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Monats-Archive: Juli 2022

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02.07.2022: Das heutige Rathaus wurde 1333 nach einem Privileg Ludwigs des Bayern als Kaufhalle errichtet. Daran erinnert noch heute die Gelnhäuser Elle, ein mittelalterliches Marktmass. Seit dem 16. Jahrhundert dient die ehemalige Kaufhalle auch als Rathaus, beherbergt die Stadtverwaltung und ist Sitz des Bürgermeisters. Bei einem Gewitter am 15. August 1736 wurde das oberste Stockwerk durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt, gleich darauf von einem Hagelschauer wie durch ein Wunder gelöscht und somit die drohende Feuersbrunst aufgehalten. Noch heute gedenkt die Stadt an diesem Tag dieses Vorfalles. Das Dachgeschoss wurde im spätbarocken Stil wieder aufgebaut:

02.07.2022: Der Turm wurde 1328 als Signal- und Beobachtungsturm erbaut und hiess ursprünglich der Hohe Turm. Er gehörte zum äusseren Befestigungsring der Stadt.
Aufgrund seiner Form bekam er später den Namen Buttenturm, weil er an eine Weinbutte (Gefäss für die Weinlese, das auf dem Rücken getragen wird) erinnert. Früher konnte man den Turm nur von der Stadtseite aus betreten. Der jetzige Zugang wurde später gebaut. Bis 1936 befand sich der Turm sogar einige Jahrzehnte in Privatbesitz und wurde als Teestube zweckentfremdet:

02.07.2022: Die St. Peterskirche wird als Stadtpfarrkirche in staufischer Zeit geplant und begonnen. Durch päpstliches Edikt von 1238 (Gregor IX.) wird der Weiterbau der Kirche zu Gunsten der östlich gelegenen Marienkirche untersagt. Die Peterskirche bleibt ein baukünstlerisches Fragment. Das Bauwerk wird nach der Reformation profanisiert, es dient als Lager, Abstellraum und Gewerbefläche. Notwendige Reparatur- und Erhaltungsaufwendungen unterbleiben. Die beiden romanischen Rundtürme des Kirchenbauwerks werden wegen angeblicher Baufälligkeit abgebrochen (um 1830). Im Jahre 1922 erwirbt die katholische Kirchengemeinde Gelnhausen die Peterskirche. In mehreren Sanierungsstufen wird das nahezu zur Ruine verfallene Bauwerk renoviert und restauriert. Die umfassendste Sanierung erfolgt in den Jahren 1982/83. In einer geglückten Synthese von alter Bausubstanz und neuzeitlicher baukünstlerischer Gestaltung (Fenster, Lettner, Orgel) ist die Peterskirche heute ein integraler Bestandteil der Altstadt von Gelnhausen. Schlicht aber würdig präsentiert sie sich mit den wenigen ursprünglichen Elementen staufischer Kunst und den einfühlsam gestalteten künstlerischen Additiven der Moderne dem Kirchenbesucher:

02.07.2022: Der Wasserturm wurde im Stil der Türme der Stadtmauer im Jahr 1937 gebaut. Er wird von der DAV-Sektion Hanau als Kletterturm genutzt und bietet im Aussenbereich gut versicherte Kletterrouten in den UIAA-Schwierigkeitsgraden III bis VIII. Im Innenbereich befindet sich ein Boulderraum und ein Seminarraum:

02.07.2022: Der Bahnhof hat einen Haus- und einen Inselbahnsteig. Neben dem Hausbahnsteig gibt es in seinem westlichen Bereich ein Kopfgleis, das den dort beginnenden und endenden Zügen der Lahn-Kinzig-Bahn nach und aus Richtung Büdingen und Giessen dient. Die übrigen drei Bahnsteigkanten werden ausschliesslich von Zügen der Kinzigtalbahn angefahren, die von hier bis Hanau-Wolfgang für 200 km/h ausgebaut ist. Der Bahnhof Gelnhausen dient deshalb auch häufig für das Überholen der Nahverkehrszüge durch ICE- und IC-Züge. Der Bahnhof Gelnhausen selbst wird heute vom Nah- und Regionalverkehr bedient und hat eine grosse Bedeutung für den Pendlerverkehr aus Vogelsberg und Spessart in das Rhein-Main-Gebiet. Das Empfangsgebäude wurde in neuromanischem Stil aus Buntsandstein errichtet. Der Architekt Paul Rowald plante auch den Bahnhof Bad Hersfeld mit gleichem Grundriss und benutzte bei beiden Gebäuden ähnliche Stilformen. Das Gebäude wurde 1882/83 errichtet, ist also ein Bauwerk der zweiten Generation des Hochbaus an der Strecke. Das Empfangsgebäude ist symmetrisch auf einem H-förmigen Grundriss gestaltet. Straßenseitig wird die Fassade von drei Spitzgiebeln dominiert, gleisseitig entfällt der mittlere Giebel bei der Fassadengestaltung:

GELNHAUSEN

(23.200 Einwohner, 159 m ü. NHN) ist die Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises im Südosten Hessens. Die ehemalige Reichsstadt liegt auf halber Strecke zwischen Frankfurt am Main und Fulda am östlichen Rand des Rhein-Main-Gebietes. Sie trägt seit dem 26. April 1978 die amtliche Zusatzbezeichnung Barbarossastadt. Die Stadt wurde 1170 von Kaiser Barbarossa gegründet. Der vorher bestehende Ort gehörte zum Gericht Gründau. Barbarossa errichtete auf einer Insel in der Kinzig seine Pfalz Gelnhausen, deren Ruinen noch heute sichtbar sind. Im Mittelalter lag Gelnhausen an der Handelsstrasse zwischen Frankfurt am Main und Leipzig, was der Stadt Einnahmen und Wohlstand bescherte. Die Stadt blieb von kriegerischen Auseinandersetzungen nicht verschont. Im Dreissigjährigen Krieg war die Stadt fast entvölkert und im 19. Jahrhundert zogen die Truppen Napoleons durch das Kinzigtal. Ab 1806, nach dem Verlust seines Status als Reichsstadt, stand Gelnhausen unter französischer Militärverwaltung, ab 1810 gehörte es zu dem Grossherzogtum Frankfurt und von 1816 bis 1866 zum Kurfürstentum Hessen (Hessen-Kassel), danach bis 1944 zur preussischen Provinz Hessen-Nassau. 1936 wurde Gelnhausen Garnisonsstadt. Die Wehrmachtskaserne wurde nach dem Krieg von der US Army übernommen und Coleman-Kaserne genannt. Bekanntester US-amerikanischer Militär, der dort seinen Dienst verrichtete, war der spätere US-Aussenminister Colin Powell. Die Kaserne wurde mittlerweile in ein Gewerbegebiet umgewandelt. Gelnhausen war von 1821 bis 1974 Kreisstadt des Kreises. Nach der Neugliederung der hessischen Kreise und der Bildung des Main-Kinzig-Kreises war Hanau bis 2005 Kreisstadt, danach verlegte der Main-Kinzig-Kreis seinen Verwaltungssitz wieder nach Gelnhausen. In Gelnhausen fand 1996 der Hessentag statt, eine einwöchige Veranstaltung, die einmal im Jahr in einer Stadt in Hessen ausgetragen wird.

Bahnhof:

Alter Bahnwasserturm:

Rasensteg über die Kinzig:

Blick vom Steg zum Schifftor und zu St. Peter:

Katholische Pfarrkirche St. Peter:

Teil der alten Stadtmauer von Gelnhausen neben der Stadthalle:

Buttenturm:

Blick über Gelnhausen vom Fusse des Buttenturms:

Obermarkt von Gelnhausen:

Rathaus:

Ehemalige Bürgerschule:

Heimatmuseum:

Johanniterhaus:

Inneres Holztor:

Äusseres Holztor:

Historischer Stadtplan:

Schalenturm Halbmond:

Blick zur Marienkirche vom Halbmond:

Wingertshäuschen am Stadtgarten:

Haitzer Tor:

Romanisches Haus:

Untermarkt:

Evangelische Marienkirche:

Hexenturm:

Ziegelturm:

Zehntscheune:

Museum im Burgmannenhaus neben der Kaiserpfalz:

Ehemaliges Rathaus Burg Gelnhausen:

Haintor mit Brücke über die Kinzig:

Schifftor:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 02.07.2022.

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