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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

21.06.2025: Der Bahnhof Ludwigslust liegt an der Hauptstrecke Berlin-Hamburg und wurde 1846. Er ist Ausgangspunkt der Bahnstrecken nach Wismar sowie nach Parchim. Er hat die Preisklasse (früher Bahnhofskategorie) 4 und ist vor allem als Umsteigebahnhof von Bedeutung. Ludwigslust ist daher ICE-Halt, insbesondere für Reisende aus der Landeshauptstadt Schwerin in Richtung Berlin und Hamburg. So hält der ICE z. B. morgens in Ludwigslust, um zahlreiche Pendler in das 120 km entfernte Hamburg zu bringen. Wie fast alle Bauten der Berlin-Hamburger Bahn wurde auch das Empfangsgebäude des Bahnhofs Ludwigslust im spätklassizistischen Stil errichtet. Die Vorgaben zum Bau stammen vermutlich von Friedrich Neuhaus:

20.06.2025: Dieses Projekt greift das alte Schuhmacherhandwerk in Preetz auf, das die Stadt als Schusterstadt weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt machte. Noch 1850 arbeiteten in Preetz 160 selbständige Schuhmachermeister mit vielen Gesellen. Die ausgezeichnete Handwerksarbeit führte dazu, dass die Holzschuhe, bekannt als Preetzer Holzschuhe, den Namen der Stadt weit über die Grenzen hinaustrugen. 2007 beteiligte sich die Stadt Preetz an dem Wettbewerb „entente florale“. Ralf Reikat schlug vor, als sichtbare Verbeugung vor dem Schusterhandwerk den grössten Holzpantoffel der Welt zu bauen. Geeignet für die Herstellung traditioneller Holzschuhe sind Weichhölzer, beispielsweise Pappelholz. Doch anders als die traditionellen Holzschuhe, die aus einem einzigen Holzblock gefertigt werden, wird der Preetzer Holzschuh aus Holz und Leder hergestellt. So sollte auch der Riesenpantoffel aussehen. Doch woher bekommt man die Lauffläche für einen derart riesigen Holzpantoffel? Es traf sich gut, dass die Stadt Preetz eine umsturzgefährdete Pappel fällen musste und den Stamm für dieses Projekt kostenlos zur Verfügung stellte. Der Holzbildhauer Hinrich Schümann aus Ellerau bei Pinneberg formte aus dem dicken Holzstamm die Sohle und den Leisten. Der Holzschuhmacher Lorenz Hamann aus Preetz spendete dazu zwei Kuhfelle und bearbeitete diese gemeinsam mit dem Schuhmachermeister Richard Schwarz. Den letzten Schliff erhielt der Holzpantoffel anlässlich des Schusterfestes 2008, als er mit einem kleinen Kran an den endgültigen Standort verbracht wurde. Der Eintrag in das Guinessbuch der Rekorde wurde leider vereitelt, weil der Schuh zwei unterschiedliche Materialien, also Holz und Leder, aufwies. Darum heißt er heute „Der wahrscheinlich größte Holzpantoffel der Welt“. Die Unterkunft, also das Holzgestell mit Reetdach, stiftete der Dachdecker Bernd Kodel, die farbenfrohe Blumenumrandung wurde von der Förde Sparkasse gespendet und die Einfassung stiftete der Metallbauer Thoralf Volkens. Nach der öffentlichen Vermessung hat der Förderverein Preetz und Umgebung e.V den Pantoffel der Stadt Preetz geschenkt:

20.06.2025: Das Wohnhaus wurde wohl Ende des 18. Jahrhunderts von dem Branntweinbrenner Samuel Gottfried Kamper anstelle eines Vorgängerbaus errichtet, seit 1825 im Besitz des Böttchers und Branntweinbrenners Ernst Friedrich Burow. Das heutige Heimatmuseum Preetz wurde im Januar 1993 eröffnet. Die Sammlung umfasst die drei Schwerpunkte regionale Archäologie, Stadtgeschichte und örtliches Handwerk. Zuvor eröffnete hier am 15.10.1974 das erste Circus-Museum in Deutschland und zeigte auf einer Fläche von 316 m² eine Sammlung von Bildern, Plakaten, Kostümen, Requisiten und Circus-Modellen. 1990 wurde der Verein der Freunde und Förderer des Circus-Museums Preetz gegründet. Wegen des Mangels an grösseren Räumlichkeiten für die wachsenden Bestände schloss das Museum im Jahr 2010 und zog nach Magdeburg:

20.06.2025: Das Kloster Preetz wurde 1211 oder 1212 unter dänischer Herrschaft in Holstein als ein Benediktinerinnenkloster gegründet. In den ersten Jahren nach der Gründung erlebte der Konvent mehrfach einen Ortswechsel, bis er 1261 in Preetz seinen endgültigen Sitz fand. Der Klosterbereich war von den Bächen Mühlenau und Schwentine sowie von einem künstlich angelegten Graben umschlossen und dadurch gesichert. Neben den Wohngebäuden und der Klosterkirche verfügte das Kloster über einen Wirtschaftshof mit Scheunen, Kuh-, Pferde- und Schafställen, einer Wassermühle und zahlreichen Nebengebäuden. Diese Wirtschaftseinrichtungen bestanden bis zur Vernichtung des Wirtschaftshofes durch Brandstiftung im Jahr 1959. Im Zuge der Reformation wurde 1542 das Kloster in ein adliges Damenstift der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft umgewandelt, das seitdem in dieser Form besteht. Für die Nonnen, die das Kloster verliessen, wie auch die adligen Damen, die in das Stift eintraten, wurden mehrere Häuser auf dem Klostergelände in lockerer Bebauung errichtet. Bis ins 20. Jahrhundert kamen weitere Häuser hinzu. Zum Kloster gehört ein ausgedehntes Waldgebiet in Pohnsdorf nahe Kiel, der Klosterforst Preetz. Die gesamte Region zwischen Ostsee, Passader See und Selenter See wird bis heute Probstei genannt, weil sie jahrhundertelang vom Preetzer Klosterprobst verwaltet wurde und bis heute vom Amt Probstei. Die Gesamtanlage des Klosters sowie sämtliche Klostergebäude stehen unter Denkmalschutz.

Das Torhaus mit Gefängnis aus dem 18. Jahrhundert:

Kloster-Infotafel:

Wohnhaus:

Pastorat:

Neues Torhaus:

Die jetzige Klosterkirche, eine dreischiffige gotische Stutzbasilika aus Backsteinen, wurde zu grossen Teilen um 1320/35 erbaut. Die Holzbalken des Dachstuhls sind dendrochronologisch auf die Zeit um 1325 datiert, das Holz wurde also frühestens um 1320 und spätestens um 1330 geschlagen:

Konventhaus:

Probstenhaus – das grösste Gebäude ist das von 1838 bis 1839 errichtete Propstenhaus, ein dreigeschossiger Putzbau mit Stilmerkmalen toskanischer Frührenaissance:

Priörinnenhaus – der zweigeschossige Putzbau mit flachem Satteldach und Dreiecksgiebel mit Rankenwerk wurde 1847 erbaut:

20.06.2025: Das  Robert’sche Haus aus dem 17. Jahrhundert wurde nach dem Kaufmann Johann Emil Robert benannt, der ab dem Jahr 1853 Eigentümer des Gebäudes war. Das alte Patrizierhaus wurde um 16.30 Uhr errichtet, ab 1676 siedelte hier der Färber Jürgen Otto seine Färberei an. Heute beherbergt das Robert’sche Haus die Preetzer Cafe-Stuben, deren Eingang eine wunderschön verzierte Rokoko-Tür schmückt:

20.06.2025: Das ehemalige Postamt aus dem Jahr 1878 ist ein zweigeschossiger, langgestreckter Putzbau unter einseitigem Walmdach in spätklassizistischen Formen. Als ein relativ früher Bau in der 1866 neu angelegten Bahnhofstrasse ist er Beleg für die
durch den Eisenbahnbau angestossene Ortsentwicklung nach Westen und daher von
besonderem ortsgeschichtlichem und städtebaulichem Wert:

20.06.2025: Im 19. Jahrhundert wuchs Preetz zur Handwerkerstadt heran. In den Werkstätten von Preetz florierte die Herstellung von Schuhen, um 1850 gab es hier allein 160 Schuhmachermeister. An die Handwerkertradition von damals erinnern die beiden Denkmäler der Schusterfiguren auf dem Marktplatz und dem Feldmannsplatz. Heute hält der letzte Schuhmacher im Ort, Lorenz Hamann, Holzschuhmacher in fünfter Generation, das alte Erbe von Preetz lebendig. Seine Preetzer Holzschuhe werden mittlerweile vor allem von Theaterhäusern nachgefragt oder auf historischen Märkten und Kunsthandwerkermessen ausgestellt. Hamann ist zugleich einer der letzten Holzschuhmacher Norddeutschlands.

Schuster mit Hund auf dem Marktplatz:

Schusterjunge auf dem Feldmannsplatz: