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Monats-Archive: April 2024

30.04.2024: Das Alte Rathaus, 1888 bis 1889 als Schulhaus erbaut, wurde von 1910 bis 1971 als Rathaus Ruppertshains genutzt. Danach war es bis zum 1. Januar 1977 Rathaus der Gemeinde Rossert und wird heute als Vereinshaus der Sängervereinigung Alemannia-Concordia 1874 Ruppertshain e. V. genutzt:

30.04.2024: Der Frankfurter Verein für Genesungsanstalten konnte 1895 durch eine Spende von Hannah Baronin von Rothschild oberhalb von Ruppertshain eine Heilanstalt für unbemittelte Lungenkranke eröffnen. Die am Südhang des Taunus weithin sichtbar gelegene Volksheilstätte, erbaut nach Plänen des Frankfurter Architekten Carl Wolff, gilt als erste Volksheilstätte in Deutschland und vorbildlich für die Errichtung von Heilstätten in Deutschland und Europa. Hier sollten die an Tuberkulose erkrankten Arbeiter und Arbeiterinnen bei frischer Luft, guter Ernährung und unter ärztlicher Aufsicht Heilung finden. Die neue Heilstätte nahm damals 36 weibliche und 36 männliche Patienten auf. Bald genügten die verfügbaren Krankenzimmer der Nachfrage nicht mehr und ein weiteres Gebäude – durch Spenden Mäzene Paul Cohn-Speyer und Karl Sulzbach ermöglicht – entstand östlich des alten Baus. Der 1900 eröffnete Neubau diente ausschliesslich zur Aufnahme von Frauen, während der alte Bau männlichen Patienten vorbehalten blieb. Nunmehr konnten in der Heilstätte Ruppertshain 135 Patienten versorgt werden. Die beiden Bauteile wurden durch niedrige Bauten und eine Liegehalle verbunden. Erst der Mittelbau von 1953 schloss die Lücke zwischen Männerbau und Frauenbau und die Heilstätte, im Volksmund „Hustenburg genannt, zeigte seitdem die heute bekannte imposante Front. Aus dieser heben sich deutlich bemerkbar hervor die beiden denkmalgeschützten Altbauten mit ihren roten, farbig verzierten Dachziegeln. Durch den Rückgang der Tuberkulosekranken musste die Lungenheilstätte im Juli 1982 geschlossen werden. 1988 kaufte eine Investorengruppe die Gebäude und richtete dort Miet-, Eigentumswohnungen, Arztpraxen und Künstlerateliers ein. Zauberberg heisst das grosse Gebäude erst seit der Renovierung. Der Name stammt aus einem bekannten Roman des Schriftstellers Thomas Mann. Weil es in dem Buch ebenfalls um ein Sanatorium geht, haben die neuen Besitzer den Namen ausgewählt. Und das, obwohl in dem Roman nicht das Sanatorium in Ruppertshain gemeint ist:

30.04.2024: Der Atzelbergturm ist ein 27 m hoher Aussichtsturm, der im ersten Halbjahr 2023 in Stahlbauweise errichtet und am 11. Januar 2024 eröffnet wurde. Er kann über eine Wendeltreppe mit 156 Stufen bestiegen werden und bietet einen weitgehend freien Blick in alle Himmelsrichtungen. Unter anderem sind in südöstlicher Richtung die dicht bebaute Rhein-Main-Region mit der Skyline von Frankfurt am Main und im Nordosten der waldreiche und hügelige Hintertaunus zu erkennen. Dieser neue Turm ist bereits der vierte Aussichtsturm auf dem Atzelberg. Angefangen hat alles mit dem Luisenturm aus Stahl, den Farbwerke-Direktor Maul für seine gleichnamige Frau bauen ließ. 1976 wurde er wegen Baufälligkeit abgerissen. 1981 baute die Stadt den ersten Atzelbergturm, der aus Holz bestand. 2008 waren Brandstifter am Werk, 2012 wurde ein neuer Holzturm errichtet, der dann aber 2017 im oberen Teil erneut Flammen zum Opfer fiel. Die Stadt entschied, dass nun wieder ein Turm aus sicherem Stahl gebaut werden soll. Der Kelkheimer Architekt Detlef Schreiber machte den Entwurf. Trotz eines Vetos der Eppenhainer Einwohner blieb es bei dem Vorschlag Schreibers und wird nun bei Begutachtungen gelobt. Bauamtsleiter Martin Stephan hat den Aufbau des neuen Atzelbergturms betreut:

Ausblicke vom Turm in Richtung Ruppertshain mit dem Zauberberg, Königstein mit Burg, den Grossen Feldberg und die Skyline Frankfurts:

Blick auf Schlossborn und Ehlhalten:

30.04.2024: Das Gebäude wurde als Schulhaus mit Messaltar für den katholischen Gottesdienst 1823/25 erbaut. Seit 1908 diente es nur noch als Schule, von 1932 bis
zum Zusammenschluss mit Ruppertshain zur Gemeinde Rossert 1972 als Rathaus und von 1977-1980 als Aussenstelle der Stadtverwaltung. Heute nutzt es die Spielverei-
nigung „Dart im Denkmal Rossert e.V.“. Vor dem alten Rathaus befindet sich der August-Gasser-Brunnen, der 1993 erbaut wurde. Der Laufbrunnen aus Sandstein erinnert an August Gasser (1834-1914), der von 1864 bis 1867 Lehrer in Eppenhain war und nach seiner Pensionierung im Jahre 1895 wieder hierher zurück kehrte. Er eröffnete in Eppenhain eine Fremdenpension und leitete damit die Entwicklung Eppenhains als Erholungsort ein:

30.04.2024: Das kleine Taunusdorf Eppenhain gehörte seit dem Mittelalter kirchlich zur Pfarrei Fischbach. Ab 1826 wurde der Gottesdienst im Schulsaal des ein Jahr zuvor erbauten Schulhauses (heute Altes Rathaus) gehalten. Ein eingebauter Messaltar im Schulsaal und das Glockentürmchen auf dem Schulhaus bewirkten, dass die Eppenhainer das Schulhaus auch als Kapelle bezeichneten. Erst eine grosszügige Stiftung der frommen Frau Hedwig Ecke (1853-1908) aus Breslau ermöglichte 1907/08 einen eigenen Kirchenbau. Architekt war der preussische Regierungsbaurat Saran in Wiesbaden. Am 21 September 1908 erfolgte die Einweihung. Als Baumaterial wurden Steine aus Eppenhainer Steinbrüchen sowie Basaltsteine aus dem Westerwald verwendet. Dieses Material passt sich hervorraged der umgebenden Taunuslandschaft an. Unverwechselbar ist die Vorhalle mit einer Dachkonstruktion aus Holz, die den steilen Treppenaufgang überdacht. Im Kircheninnern ist heute der ursprüngliche Zustand verändert. Kreuzweg und Kanzel wurden entfernt, die Wandgemälde übertüncht, aus der Kommunionbank ein Altartisch gebaut. Erhalten blieben die ein Teppichmuster zeigenden Glasmalereien der Fenster und im Chor ein Antoniusfenster. Die Kirche St. Josef hat drei Glocken, die alle 1956 in der Firma Rincker in Sinn gegossen wurden:

30.04.2024: Der Fernmeldeturm auf dem beim Kelkheimer Stadtteil Eppenhain gelegenen Atzelberg wurde 1969 mit einer Höhe von 98 m fertiggestellt. Es handelt sich um einen Typenturm FMT 1. In den Stahlbetonschaft ist statt des üblichen Stahlgitterträgers ein Stahlrohraufsatz eingespannt. Für den Richtfunk- und Rundfunk-Sendebetrieb ist der Turm nicht mehr in Betrieb, er wird nur noch als Relaisstation für den Mobilfunk genutzt:

30.04.2024: Bushaltestelle Eppenhain Schulweg – Villa Hochschild – Atzelbergturm – Altes Rathaus Ruppertshain – Bushaltestelle Ruppertshain-Zauberberg.

Blick von Eppenhain zum Fernmeldeturm auf dem Atzelberg (506 m):

Katholische Pfarrkirche Sankt Josef:

Altes Rathaus Eppenhain mit August-Gasser-Brunnen:

Villa Hochschild – die Therapeutische Einrichtung Eppenhain behandelt
suchtmittelabhängige Minderjährige und junge Volljährige:

Aussichtsturm Atzelberg:

Blicke nach Ruppertshain, Königstein, Grosser Feldberg und Frankfurt-Skyline:

Fernmeldeturm Atzelberg:

Blick zum Zauberberg und nach Frankfurt von der Strasse Am Steinbruch in Ruppertshain:

Altes Ratshaus Ruppertshain:

Ehemalige Lungenheilstätte (Zauberberg):

14.04.2024: Der Bahnhof liegt bei Streckenkilometer 30,8 an der Odenwaldbahn, an einem Berghang oberhalb der Altstadt von Erbach auf einer Höhe von 221 m. Er wurde am 24. Dezember 1871 in Betrieb genommen, als die von Norden nach Süden von der Hessischen Ludwigsbahn vorangetriebene Odenwaldbahn bis hierhin eröffnet werden konnte. Der südliche Anschluss bis nach Eberbach erfolgte 1882. Mit dem Umbau des Bahnhofs wurde das Empfangsgebäude Ende 2010 abgerissen. Die freigewordene  Fläche wird heute als Park-and Ride-Anlage genutzt. Nachdem das Empfangsgebäude seitens der Deutschen Bahn aufgegeben worden war, kümmerte sich die Stadt Erbach um das Wohl der Reisenden. Sie erwarb die zum Bahnhof gehörige Güterhalle, ein Gebäude etwa aus dem Jahr 1900, baute sie um und stattete sie mit Warteraum, Toilette und sogar einem Bistro für die Reisenden aus. Auch Fahrkarten werden hier verkauft. Die Güterhalle ist heute ein Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Auf dem Bahnhofsgelände steht die Denkmallok Kö 5104:

14.04.2024: Das Burgmannenhaus Pavey (Städtel 32) entstand als Teil der Ansiedlungen von Burgmannen vor dem Erbacher Schloss als Kern der mittelalterlichen Stadt, umschlossen von Armen der Mümling im Bereich der heutigen Strasse Im Städtel. Mit dem sogenannten Tempelhaus und Habermannsburg befinden sich hier weitere Gebäude dieser Art. Bei dem Burgmannenhaus Pavey handelt es sich um einen Fachwerkbau mit steinernem Sockelgeschoss, das mit der Rückseite an den nordwestlichen Städtelbering aufgesetzt ist. Unter einer zweiläufigen Freitreppe befindet sich ein Kellerportal mit dem Wappen der Familie Zeitbos und der Jahreszahl 1545. Die Fachwerksubstanz des Haupt- und der Nebengebäude (Waschküche, Stall, Schuppen) ist bei einem Brand im 18. Jahrhundert zerstört worden. In den nördlichen Teil wurde ein Turm der Stadtbefestigung integriert. Im Erdgeschoss des Anbaus ist ein Rundbogenfries erhalten, der zusammen mit der Form der Schiessscharten in das 14. oder 15. Jahrhundert weist: