Tages-Archive: 8. September 2025
08.09.2025: Der Wasserturm auf dem Ravensberg in Kiel wurde 1896 nach Plänen von Rudolph Schmidt erbaut. Der Hochbehälter ist im Jahr 1990 ausser Betrieb genommen worden, von ca. 2000 bis 2012 wurde der Innenraum für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Nach Plänen von Schnittger Architekten + Partner ist der Turm 2014-15 saniert und im Sockelbereich um Wohnungen und eine Tiefgarage ergänzt worden:

08.09.2025: Wenige Jahre nach der 1871 erfolgten Erhebung Kiels zum Reichskriegshafen belief sich die Zahl der Marine- und Heeressoldaten in Kiel bereits auf 3.550 Mann, so dass die Forderung nach einer Garnisonkirche laut wurde. 1876 wurde daher von der Marine ein 6000 qm grosses Grundstück am Niemannsweg erworben. Am 2. Oktober 1878 wurde der Grundstein für eine Simultankirche für 450 Personen gelegt. Der Rohbau wurde im Sommer 1880 fertiggestellt, und die Einweihung erfolgte am 8. Oktober 1882 in Anwesenheit des Prinzen Heinrich von Preussen. Da Deutschland nach Ende des Ersten Weltkriegs den Marinebestand reduzieren musste, genügte die Petruskirche im Stadtteil Wik als evangelische Garnisonkirche. Die Pauluskirche wurde daher ab 1918 nicht mehr genutzt und verfiel. 1925 ging die Kirche in den Besitz des Kirchgemeindeverbandes Kiel über und gehört seit der Wiedereröffnung am 29. November 1925 zur Heiligengeistgemeinde in Kiel. Die durch den Zweiten Weltkrieg entstandenen Schäden wurden 1948 provisorisch beseitigt, und die Wiedereinweihung fand am 16. Januar 1949 statt. Das Gebäude ist eingetragen in die Liste der Kulturdenkmale in Kiel-Düsternbrook:

08.09.2025: Die Seeburg war ursprünglich ein Privathaus an der Kieler Förde gegenüber der Kunsthalle zu Kiel. Nach 123 Jahren wurde es 1907 abgerissen und durch einen Neubau für Studenten und Professoren der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ersetzt. Die Seeburg ist keine Burg im eigentlichen Sinne. Sie war nie Sitz eines adligen Ritters und hatte auch nie militärische Funktion. Der volkstümliche Name entstand offenbar aufgrund der Lage des Baus und seiner Erscheinung. Der Architekt Theodor Fischer liess sich aber bei seinem Neubau durch den Namen inspirieren. Die Seeburg gehört zum Körperschaftsvermögen der Uni Kiel und wird aktuell vor allem als Büro- und Veranstaltungsfläche genutzt. Zukünftig soll das Gebäude als Schaufenster der Wissenschaft fungieren, das der Gesellschaft einen direkten Einblick in die Universität gibt und Angebote für die breite Öffentlichkeit bereithält:

08.09.2025: Die Kieler Kunsthalle gilt mit einer Fläche von 2.000 qm als das grösste Musem der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Sie befindet sich nördlich des Innenstadtbereichs in unmittelbarer Nähe zum Schlossgarten. Das Gebäude wurde zwischen 1908 und 1909 nach den Entwürfen des Architekten Georg Lohr erbaut. Im Zweiten Weltkrieg fiel es schwerwiegenden Zerstörungen zum Opfer, sein Wiederaufbau erfolgte im Jahr 1958. 1986 wurde die Kunsthalle um einen von Diethelm Hoffmann geschaffenen Erweiterungsbau ergänzt. In den Räumlichkeiten des Museums finden Besucher heute über 1.200 Gemälde, mehr als 40.000 Graphiken, 300 Skulpturen sowie zahlreiche Fotos und Videos. Zu den Angeboten der Ausstellung zählen des Weiteren vielseitige Malkurse, Workshops, Führungen, Lesungen oder auch Konzerte:
08.09.2025: Im Herzen der Stadt liegen die Cruise Terminals am Ostseekai. Ausgestattet mit Landstromanschlüssen und einer Abfertigungskapazität von bis zu 11.000 Passagieren pro Tag zählen sie zu den leistungsstärksten und modernsten Kreuzfahrtterminals an der deutschen Küste. Jedes Jahr beginnen oder beenden hier knapp eine 1 Million Passagiere ihre Kreuzfahrt. Designt für die hohen Ansprüche der heutigen Kreuzfahrtschiffe und ihrer Gäste bieten Terminal 27 und Terminal 28 helle und moderne Check-In-Bereiche mit komfortablen Wartezonen und Terrassen mit Blick auf die Kieler Förde. Durch die Innenstadtlage ist der Bahnhof fussläufig erreichbar und Cafes, Restaurants direkt um die Ecke:

08.09.2025: Die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW) gliederte zum 01.07.2005 den Handelsschiffbau aus dem Unternehmen aus. Der buchungstechnisch eigenständige Handelsschiffbau ging auf die HDW-Gaarden GmbH über, die den nördlichen Teil des ehemaligen Werftgeländes der HDW in Ellerbek nutzte. 2011 wurde dann die HDW-Gaarden GmbH von Abu Dhabi MAR (ADM) übernommen und in Abu Dhabi MAR Kiel GmbH umbenannt. Abu Dhabi MAR gehörte zum Werftenkonsortium der Holding Privinvest. Die Holding Privinvest wurde zu Beginn der 90er Jahre von den Brüdern Iskandar und Akram Safas mit Stammsitz in Beirut gegründet. 1992 übernahm Privinvest zunächst die französische Schiffswerft CMN in Cherbourg, verkaufte diese dann aber 2007 an das Unternehmen Abu Dhabi Mar. Bereits 2009 wurde Privinvest Alleineigentümer der Rendsburger Werft Nobiskrug und 2013 wurde auch die Lindenau Werft in Kiel Friedrichsort aufgekauft. Zum Schiffbaukonsortium der Privinvest gehören auch das auf ILS spezialisierte Unternehmen Isherwoods mit Sitz in Grossbritannien sowie Hellenic Shipyard. Im Jahr 2014 vereinte Privinvest seine drei deutschen Werften unter der neuen Holding, German Naval Yards Holdings GmbH. Ab März 2015 firmiert ADMK dann als German Naval Yards Kiel. Der neue Firmenname German Naval Yards Kiel (GNYK) sollte die Ausrichtung der Werftengruppe auf Marineschiffbau und die damit verbundene Spezialisierung für Projektierung, Konstruktion und Bau von Fregatten, Korvetten und Offshore Patrol Vessels herausstellen:

08.09.2025: Ab 1945 wurde das Feuerschiff Kiel III in Kiel eingesetzt, nachdem der Vorgänger am 4. Mai 1945 durch Fliegerbomben versenkt worden war. Das Leuchtfeuer kennzeichnete die Ein- und Ausfahrt sowohl in der Kieler Förde als auch in den Nord-Ostsee-Kanal. Mit Inbetriebnahme des Leuchtturms Kiel wurde das Feuerschiff am 5. Juli 1967 eingezogen und als Reserve-Feuerschiff Kiel auf verschiedenen Stationen in der Nord- und Ostsee eingesetzt. Nach der Kollision mit einem liberianischen Motorschiff waren die Schäden so gross, dass es am 23. September 1986 ausser Dienst gestellt wurde. Nach der Ausserdienststellung wurde das Feuerschiff zu einer Dreimast-Bark umgebaut und auf den Namen Alexander von Humboldt umbenannt. Die gut 16 m hohe und knapp acht Tonnen schwere Laterne erhielt im Juni 1989 vor dem Kieler Schifffahrtsmuseum ihren Platz. Bekannt aus dem Fernsehen als Werbeschiff für Beck’s Bier erlangte die markante Alexander von Humboldt mit ihren grünen Segeln internationale Aufmerksamkeit. Heute liegt der grün-weiße Grosssegler als Hotel- und Gastronomieschiff an der Weserpromenade Schlachte in Bremen:

08.09.2025: Das Kieler Schloss war eine der Nebenresidenzen der Gottorfer Herzöge. Das Schloss konnte eine abwechslungsreiche Baugeschichte vorweisen und wurde in der jüngeren Kunstgeschichte als einer der bedeutendsten Profanbauten Schleswig-Holstein bezeichnet. Das Schloss brannte während des Zweiten Weltkriegs aus. Die Ruine wurde anschliessend grösstenteils abgetragen und durch einen Neubau ersetzt. Das Kieler Schloss hat seinen Ursprung in einer Burg des Mittelalters, die vermutlich bereits 1242 zur Zeit der Gründung Kiels errichtet wurde und die Siedlung an einer schmalen Landzunge zwischen Kieler Förde und Kleinem Kiel schützen sollte. Bauherr war der Stadtgründer Adolf von Schauenburg. Im 15. Jahrhundert kam das Schloss durch die Auswirkungen des Vertrags von Ribe in den Besitz des dänischen Königs Friedrich I. Sein Sohn Adolf begründete als Adolf I. das Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf, dem die Stadt Kiel samt Schloss zugeschlagen wurden. Nach dem Ende des Großen Nordischen Kriegs wurden Schleswig und Holstein aufgeteilt, das Kieler Schloss wurde kurzzeitig Hauptresidenz des jetzt nur noch über die holsteinischen Anteile regierenden Gottorfer Herzogs Carl Friedrich. Er hatte die älteste Tochter der russischen Zaren Peters des Grossen, Anna Petrowna, geheiratet und nahm mit ihr am 26. August 1727 Residenz auf dem Kieler Schloss. Das Schloss wurde so zum Geburtsort von deren Sohn, dem späteren russischen Zaren Peter III. Im 19. Jahrhundert diente das Schloss unterschiedlichen Zwecken. Es stand zeitweise der Universität zur Verfügung. Während des Deutsch-Dänischen Kriegs diente es als Lazarett und militärisches Hauptquartier. Von 1888 bis 1918 diente es als Wohnsitz des Prinzen Heinrich von Preussen. Nach dem Ersten Weltkrieg verlor das Schloss seine Bedeutung. Es wurde Verwaltungssitz und nahm die Landesbibliothek auf. In den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs erlitt das Schloss starke Zerstörungen und brannte nach einem Angriff 1944 bis auf die Grundmauern aus. Der in den 1960er-Jahren neu errichtete Ostflügel beherbergte bis 2003 in den oberen Stockwerken die Landesbibliothek. Der Westflügel wurde von der Volkshochschule genutzt. An Stelle des abgetragenen Südflügels wurde ein aufgestelzter Flachbau gebaut und Historische Landeshalle genannt. Seit 2005 steht der gesamte Schlosskomplex – einschliesslich der Nachkriegsbauten – unter Denkmalschutz. Die Veranstaltungsräume im Schloss werden von der Kiel Concerts GmbH betrieben.
Ostflügel:
Westflügel – Rantzau-Bau:

Landeshalle:





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