08.09.2025: Wenige Jahre nach der 1871 erfolgten Erhebung Kiels zum Reichskriegshafen belief sich die Zahl der Marine- und Heeressoldaten in Kiel bereits auf 3.550 Mann, so dass die Forderung nach einer Garnisonkirche laut wurde. 1876 wurde daher von der Marine ein 6000 qm grosses Grundstück am Niemannsweg erworben. Am 2. Oktober 1878 wurde der Grundstein für eine Simultankirche für 450 Personen gelegt. Der Rohbau wurde im Sommer 1880 fertiggestellt, und die Einweihung erfolgte am 8. Oktober 1882 in Anwesenheit des Prinzen Heinrich von Preussen. Da Deutschland nach Ende des Ersten Weltkriegs den Marinebestand reduzieren musste, genügte die Petruskirche im Stadtteil Wik als evangelische Garnisonkirche. Die Pauluskirche wurde daher ab 1918 nicht mehr genutzt und verfiel. 1925 ging die Kirche in den Besitz des Kirchgemeindeverbandes Kiel über und gehört seit der Wiedereröffnung am 29. November 1925 zur Heiligengeistgemeinde in Kiel. Die durch den Zweiten Weltkrieg entstandenen Schäden wurden 1948 provisorisch beseitigt, und die Wiedereinweihung fand am 16. Januar 1949 statt. Das Gebäude ist eingetragen in die Liste der Kulturdenkmale in Kiel-Düsternbrook:

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