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Monats-Archive: August 2025

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27.08.2025: Der Bahnhof liegt am Rand der Altstadt an der Eisenbahnstrecke Hamburg Hbf – Hamburg-Harburg – Buxtehude – Stade – Cuxhaven (Niederelbebahn), die stündlich von Zügen der Verkehrsgesellschaft Start Unterelbe mbH bedient wird. Diese entsprechen dem Regionalexpress der Deutschen Bahn und verkehren mit Dieselloks und Doppelstockwagen. Der Regionalbahnverkehr zwischen Stade und Hamburg wurde seit 2007 zudem von Zügen der Hamburger S-Bahn-Linie S3 bedient, seit Dezember 2023 von der S5. Anders als der Regionalexpress halten sie an allen Stationen. Es handelt sich um spezielle Zwei-System-Triebwagen, die zwischen Stade und Hamburg-Neugraben mit Wechselstrom aus der Oberleitung, ab Neugraben mit Gleichstrom aus einer Stromschiene verkehren. Das heutige Empfangsgebäude wurde 1903–1905 neu errichtet. Reste des alten Bahnhofsgebäudes blieben noch länger bestehen, sind aber schon vor Jahrzehnten abgebrochen worden:

27.08.2025: Der Galerieholländer ist eine ehemalige Kornmühle, stammt aus dem Jahr 1856 und wurde 1949 stillgelegt. In den 1990iger Jahren wurde die Mühle zum Jugendforschungszentrum umgebaut und ist heute Aussenstelle des Vincent-Lübeck-Gymnasiums für den Bereich Jugend forscht. Im Zuge dieser Massnahme bekam sie neue Flügel sowie eine neue Galerie. Die Mühlentechnik ist zum Teil noch vorhanden, wobei das Mahlwerk fehlt. Die Windrose ist voll funktionsfähig. Eine Aussenbesichtigung der Mühle ist möglich:

27.08.2025: Der erste Standort der städtischen Bücherei nach 1945, noch unter dem Namen Volksbücherei, war im Gebäude Steile Strasse, auf dem Grundstück des ehemaligen Kaufhauses Hertie. Die Nutzfläche von 150 Quadratmetern erwies sich bald als unzureichend, sodass die Stadt 1971 moderne Räume im Gebäude Ritterstrasse anmietete, wo sich auch die Kreisbücherei befand. Der zur Verfügung stehende Platz vergrösserte sich auf 500 Quadratmeter, der Buchbestand wuchs von 10.000 auf 35.000. 1981 zog die Stadtbibliothek in die Mauern der alten Wassermühle. Die Bestände der Kreisbücherei gingen nun in den Besitz der Stadtbibliothek über. 2003 brannte das Gebäude an der Wassermühle aufgrund von Brandstiftung nieder. Die Stadtbibliothek wurde daraufhin in eine Notunterkunft an der Bungenstrasse 2 verlegt. Der Medienbestand musste komplett neu aufgebaut werden. 2006 konnte der Bibliotheksneubau in der Schiffertorsstrasse 4 bezogen werden:

27.08.2025: Das Stadeum Kultur- und Tagungszentrum, welches 1989 in Stade eröffnet wurde, ist das grösste Veranstaltungszentrum im Elbe-Weser-Dreieck und bietet eine beeindruckende Vielfalt an Veranstaltungen. Auf der Bühne standen bereits bekannte Künstler wie Nico Santos, Elif, Michael Schulte und Ute Lemper. Von Pop- und klassischen Konzerten über Comedy und Kabarett bis hin zu Messen und Lesungen ist hier für jeden was dabei. Neben den hauseigenen Veranstaltungen, wie dem Stader Opernball oder der Ausbildungsmesse und der Messe LebensWelten, bietet das Stadeum auch die Vermietung von Konferenzräumen für Tagungen oder Seminare an. Die flexible Saalgestaltung mit verschiebbaren Wänden und hydraulisch verstellbarem Boden ermöglicht eine individuelle Anpassung für jedes Veranstaltungskonzept. Mit Platz für bis zu 1.060 Sitzplätzen oder 3.000 Stehplätzen ist das Stadeum der perfekte Ort für unvergessliche Erlebnisse:

27.08.2025: Das heutige Gebäude besteht aus zwei Häusern. Erstmals wird das Knechthausen 1491 als Eigentum der Stader Brauerknechte erwähnt. Bereits 1692 wird das Nachbarhaus Nr. 20 als kleines Knechtshaus von der Brauergilde erworben und mit dem Haus Nr. 22 im Inneren verbunden. Jeweils für sieben Jahre wird die Gastwirtschaft an ein Mitglied der Gilde verpachtet. Das Knechthausen ist der Versammlungsort der Brauerknechte. Das Vorrecht des Totentragens stammt aus dem Jahr 1604. Auf diese Zahl stossen wir, wenn wir über den Hauseingang blicken. Der Rosenort ist die grosse Diele, die auch heute noch zu erkennen ist. Sie soll vermutlich der Leprosenschau gedient haben. Damals war Lepra eine häufig vorkommende Tod bringende Krankheit, gegen die sich die Brauerknechte der Legende nach durch das Trinken von Eierbier zu wappnen wussten. Das Knechthausen ist heute ein privat betriebenes Restaurant, das im Erdgeschoss des Doppelhauses Kundschaft aus Nah und Fern anzieht. Darüber liegen Wohnräume:

27.08.2025: Der Ewer Willi wurde 1926 gebaut. Ewer sind kleine Segelschiffe mit Plattboden, die ursprünglich aus Friesland stammen. Diese Bauweise mit flachem Boden ermöglichte es den Schiffen, Orte ohne Hafenanlagen anzufahren, sich trockenfallen zu lassen und dann be- und entladen zu werden. Eine Theorie zur Herkunft des Namens besagt, dass Ewer vom niederländischen envarer (also: Einfahrer) abgeleitet sein könnte, was auf eine ursprüngliche Ein-Mann-Besatzung hindeutet. Ewer prägten im 19. Jahrhundert das Bild der Küstenregionen und waren wichtige Transportmittel. Mit Ewern wurden Salz, Fisch und andere Güter transportiert. Heute gehört der Ewer Willi am Fischmarkt zu den Wahrzeichen Stades:

27.08.2025: Auf der stadtabgewandten Seite des Schwedenspeichers stehen ein paar Kanonen. Sie waren nie für den Krieg bestimmt. Es sind sogenannte Alarm- oder Flutkanonen. Das Alarmschiessen bei einem Hochwasser der Elbe bzw. Schwinge stammt wahrscheinlich auch aus der Schwedenzeit und wurde 1747 erstmals erwähnt. Bei einer Gefahr wurden sie abgefeuert, um damit die Bürger zu warnen. Das letzte Mal wurden die Kanonen bei dem schweren Hochwasser von 1962 in Betrieb genommen:

27.08.2025: Im Baumhaus am Hansehafen wird heute die Privatsammlung Berg mit Stadensien aus mehreren Jahrhunderten gezeigt. Sie besteht aus Artefakten, Dokumenten und Fotos und wurde von dem Stader Hans-Jürgen Berg über einen Zeitraum von über 50 Jahren aufgebaut. So bietet das Privatmuseum auf kleinstem Raum einen faszinierenden Einblick in die Metamorphose der Stadt sowie des Alltagslebens der Stader der letzten drei Jahrhunderte. Der Gründer und Betreiber des Museums steht selbst Rede und Antwort und kann zur Geschichte Stades viel erzählen. Der Name Baumhaus weist auf die historische Nutzung des Gebäudes hin. Hier befand sich die Hafenstube des Baumschliessers, der später auch Baumschreiber, Hafenaufseher und schliesslich Hafenmeister genannt wurde. Er hatte die Aufgabe, Zoll zu erheben und kein Schiff ohne Erlaubnis des Rates mit Bier oder Wein an Bord in den Hafen einlaufen zu lassen. Ebenso war es verboten, Güter ohne Zollzahlungen auf dem Wasserweg aus Stade auszuführen. Mit einem grossen Baum verschloss oder öffnete der Baumschliesser in früheren Zeiten die Zufahrt in den Hansehafen am Fischmarkt. Das erste Baumhaus in Stade wurde etwa 1600 errichtet. Es war deutlich grösser als die beiden Folgenden und wurde durch den grossen Stadtbrand 1659 zerstört. Das zweite und auch das dritte Baumhaus wurden immer wieder an der gleichen Stelle errichtet. Das dritte heutige Baumhaus wurde in den Jahren 1773/1774 gebaut. Vor der Entstehung der Dampfschifffahrt war das Gebäude Sammelplatz für die Reisenden, die nach Hamburg und Glückstadt fuhren. Sie wurden vom Anleger am Baumhaus zum eigentlichen Fährschiff gebracht. Das Hafenamt war hier noch bis 1947 untergebracht: 

27.08.2025: Das Schwedenspeichermuseum in Stade befindet sich in einem historischen Speichergebäude aus dem 17. Jahrhundert, das während der schwedischen Herrschaft errichtet wurde. Heute beherbergt es eine spannende Ausstellung zur Stadtgeschichte, Archäologie und Schifffahrt der Region. Besucher entdecken hier die Bedeutung Stades als Handelsstadt, erfahren mehr über das Leben in der Hansezeit und tauchen in die faszinierende Welt der Elbschifffahrt ein. Archäologische Funde und interaktive Stationen machen Geschichte lebendig:

27.08.2025: Benannt ist das spätmittelalterliche Kaufmannshaus am Hansehafen in Stade nach dem Stader Bürgermeister Heino Hintze, der es 1621 mit einer prachtvollen Fassade im Stil der Weser-Renaissance versehen liess. Das Haus musste 1930 wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. In den Jahren 1932-33 wurde die Fassade mit dem historischen Baumaterial wiederaufgebaut, der rückwärtige Gebäudeteil ist verändert worden:

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