21.07.2022: Die Teerhofbrücke ist eine Fussgängerbrücke in Bremen, die das Altstadtufer an der Schlachte mit der Teerhofinsel verbindet. Erbaut wurde die Brücke 1996 nach Plänen von Dieter Quiram:
21.07.2022: Die aktuelle Grosse Weserbrücke trägt den Namen Wilhelm-Kaisen-Brücke nach Carl Wilhelm Kaisen (*1887, † 1979 in Bremen), benannt, ein angesehener Bremer SPD-Politiker. Die Grundsteinlegung der Wilhelm-Kaisen-Brücke fand am 1. August 1958 am Widerlager auf der Altstadtseite statt, am 11. Dezember 1959 wurde das etwa 30 Zentimeter breite letzte Gelenkstück in die Gelenkfuge der Waagebalken eingesetzt. Dies schloss den Raum zwischen den Bauabschnitten. Es gab in Deutschland nur vier Brücken dieser Bauart und nur drei stehen noch. Es ist eine komplizierte, aber funktionstüchtige und haltbare Bauweise in Spannbeton:
21.07.2022: Die 1229 erstmals erwähnte St.-Martini-Kirche prägt die Stadtsilhouette Bremens. Erbaut wurde sie als Schifferkirche ausserhalb der Stadtmauern auf der früheren Balgeinsel an der Weser. Ein erster grundlegender Umbau erfolgte 1376-1450. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg ist die Martinikirche unter Leitung von Walter Siber wiederaufgebaut worden:
21.07.2022: Nachdem 1915 das Bremer Domkloster abgebrannt war, in dem seit 1869 die Räume des Künstlervereins untergebracht waren, ist 1920 in einem Architektenwettbewerb über den Wiederaufbau entschieden worden. Den Wettbewerb gewann der Architekt Walter Görig, nach dessen Entwürfen 1926-28 im Stil des Backstein-Expressionismus das Konzert- und Veranstaltungshaus unter dem Namen Die Glocke errichtet wurde:
21.07.2022: Das architektonisch und allegorisch auffälligste Gerichtsgebäude in Bremen ist das unter Denkmalschutz stehende sogenannte Alte Gerichtshaus an der Domsheide 16. In diesem Monumentalbau sind zur Zeit das Landgericht Bremen und Teile der Staatsanwaltschaft sowie des Amtgerichts untergebracht. Von den zerstörerischen Kriegseinwirkungen grösstenteils verschont geblieben, unter Berücksichtigung der Denkmalpflege mehrfach restauriert und modernisiert, fällt das 1895 fertig gestellte Gebäude durch seine aufwendigen handwerklichen Arbeiten und seine überwiegend auf christlicher Ethik beruhenden Allegorien auf.„Dies Haus ist gewidmet dem Rechte zum Schutz – dem Boesen zum Trutz“ ist auf der Widmungstafel an der Ostertorfassade zu lesen. Folgerichtig stellt sich das Gebäude als eindrucksvolles Grossbauwerk vor, von dessen Dachgesims Löwen, Megären- und Medusenhäupter, regenwasserspeiende Drachenköpfe aus Obernkirchener Sandstein oder Kupfer dem Betrachter zunächst einen bedrohlichen aber entschiedenen Eindruck vermitteln. Das Gerichtshaus stellt ein städtebauliches Ensemble dar, das mit seinen Dimensionen und seiner Ausstrahlung das historische Zentrum prägt. Die wuchtigen Rundtürme, die Diamantierung der Fassadensteine und die Granitfensterbänke sowie die vielen Ornamente, Halbreliefs, Bogenfenster und verschiedenen Bauformen entsprechen der wilhelminischen Erbauungszeit im sogenannten historisierenden Baustil. Die Architekten Klingenberg und Weber sahen neben dem notwendigen Zweckbau auch für die bremische Handwerkerschaft eine Gelegenheit, ihr Können zu präsentieren. So beeindrucken die zahlreichen Allegorien wie auch die Handwerkskunst gleichermassen. Als nicht übersehbare christliche Symbole sind die in Glasmosaik dargestellten mosaischen Zehn Gebote über dem Eingang und die Kardinaltugenden über den Fenstern der ersten Etage in der Violenstraße zu erkennen. Darunter veranschaulichen als Tierformen verzierte Kragsteine als sündhafte Lastersymbole den Tugendkampf, der sich in dem ganzen Gebäude an mehreren Stellen wiederholt. An dem Profanbau einer Hansestadt fehlen aber ebenso wenig die Hansewappen aus Majolika wie Symbole von Schifffahrt und Handel. Im Innern ist der Umbruch des bremischen Rechtswesens als aktuelles Thema während der Erbauungszeit durch zahlreiche Allegorien dokumentiert:
21.07.2022: Das Amtsgericht Bremen ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit und eines von drei Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Bremen und der Freien Hansestadt Bremen. Das Gerichtsgebäude des Amtsgerichtes befindet sich in der Ostertorstr. 25–31. Bei dem am 29. Oktober 1961 fertiggestellten Gerichtsgebäude handelt es sich um einen Neubau, der seit September 1975 über einen Anbau durch eine mehrstöckige Glasbrücke mit dem alten Gerichtsgebäude verbunden ist. In dem Altbau ist das Landgericht Bremen untergebracht:
21.07.2022: Das Bremer Polizeihaus wurde 1906-08 nach Plänen von Carl Börnstein als zentales Dienst- und Verwaltungsgebäude erbaut. Heute sind in dem Komplex neben der Zentrale der Bremer Stadtbibliothek das Hanseatische Oberlandesgericht sowie Verwaltungs- und Oberverwaltungsgericht Bremen untergebracht:
21.07.2022: Nach einer substantiellen Erweiterung und Renovierung ist die Kunsthalle Bremen nicht nur technisch auf dem neuesten Stand, sie demonstriert auch durch die Architektur eine programmatische Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Der klassizistische Ursprungsbau von 1849 mit seiner Erweiterung von 1902 erhielt im Jahr 2011 zwei zeitgenössische Seitenflügel, die die Symmetrie der ursprünglichen Architektur betonen. Zurückhaltend modern bieten die Anbauten hervorragende Sammlungs- und Ausstellungsgalerien sowie ansprechende Räume für Veranstaltungen, Atelier- und Seminarräume, Werkstätten und Depots. Sie verkörpern die produktive Verbindung von Tradition und Innovation, die die Kunsthalle Bremen bis heute auszeichnet:
21.07.2022: Insgesamt fünf Windmühlen aus der Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts sind in Bremen bis heute erhalten geblieben. Eine von ihnen ist die Mühle in den Wallanlagen, der alten Bremer Stadtbefestigung, deren Mauern 1802 geschliffen und in einen Park umgestaltet wurden. Obwohl sie im 19. Jahrhundert zweimal völlig nieder brannte, wurde sie immer wieder aufgebaut. Bis 1947 wurde hier noch Mehl gemahlen, heute befindet sich in der Mühle ein Café:
21.07.2022: Der Abriss des ehemaligen, 1892 erbauten Schlachthofes durch die Stadt erfolgte gegen den Protest zahlreicher Bürger 1977 bzw. 1980. Für die inzwischen in einem Verein „Kulturzentrum Schlachthof“ organisierten alternativen Nutzergruppen blieb nur der Wasserturm mit einigen Anbauten übrig. Mit Hilfe einer Finanzspritze durch die Stiftung Wohnliche Stadt, mit Hilfe eines risikobereiten Privatunternehmens und mit viel Selbsthilfe gelang es, diesen Rest in ein lebendiges Kulturzentrum zu verwandeln, das heute nicht mehr aus Bremen wegzudenken ist: