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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

04.07.2025: Das Jenny-Marx-Haus in Salzwedel ist der Geburtsort von Jenny Marx, der Ehefrau des Philosophen Karl Marx. Sie kam am 12. Februar 1814 als Jenny von Westphalen, Tochter des damaligen Landrats Johann Ludwig von Westfalen, zur Welt und verbrachte ihre ersten zwei Lebensjahre in diesem Haus. Das klassizistische Gebäude mit seinen zwei Geschossen stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der damaligen Bürgermeister Niedt liess es 1737 im Barockstil errichten. Zuvor standen an seiner Stelle zwei Fachwerkhäuser, die abgerissen wurden. Bemerkenswert ist die abwechslungsreiche Geschichte des Gebäudes. Es diente als Verwaltungsgebäude, Brauerei, Garnisonslazarett und Polizeigefängnis. Der strassenseitige Giebel entstand 1934, da die vorhandenen Räume nicht mehr ausreichend waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Strasse vor dem Haus den Namen Jenny-Marx-Strasse. Ab 1969 war das Haus das einzige Marx-Museum in der DDR und ist 10 Jahre später umfassend restauriert worden. Im Jahr 1990 erfolgte eine Zusammenlegung des Marx-Museums mit dem nahe gelegenen Danneil-Museum. Heute ist das Gebäude eine Erinnerungsstätte an Jenny Marx und beherbergt seit 2005 die Kreismusikschule. Der hofseitige Anbau aus dem Jahr 2011 wird als Konzertsaal genutzt. In dem 1984 gestalteten Hofgarten befindet sich eine Bronzeplastik des Magdeburger Bildhauers Heinrich Apel, die an Jenny Marx erinnert:

04.07.2025: Auf der Strasse der Romanik, sind nicht nur Gebäude mit einer spannenden Geschichte zu entdecken, sondern auch jene, die Historikern Rätsel aufwerfen. Aufgrund fehlender Quellen, lassen sich demzufolge nicht alle, vermeintlich romanische Bauten historisch erschliessen. Die Pfarrkirche St. Lorenz gehört zu einem dieser Rätsel, da die Herkunft beziehungsweise die Erbauung der Kirche ungeklärt blieb. Demzufolge existieren kritische Stimmen, die den Sinn der Pfarrkirche als Teil der Strasse der Romanik hinterfragen. Lediglich der Schutzpatron der Pfarrkirche lässt vermuten, dass die Erbauung nicht vor 955 geschah, da Gläubige Laurentius erst seit jenem Jahr verehrten. Der 10. August 955 ist im Volksmund deshalb der sogenannte Laurentiustag, der sich auf eine erfolgreiche Schlacht Ottos I. gegen Ungarn bezieht. Otto I. hatte Laurentius als eine Art Glücksbringer vermutet und ihm seine Verehrung ausgesprochen. Demnach entstand der Bau der Kirche wohl in der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts und diente im siebzehnten Jahrhundert als Salzlager dem Salzhandel mit Lüneburg. Die langjährige Lagerung von Salz beschädigte das Gebäude zunehmend, weshalb im neunzehnten Jahrhundert sein Abriss in Planung war. Die katholische Gemeinde sprach sich allerdings vehement gegen den Kirchenabriss aus und erwarb sie. Es folgten zahlreiche Instandsetzungen, die in dieser Kirche für optische Anpassungen an den vorherrschenden Baustil sorgten. Aus diesem Grund, sind in der Kirche nicht nur romanische Züge zu finden, sondern auch gotische. Die Aussenwände bestehen beispielsweise aus Backstein und verweisen auf eine Entstehung zur Zeit der Backsteinromanik. Bezüglich der Innenausstattung ist heute lediglich der Bronzeleuchter aus romanischer Zeit erhalten geblieben, welcher im Johann-Friedrich-Danneil-Museum für eine Besichtigung zur Verfügung steht:

04.07.2025: Die Burg Salzwedel ist die Ruine einer Niederungsburg im Burggarten am nördlichen Rande der Altstadt. Die Burg wurde vermutlich im 9. Jahrhundert zum Schutz einer Handelsstrasse zwischen Magdeburg und der Salinenstadt Lüneburg an einem Übergang mit Furt an der Jeetze erbaut. 1112 wurde der Ort Saltwidele während der Belagerung durch Kaiser Heinrich V. erstmals erwähnt. 1134 kam mit Albrecht dem Bären die Stadt in askanischen Besitz. 1196 wurde die Burg erstmals urkundlich als Saltuedel tam castra quam oppida“, also als „Burg, sowie Ansiedlung“ erwähnt. Bis Anfang des 13. Jahrhunderts sassen die Vögte von Salzwedel als Beauftragte der Markgrafen auf der Burg. Wohl gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurde der heute noch sichtbare runde Bergfried erbaut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erscheinen ie von Wallstawe, danach die von Böddenstedt als Burgmannen von Salzwedel. Das 1899 durch Sprengung abgebrochene dreistöckige Wohngebäude der Burg war 1746 errichtet worden, soll aber nach dem Prähistoriker Johann Friedrich Danneil ältere Bausubstanz enthalten haben. Heute sind noch Reste der Wehrmauer, des Burggrabens und der St.-Annen-Kapelle erhalten sowie der noch 24 Meter hohe runde Bergfried mit einem Hocheingang in zwölf Metern Höhe und einer 3,60 Meter starken Mauer am Fuss des Turms. Der Turm hatte früher ein Spitzdach:

1923 wurde auf dem Gelände eine Ehrenhalle errichtet, zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Die bei den Bauarbeiten gefundenen Scherben aus dem 12./13. Jahrhundert befinden sich heute in der Sammlung des Danneil-Museums:

04.07.2025: Das ehemalige Mönchskloster in Salzwedel wurde Mitte des 13. Jahrhunderts durch Franziskaner gegründet. Der sich am Rande der Altstadt befindende Komplex wurde auf dem letzten freien Grundstück des damaligen Salzwedel errichtet. Das Kloster wurde knapp vier Jahrhunderte von den Mönchen betrieben, bis 1552 der letzte dort lebende Mönch verstarb. Nachdem das Kloster nun leer stand, wurde in den Klostergebäuden eine Lateinschule eingerichtet. Ende des 19. Jahrhunderts fand das Klostergebäude als Rathaus eine neue Funktion. Auch heute wird der Bau noch als Rathaus genutzt. Vom ursprünglichen Bau aus dem 13. Jahrhundert ist heute nur noch ein kleiner Teil des Kreuzgangs vorhanden:

04.07.2025: Klosterkirche des Franziskanerordens, Lagerraum für Baumaterial, Konzert- und Kunsthalle – die Geschichte der Salzwedeler Mönchskirche ist von Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Im 13. Jahrhundert von Bettelmönchen als schlichtes Bauwerk errichtet, das der volkstümlichen Frömmigkeit und der Vorstellungswelt jener Zeit entsprechen sollte, wurde die Kirche bald nach ihrer Fertigstellung erweitert. Diverse Bauarbeiten sind bis in das 15. Jahrhundert hinein belegt. In den folgenden Jahrzehnten litt das Ansehen der Mönche jedoch stark. Chronisten beklagen Sittenverderbnis. Im Jahr 1500 wurde deshalb auch im Salzwedeler Franziskanerkloster eine strenge Reform eingeleitet, die letztendlich einer Schliessung gleich kam. Das Kloster, zu dem die Mönchskirche gehörte, fiel nach der Reformation in städtischen Besitz. In der Folgezeit
konnte das Gotteshaus nur durch private Spenden vor dem Verfall bewahrt und Ende des 16. Jahrhunderts instand gesetzt werden. Dabei erhielt der Innenraum seine bis heute sichtbare protestantische Ausstattung. Der Stadt diente die Mönchskirche in der Folgezeit zwar noch als Schul- und Garnisonskirche, der Zahn der Zeit nagte jedoch unaufhaltsam an dem Gebäude, so dass Gottesdienste in ihr letztendlich nicht mehr gefeiert werden konnten. Stattdessen wurde Baumaterial eingelagert. Das bis dato letzte Kapitel der wechselvollen Geschichte begann 1985 mit der Umgestaltung der Kirche zur Konzerthalle. Während der umfangreichen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten wurden unter anderem mehrere Wandmalereien freigelegt, die heute den kunsthistorisch interessierten Besuchern einen Eindruck von der einstigen Ausgestaltung der Kirche vermitteln:

Gottesanbeterin – stilisierte Grossplastik einer Gottesanbeterin aus Eisen. Das am 12. Juli 2000 eingeweihte Kunstobjekt (Titel eigentlich: Für Walter – statt Blumen) des Hilmsener Künstlers Hans Molzberger ist neben dem Chor der Mönchskirche aufgestellt und war der Beitrag Salzwedels zur Expo 2000 in Hannover. Zwischenzeitlich hat die Stadt die Skulptur erworben:

04.07.2025: Der klassizistische Putzbau der Adler-Apotheke entstand Anfang des 19. Jahrhunderts. Ihr Vorgängerbau war einst das Gildehaus der Gewandschneidergilde der Neustadt Salzwedel, bevor es im 17. Jahrhundert einstürzte. Bei Renovierungsarbeiten wurden Mauerwerk aus dem 15. Jahrhundert und Ziegel aus dem 16./17. Jahrhundert entdeckt. Nach einer umfangreichen Renovierung im Jahr 1990 wurde die Apotheke wiedereröffnet. Bereits seit 1616 wird das Gebäude als Apotheke genutzt, trägt jedoch erst seit 1701 ihren Namen:

04.07.2025: Das Bauprojekt der Braunschweiger Architekten Berthold und Martinius von 1902, ein stadtbildprägender Prachtbacksteinbau, kam in den Jahren 1903-1905 zur Bauausführung und wurde im Januar 1906 als Schulneubau der Höheren Mädchenschule (Lyzeum) feierlich eingeweiht. Bis heute wirkt es stadtbildprägend für Salzwedel. Den Salzwedeler Bürgerinnen und Bürgern ist es vor allem als Lyzeum und später als Pionierhaus in Erinnerung. Aufgrund des langen Leerstandes, fehlender Investitionen und Sicherungsmassnahmen erlitt das Gebäude seit dem Jahr 2000 in seiner Grundsubstanz schwere Schäden. Der sogenannte echte Hausschwamm und Holzschädlinge machten eine vollkommene Entkernung des Gebäudes notwendig. 2012 und 2013 konnte die äussere Sanierung umgesetzt werden. Mit dem Beginn des Innenausbaus im Jahr 2014 stellte sich die Kunststiftung weiteren grossen Herausforderungen. Nach der Eröffnung 2015 ist die Instandsetzung des Hauses weitestgehend vollendet:

04.07.2025: Das Steintor in Salzwedel war früher der nördliche Eingang in die Hansestadt Salzwedel. Das Steintor wurde 1530, unter Einbeziehung eines Rundturms errichtet. Den Giebel des Steintors verzieren beidseitig spätgotische Ornamente. Dieses Gebäude wurde mit Hilfe von Fördermitteln des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt im Jahr 1992 saniert. Auch heute kann man noch durch das Steintor fahren:

04.07.2025: Die Ursprünge der Katharinenkirche gehen auf das späte 13. Jahrhundert zurück, wobei die erste dokumentierte Bauphase im Jahr 1280 begann. Als Pfarrkirche des neu gegründeten Stadtteils Neustadt wurde sie zunächst im romanischen Stil errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Kirche jedoch mehrere Umgestaltungen und nahm den gotischen Stil an, der sie heute prägt. Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde die Kirche durch den Anbau eines höheren Chors auf der Ostseite erweitert. Um 1450 erfolgte eine umfassende Erhöhung der gesamten Struktur, einschliesslich der Installation einer Gewölbedecke. Bis 1460 hatte die Kirche nahezu ihre endgültige Form erreicht, mit der Fertigstellung der Fronleichnamskapelle und der Erneuerung der Turmspitze. In dieser Zeit entstanden auch die ursprünglichen Glasfenster der Kirche, von denen drei noch erhalten sind und Szenen aus der Genesis sowie aus dem Leben Christi zeigen:

Rund um die Katharinenkirche erstreckt sich ein malerisches Ensemble aus historischen Fachwerkhäusern und alten Bäumen, darunter eine Winterlinde, die 1761 gepflanzt wurde und heute ein Naturdenkmal ist: