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Kirchen

03.09.2022: Als um 1900 die bisherige evangelische Kirche zu klein geworden war, erhielten die Karlsruher Architekten Curjel & Moser, die bereits das Verwaltungsgebäude der Oberurseler Motorenfabrik realisiert hatten, den Auftrag zur Planung einer neuen, modernen Kirche. Für die Gestaltung war der Jugendstil prägend und wegen dieser Besonderheit stehen Bauwerk und Einrichtung heute unter Denkmalschutz. Die Gestaltung des Innenraums folgte dem Wiesbadener Programm, einem typisch protestantischen Konzept nach dem Vorbild der Wiesbadener Ringkirche. Altar, Kanzel und Orgel sind axial übereinander angeordnet. Sakrament, Wort und liturgischer Gesang bestimmen die Architektur. Zu diesem Stil mit den Elementen des Jugendstils gehören mehrere Besonderheiten. Das Langhaus ist nicht wie in anderen Gotteshäusern in Schiffe gegliedert und die Sitzreihen sind um den Altar gruppiert. Der Altar steht nicht in einem Chor fern von den Menschen, sondern inmitten der Gemeinde. Die breit angelegte Kanzel dominiert den Altarraum:

03.09.2022: Mit dem Zuzug katholischer, meist aus den ehemaligen ostdeutschen Reichsgebieten stammender Flüchtlinge und Aussiedler in den 1950er Jahren wuchs in Oberursel und den umliegenden Gemeinden der Bedarf an Wohn- und Andachtsräumen. Der Anlage neuer Siedlungskomplexe folgte die Errichtung neuer Gotteshäuser. Nach Gründung einer eigenständigen Kirchengemeinde 1960 wurden Gottesdienste zunächst im nahen Kindergarten der Muttergemeinde St. Ursula gehalten. 1963-66 Bau eines eigenen Gotteshauses nach den Plänen des Frankfurter Architekten Hein Günther auf dem Grundstück des ehem. Sensenwerkes im Nordosten der Stadt. Weihung 1966 zu Ehren der Heiligen Hedwig, Schutzpatronin Schlesiens. Parabelförmiges Kirchenschiff aus Ortbeton mit seitlich, durch einen kleinen Zwischenbau (mit Fensterbändern aus Antikglas, im Innern eine Seitenkapelle) angesetztem Turm:

23.07.2022: Die Kirche St. Stephani wurde 2007 zur ersten Kulturkirche Bremens erklärt. Unter Kulturkirche versteht man ein christliches Gotteshaus, das nur noch oder teilweise für gesellschaftliche oder künstlerische Zwecke genutzt wird. In Deutschland gibt es über 2.000 Kulturkirchen. In der St.-Stephani-Kirche werden noch Gottesdienste abgehalten. Parallel werden regelmässig Kunstausstellungen, Lesungen, Konzerte und Filmabende organisiert. Von Kirchen- bis Jazzmusik, von theologischer Konferenz bis Poetry-Slam wird alles angeboten. Die St.-Stephani-Kirche wurde im Jahr 1139 erbaut und während des Zweiten Weltkriegs komplett zerstört. Erst im Jahr 1950 wurde sie wieder aufgebaut:

22.07.2022: St. Marien wurde als Seelsorgestelle 1879 gegründet, sie ist mit der Ansiedlung von Industrie-Arbeitern entstanden. 1912 zur Pfarrei erhoben, zählt sie heute rund 7.000 Mitglieder. Die Pfarrkirche wurde 1902/03 erbaut, 1943 durch Bomben zerstört und nach dem Wiederaufbau 1949 neu konsekriert. Zur Erinnerung an die marianische Tradition von Kloster Hude wurde sie der Gottesmutter geweiht, auf den Titel ihrer unbefleckten Empfängnis. Das Kirchengebäude zählte damals zu den schönsten und grössten Kirchen des Oldenburger Landes. Heute ist der im Stadtzentrum von Delmenhorst gelegene „Rote Dom des Nordens“ aus dem Jahre 1903 die Patronatskirche der Pfarrei St. Marien mit ihren 6 Gemeindeorten:

22.07.2022: Anstelle der ersten Kirche in Delmenhorst, die am heutigen Marktplatz gestanden haben soll und die 1538 zerstört wurde, wurde am Kirchplatz eine Fachwerkkirche errichtet. 1614 begründete Graf Anton II. von Oldenburg und Delmenhorst den 1619 beendeten Bau einer neuen Kirche. Sie war vermutlich von dem norddeutschen Künstler Ludwig Münstermann ausgestattet (Altar, Kanzel und sogenannter Gräflicher Stuhl) und bekam eine als Grablege für das Grafenhaus gedachte Gruft. 1789 entstand ein Neubau, dessen Umfassungsmauern (ohne Chorraum) noch heute bestehen. 1908 wurde die Erweiterung der Kirche erforderlich, wobei der Altarraum angebaut und der Turm auf 54 Meter erhöht wurde. Dabei wurde der bisherige Eingang an der Südseite des Turms zur Westseite verlegt. 1967 und 2020 wurde der Innenraum neu gestaltet:

21.07.2022: Im 11. Jahrhundert wurde erstmals eine Pfarrkirche an der Stelle der Unser Lieben Frauen Kirche, nordwestlich des zentralen Marktplatzes errichtet, die St. Veit hiess. Im 13. Jahrhundert dann wurde das Gotteshaus als frühgotische Hallenkirche „Unser Lieben Frauen“ neu erbaut. Sie ist die älteste Bürgerkirche von Bremen, die dank ihrer unmittelbaren Nähe zum Rathaus auch als Ratskirche diente. Wie so viele Gebäude ist auch die Liebfrauenkirche während des Krieges nicht von den Bomben verschont geblieben. Im Zuge des Wiederaufbaus nach Kriegsende erhielt der französische Maler Alfred Manessier den Auftrag, die Glasfenster zu gestalten. Manessier war dafür bekannt, gern mit leuchtenden Farben zu arbeiten, was man in der Liebfrauenkirche heute noch deutlich sehen kann. Diese Glasfenster stellen eine völlig eigene Welt der religiösen Symbolik dar. Noch heute wird in der ältesten Bürgerkirche Bremens der evangelische Gottesdienst abgehalten, jedoch nicht täglich wie früher üblich, sondern in der Regel Sonntag vormittags. Auch widmet sich die Gemeinde der Seelsorge und dem sozialen Austausch verschiedener Gruppen, seien sie nun unterschiedlichen Alters, Einkommensverhältnisses oder Nationalität. Auch Führungen durch das Kirchengebäude werden regelmässig angeboten. Am Informationstisch kann man einen kleinen Führer speziell zu den Glasfenstern erhalten. So wird die Auswahl der Motive und deren Anordnung, ganz zu schweigen von ihrer künstlerischen Bedeutung, für jedermann verständlich:

21.07.2022: Der Bremer St.-Petri-Dom ist ein beeindruckendes Bauwerk am Bremer Marktplatz. Bereits seit über 1200 Jahren steht an dieser Stelle eine Kirche. Der erste hölzerne Dom wurde im Jahr 789 von dem sächsischen Bischof Willehad erbaut und um 805 durch einen steinernen Bau ersetzt. Nach mehrfacher Zerstörung und Wiederaufbau entstand im 11. Jahrhundert jene dreischiffige Basilika, die die Grundstruktur des heutigen Bremer Doms vorgab. Ursprünglich nach romanischem Stil errichtet, wurde der Dom um 1500 zu einer spätgotischen Kirche mit filigranem Netzgewölbe umgebaut. Nach dem Dreissigjährigen Krieg war der Dom fast 70 Jahre lang geschlossen und verfiel nach und nach. Die erste grosse Restauration erfolgte von 1888 bis 1901. Im zweiten Weltkrieg fiel der Dom mehreren Bombenangriffen zum Opfer und musste von 1972 bis 1985 erneut aufwändig restauriert werden. Heute ist der St.-Petri-Dom eine beeindruckende Kirche mit zwei Hallenkrypten, bunten Glasfenstern, fünf Orgeln und insgesamt über 90 Grabdenkmälern bremisch-norddeutscher Künstler des 12. bis 19. Jahrhunderts. Der südliche der beiden über 90 Meter hohen Kirchtürme kann bestiegen werden und bietet einen unglaubliche Ausblick über Bremen. Führungen durch den Dom finden jeden Mittwoch und am ersten Sonntag des Monats statt:

21.07.2022: Die 1229 erstmals erwähnte St.-Martini-Kirche prägt die Stadtsilhouette Bremens. Erbaut wurde sie als Schifferkirche ausserhalb der Stadtmauern auf der früheren Balgeinsel an der Weser. Ein erster grundlegender Umbau erfolgte 1376-1450. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg ist die Martinikirche unter Leitung von Walter Siber wiederaufgebaut worden:

20.07.2022: Die Bremerhavener nennen ihre Seefahrer-Kirche aus dem Jahre 1855 einfach und plausibel Grosse Kirche, denn nach wie vor ist der rote neugotische Backsteinbau eines der höchsten Gebäude der Innenstadt. Eine Kirche war im Gründungs-Stadtplan von 1827 zunächst nicht vorgesehen, erst 1842 wurde ihr Bau beschlossen. Allerdings scheiterte der erste Bauversuch von 1846 an dem weichen Marschenboden. 1853 wurden nach den Plänen von Simon Loschen, der auch den Alten Leuchtturm entworfen hatte, 552 Pfähle in den Boden gerammt, um darauf die dreischiffige Hallenkirche mit Apsis und Westturm zu errichten. Der Bau wurde in rotem Backstein gehalten und mit farbig glasierten Klinkern dekoriert, die Seitenfronten erhielten gotische Spitzbögen. Der Kirchenbau zeigt viele mittelalterliche Formdetails, ist jedoch nach klassizistischen Prinzipien gestaltet. 1855 fand die feierliche Einweihung durch Bürgermeister Smidt statt. Die Fertigstellung des 86 m hohen Turms mit der abschliessenden Kreuzblume gelang erst 1970. Die Gestaltung des Apsis lässt das große Talent des Baumeisters Loschen erkennen, der in den Giebeln und Brüstungen des Chors alle Möglichkeiten ausgespielt hat. Durch den Bombenkrieg brannte 1944 die Kirche völlig aus, auch das angrenzende Pfarrhaus wurde zerstört. 1960 war der Wiederaufbau, ermöglicht durch zahlreiche Spenden aus der Bremerhavener Bevölkerung, abgeschlossen. Dabei wurde der Innenraum völlig neu gestaltet. Ungewöhnlich an der Grossen Kirche ist, dass sie als einzige Kirche Deutschlands einem (weltlichen) Bürgermeister gewidmet ist:

20.07.2022: Am 18. Juni 1867 wurde die St.-Marien-Kirche durch den Apostolischen Provikar der Nordischen Missionen, den Osnabrücker Bischof Johannes Heinrich Beckmann, geweiht. Sie war eine einschiffige neogotische Saalkirche mit einem Querschiff und einem 49 m hohen Turm im Westen. Anfangs gehörte St. Marien als Filialkirche von St. Johann in Bremen zum Apostolischen Vikariat des Nordens, von 1929 bis zum 30. Juni 1969 gehörte sie direkt zum Bistum Osnabrück. Am 18. September 1944 wurde die Kirche wie fast die ganze Innenstadt nahezu völlig zerstört. 1952 wurde die Kirche als neoromanische Basilika mit schmalen Seitenschiffen und ohne Querschiff wieder aufgebaut. Auf dem erhaltenen Stumpf des Turmes wurde ein Faltdach errichtet. Am 8. Dezember 1952 wurde die St.-Marien-Kirche unter grosser Beteiligung der Gemeindemitglieder durch Weihbischof Johannes von Rudloff neu geweiht. 1968 begann man mit Umgestaltungen im Altarraum entsprechend den Richtlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils: