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Tages-Archive: 30. September 2025

30.09.2025: Das zweigeschossige Fachwerkhaus wurde um 1659 errichtet. Es zeichnet sich durch seine Backsteinausfachung und ein ziegelgedecktes Satteldach aus, wobei das Obergeschoss an drei Seiten vorkragt. Ursprünglich diente es als Gerichtsgebäude und Sitz der Gerichtsbarkeit der autonomen Altländer. Später (seit 1773) wurde es als Wohnhaus genutzt. Eine historische Besonderheit ist die Verschiebung des Hauses im Jahr 1932. Um die Strasse zu verbreitern, wurde das gesamte Gebäude auf Rollen gesetzt und um einige Meter versetzt. Heute beherbergt das Gebäude unter anderem die Bücherei und die sogenannte Landesstube:

30.09.2025: Im Jahr 1221 wurde das Kirchspiel Jork erstmals urkundlich erwähnt. Das Gotteshaus St. Matthias hebt sich hervor, weil es mit 40 Metern Länge und 14 Metern Breite das Grösste im Alten Land ist und weil sein Orgelprospekt die Handschrift von Arp Schnitger trägt. Er war ja einer der berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit – und nicht nur im Alten Land umtriebig. Seine Prospektpfeifen in der Kirche St. Matthias sind vollständig erhalten und waren 1982 in eine mechanische Schleifladenorgel eingesetzt worden. Untergrund für die Backstein-Kirche ist eine Wurt – ein extra aufgeschütteter Hügel, der vor Hochwasser und Sturmflut schützen soll. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Gotteshaus verändert, es wurde umgebaut, es wurde erneuert. Seinen Glockenturm aus Holz hatte es 1685 bekommen:

30.09.2025: Das Zigarrenmacherhaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und war einst das Geschäftshaus des Zigarrenmachers Jacob Feindt. Als ortsbildprägendes Gebäude am Fleet in Jork ist es ein Zeugnis der Altländer Geschichte. Heute wird es als Schaufenster des Alten Landes genutzt und steht für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung:

30.09.2025: Das Rathaus im historischen Stadtkern der Gemeinde Jork ist ein dreistöckiger Fachwerkbau und wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts durch Graf Matthäus von Haren erbaut. Die Gemeinde wird auch als Altes Land bezeichnet und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Das Rathaus besitzt ein schönes Eingangsportal mit Wappenschmuck. Davor befindet sich ein kleiner Garten mit Parkanlage, Bank, Laterne und Ankerdenkmal. In den 1970er Jahren wurde das Gebäude aufwendig restauriert. Es besitzt noch heute sein ursprüngliches Erscheinungsbild:

30.09.2025: Die St. Nikolai-Kirche in Borstel ist ein historisches Bauwerk mit bewegter Geschichte. Ursprünglich stand sie auf dem Hanöfersand, einer noch heute existierenden vorgelagerten Halbinsel an der Elbe. Nach der verheerenden Cäcilienflut von 1412 wurde sie an ihrem heutigen Standort errichtet. Markant steht der Glockenturm, typisch für Kirchen im Alten Land, einen Meter abseits des Hauptgebäudes. Die St. Nikolai-Kirche beeindruckt durch ihre reiche Bemalung und Ausstattung –  zu entdecken sind zum Beispiel das Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert und der spätbarocke Kanzelaltar mit dem auf dem Altartisch stehenden Holzkreuz von 1520. In den 1770er Jahren bemalte der Hamburger Maler Friedrich Nikolaus Schnibbe die neu eingebauten Emporen und das hölzerne Tonnengewölbe. Die Orgel, die einst von dem berühmten Orgelbauer Arp Schnitger repariert wurde, zieht besonders Kulturinteressierte an:

30.09.2025: Beim Werth´schen Hof handelt es sich um den einzigen erhaltenen Herrensitz des Alten Landes. Die erste Erwähnung stammt von 1275, als er sich im Besitz des Bremer Erzbischofs Giselbert befand. Das heutige Herrenhaus wurde 1632 von dem Grafen Nikolaus Dehmel errichtet, nachdem der Vorgängerbau abgebrannt war. Der frühbarocke Bau wurde T-förmig errichtet und besteht aus einem zweigeschossigen Herrenhaus und einem 30 Meter langen Wirtschaftsteil mit Reetdeckung. Diese wirkt besonders beeindruckend, ragt sie doch tief über die seitlichen Kübbungen, die nicht tragenden Seitenschiffe, und trotzen somit dem Wind besonders gut. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel gehörte der Hof im 17. Jahrhundert dem schwedischen Grafen Königsmarck, ehe 1790 erstmals der Name der heutigen Besitzerfamilie auftaucht:

30.09.2025: Der Standort ist für Bockwindmühlen bis ins 17. Jahrhundert belegt. Die Galerieholländerin Aurora wurde 1856 anstelle einer verschwundenen Bockmühle erbaut. Die ehemalige Kornmühle hat einen viergeschossigen 10 m hohen quadratischen Backsteinunterbau und besitzt Segelflügel und Steert. Ab der Galerie verfügt sie über einen achteckigen Oberbau mit neun Ebenen. Die Windmühle ist insgesamt 24 m hoch. 1911 wurde eine Motoranlage eingebaut, die Stillegung war im Jahr 1961. 1984 wurde die Borsteler Mühle Aurora mit Mitteln des Landkreises Stade nach dem Erwerb restauriert und steht seitdem für Besichtigungen zur Verfügung. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Strukturen erfolgte 1993 der behutsame Umbau zum Restaurant, wobei der mühlentypische Charakter erhalten blieb. Auf drei Ebenen kann heute gegessen und getrunken werden – im ehemaligen Lager, im Mühlenhauptraum und im früheren Mehl-Absackraum. Die Mühlentechnik wie z.B. ein Mahlstein ist noch vorhanden, aber nicht mehr funktionsfähig. Der Name Aurora wurde zu Ehren von Aurora von Königsmarck verliehen, der Enkelin des ersten schwedischen Generalgouverneurs in Stade. Die Windmühle kann einschliesslich der Galerie mit freigelegtem Mühlenstein und vielen Informationen zur Geschichte täglich ausser dienstags von 12:00 bis 17:00 Uhr als Museum besichtigt werden:

30.09.2025: Der siebte Schornstein verweist darauf, dass es auch einen ersten, einen zweiten und so weiter geben muss. Tatsächlich errichtete der Künstler Jan Svenungsson mit Hilfe von Maurern diese dreidimensionalen Objekte in unterschiedlichen Zusammenhängen und Gegenden. In Buxtehude steht der sechzehn Meter hohe Schornstein in unmittelbarer Nähe zum Kirchturm von St.-Petri, zum Zwinger und zum Hafen, wo früher durchaus reale Schornsteine standen. Aus der Ferne sehen wir einen Schornstein, aus der Nähe eine künstlerische Arbeit – diese Spannung macht das Werk von 2005 des in Berlin und Wien arbeitenden Künstlers aus:

30.09.2025: Die 100 Jahre alte Kattau-Mühle ist DAS Industriedenkmal der Stadt Buxtehude und stellt – als ehemals modernster Kornspeicher Europas – eines der wichtigsten Bauwerke für die Stadt dar. Seit 50 Jahren ist an der Mühle nichts Grundlegendes mehr verändert worden und nichts in den Erhalt investiert worden, das Dach war undicht, Risse taten sich in der Fassade auf, der nördliche Anbau war komplett marode. Nun wurde das annähernd abgängige Gebäude in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt saniert und sensibel ergänzt. Durch die geschickte Anordnung von wenigen Bauelementen konnte trotz der Umnutzung zum Wohngebäude, die ursprüngliche Wirkung als Industriedenkmal erhalten bleiben:

30.09.2025: Am Ende des 13. Jahrhunderts angelegt, entsprach die im Laufe des 14. Jahrhundert vollendete und mit drei Toren versehene Stadtmauer von Buxtehude allen Regeln einer spätmittelalterlichen Stadtbefestigung. Sie genügte nicht mehr als die Feuerwaffentechnologie im 15. und 16. Jahrhundert zunahm. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, erhielt die Stadtmauer als Verstärkung an den fünf Ecken jeweils einen sogenannten Zwinger. Dabei handelte es sich um vor Stadtmauer stehende massive Rundtürme. Erhalten ist heute nur noch der Marschtorzwinger, dessen äussere Gestalt und innere Gliederung im Grunde den anderen Zwingern entsprochen haben wird, wobei variierende Ausmasse in den Akten des Buxtehuder Stadtarchivs überliefert sind. Der Marschtorzwinger hat eine bis zu 1,90 m dicke Mauer. Sein runder, zur Aussenseite weisender Teil hat einen Durchmesser von 9,93 m, zur Stadtmauer hin verschmälert sich das Gebäude konisch. Im Erdgeschoss sorgten sieben, im Obergeschoss neun Schiessscharten für eine wehrhaften Verteidigungsmöglichkeit. Wie auf einer alten Stadtansicht von 1674 dargestellt trägt er auch heute ein Spitzdach. Erbaut wurde er vermutlich um 1539. Ein Stein an der Ostseite mit dem Stadtwappen und dieser Jahreszahl verweist darauf. Nach dem Ende des Dreissigjährigen Krieges verloren Stadtmauer und Zwinger ihre wehrhafte Bedeutung. Der Marschtorzwinger blieb lange im städtischen Besitz. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er an einen Bierbrauer für Lagerzwecke verkauft. 1914 erwarb der Museumsverein das teilweise eingestürzte Gebäude mit dem Ziel es zu erhalten. Verschiedene Nutzungen (museale Ausstellung, Jugendherberge, DLRG-Heim) folgten, jedoch trug keine dazu bei, dass sich sein baulicher Zustand nicht immer weiter verschlechterte. 1984 erhielt der Zwinger nach umfangreichen Sanierungsmassnahmen sein jetziges Aussehen. Der Marschtorzwinger dient heute als letzter von ehemals fünf Rundtürmen der früheren Stadtmauer als Kulturzentrum für Ausstellungen und Konzerte. Der Marschtorzwinger in Buxtehude ist das einzige kulturhistorische Denkmal dieser Art in Norddeutschland: