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Andere Profanbauten

08.09.2025: 1925 entschloss sich Hermann Langness jun. zum Bau eines neuen modernen Speichers am Sartori-Kai. Zusammen mit der Stadt Kiel beauftragte die Firma Hermann Langness den Kieler Architekten Ernst Stoffers und Hermann Müller mit der Planung und Ausführung (1926 Eröffnung als Langness Speicher). Nach 1945 mietete sich die Firma Sartori & Berger in den Langness-Speicher ein, bevor sie das Gebäude abschnittweise erwerben und als Sartori & Berger Speicher umbenennen konnten. Die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek ist seit 2002 im historischen Sartori & Berger-Speicher (Langness-Speicher) untergebracht:

04.09.2025: Das Kaiserliche Postamt am Großflecken wurde am 1. Oktober 1886 eingeweiht. Zwölf Post- und Telegraphenbeamte und 28 Unterbeamte waren in Gala-Uniform zur Einweihung angetreten. Das Gebäude im repräsentativen Stil der norddeutschen Backsteingotik war eines von 2000 Postgebäuden, die in der Amtszeit des Generalpostmeisters von Stephan in Deutschland entstanden waren. Eine viereckige Plattform auf dem Dach war der Ausgangspunkt für das Fernsprechnetz, an das am 1. Dezember 1888 zunächst lediglich 25 Teilnehmer in Neumünster angeschlossen waren. 1986 zog die Post in ein neues Gebäude in der Friedrichstrasse um. Am 15. Oktober 1989 wurde im historischen Postamt die Alte-Post-Passage mit Fachgeschäften und Restaurants eröffnet:

04.09.2025: Das heutige Haus der Begegnung wurde 1791 als eingeschossiger Backsteinbau auf einem Feldsteinsockel erbaut und es gehört somit zu den ältesten Profangebäuden in Neumünster. Von 1879 bis 1933 war das schlichte Haus Sitz des Propstes und blieb danach im Kirchenbesitz mit unterschiedlicher Nutzung. 1980 musste das Haus generalsaniert, renoviert und umgebaut werden. Dabei wurde es um einen Anbau erweitert. Seither nutzt die Vicelin-Kirchengemeinde Neumünster das Haus und seinen Garten als Haus der Begegnung für die Gemeindearbeit sowie für zahlreiche kulturelle und kirchliche Veranstaltungen:

04.09.2025: Das um 1770 erbaute Haus Westphalen an der Mühlenbrücke ist eines der ältesten Bürgerhäuser von Neumünster. Es weist eine repräsentative Innenausstattung auf, die unter anderem durch einen Rokoko-Saal und wertvolle Stuckaturen geprägt ist. In den 1920er-Jahren liess es der damalige Eigentümer Heinrich Westphalen behutsam renovieren – ein Neffe des bedeutenden Neumünsteraner Malers August Westphalen (1864-1957). In den Räumen des Hauses war in der Zeit um 1850 eine Privatschule für höhere Töchter untergebracht. 1865 gründeten Luise und Laura Kellermann hier ebenfalls eine Privatschule für Höhere Töchter und lehrten neue Sprachen. Nachdem sich mehrere Privatschulen 1888 zusammengeschlossen hatten, gilt der Anfang in diesem Haus als Grundstein für das Oberlyzeum Klaus-Groth-Schule. 2004 wurde es von den neuen Besitzern restauriert und wird heute als Geschäftshaus genutzt:

Die Kanonenrohre, die heute vor dem Eingang stehen, dienten schlicht der Zierde, um die herrschaftliche Fassade des Fachwerkhauses zu ergänzen:

27.08.2025: Das heutige Gebäude besteht aus zwei Häusern. Erstmals wird das Knechthausen 1491 als Eigentum der Stader Brauerknechte erwähnt. Bereits 1692 wird das Nachbarhaus Nr. 20 als kleines Knechtshaus von der Brauergilde erworben und mit dem Haus Nr. 22 im Inneren verbunden. Jeweils für sieben Jahre wird die Gastwirtschaft an ein Mitglied der Gilde verpachtet. Das Knechthausen ist der Versammlungsort der Brauerknechte. Das Vorrecht des Totentragens stammt aus dem Jahr 1604. Auf diese Zahl stossen wir, wenn wir über den Hauseingang blicken. Der Rosenort ist die grosse Diele, die auch heute noch zu erkennen ist. Sie soll vermutlich der Leprosenschau gedient haben. Damals war Lepra eine häufig vorkommende Tod bringende Krankheit, gegen die sich die Brauerknechte der Legende nach durch das Trinken von Eierbier zu wappnen wussten. Das Knechthausen ist heute ein privat betriebenes Restaurant, das im Erdgeschoss des Doppelhauses Kundschaft aus Nah und Fern anzieht. Darüber liegen Wohnräume:

27.08.2025: Benannt ist das spätmittelalterliche Kaufmannshaus am Hansehafen in Stade nach dem Stader Bürgermeister Heino Hintze, der es 1621 mit einer prachtvollen Fassade im Stil der Weser-Renaissance versehen liess. Das Haus musste 1930 wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. In den Jahren 1932-33 wurde die Fassade mit dem historischen Baumaterial wiederaufgebaut, der rückwärtige Gebäudeteil ist verändert worden:

27.08.2025: Die Stader Stadtwaage wurde im 14. Jahrhundert zum Fischmarkt verlegt, vorher stand sie auf dem Geesthügel östlich des Pferdemarktes. Das zweigeschossige Fachwerkhaus entstand 1753, auf Wunsch des damaligen Magistrats mit einem grossen Festsaal für die Bürgerschaft. In der Stadtwaage wurden die im Hafen angelandeten Güter gewogen, taxiert und verzollt, bevor sie an die Empfänger ausgehändigt werden durften. 1853 wurde der Waagenbetrieb eingestellt. Bis 1904 nutzte der Königliche Hauptzoll das Gebäude. Zusammen mit dem Holztretkran (Baujahr 1661) und der Waage (Baujahr 1753) auf dem Fischmarkt bildet das Gebäude ein Ensemble im Herzen der Stader Altstadt:

27.08.2025: Das um 1900 erichtete Postamt am Pferdemarkt in Stade ist 2006-2008 vollständig entkernt und zu einem Büro- und Geschäftshaus umgebaut worden. Erhalten blieb die denkmalgeschützte Fassade mit Eckturm, der einen stilisierten Helm erhielt:

27.08.2025: Das Amtsgericht Stade ist eines von acht Amtsgerichten im Landgerichtsbezirk Stade und hat seinen Sitz in Stade. Dem Amtsgericht Stade sind im Instanzenzug das Landgericht Stade, das Oberlandesgericht Celle sowie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe übergeordnet. Durch den Zukauf eines Gebäudes am Wilhadikirchhof wurde es möglich, einen grosszügigen Neubau an der Ecke Ritterstraße/Wilhadikirchhof im historisierenden Stil der Spätrenaissance im Übergang zum Barock zu planen, dessen Front jetzt zur Kirche gerichtet war. Am 1. Mai 1903 wurde der Grundstein gelegt, und am 1. Oktober 1905 konnte das neue Gerichtsgebäude am Wilhadikirchhof feierlich eröffnet werden. Im Hauptgebäude bezogen das Amtsgericht das Erdgeschoss, das Landgericht das Obergeschoss und die Staatsanwaltschaft das zweite Stockwerk. Im Osten an das Hauptgebäude angeschlossen war das alte, durch einen Neubau erweiterte Hilfsgefängnis mit insgesamt 29 Zellen für Einzelhaft:

27.08.2025: Wohl jeder hat den Diercke Schulatlas während seiner Schulzeit schon mal in der Hand gehabt. Seit Generationen ist das im Westermann-Verlag erscheinende Werk im Gebrauch der Schulen. Es hat seinen Ursprung in Stade. Carl Diercke (1842-1913), der dem wohl bekanntesten deutschen Schulatlas seinen Namen gegeben hat, verbachte von 1873 bis 1885 einen ungemein produktiven und erfolgreichen Lebensabschnitt in der Stadt. Er war von 1874 bis 1885 auch der Leiter des Stader Lehrerseminars. Das Carl-Diercke-Haus beherbergt neben dem Studienseminar für die Lehrämter Grund-, Haupt- und Realschulen ebenso die Studienseminare für das Lehramt an berufsbildenden Schulen sowie für das Lehramt an Gymnasien: