Kalender
September 2026
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  
Archiv
834953
Users Today : 555
Users Yesterday : 1061
From the Makers of…

luebeckportdiary
schiffeinfrankfurt
nahverkehrinhessen

Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

02.10.2025: Wie beim benachbarten Schloss Gottorf bildet auch beim Stadtmuseum ein historisches Bauwerk die Kulisse für die Sammlungen, der Günderothsche Hof in der Friedrichstrasse gilt als einer der schönsten städtischen Adelshöfe in Schleswig-Holstein. Um 1634 liess der Gottorfer Herzog Friedrich III. den rotgestrichenen Hauptbau des Anwesens als Gästepalais errichten. 1675 gelangte das Gebäude in den Besitz des herzoglichen Oberstallmeisters Friedrich von Günderoth, dessen Name bis heute mit dem Haus verbunden ist. Den heutigen geschlossenen Charakter einer allseitig umbauten Hofanlage erhielt der Komplex durch die beiden aus dem 18. Jahrhundert stammenden Fachwerkbauten, die das Haupthaus flankieren. In dessen Inneren beeindruckt die repräsentative Eingangshalle mit einer in dieser Form seltenen spätbarocken Treppenanlage. 1851 erwarb die Stadt Schleswig den Hof, der in den folgenden Jahrzehnten eine sehr wechselvolle Geschichte erlebte und seit 1932 das Museum beherbergt. Durch die Einbeziehung weiterer Gebäude in der Nachbarschaft vergrösserte sich nach 1950 der Ausstellungs- und Aktionsradius des Museums erheblich:

02.10.2025: Ermöglicht durch eine Stiftung der vermögenden Witwe Elisabeth Beling, eine Landeskollekte und Spenden des Herzogs Friedrich III. und seines Sohnes wurde 1650 – 1651 die Friedrichsberger Pfarrkirche gebaut. Um diese Kirche herum entstand der Stadtteil Friedrichsberg. Ab 1711 gehörte Friedrichsberg zur „combinierten“ Stadt Schleswig. Ihr erster Bürgermeister, Hans Beeck, liegt in der Kirche begraben. Er stiftete den Altar und liess sein Bild und sein Wappen selbstbewusst seitwärts anbringen. Heute befinden sich beide als Anschwünge an der Orgel. Am 11. Mai 1651 wurde die Dreifaltigkeitskirche eingeweiht:

02.10.2025: Die Stadt hat mit dem Schleswiger Bahnhof einen Anschluss an die Bahnstrecke Neumünster-Flensburg der DB InfraGO. Im Regionalverkehr halten hier die Züge der Linien RE 7 Hamburg–Flensburg und RE 74 Husum–Kiel im Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH), im Fernverkehr Eurocitys von/nach Kopenhagen sowie Prag. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1922 wurde im August 2013 an einen Privat-Investor aus Süddeutschland verkauft. Die Renovierung/Sanierung von etwa 1.500 qm Nutzfläche im Erd-, Ober- und Dachgeschoss waren angelaufen. Bis Anfang 2017 sollte hier eine moderne Veranstaltungsstätte für die Zielgruppe 30 bis 60 Jahre mit fünf verschiedenen Bereichen entstehen. Im Oktober verhängte die Baubehörde Schleswig einen Baustopp wegen fehlender Genehmigung. Der Investor klagt seither gegen den seiner Meinung nach unrechtmäßigen Baustopp, da für gewidmete Bahnflächen alleinig das Eisenbahn-Bundesamt zuständig sei. Im August 2018 bestätigte das Verwaltungsgericht Schleswig diesen Baustopp. Gegen das Urteil wurde beim Oberverwaltungsgericht Berufung eingelegt, die scheiterte. Der Investor geht weiterhin von einem unrechtmässigen Baustopp aus und möchte dies notfalls vor dem Bundesverwaltungsgericht klären lassen:

30.09.2025: Das zweigeschossige Fachwerkhaus wurde um 1659 errichtet. Es zeichnet sich durch seine Backsteinausfachung und ein ziegelgedecktes Satteldach aus, wobei das Obergeschoss an drei Seiten vorkragt. Ursprünglich diente es als Gerichtsgebäude und Sitz der Gerichtsbarkeit der autonomen Altländer. Später (seit 1773) wurde es als Wohnhaus genutzt. Eine historische Besonderheit ist die Verschiebung des Hauses im Jahr 1932. Um die Strasse zu verbreitern, wurde das gesamte Gebäude auf Rollen gesetzt und um einige Meter versetzt. Heute beherbergt das Gebäude unter anderem die Bücherei und die sogenannte Landesstube:

30.09.2025: Im Jahr 1221 wurde das Kirchspiel Jork erstmals urkundlich erwähnt. Das Gotteshaus St. Matthias hebt sich hervor, weil es mit 40 Metern Länge und 14 Metern Breite das Grösste im Alten Land ist und weil sein Orgelprospekt die Handschrift von Arp Schnitger trägt. Er war ja einer der berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit – und nicht nur im Alten Land umtriebig. Seine Prospektpfeifen in der Kirche St. Matthias sind vollständig erhalten und waren 1982 in eine mechanische Schleifladenorgel eingesetzt worden. Untergrund für die Backstein-Kirche ist eine Wurt – ein extra aufgeschütteter Hügel, der vor Hochwasser und Sturmflut schützen soll. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Gotteshaus verändert, es wurde umgebaut, es wurde erneuert. Seinen Glockenturm aus Holz hatte es 1685 bekommen:

30.09.2025: Das Zigarrenmacherhaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und war einst das Geschäftshaus des Zigarrenmachers Jacob Feindt. Als ortsbildprägendes Gebäude am Fleet in Jork ist es ein Zeugnis der Altländer Geschichte. Heute wird es als Schaufenster des Alten Landes genutzt und steht für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung:

30.09.2025: Das Rathaus im historischen Stadtkern der Gemeinde Jork ist ein dreistöckiger Fachwerkbau und wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts durch Graf Matthäus von Haren erbaut. Die Gemeinde wird auch als Altes Land bezeichnet und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Das Rathaus besitzt ein schönes Eingangsportal mit Wappenschmuck. Davor befindet sich ein kleiner Garten mit Parkanlage, Bank, Laterne und Ankerdenkmal. In den 1970er Jahren wurde das Gebäude aufwendig restauriert. Es besitzt noch heute sein ursprüngliches Erscheinungsbild:

30.09.2025: Die St. Nikolai-Kirche in Borstel ist ein historisches Bauwerk mit bewegter Geschichte. Ursprünglich stand sie auf dem Hanöfersand, einer noch heute existierenden vorgelagerten Halbinsel an der Elbe. Nach der verheerenden Cäcilienflut von 1412 wurde sie an ihrem heutigen Standort errichtet. Markant steht der Glockenturm, typisch für Kirchen im Alten Land, einen Meter abseits des Hauptgebäudes. Die St. Nikolai-Kirche beeindruckt durch ihre reiche Bemalung und Ausstattung –  zu entdecken sind zum Beispiel das Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert und der spätbarocke Kanzelaltar mit dem auf dem Altartisch stehenden Holzkreuz von 1520. In den 1770er Jahren bemalte der Hamburger Maler Friedrich Nikolaus Schnibbe die neu eingebauten Emporen und das hölzerne Tonnengewölbe. Die Orgel, die einst von dem berühmten Orgelbauer Arp Schnitger repariert wurde, zieht besonders Kulturinteressierte an:

30.09.2025: Beim Werth´schen Hof handelt es sich um den einzigen erhaltenen Herrensitz des Alten Landes. Die erste Erwähnung stammt von 1275, als er sich im Besitz des Bremer Erzbischofs Giselbert befand. Das heutige Herrenhaus wurde 1632 von dem Grafen Nikolaus Dehmel errichtet, nachdem der Vorgängerbau abgebrannt war. Der frühbarocke Bau wurde T-förmig errichtet und besteht aus einem zweigeschossigen Herrenhaus und einem 30 Meter langen Wirtschaftsteil mit Reetdeckung. Diese wirkt besonders beeindruckend, ragt sie doch tief über die seitlichen Kübbungen, die nicht tragenden Seitenschiffe, und trotzen somit dem Wind besonders gut. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel gehörte der Hof im 17. Jahrhundert dem schwedischen Grafen Königsmarck, ehe 1790 erstmals der Name der heutigen Besitzerfamilie auftaucht:

30.09.2025: Der Standort ist für Bockwindmühlen bis ins 17. Jahrhundert belegt. Die Galerieholländerin Aurora wurde 1856 anstelle einer verschwundenen Bockmühle erbaut. Die ehemalige Kornmühle hat einen viergeschossigen 10 m hohen quadratischen Backsteinunterbau und besitzt Segelflügel und Steert. Ab der Galerie verfügt sie über einen achteckigen Oberbau mit neun Ebenen. Die Windmühle ist insgesamt 24 m hoch. 1911 wurde eine Motoranlage eingebaut, die Stillegung war im Jahr 1961. 1984 wurde die Borsteler Mühle Aurora mit Mitteln des Landkreises Stade nach dem Erwerb restauriert und steht seitdem für Besichtigungen zur Verfügung. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Strukturen erfolgte 1993 der behutsame Umbau zum Restaurant, wobei der mühlentypische Charakter erhalten blieb. Auf drei Ebenen kann heute gegessen und getrunken werden – im ehemaligen Lager, im Mühlenhauptraum und im früheren Mehl-Absackraum. Die Mühlentechnik wie z.B. ein Mahlstein ist noch vorhanden, aber nicht mehr funktionsfähig. Der Name Aurora wurde zu Ehren von Aurora von Königsmarck verliehen, der Enkelin des ersten schwedischen Generalgouverneurs in Stade. Die Windmühle kann einschliesslich der Galerie mit freigelegtem Mühlenstein und vielen Informationen zur Geschichte täglich ausser dienstags von 12:00 bis 17:00 Uhr als Museum besichtigt werden: