16.01.2026: Nach dem Erbfolgekrieg wurde das schwer beschädigte Gotteshaus im Zuge der Pfälzer Kirchenteilung 1705 zur Simultankirche umgewandelt. Das Kirchenschiff wurde der reformierten, der Chorraum der katholischen Gemeinde zugesprochen. Eine Trennwand teilte das Gebäude, und beide Konfessionen erhielten eigene Eingänge. Der mittelalterliche Turm, einst Teil der Stadtmauer, blieb Eigentum der Kommune – ebenso wie zwei der insgesamt sechs Glocken, je zwei weitere gehören den Kirchengemeinden. Die katholische Kirche besitzt seit 1792 eine original erhaltene Orgel der renommierten Familie Stumm. Der barocke Altar zur Aufnahme Mariens in den Himmel, mit einer Figur Johannes des Täufers, kam 1993 nach Pfeddersheim und stammt aus dem ehemaligen Wormser Zisterzienserinnenkloster Maria Münster:
16.01.2026: Das Wingertshäuschen steht nördlich des Orts, am Fuss des Georgenberges. Es ist ein Rundbau mit flacher Kuppel und wohl Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Diese in Rheinhessen öfter anzutreffende Bauform hat Ähnlichkeit mit den so genannten Trulli in Apulien:
16.01.2026: 1989 öffnete das erste Schulmuseum Rheinhessens, dessen Bestände Prof. Dr. Hermann Bertlein in jahrelanger Suche zusammengetragen hat, im Wormser Vorort Pfeddersheim seine Pforten. In den Räumen der Bergschule, einem über 100 Jahre alten Volksschulhaus, vermitteln originale Schulbänke der Schulmöbelfabrik Liquid aus Frankenthal, Lehrerpult, Wandbilder, Griffel und Tintenfass einen Eindruck der Schulatmosphäre von anno dazumal. Das Prof. Bertlein Schulmuseum zeigt Unterrichtsmaterialien der verschiedenen Volksschulfächer wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Eine besondere Attraktion bildet der sogenannte Fünf-Finger-Rechenapparat aus dem Jahr 1921, der Rechenprobleme mit insgesamt zwanzig Fingern zu lösen ermöglichte. Weitere Themenbereiche beschäftigen sich unter anderem mit dem Lehrplan sowie Beruf und soziale Stellung des Lehrers:
16.01.2026: Das ehemalige Amtsgericht Pfeddersheim bestand von 1879 bis 1934 als eigenständiges Gericht in Pfeddersheim. Das historische Gebäude befindet sich in der Schlossstrasse 52 und steht heute als geschütztes Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Es handelt sich um einen charakteristischen Bruchsteinbau aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dem Gericht war ein Gefängnistrakt angegliedert. Im Obergeschoss befanden sich drei Arrestzellen. Nach der Aufhebung des Gerichts und dem Zweiten Weltkrieg wurde der Komplex unter anderem als Schulgebäude genutzt (Volksschule und Landwirtschaftsschule). Heute dient das Anwesen Wohnzwecken:
16.01.2026: Zwischen 1760 und 1770 wurde das Gebäude als so genanntes Schloss der Familie von Orb erbaut und seit dem 19. Jahrhundert als Rathaus genutzt. Das stattliche, zweigeschossige Gebäude ist massiv aus Stein gebaut und verputzt. Bedeckt ist das Gebäude mit einem Mansarddach mit Gauben:
16.01.2026: Am Bahnhof halten stündlich, in den Hauptverkehrszeiten halbstündlich, Regionalbahnen auf der Rheinhessenbahn (Worms–Alzey–Bingen). Das Empfangsgebäude wurde 1884 im Zuge des Baus der Rheinhessenbahn von der Hessischen Ludwigsbahn errichtet. Es weist dabei eine für die damalige Zeit grosszügige, aber dennoch eine für mittelgrosse Gemeinden typische Grösse eines Empfangsgebäudes auf. Der dreigeschossige Bau wurde aus Sandsteinquadern mit einem flach geneigten Satteldach errichtet. Als das Empfangsgebäude gebaut wurde, erhielt es im Obergeschoss Wohnungen, die Räume des Erdgeschosses dienten als Diensträume und für Reisende. In den folgenden Jahrzehnten folgte eine Erweiterung des Empfangsgebäudes um einen erdgeschossigen Anbau nach Westen, der als Warteraum diente. Er erhielt ebenfalls ein Satteldach:
16.01.2026: Der Hauptbahnhof liegt an der linksrheinischen Hauptstrecke Mainz-Worms-Ludwigshafen-Mannheim. Vom Fernverkehr halten hier aber nur ganz vereinzelt Züge, aber alle des Regionalverkehrs. Worms Hauptbahnhof ist ausserdem ein Endpunkt der Rheinhessenbahn nach Bingen, der Nibelungenbahn nach Bensheim und eines Pendelverkehrs nach Biblis über die Rheinbrücke Worms. Dort besteht Anschluss an die Riedbahm in Richtung Frankfurt am Main. Nach Frankfurt besteht auch eine umsteigefreie Verbindung über Mainz. Seit Juni 2018 ist die Strecke Mainz–Worms–Ludwigshafen–Mannheim täglich im Halbstundentakt in das Netz der S-Bahn RheinNeckar eingebunden. Das neue Empfangsgebäude wurde am 31.März 1904 eingeweiht. Im Gegensatz zu anderen Bauten in Worms wurde statt rotem Sandstein gelblich-weisser Pfälzer Sandstein verwendet:
18.12.2025: Das Alte Rathaus in Budenheim ist ein markantes, historisches Gebäude in der Rheinstrasse 2. Das Gebäude wurde zwischen 1863 und 1865 errichtet. Es handelt sich um einen spätklassizistischen Kalkbruchsteinbau. Ursprünglich diente der Komplex als kombiniertes Rat- und Schulhaus. Im Dezember 1958 erwarb die neu gegründete Wohnungsbaugesellschaft Budenheim GmbH das Anwesen in der Rheinstrasse 2. Die administrative Verwaltung zog 1967 um, als das neue Rathaus in der Berliner Strasse fertiggestellt wurde:
18.12.2025: Im Jahre 1732 beschloss man, bedingt durch das Anwachsen der Gemeinde und den schlechten Zustand der alten Kirche, in Budenheim eine neue Pfarrkirche zu bauen. Mit dem Bau der katholischen Pfarrkirche begann man 1734. Die Kirche, die 29 m lang, 14 m breit und 36 m hoch ist, war nach dreizehnjähriger Bauzeit fertiggestellt. Sie besteht aus einem Saalbau mit dreiseitig geschlossenem Chor. Im Innern trifft man Pilastergliederung und ein Tonnengewölbe an. Am 3. September 1747 wurde von Weihbischof Nebel zu Ehren des Kirchenpatrons, des Heiligen Pankratius, die Kirche eingeweiht. 1935 wurden in der Kirche Umbauarbeiten durchgeführt. Dem Haupteingang wurde eine geräumige Vorhalle angefügt. Im Frühjahr 1936 konnten die gärtnerischen Anlagen vor der Kirche erneuert werden. Die überalteten Akazienbäume wurden ausgehauen und statt dessen zehn Lindenbäume gepflanzt. 1948 reparierte man die bei Kriegsende zerstörten Kirchenfenster. Im gleichen Jahr war an der Nordseite der Kirche das Dach auf eine Länge von 10 m plötzlich eingestürzt. Es blieb nichts anderes übrig, als die schon lang geplante Dachreparatur unverzüglich ausführen zu lassen. 1952 waren schliesslich alle Dacharbeiten abgeschlossen. Im gleichen Jahr entschloss sich die Pfarrei, ein neues Geläut anzuschaffen. Am 7. Dezember 1952 erhielten die neuen Glocken durch Domkapitular Fink ihre kirchliche Weihe:
18.12.2025: Die Kirche wurde 1912-1913 von Kirchenbaumeister Friedrich Pützer aus Darmstadt errichtet. Der kleine Bruchsteinsaal mit abgeschrägten Ecken und Dachreitern wurde in an barocke Dorfkirchen orientiertem Heimatstil ausgeführt. Die evangelische Kirchengemeinde, verfügte bis zum Jahr 1913 lediglich über einen kleinen Gebetssaal, den Hermann Volkenborn in seiner Wohnung in der Hauptstrasse zur Verfügung gestellt hatte. Er war es auch der den Neubau einer eigenen Kirche forcierte, die im Jahr 1913 eingeweiht wurde. Ihm zu Ehren wurde der Platz vor der Kirche im Jahr 2008 zum Hermann-Volkenborn-Platz benannt: