21.10.2025: Bei der Windmühle aus dem Jahr 1866 handelt es sich um einen sogenannten Galerie-Holländer. Sie verfügt über eine sich mit dem Wind drehende Turmhaube, an der die Flügel befestigt sind. Unterhalb befindet sich eine umlaufende, begehbare Galerie. Die unter Denkmalschutz stehende Mühle war von 1867 bis 1991 in Betrieb. Sie steht in der Nähe des zentralen Kirchplatzes und des Kurparks in Warnemünde. Auch die benachbarte Mühlenstrasse ist nach dem ortsbildprägenden Bauwerk benannt. Nach einem Zwischenfall am 19. Mai 2025, bei dem ein Flügel abgebrochen war, wurden alle Flügel der historischen Mühle abmontiert. Im Innern des Gebäudes ist noch viel von der alten Mühlentechnik erhalten und auch die Flügel soll die knapp 160 Jahre alte Holländerwindmühle möglichst wieder bekommen. Derzeit wird allerdings erst einmal nach der Ursache dafür gesucht, warum ein Flügel abgestürzt war. Erst danach werde ein Plan dafür gemacht, wie es weitergehen soll:
21.10.2025: 1866 begann der Bau der neugotische Kirche zu Warnemünde. Das neue Gebäude, von Landbaumeister Krüger (Schwerin) entworfen und von Landbaumeister Wachenhusen (Rostock) ausgeführt, entstand damals am westlichen Ortsrand, heute steht sie in der Mitte des Ortes. Die Kirche ist zwar relativ jung, jedoch mit bedeutenden Ausstattungsstücken geschmückt, die aus dem Vorgängerbau übernommen wurden. Der gotische Schnitzaltar ist das Werk eines unbekannten Danziger Meisters vor dem Jahr 1475. Ein über 300 Jahre altes Uhrwerk steht seit Mai 2007 im Nordflügel der Kirche. Zu den aus der alten Warnemünder Kirche erhaltenen Gegenständen gehören auch die damals am dortigen Gestühl befestigten Hausmarken – etwa 60 Holzteile. Teilweise im Gras verborgen liegt vor dem Ostchor der Kirche eine 2,65 x 1,70 Meter grosse Steinplatte, die vermutlich im 19. Jahrhundert auf dem Gehweg zum Pfarrhaus lag. Dem Besucher der Warnemünder Kirche fallen zwei Gegenstände auf, die nicht in vielen Kirchen zu finden sind. In den Seitenschiffen sind zwei Votivschiffe zu sehen, die der Kirchgemeinde von den Warnemünder Lotsenkommandeuren Davids und Jantzen geschenkt worden sind:
21.10.2025: Die Mühle Lilly Louise wurde etwa im Jahre 1880 erbaut. Sie war der Anlaufpunkt für die Getreidebauern der Umgebung. Nach dem Krieg ging der Mühlenbetrieb von 1955-1995 weiter, denn der Müller Arlt kaufte die Mühle von dem Landwirt Bollhagen aus Dierkow-West. Anfang der 80er Jahre wurde die Mühle umgebaut und als Jugendclub Klaus Störtebeker geführt. Der Mühlenbetrieb ging weiter. Anfang der 90er Jahre wurde der Jugendclub aufgelöst und die Mühle der Familie Arlt zurückgegeben. 1993 wurde ein Teil der Mühle als Restaurant eröffnet. 1995 konnte der untere Teil der Mühle als historische Mühlenstube für viele Anlässe genutzt werden. Heute wird die Dierkower Mühle als beliebtes Restaurant genutzt. Für Feiern jeder Art stehen vier unterschiedliche, geschmackvoll gestaltete Räumlichkeiten zur Verfügung:
03.10.2025: Die Osdorfer Mühle ist eine historische Galerieholländer-Windmühle, die 1888 erbaut wurde. Das markante, denkmalgeschützte Gebäude mit seinem hellgrünen Dach beherbergt heute ein Restaurant und ist ein bekanntes Wahrzeichen an der Osdorfer Landstrasse. Die Mühle wurde von Wilhelm Johannsen entworfen und war bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Betrieb. Sie gilt als einer der wenigen verbliebenen Zeugen der landwirtschaftlichen Geschichte Osdorfs, das früher von rund 30 Höfen geprägt war. Nachdem das langjährige Restaurant Don Quichotte geschlossen wurde, ist dort seit Oktober 2025 Scotty’s Elbmühle beheimatet:
02.10.2025: Die Holländermühle, ursprünglich Margarethe genannt, wurde im Jahre 1861 in Legan (Kreis Rendburg-Eckernförde) erbaut und war dort auch bis 1970 im Betrieb. 2010 wurden die verbliebenen Reste dort abgebaut und von einer holländischen Firma aufgearbeitet und ergänzt. Im Frühjahr 2013 begann der Aufbau der neuen Mühle Nicola in Schleswig und zu Pfingsten 2015 war dann die Eröffnung:
02.10.2025: Das St.-Johannis-Kloster von Schleswig gilt als besterhaltene Klosteranlage Schleswig-Holsteins. Bereits zwischen 1200 und 1230 wurde auf dem Holm ein Benediktinerinnenkonvent gegründet. Nach der Reformation wurde das Kloster zum adeligen Damenstift. Nonnen und Konventualinnen prägten im Laufe der Zeit dieses einzigartige Ensemble, das als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz steht. Der Kernbereich – umgeben von mehreren freistehenden Häusern – umfasst neben der Klosterkirche einen Innenhof, den umlaufenden Kreuzgang, den Kapitelsaal und den Remter. Diese Teile des Klosters sind für die Öffentlichkeit zugänglich und werden vielfältig als Begegnungsstätte für sakrale und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die in der Klosteranlage errichteten Wohnräume der Ordensfrauen dienen heute, ebenso wie die umliegenden Gebäude, zum überwiegenden Teil zu Wohnzwecken:
02.10.2025: Ein Besuch im Schleswiger Rathaus ist eine Reise in die Vergangenheit. In dem fast 800 Jahre alten ehemaligen Kloster arbeiten heute die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung. Klösterliches Refugium oder die Wohnzellen der Mönche des ehemaligen Franziskaner-Klosters, nach den grauen Kutten der Bettelmönche auch Graukloster genannt, sind heute Büros oder Sitzungszimmer. Die Klosterkirche St. Paul bildete einst den südlichen, vierten Flügel der Anlage. Nach der Reformation wandelte sich der Charakter des Grauklosters. Es ging in den Besitz der Stadt über und die Klausurgebäude nahmen nun eine Armenstiftung auf. Nach 1530 baute man gleichzeitig auch die Klosterkirche um, den südlichen Abschnitt des Gebäudekomplexes. Die Kirche St. Paul diente fortan als Rathaus und spielte bis zu ihrem Abbruch 1793 eine zentrale Rolle im öffentlichen Leben der Stadt. Der klassizistische Rathausneubau wurde 1794/95 im Wesentlichen auf den Fundamenten der Klosterkirche errichtet. Der markanteste Raum ist hier der durch zwei Geschosse reichende Ständesaal mit seinem perspektivisch ausgemalten Spiegelgewölbe. Heute wird der Ständesaal in erster Linie für die Ratsversammlungen der Stadt genutzt:
02.10.2025: Das Arbosche Haus in der Langen Strasse 9 in Schleswig ist ein bedeutendes Baudenkmal, das 1735 im Stil des niederländischen Barock errichtet wurde. Es ist nach der einflussreichen Schleswiger Familie Arbo benannt, die seit dem 17. Jahrhundert in der Stadt ansässig war. Das Vorderhaus wurde vom Brauer Johann Jürgen Arbo erbaut, der als städtischer Deputierter tätig war. Das Hinterhaus ist mit dem Baujahr 1696 deutlich älter:
02.10.2025 Der eigentliche Schmiedenhof wurde 1662 von dem Amtinspektor Joachim Schmidt erbaut. Ein späterer Eigentümer, der Landrat von Jügert vergrösserte 1727 das Grundstück des Hofes und 1793 wurde dann das Sandsteinportal mit dem markanten eisernen Torgitter errichtet. In dieser Zeit wurden wahrscheinlich auch die barocken Elemente an der restlichen Fassade hinzugefügt. Im 20. Jahrhundert war hier eine Gärtnerei und heute residiert in dem Gebäude das Bau- und Umweltamt der Stadt Schleswig:
02.10.2025: Der Alte Kreisbahnhof ist ein denkmalgeschütztes Jugendstil-Gebäude aus dem Jahr 1904. Bis in die 1980er Jahre diente das Gebäude als Endstation der Kreisbahn-Strecke von Schleswig nach Kappeln. Das Haus beherbergt heute das Hotel Alter Kreisbahnhof mit 31 Zimmern sowie das stilvolle Restaurant Gleis 9, das regionale Küche in historischem Ambiente serviert: