Andere Profanbauten
27.07.2025: Das ehemalige Reichstagspräsidentenpalais wurde 1899-1904 von Paul Wallot als Wohn- und Dienstsitz für den Präsidenten des Reichstages errichtet. Nachdem das Gebäude während des Zweiten Weltkriegs beschädigt worden war, wurde es bis auf den östlichen Gebäudeteil wieder aufgebaut. In der DDR wurde es auf verschiedene Weise genutzt, unter anderem als Sitz des VEB Deutsche Schallplatten. Mit dem Umzug der deutschen Regierung von Bonn nach Berlin sollte das Palais, das mit seiner Gartenanlage seit 1994 unter Denkmalschutz steht, wieder seinen repräsentativen Charakter erhalten und Sitz der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft werden. 1997 wurde es von dem Kölner Architekten Thomas van den Valentyn saniert und umgebaut. Seit 1999 stehen repräsentative Räume für Empfänge, Ruhebereiche und eine eigene Gastronomie Parlamentariern und deren offiziellen Gästen zur Verfügung. Aufgrund des steigenden Bedarfs fanden 2007-09 Umbaumassnahmen statt, um die Flächenressourcen im Gebäude effektiver zu nutzen. Ursprünglich für 400 Gäste konzipiert, sollte das Palais für 800 Personen, bei Sonderveranstaltungen sogar für bis zu 1.100 Personen erweitert werden. Zudem war eine klimatische, energetische sowie sicherheitstechnische Überarbeitung des gesamten Gebäudes notwendig (im Bild die Westfassade mit Eingang zu den ehemaligen Wohnräumen des Reichstagspräsidenten):
27.07.2025: Am 30. Oktober 1991 entschied der Ältestenrat des Bundestages, dass der historische Reichstagsbau des Architekten Paul Wallot von 1894 als Sitz eines gesamtdeutschen Parlaments wiederhergestellt und genutzt werden solle. Die Ruine des Reichstagsgebäudes war in den sechziger Jahren wiederaufgebaut worden, wurde jedoch nicht als Parlamentsgebäude genutzt. Den Auftrag zum Umbau des Reichstagsgebäudes nach dem Hauptstadtbeschluss erhielt der britische Architekt Sir Norman Foster nach einem internationalen Architekturwettbewerb. Im Juni 1994 stellte er seinen überarbeiteten Entwurf des Reichstagsprojekts vor. Dieser sah vor, einen modernen Parlamentsbau zu gestalten, der die Geschichte des Reichstagsgebäudes respektiert und zugleich die Umsetzung eines zukunftweisenden Energiekonzeptes zu realisieren. Das ehemalige Reichstagsgebäude wurde zu einem modernen Arbeitsparlament umgestaltet, das allen Anforderungen an neueste Kommunikations-, Büro- und Arbeitsplatztechnik entspricht:

27.07.2025: Der Neubau des Kanzleramts in Berlin wurde im Jahr 2001 bezogen. Nur vier Jahre dauerte der Bau des beeindruckenden Gebäudes. Wichtige Nebensache: Biodiesel, Sonnenenergie und Ökostrom sorgen für eine umweltschonende Energieversorgung. Nach der Entscheidung, dass Berlin Hauptstadt wird, stand der Spreebogen zur völligen Neubebauung zur Verfügung. 1992 wurde ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben, für den 835 Beiträge aus 54 Ländern eingingen. Eine Jury aus namhaften Architekten sowie Politikern aller Parteien auf Bundes- und Landesebene entschieden sich am 18. Februar 1993 für den Entwurf der Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank. Er beeindruckte durch ein geradliniges breites Band des Bundes, das die beiden Spreeufer verbindet und so städtebaulich die deutsche und die Berliner Wiedervereinigung symbolisiert. Das Bundeskanzleramt gehörte zu den wichtigsten Bauvorhaben für die neue Bundeshauptstadt Berlin. Auf Grundlage des Entwurfs von Schultes und Frank wurde 1994 ein europaweiter Wettbewerb für die Umsetzung dieser Pläne ausgeschrieben. Aus den 51 eingereichten Arbeiten wählte die Jury unter dem Vorsitz des Münchner Architekten Kurt Ackermann im Dezember 1994 zwei erste Preise aus. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl gab nach Gesprächen mit Architekten, Historikern, Publizisten und Politikern am 28. Juni 1995 bekannt, dass wiederum der Entwurf Axel Schultes (zusammen mit Charlotte Frank) gewonnen habe. Ihnen wurde der Bauauftrag erteilt. Nach dem Baubeginn 1997 dauerte es nur vier Jahre, bis das Amt eingeweiht wurde. Zu dem Ensemble gehören heute auch das Paul-Löbe und das Marie-Elisabeth-Lüders Haus. Die Spree, die einstige Grenze zwischen Ost und West, ist in die Architektur integriert und wird immer wieder durch Brücken überwunden. Für den Empfang von Staatsgästen befindet sich vor dem Gebäude ein Ehrenplatz. Im Beisein des damaligen Kanzlers Schröder wurde hier die fünfeinhalb Meter hohe und 90 Tonnen schwere Plastik Berlin des spanischen Künstlers Eduardo Chillida aufgestellt:

25.07.2025: Das schmale Haus am Kleinen Zimmerhof 15 wurde im Jahr 1751 in einer ehemaligen Brandgasse errichtet. In dem engen Durchgang wurden früher Leder-Eimer mit Löschwasser von dem nahegelegenen Fluß Oker zu brennenden Fachwerkhäusern eilig hindurch getragen. Jetzt fügt sich das schmale Haus zwischen den etwas älteren Nachbarhäusern harmonisch ein. Es ist das schmalste Haus in Wolfenbüttel und auch über die Landesgrenzen hinaus eine Besonderheit. Die Breite zur Strasse beträgt 2,20m und zur Gartenseite 3,50 m. Mit über 100m² Wohnfläche hat es überraschend grosszügige Räumlichkeiten, die man von Aussen kaum erahnen kann. Der 80m² idyllische Garten ist eine wahre Oase mitten in der Stadt. 1994 wurde das Gebäude grundlegend saniert und sogar prämiert. Im Inneren entstand eine moderne Architektur im Industrie-Design, die einen spannenden Kontrast zum Fachwerk bildet. Die 12 m hohe Wendeltreppe und der rote Stahlkern erzeugen ein einzigartiges Wohnerlebnis:
25.07.2025: Um 1820 erreichte die Einwohnerzahl Wolfenbüttels die neuntausender Marke, damit einher stieg auch die Zahl der Schulpflichtigen an. In dieser Situation fiel das Haus Schlossplatz 19 (Eckhaus zum Schulwall) an den Fiskus. Der gab es 1821 an den Stadtmagistrat zur Einrichtung einer Töchterschule. Nicht unerwähnt sei noch, dass das Gebäude zuvor schon mal in gewisser Weise als Schule gedient hatte. 1790 zog der Pädagoge Ernst Christian Trapp (1745-1818) von Braunschweig hierher. Um seine Leibrente etwas aufzubessern, unterhielt er in den Räumlichkeiten bis zu seinem Tode ein Schulpensionat:

25.07.2025: Das Zeughaus wurde zwischen 1613 und 1619 als Kaserne und Lagerstätte für Kriegsgerät im Stil der Spätrenaissance erbaut. Das Gebäude steht in unmittelbarer Nähe des Schlosses Wolfenbüttel und befand sich ursprünglich innerhalb des Festungsringes der Dammfestung. Das Zeughaus ist heute ein wesentlicher Bestandteil des Architekturensembles des Wolfenbütteler Schlossplatzes und gilt als einer der grössten Renaissancebauten Norddeutschlands:

25.07.2025: Der Kornspeicher Wolfenbüttel, auch bekannt als Proviantboden oder Magazinhaus ist das grösste Fachwerkgebäude in der niedersächsischen Stadt Wolfenbüttel. Das Gebäude wurde zwischen 1659 und 1662 errichtet, um die wachsenden Lagerbedürfnisse des Hofes unter Herzog August dem Jüngeren zu erfüllen. Im 19. Jahrhundert erhielt das Haus einen steinernen Sockel und wurde auf der Westseite verkürzt. Das Gebäude zeigt traditionelle Handwerkstechniken der Region mit seinem Fachwerk-Design, das die Art widerspiegelt, wie Menschen Lebensmittel damals sicher lagerten. Wer das Haus heute betrachtet, kann die Sorgfalt erkennen, mit der Handwerker die Struktur gebaut haben, um Getreide vor Feuchtigkeit und Schädlingen zu schützen:
25.07.2025: Das Amtsgericht Wolfenbüttel ist eines von neun Amtsgerichten im Landgerichtsbezirk Braunschweig. Das Amtsgericht hat insgesamt 68 Mitarbeiter, darunter zehn Richter und neun Rechtspfleger. Übergeordnetes Gericht ist das Landgericht Braunschweig. Um 1888 entsteht anstelle alter Stallbauten ein zweigeschossiges Gebäude aus gelben Sandstein, dass aber 1971 zu Gunsten des zweigeschossigen Neubaus wieder abgerissen wurde:

25.07.2025: Die Schünemannsche Mühle von 1875 beherbergt heute das Gästehaus der Bundesakademie für Kulturelle Bildung. Die Mühle ist eine Station an der Niedersächsischen Mühlenstrasse, kann aber nur von aussen besichtigt werden. Der Mühlenbetrieb wurde 1974 eingestellt:
