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Andere Profanbauten

02.10.2025: Das Arbosche Haus in der Langen Strasse 9 in Schleswig ist ein bedeutendes Baudenkmal, das 1735 im Stil des niederländischen Barock errichtet wurde. Es ist nach der einflussreichen Schleswiger Familie Arbo benannt, die seit dem 17. Jahrhundert in der Stadt ansässig war. Das Vorderhaus wurde vom Brauer Johann Jürgen Arbo erbaut, der als städtischer Deputierter tätig war. Das Hinterhaus ist mit dem Baujahr 1696 deutlich älter:

02.10.2025 Der eigentliche Schmiedenhof wurde 1662 von dem Amtinspektor Joachim Schmidt erbaut. Ein späterer Eigentümer, der Landrat von Jügert vergrösserte 1727 das Grundstück des Hofes und 1793 wurde dann das Sandsteinportal mit dem markanten eisernen Torgitter errichtet. In dieser Zeit wurden wahrscheinlich auch die barocken Elemente an der restlichen Fassade hinzugefügt. Im 20. Jahrhundert war hier eine Gärtnerei und heute residiert in dem Gebäude das Bau- und Umweltamt der Stadt Schleswig:

02.10.2025: Der Alte Kreisbahnhof ist ein denkmalgeschütztes Jugendstil-Gebäude aus dem Jahr 1904. Bis in die 1980er Jahre diente das Gebäude als Endstation der Kreisbahn-Strecke von Schleswig nach Kappeln. Das Haus beherbergt heute  das Hotel Alter Kreisbahnhof mit 31 Zimmern sowie das stilvolle Restaurant Gleis 9, das regionale Küche in historischem Ambiente serviert:

02.10.2025: Der Plessenhof, ein prachtvoller Backsteinbau, wurde im Jahre 1798 von dem Schleswiger Arzt Johann Friedrich Licht direkt gegenüber vom Sankt-Petri-Dom im Stile des Klassizismus errichtet. Damals war die heutige Plessenstrasse noch unter dem Namen Hinter dem Graben bekannt, was bedeutet, dass sich die Strasse ausserhalb der Altstadt befindet. Im deutsch-dänischen Krieg im Jahre 1864 diente das Haus vorübergehend als Lazarett. Seinen heutigen Namen Plessenhof verdankt das Gebäude dem ersten, preussischen Landrat Baron Hugo von Plessen, der lange Jahre dort lebte. Aus Dankbarkeit gaben die Schleswiger Bürger dem Plessenhof den Namen.
Später wurde der Plessenhof zu einem repräsentativen Herrenhaus umgebaut. Zwei völlig verschiedene Stilrichtungen, Klassizismus und Jugendstil, bilden einen besonders reizvollen Kontrast, welcher bis heute an vielen Stellen im Haus erkennbar ist.
Zwischen 1979 und 1981 wurde der Plessenhof dann für das Stadtarchiv und die Touristinformation renoviert:

02.10.2025: Das Amtsgericht Schleswig ist ein deutsches Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit im Bezirk des Landgerichtes Flensburg. Das Gericht ist eines von 22 Amtsgerichten im Land Schleswig-Holstein. Das Amtsgericht hat seinen Sitz im Heespenhof auf dem Lollfuss. Der Heespenhof ist ein denkmalgeschütztes Palais, das 1754 für den Conferenzrat Christian Friedrich von Heespen (* 1717 in Lübeck; † 1776 in Schleswig) als Wohnhaus erbaut wurde. Heespen gehörten als landwirtschaftlicher Grundbesitz die Güter Hemmelmark und Deutsch-Nienhof. Das mit grossem Aufwand hergestellte Treppenhaus und die Ausstattung mit Stuckaturen erinnert an die Zeiten der Hofhaltung in der Gottorfer Residenz:

02.10.2025: Das Gebäude ist 1876-78 nach Plänen von Franz Florenz Engelbert Hegemann als Dienstgebäude der preussischen Provinzialregierung der Provinz Schleswig-Holstein erbaut worden. Umgangssprachlich wird das Bauwerk als Roter Elefant bezeichnet. Heute beherbergt es das Oberlandesgericht des Landes Schleswig-Holstein sowie das Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht und die Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig:

02.10.2025: Das Prinzenpalais, eine repräsentative Dreiflügelanlage im Schleswiger Stadtteil Friedrichsberg, beherbergt seit fast 35 Jahren das Landesarchiv Schleswig-Holstein. Im 20. Jahrhundert waren ein Restaurant, Hotelzimmer, Jazzkeller, Nachtclub und vieles mehr in dem ehemaligen Adelshof untergebracht. Die Anlage mit dem repräsentativen Ehrenhof wurde im Jahr 1700 durch Georg Heinrich Freiherr von Schlitz genannt Goertz errichtet. Baron Goertz war einer der mächtigsten Männer am Gottorfer Hof und lebte standesgemäss in nächster Nachbarschaft des Schlosses. Auch nach seinem Tod hatte des Palais zahlreiche illustre Gäste und Bewohner. Sogar Zar Peter der Grosse soll hier bei einem Frühstück über die Schenkung des Gottorfer Globus verhandelt haben. Im Jahr 1829, nachdem das Gebäude gerade ein Konkursverfahren durchlaufen hatte, erwarb Friedrich Emil August Prinz zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg-Noer den Gebäudekomplex, der nach ihm bis heute Prinzenpalais genannt wird:

30.09.2025: Beim Werth´schen Hof handelt es sich um den einzigen erhaltenen Herrensitz des Alten Landes. Die erste Erwähnung stammt von 1275, als er sich im Besitz des Bremer Erzbischofs Giselbert befand. Das heutige Herrenhaus wurde 1632 von dem Grafen Nikolaus Dehmel errichtet, nachdem der Vorgängerbau abgebrannt war. Der frühbarocke Bau wurde T-förmig errichtet und besteht aus einem zweigeschossigen Herrenhaus und einem 30 Meter langen Wirtschaftsteil mit Reetdeckung. Diese wirkt besonders beeindruckend, ragt sie doch tief über die seitlichen Kübbungen, die nicht tragenden Seitenschiffe, und trotzen somit dem Wind besonders gut. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel gehörte der Hof im 17. Jahrhundert dem schwedischen Grafen Königsmarck, ehe 1790 erstmals der Name der heutigen Besitzerfamilie auftaucht:

30.09.2025: Die 100 Jahre alte Kattau-Mühle ist DAS Industriedenkmal der Stadt Buxtehude und stellt – als ehemals modernster Kornspeicher Europas – eines der wichtigsten Bauwerke für die Stadt dar. Seit 50 Jahren ist an der Mühle nichts Grundlegendes mehr verändert worden und nichts in den Erhalt investiert worden, das Dach war undicht, Risse taten sich in der Fassade auf, der nördliche Anbau war komplett marode. Nun wurde das annähernd abgängige Gebäude in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt saniert und sensibel ergänzt. Durch die geschickte Anordnung von wenigen Bauelementen konnte trotz der Umnutzung zum Wohngebäude, die ursprüngliche Wirkung als Industriedenkmal erhalten bleiben:

30.09.2025: Das Abthaus war ursprünglich das Stadthaus der Erzäbte von Harsefeld. Bereits im Jahr 1399 hatte der Erzabt Gerlach Schulte das Grundstück erworben. Als das darauf errichtete Haus im 17. Jahrhundert baufällig geworden war, ließ Erzabt Paridon Korff 1625 ein neues Haus bauen, das in seiner Grundstruktur bis heute überkommen ist. Nach der Säkularisation von 1648 war es in Privathand übergegangen und wurde seit 1800 als Schankwirtschaft genutzt. Um das bedeutende Baudenkmal zu sichern, übernahm der Heimatverein im Jahr 1973 das Haus. Seine Erhaltung war die erste restaurative Sanierung in Buxtehude und wurde vom Architektenbüro Frenzel+Frenzel durchgeführt. Fachwerkhölzer wurden zum Teil abgetragen und auf dem Zimmermannsplatz nach alter Vätersitte restauriert. Der freigelegte Baugrund untersucht und fachgerecht tragfähig saniert. Der originale Fussboden wurde wiedergefunden und im Erdgeschoss eingebaut. Im Bereich der alten Schwarzen Küche wurde ein reich ornamentierter Schmuckbalken gefunden, mit der Inschrift Paridon Korff, der wieder im Eingangsbereich im Fachwerk eingebunden wurde. Im Fassadenfachwerk fallen die Schnitzereien an den Konsolen mit Aposteln und das Eingangstor auf. Leider sind beide Objekte nicht dem Original identisch. Die Apostel sind Nachschnitzwerke vom Bildhauer Brüggemann aus Winsen. Das Tor ist ein Export vom Kirchenschiff Neuenhafen/Cadenberge. Heute ist das Abthaus ein beliebtes Restaurant in Buxtehude: