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Tages-Archive: 29. September 2025

29.09.2025: Die Veddelkanalbrücke verbindet die Spreehafeninsel mit dem Argentinienknoten und ist damit ein zentrales Bindeglied der Haupthafenroute. Als einzige direkte Strassenverbindung zwischen Wilhelmsburg und den Stadtteilen Kleiner Grasbrook sowie Steinwerder übernimmt sie eine wichtige verkehrliche Funktion, sowohl für den motorisierten Verkehr als auch für den Radverkehr. Die 1933 errichtete Brücke ist eine schiefwinklige Stabbogenbrücke aus Stahl mit einer Stützweite von 60 Metern. Ihre Hauptträger sind als Stabbögen mit doppelwandigem Druckbogen und einwandigem Versteifungsträger ausgeführt. Die Brücke weist einen Hauptträgerabstand von 13 Metern und eine Gesamtbreite zwischen den Geländern von 17,50 Metern auf:

29.09.2025: Der Energiebunker Wilhelmsburg ist einer von vielen Bunkern in Hamburg. Denn wenn man durch die Stadtviertel Hamburgs fährt, fallen einem an den Verkehrsknotenpunkten und auch zwischen den Häuserzeilen grosse umgebaute Bunkeranlagen auf. In keiner Stadt wurden während des Zweiten Weltkrieges so viele Bunker gebaut wie in Hamburg. Aktuell befinden sich noch ca. 700 Bunker im Hamburger Stadtgebiet, die meisten davon unterirdisch. Das spektakulärste Umbauprojekt unter den Bunkern ist ohne Zweifel der im Rahmen der Internationalen Bauausstellung umgebaute Energiebunker Wilhelmsburg. Seither produziert der mächtige Flakturm VI als Öko-Kraftwerk Energie für 4.000 Haushalte. Der Energiebunker bietet auf 30 Meter Höhe ein Café und eine Aussichtsterrasse mit Panoramablick über Wilhelmsburg und den Hafen und kann auch bei Führungen erkundet werden:

29.09.2025: Die Kirche ist 1897/98 nach einem Entwurf von Richard Herzig als neuromanische Basilika erbaut, nach Kriegszerstörungen wiederhergestellt bzw. in den 60er Jahren in modernen Formen (neue Giebelfronten) ergänzt. Als dreischiffige Backstein-Basilika in Kreuzform entspricht sie bis heute dem originalen Entwurf. Im Inneren der Kirche dominiert die Altarinsel mit einem Kalkstein-Altar aus den 60er Jahren. Das Altarkreuz, die Muttergottes-Statue sowie die acht Heiligenfiguren stammen von Heinrich Gerhard Bücker:

29.09.2025: Der Wilhelmsburger Wasserturm am Gross Sand wurde 1911 errichtet, der Architekt war Wilhelm Brünicke. Der Wasserturm hat eine Gesamthöhe von 46 m und steht seit 2008 unter Denkmalschutz. Schon im Zweiten Weltkrieg entstanden Notwohnungen im Turm. Möglicherweise wurden dabei die ursprünglich ovalen Fensteröffnungen im 4. und 5. Obergeschoss zu Rundbögen vergrössert. Diese Wohnungen wurden in den 1980er Jahren renoviert und mit Zentralheizung versehen. 1991 erwarb die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius den Turm, die auch Trägerin des benachbarten Krankenhauses Gross Sand ist. Das Bauwerk wird weiter für Wohnzwecke genutzt:

29.09.2025: Das ehemalige Rathaus Wilhelmsburg befindet sich in der Mengestrasse 19. Der markante Backsteinbau wurde in den Jahren 1902 bis 1903 im Stil der Gründerzeit errichtet. Das Gebäude diente ursprünglich als Verwaltungssitz der damals noch eigenständigen Stadt Wilhelmsburg. Heute beherbergt es das Kundenzentrum Wilhelmsburg des Bezirksamtes Hamburg-Mitte. Bürger können hier behördliche Angelegenheiten wie Anmeldungen oder die Beantragung von Ausweisdokumenten erledigen:

Am Bürgerhaus-See direkt gegenüber liegt das Bürgerhaus Wilhelmsburg an der Mengestrasse 20, ein Kulturzentrum, das 1985 eröffnet wurde:

29.09.2025: Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen wurde 2013 auf Beschluss des Hamburger Senats in den Stadtteil Wilhelmsburg verlegt. Der Neubau vereint auf insgesamt 61.000 Quadratmetern Büroflächen und öffentliche Nutzungen und bietet Platz für knapp 1.500 Mitarbeiter. Von Weitem sichtbar zeigt sich ein 13-geschossiges Hochhaus an das sich zwei fünfgeschossige Seitenflügel anschliessen, die wiederum in sieben einzelne Häuser unterteilt sind. Blickfang des Gebäudes ist die farbenfrohe Sauerbruch Hutton – typische Fassade. Etwa 30.000 Keramik-Paneele, glasiert in 20 unterschiedlichen Farbtönen, bilden horizontale Bänder, welche die wellenförmige Gebäudehaut akzentuieren. Diese bildet sich aus den drei Primärfarben Blau, Rot, Gelb und der Sekundärfarbe Grün, mit je fünf Nuancen. Der Behördenbau ist Teil der von 2006 bis 2013 statt gefundenen Internationalen Bauausstellung (IBA) und bildet eine Landmarke für moderne und energieeffiziente Architektur im Stadtteil Wilhelmsburg. Mit einem jährlichen Primärenergiebedarf von nur 70 kWh pro Quadratmeter ist die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen eines der energieeffizientesten Bürogebäude Deutschlands:

29.09.2025: Der Bahnhof Hamburg-Wilhelmsburg ist ein ehemaliger Rangierbahnhof und heute ein S-Bahn-Bahnhof im Stadtteil Wilhelmsburg. Er hat einen überdachten Mittelbahnsteig und ein Empfangsgebäude. 1983 wurde im Zuge des Baus der Harburger S-Bahn der heutige S-Bahnhof nahe der Neuenfelder Strasse eröffnet. Anlässlich der zeitgleich stattfindenden Internationalen Bauausstellung (IBA) und der Internationalen Gartenschau wurde der Bahnhof 2013 umfangreichen Neugestaltungsmassnahmen unterzogen. Dabei wurden unter anderem die Zugangsanlage und die Fussgängerbrücke komplett neu errichtet. Die Haltestelle diente während der IGS als wichtigster Zugang und erschloss das Ausstellungsgelände für den ÖPNV. Im März 2013 wurde die erneuerte Muharrem-Acar-Brücke, die den S-Bahnhof mit den westlich gelegenen IBA/igs-Gelände und dem östlich gelegenen Einkaufszentrum verbindet, eingeweiht. Der Bahnhof wird regulär von den Linien S3 (Pinneberg – Neugraben/Stade) und S5 (Elbgaustraße – Stade) bedient:

29.09.2025: 1973 entstand in Wilhelmsburg Hamburgs vermutlich ungewöhnlichste Kirche. Der Betonbau mit seiner auffälligen Turmspirale war von der katholischen Kirche errichtet worden, weil diese nach der Flutkatastrophe 1962 mit einem grossen Zuzug katholischer Bevölkerung in die Neubaugebiete des Stadtteils rechnete. Es stellte sich jedoch heraus, dass die bestehende grössere Kirche St. Bonifatius für die katholischen Gemeindemitglieder im Stadtteil ausreichte. Als zudem der Beton der Kirche bereits grössere Bauschäden aufwies, begann das Erzbistum Hamburg, über einen Abriss der Kirche nachzudenken, um stattdessen einen Erweiterungsbau für das nebenan bestehende Altenheim zu errichten. Auch wenn die markante Betonkirche inzwischen unter Denkmalschutz stand, war ihre Zukunft daher akut bedroht. Kurz bevor das Erzbistum seine finale Abrissentscheidung treffen wollte, organisierte der Denkmalverein am 23. April 2014 noch einmal eine öffentliche Veranstaltung im Bürgerhaus Wilhelmsburg. Vor vollem Saal sprachen sich die Podiumsteilnehmer und die vielen Diskutanten aus dem Publikum für den Erhalt des Kirchengebäudes aus, allen voran der damalige Oberbaudirektor Jörn Walter, und die Presse berichtete ausführlich über die Debatte. Daraufhin ruderte das Erzbistum zurück, verzichtete auf den Abriss und überliess es den Maltesern, Konzepte für die Weiternutzung der Kirche zu entwickeln. Inzwischen wurde die Kirche saniert und von den Maltesern zu einem Zentrum der Begegnung umgewandelt. Für die Aussensanierung standen 900.000 Euro zur Verfügung, von denen der Bund rund 400.000 Euro übernahm: