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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

16.12.2025: Die Bahnstrecke Friedrichsdorf-Albshausen, die das Usinger Land seit 1895 mit Bad Homburg und Frankfurt am Main verbindet, gehört bis Friedrichsdorf dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT). Sie wurde von 1993 bis 2022 von der Hessischen Landesbahn GmbH (HLB) durch ihre Tochter Hessenbahn GmbH als Taunusbahn betrieben. Seit Dezember 2022 betreibt das DB-Tochterunternehmen Start Deutschland GmbH die Strecke. Die Züge fahren tagsüber halbstündlich, sonntags stündlich nach Bad Homburg, dazu kommen während der Verkehrsspitzenzeiten stündlich durchgehende Züge von und nach frankfurt Hauptbahnhof. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Usingen ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Es wurde im Jahr 1895 zeitgleich mit der Eröffnung der Bahnstrecke als Station III. Classe in Betrieb genommen und dient heute als betrieblicher Mittelpunkt der Taunusbahn:

14.12.2025: Der Bahnhof Wiesbaden Ost gehört der Preisklasse 4 an. Er dient fast ausschliesslich als S-Bahn-Systemhalt für die S-Bahn-Linien S1, S8 und S9 des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Das erste Empfangsgebäude wurde nach einem Entwurf von Ignaz Opfermann errichtet, ist nicht erhalten und wurde 1906 durch ein neobarockes Empfangsgebäude aus rotem Buntsandstein ersetzt. Es steht westlich der Gleise, hat einen etwa kreuzförmigen Grundriss und ist reich gegliedert. Der giebelständige Mitteltrakt zur Strasse hat einen polygonalen Vorbau, nach Süden ziert Fachwerk den Giebel und nach Norden ist ein Eckturm mit Kuppeldach angebaut. Das Gebäude wird heute privat genutzt. Es ist ein Kulturdenkmal aufgrund des Hessischen Denkmalschutzgesetzes:

14.12.2025: Wilhelm von Oranien, genannt der Schweiger (1533-1584), aus der ottonischen Linie ist der Namensgeber der neugotischen Biebricher Kirche aus Miltenberger rotem Sandstein, die 1905 geweiht wurde. Der Turm ist asymmetrisch angeordnet, die Hallenkirche ist einschiffig, Seitenschiffe sind nur angedeutet. Aus der gleichen Zeit stammt die Walcker-Orgel. Von den vier Glocken aus Apolda gingen drei im Zweiten Weltkrieg verloren. 1862 lebte Richard Wagner für ein Jahr in Biebrich. Hier schrieb er den 1. Akt und das Präludium zum 3. Akt der Meistersinger von Nürnberg:

14.12.2025: Die Schiersteiner Brücke ist eine 1280 Meter lange sechsstreifige Autobahnbrücke der Bundesautobahn 643 über den Rhein. Das Gesamtbauwerk besteht aus zwei Brücken mit jeweils drei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung. Die westliche Brücke trägt zusätzlich auf der Westseite, rheinabwärts, einen Geh- und Radweg, sie wurde im November 2017, die östliche im August 2023 für den Verkehr freigegeben. Die Brücke überspannt bei Strom-Kilometer 504,4 das untere Ende der beidseitig vom Rhein umströmten Rettbergsaue zwischen Wiesbaden-Schierstein und Mainz-Mombach. Neben den weiter flussaufwärts liegenden Brücken Theodor-Heuss-Brücke und Weisenauer Brücke der A 60 ist sie die dritte Strassenquerung des Rheins bei Mainz und Wiesbaden. Die ursprüngliche Schiersteiner Brücke wurde 1962 fertiggestellt und musste nach erheblichen Schäden 2015 zwischenzeitlich für zwei Monate gesperrt werden. Sie wurde nach Fertigstellung des ersten Teils der neuen Brücke ab 2017 abgerissen. Der Ersatzneubau der Schiersteiner Brücke wurde mit zwei getrennten Teilbrücken von 2013 bis 2023 durchgeführt. Die erste Teilbrücke wurde im November 2017 dem Verkehr übergeben. Die Eröffnung der zweiten Teilbrücke erfolgte am 13. August 2023, die Verkehrsfreigabe in der darauf folgenden Nacht. Der unter der östlichen Brücke hängende Radweg zur Rettbergsaue wurde 2025 fertig gestellt und für den Verkehr freigegeben:

12.12.2025: Die Walking Woman ist primär eine bekannte, bemalte Bronzeskulptur des britischen Künstlers Sean Henry (2008), die als überlebensgrosse Figur alltägliche Menschen im urbanen Raum darstellt. Die Bronzefigur ist farbig bemalt und zeigt eine in Alltagskleidung gehende Frau. Die Figuren sind nicht lebensgross, sondern oft grösser (ca. 2,17 m) oder kleiner als der Realität entsprechend, um eine hyperrealistische Wirkung zu vermeiden. Abgüsse befinden sich unter anderem in Bad Homburg (Bahnhofsvorplatz, seit 2016), London und Oslo (Ekebergparken):

12.12.2025: Bad Homburg ist durch die S-Bahn-Linie S5 auf der Homburger Bahn mit Frankfurt verbunden. Er ist ausserdem Endbahnhof der Regionalbahn-Linie RB 15. Sie verbindet die Kreisstadt mit den Orten des Hintertaunus und wird in den Hauptverkehrszeiten über Oberursel nach Frankfurt Hauptbahnhof durchgebunden.. Er wurde im Jahr 1907 als Durchgangsbahnhof in Betrieb genommen. Das Empfangsgebäude ist sehr repräsentativ in Neorenaissance und asymmetrisch gestaltet. Massgebend beteiligt war der Architekt, Regierungs- und Baurat Armin Wegner. Eventuell stützte er sich auf Vorarbeiten des geheimen Baurates Louis Jacobi. Aber auch der Kaiser selbst griff immer wieder in die Gestaltung ein:

12.12.2025: Die Brücke ist eine im Januar 2020 offiziell benannte Fussgängerbrücke, die als wichtiges architektonisches Bauwerk und gleichzeitig als Mahnmal für den 1989 ermordeten Vorstandssprecher der Deutschen Bank fungiert. Sie überspannt den Hessenring und verbindet direkt den Bahnhof mit der Innenstadt und dem Rathausplatz. Die Benennung erfolgte anlässlich seines 90. Geburtstags im Januar 2020 – gut 30 Jahre nach dem tödlichen Sprengstoffattentat der RAF auf Herrhausen in Bad Homburg. Am Zugang der Brücke befinden sich zwei offizielle Gedenktafeln aus gefrästem Aluminium, die das Leben des Bankiers würdigen. Seine Tochter Anna Herrhausen hob zur Einweihung hervor, dass ihr Vater zeit seines Lebens ein Brückenbauer gewesen sei:

12.12.2025: Beim Hauptgebäude des Rathauses handelt es sich um einen modernen Zweckbau mit markanter Glas- und Betonfassade. In der Fachwelt und von bekannten Architekten wird das Gebäude aufgrund seines wuchtigen Designs auch oft kritisch als Bausünde bezeichnet. Der Komplex wurde 1981 ursprünglich als Büro- und Geschäftshaus bezogen. Die Stadtverwaltung verlegte ihren Hauptsitz im Jahr 1996 hierher. Das Gebäude kombiniert öffentliche Verwaltung und Gewerbe. Im Erdgeschoss befindet sich eine Einkaufspassage (Ladengalerie im Rathaus). In den oberen Etagen sitzen der Magistrat und das zentrale Stadtbüro:

20.11.2025: Die Limbuger Schleuse liegt bei Lahnkilometer 76,6 und wird durch das Wasserstrassen- und Schifffahrtsamt Koblenz, Aussenbezirk Diez, verwaltet. Von der Lahnmündung aus betrachtet ist sie die zwölfte Schleuse. Sie steht unter Denkmalschutz. Zum Schleusenkomplex zählen die Kammerschleuse, der Schleusenkanal sowie ein Schleusenwärterhaus. Die heutige Kammerschleuse wurde in den Jahren 1856 und 1857 erbaut. Sie ist 34 Meter lang, 5,34 Meter breit und besitzt eine Fläche von circa 200 Quadratmetern. Die Fallhöhe beträgt 3,61 Meter. Die Seitenflächen der Schleuse wurden mit gehauenem Kalkstein (Lahnmarmor) aus Brüchen bei Villmar und Arfurt verkleidet. Dabei wurde ganz bewusst auf die solide Ausführung sowie den hochwertigen Eindruck Wert gelegt. Beteiligt waren dabei unter anderem der aus Villmar stammende Steinmetzmeister (Marmorierer) Johann Peter Leonhard (1793-1873) und seine Söhne:

20.11.2025: Die Lahntalbrücke Limburg ist eine 450 Meter lange Brücke der Autobahn 3 in Limburg. Die ab dem Jahr 2013 errichtete und 2016 fertiggestellte Balkenbrücke liegt östlich der Limburger Kernstadt und überspannt die Lahn, sowie die parallel verlaufende Lahntalbahn und die Landesstraße L3020 (Eschhöfer Weg) in einer Höhe von maximal etwa 62 Metern über Grund. Die erste Lahntalbrücke der Autobahn bei Limburg wurde in den Jahren 1937 bis 1939 als steinerne Bogenbrücke errichtet. Nach der Zerstörung durch ein Sprengkommando der deutschen Wehrmacht im Jahr 1945 war sie von 1949 bis 1962 mit Behelfsüberbauten wieder in Betrieb. In den Jahren 1960 bis 1964 wurde eine Spannbetonbalkenbrücke errichtet. Diese wurde im August 2017 nach der Fertigstellung des Neubaus abgerissen. Die Herstellung der Brücke erfolgte im Freivorbau in fünf Meter langen Abschnitten mit Hilfspfeilern, die sich direkt neben den Brückenpfeilern befanden, als Stabilisierungsmassnahme. Die Hilfspfeiler standen auf hydraulisch verschiebbaren Fundamenten, die nach Fertigstellung des ersten Überbaus für die Verwendung beim zweiten Überbau seitlich verschoben wurden: