkirche hatte Algesheim noch eine Johanniskapelle, eine Nikolauskapelle, eine St. Margretkapelle, eine Bonifatiuskapelle und eine Michaelskapelle. Die alte, 1539 erweiterte Pfarrkirche wurde 1889 niedergelegt und an deren Stelle eine dreischiffige, gotische Hallenkirche nach den Plänen des Limburger Diözesanbaumeisters Max Meckel erbaut. Der Chor und der Turm der alten Kirche blieben stehen, letzterer wurde weiter ausgebaut. Im Jahr 1501 befanden sich dort für wenige Tage die Reliquien der Heiligen St. Cosmas und St. Damian, die wahrscheinlich während einer Rast bei einer Prozession dort gelagert wurden. Die Verehrung dieser Heiligen überstieg bis 1784 die des eigentlichen Kirchenpatrons St. Martin, sodass sie bald zu alleinigen Kirchenpatronen wurden:

22.06.2022: Erst 1925 wurde ein Bauauftrag an den hessischen Kirchbaumeister Prof. Walbe aus Darmstadt erteilt. Durch den ersten Weltkrieg hatte man den Bau einer evangelischen Kirche immer wieder in den Hintergrund schieben müssen, obwohl man bereits 1911 ein Grundstück für den Bau einer solchen erworben hatte. 1927 konnte die Evangelische Kirche fertiggestellt werden. Sie hatte eine Orgel und drei Glocken bekommen, welche Stiftungen waren. Eine davon spendete der Kirchenvorsteher Philipp Huff mit seiner Ehefrau Susanne, die grösste Glocke war eine Spende der Gemeinde Bingen und die dritte war eine Spende der Einwohner Gau-Algesheims.
Die Orgel wurde von Förster und Nicolaus aus Lich gebaut:

21.06.2022: Die Franziskaner, die bereits seit 1630 in der Stadt waren, wohnten zunächst im Spital. Wegen des Dreissigjährigen Krieges verzögerte sich der Bau des Klosters. So wurde erst ab 1660 der Konventbau begonnen und ab 1667 der Kirchenbau nach den Plänen des Mainzer und Würzburger Hofbaumeisters Antonio Petrini. Besonders sehenswert sind das vom Mainzer Erzbischof Johann Philipp von Schönborn gestiftete Hauptportal und die barocke Innengestaltung der Kirche:

21.06.2022: Die Anfänge der Miltenberger Stadtpfarrkirche St. Jakobus der Ältere stammen vom Ende des 14. Jahrhunderts, als an Stelle eines Vorgängerbaus ein grösserer dreischiffiger Bau errichtet wurde. In Richtung Marktplatz an der Südseite des Chores entstand ein mächtiger Turm. Um 1380/90 erfolgten mehrere Altarstiftungen. Der 1478 in Miltenberg geborene Humanist Johannes Butzbach spricht in seinem Wanderbüchlein von einer grossen, prächtigen, auf schlanken Säulen ruhenden Stiftskirche. 1782 wurde die Kirche für teilweise baufällig erklärt und es wurden verschiedene Veränderungen vorgenommen. In den Jahren 1829 bis 1831 entstanden auch die beiden das Stadtbild prägenden Osttürme. Die häufigen Umbauten trugen aber nicht gerade zu einem harmonischen Gesamteindruck bei. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wurde 1959 mit der Neugestaltung des Kirchenraumes nach Plänen des Würzburger Dombaumeisters Hans Schädel getan. Ihr jetziges Gesicht hat die Kirche durch die behutsame Renovierung und stringente Neugestaltung (2003/2004) durch Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen erhalten, der dem Kirchenraum wieder einen in sich stimmigen Gesamteindruck verlieh: