16.12.2025: Der dreigeschossige Bau mit Dachreiter, der von einer Haube bekrönt wird, ist mit 1687 bezeichnet. Den Stadtbrand von Usingen 1692 überstand das Haus. Auf dem Dachreiter sitzt eine schmuckvolle Wetterfahne mit dem nassauischen Löwen auf einem Dachknauf. Im Erdgeschoss befand sich ursprünglich eine grosse Halle mit vier Stützen. Als Schmuckformen sind Andreaskreuze und Rauten zu sehen, die teilweise ineinander gestellt sind. Das Haus besitzt eine zweiseitige Freitreppe zur Obergasse. Dieser Eingang wird heute nicht mehr genutzt, da auf der Rückseite des Gebäudes ein Neubau angefügt wurde:
16.12.2025: Mit ihrem wuchtigen Turm stellt die evangelische Laurentiuskirche ein Wahrzeichen der Stadt Usingen dar. Eine Kirche an dieser Stelle ist erstmals 1207 bezeugt. 1478-1518 ersetzte man sie durch eine spätgotische Kirche, die teilweise dem Stadtbrand von 1635 zum Opfer fiel. 1651-58 erfolgte ihr Wiederaufbau in der heute noch vorzufindenden Form als ein dreischiffiges Hallenlanghaus von vier Jochen mit östlich daran anschliessendem dreiseitigem Chor von zwei Jochen und mit quadratischem (Wehr-)Turm im Westen. Die Turmhöhe beträgt rund 48 Meter. Im oberen Holzstockwerk befand sich die Wohnung für die Usinger Türmer, die dort bis 1860 ihren Diest versahen. Die Wohnung ist bei Kirchenführungen zu besichtigen:
16.12.2025: Die Bahnstrecke Friedrichsdorf-Albshausen, die das Usinger Land seit 1895 mit Bad Homburg und Frankfurt am Main verbindet, gehört bis Friedrichsdorf dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT). Sie wurde von 1993 bis 2022 von der Hessischen Landesbahn GmbH (HLB) durch ihre Tochter Hessenbahn GmbH als Taunusbahn betrieben. Seit Dezember 2022 betreibt das DB-Tochterunternehmen Start Deutschland GmbH die Strecke. Die Züge fahren tagsüber halbstündlich, sonntags stündlich nach Bad Homburg, dazu kommen während der Verkehrsspitzenzeiten stündlich durchgehende Züge von und nach frankfurt Hauptbahnhof. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Usingen ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Es wurde im Jahr 1895 zeitgleich mit der Eröffnung der Bahnstrecke als Station III. Classe in Betrieb genommen und dient heute als betrieblicher Mittelpunkt der Taunusbahn:
14.12.2025: Der Bahnhof Wiesbaden Ost gehört der Preisklasse 4 an. Er dient fast ausschliesslich als S-Bahn-Systemhalt für die S-Bahn-Linien S1, S8 und S9 des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Das erste Empfangsgebäude wurde nach einem Entwurf von Ignaz Opfermann errichtet, ist nicht erhalten und wurde 1906 durch ein neobarockes Empfangsgebäude aus rotem Buntsandstein ersetzt. Es steht westlich der Gleise, hat einen etwa kreuzförmigen Grundriss und ist reich gegliedert. Der giebelständige Mitteltrakt zur Strasse hat einen polygonalen Vorbau, nach Süden ziert Fachwerk den Giebel und nach Norden ist ein Eckturm mit Kuppeldach angebaut. Das Gebäude wird heute privat genutzt. Es ist ein Kulturdenkmal aufgrund des Hessischen Denkmalschutzgesetzes:
14.12.2025: Wilhelm von Oranien, genannt der Schweiger (1533-1584), aus der ottonischen Linie ist der Namensgeber der neugotischen Biebricher Kirche aus Miltenberger rotem Sandstein, die 1905 geweiht wurde. Der Turm ist asymmetrisch angeordnet, die Hallenkirche ist einschiffig, Seitenschiffe sind nur angedeutet. Aus der gleichen Zeit stammt die Walcker-Orgel. Von den vier Glocken aus Apolda gingen drei im Zweiten Weltkrieg verloren. 1862 lebte Richard Wagner für ein Jahr in Biebrich. Hier schrieb er den 1. Akt und das Präludium zum 3. Akt der Meistersinger von Nürnberg:
14.12.2025: Die Schiersteiner Brücke ist eine 1280 Meter lange sechsstreifige Autobahnbrücke der Bundesautobahn 643 über den Rhein. Das Gesamtbauwerk besteht aus zwei Brücken mit jeweils drei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung. Die westliche Brücke trägt zusätzlich auf der Westseite, rheinabwärts, einen Geh- und Radweg, sie wurde im November 2017, die östliche im August 2023 für den Verkehr freigegeben. Die Brücke überspannt bei Strom-Kilometer 504,4 das untere Ende der beidseitig vom Rhein umströmten Rettbergsaue zwischen Wiesbaden-Schierstein und Mainz-Mombach. Neben den weiter flussaufwärts liegenden Brücken Theodor-Heuss-Brücke und Weisenauer Brücke der A 60 ist sie die dritte Strassenquerung des Rheins bei Mainz und Wiesbaden. Die ursprüngliche Schiersteiner Brücke wurde 1962 fertiggestellt und musste nach erheblichen Schäden 2015 zwischenzeitlich für zwei Monate gesperrt werden. Sie wurde nach Fertigstellung des ersten Teils der neuen Brücke ab 2017 abgerissen. Der Ersatzneubau der Schiersteiner Brücke wurde mit zwei getrennten Teilbrücken von 2013 bis 2023 durchgeführt. Die erste Teilbrücke wurde im November 2017 dem Verkehr übergeben. Die Eröffnung der zweiten Teilbrücke erfolgte am 13.August 2023, die Verkehrsfreigabe in der darauf folgenden Nacht. Der unter der östlichen Brücke hängende Radweg zur Rettbergsaue wurde 2025 fertig gestellt und für den Verkehr freigegeben:
12.12.2025: Bad Homburg ist durch die S-Bahn-Linie S5 auf der Homburger Bahn mit Frankfurt verbunden. Er ist ausserdem Endbahnhof der Regionalbahn-Linie RB 15. Sie verbindet die Kreisstadt mit den Orten des Hintertaunus und wird in den Hauptverkehrszeiten über Oberursel nach Frankfurt Hauptbahnhof durchgebunden.. Er wurde im Jahr 1907 als Durchgangsbahnhof in Betrieb genommen. Das Empfangsgebäude ist sehr repräsentativ in Neorenaissance und asymmetrisch gestaltet. Massgebend beteiligt war der Architekt, Regierungs- und Baurat Armin Wegner. Eventuell stützte er sich auf Vorarbeiten des geheimen Baurates Louis Jacobi. Aber auch der Kaiser selbst griff immer wieder in die Gestaltung ein:
12.12.2025: Die Walking Woman ist primär eine bekannte, bemalte Bronzeskulptur des britischen Künstlers Sean Henry (2008), die als überlebensgrosse Figur alltägliche Menschen im urbanen Raum darstellt. Die Bronzefigur ist farbig bemalt und zeigt eine in Alltagskleidung gehende Frau. Die Figuren sind nicht lebensgross, sondern oft grösser (ca. 2,17 m) oder kleiner als der Realität entsprechend, um eine hyperrealistische Wirkung zu vermeiden. Abgüsse befinden sich unter anderem in Bad Homburg (Bahnhofsvorplatz, seit 2016), London und Oslo (Ekebergparken):
12.12.2025: Die Brücke ist eine im Januar 2020 offiziell benannte Fussgängerbrücke, die als wichtiges architektonisches Bauwerk und gleichzeitig als Mahnmal für den 1989 ermordeten Vorstandssprecher der Deutschen Bank fungiert. Sie überspannt den Hessenring und verbindet direkt den Bahnhof mit der Innenstadt und dem Rathausplatz. Die Benennung erfolgte anlässlich seines 90. Geburtstags im Januar 2020 – gut 30 Jahre nach dem tödlichen Sprengstoffattentat der RAF auf Herrhausen in Bad Homburg. Am Zugang der Brücke befinden sich zwei offizielle Gedenktafeln aus gefrästem Aluminium, die das Leben des Bankiers würdigen. Seine Tochter Anna Herrhausen hob zur Einweihung hervor, dass ihr Vater zeit seines Lebens ein Brückenbauer gewesen sei:
12.12.2025: Beim Hauptgebäude des Rathauses handelt es sich um einen modernen Zweckbau mit markanter Glas- und Betonfassade. In der Fachwelt und von bekannten Architekten wird das Gebäude aufgrund seines wuchtigen Designs auch oft kritisch als Bausünde bezeichnet. Der Komplex wurde 1981 ursprünglich als Büro- und Geschäftshaus bezogen. Die Stadtverwaltung verlegte ihren Hauptsitz im Jahr 1996 hierher. Das Gebäude kombiniert öffentliche Verwaltung und Gewerbe. Im Erdgeschoss befindet sich eine Einkaufspassage (Ladengalerie im Rathaus). In den oberen Etagen sitzen der Magistrat und das zentrale Stadtbüro: