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08.03.2022: Die Spitalkirche entstand zusammen mit dem 1338 gegründeten Bürgerspital St. Johannis Baptistae. Der Niedergang der Stiftung folgte im 16. Jahrhundert, als die Gebäude verfielen. Erst der Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn regte 1607 die Instandsetzung und Erweiterung an, die sich bis ins Jahr 1615 hinzogen. Ausser dem Chor wurden alle Teile erneuert. Im Dreissigjährigen Krieg verfielen die Spitalgebäude erneut. Die Felder verödeten und in der Spitalkirche wurden Schafe gehalten. Der Innenraum der Kirche und die Spitalgebäude mussten danach gründlich erneuert werden. 1725 wurde eine Flachdecke eingezogen. Der endgültige Niedergang der Stiftung war im Jahr 1977, als die letzten beiden Ordensschwestern abgezogen wurden. Mit dem Weggang der Franziskanerinnen aus dem Mutterhaus Mallersdorf wurde zunächst auch das Alten- und Pflegeheim aufgelöst. Nach dem mehrjährigen Leerstand fand sich 1983 für Spital und Kirche ein neuer Verwendungszweck. Die evangelischen Christen Iphofens schlossen einen Nutzungsvertrag mit der Stadt. Die umfangreichen Renovierungsarbeiten dauerten bis zur Einweihung am 29. März 1987. In den Jahren 2008–2010 musste erneut grundlegend renoviert werden. Die evangelische Kirchengemeinde Iphofen erhielt neben dem Gotteshaus auch Gemeinderäume. Es entstand auch ein Jugend-Übernachtungshaus der Evangelischen Jugend des Dekanats Kitzingen. Das schlichte Äussere lässt nicht vermuten, dass das Kirchlein so manches Kleinod birgt. Neben der hübschen Frührokoko-Ausstattung fallen vor allem zwei Plastiken auf, eine Madonna mit dem Jesuskind und eine Bischofsgestalt. Beide Figuren sollen Werke des in Iphofen geborenen Riemenschneider Schülers Augustin Reuß sein:

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