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Tages-Archive: 30. September 2025

30.09.2025: Das Gebäude der Stadtbibliothek Buxtehude diente ursprünglich als Wohnhaus für die Lehrer der Stadt, den Mathematicus (Rechenlehrer) und den Cantor (Musiklehrer). Seit 1979 beherbergt es die Bibliothek. Im Inneren können Besucher eine prachtvolle Rokoko-Stuckdecke bewundern, die ursprünglich aus einem abgerissenen Geschäftshaus in der Langen Strasse stammt:

30.09.2025: Das Abthaus war ursprünglich das Stadthaus der Erzäbte von Harsefeld. Bereits im Jahr 1399 hatte der Erzabt Gerlach Schulte das Grundstück erworben. Als das darauf errichtete Haus im 17. Jahrhundert baufällig geworden war, ließ Erzabt Paridon Korff 1625 ein neues Haus bauen, das in seiner Grundstruktur bis heute überkommen ist. Nach der Säkularisation von 1648 war es in Privathand übergegangen und wurde seit 1800 als Schankwirtschaft genutzt. Um das bedeutende Baudenkmal zu sichern, übernahm der Heimatverein im Jahr 1973 das Haus. Seine Erhaltung war die erste restaurative Sanierung in Buxtehude und wurde vom Architektenbüro Frenzel+Frenzel durchgeführt. Fachwerkhölzer wurden zum Teil abgetragen und auf dem Zimmermannsplatz nach alter Vätersitte restauriert. Der freigelegte Baugrund untersucht und fachgerecht tragfähig saniert. Der originale Fussboden wurde wiedergefunden und im Erdgeschoss eingebaut. Im Bereich der alten Schwarzen Küche wurde ein reich ornamentierter Schmuckbalken gefunden, mit der Inschrift Paridon Korff, der wieder im Eingangsbereich im Fachwerk eingebunden wurde. Im Fassadenfachwerk fallen die Schnitzereien an den Konsolen mit Aposteln und das Eingangstor auf. Leider sind beide Objekte nicht dem Original identisch. Die Apostel sind Nachschnitzwerke vom Bildhauer Brüggemann aus Winsen. Das Tor ist ein Export vom Kirchenschiff Neuenhafen/Cadenberge. Heute ist das Abthaus ein beliebtes Restaurant in Buxtehude:

30.09.2025: Das Buxtehude Museum für Regionalgeschichte und Kunst zeigt sich heute als eine vielgliedrige Anlage, die mehrere Stadien der Baugeschichte verdeutlicht. 1913 wurde am St.-Petri-Platz anstelle eines alten Ackerbürgerhauses ein Gebäude errichtet, das in einer Art Musterfassade die regionale Architektur spiegelt. Ausfachungen mit Ziegelornamenten, wie man sie auch im Alten Land findet, eine typische Klöndoor, die Utlucht, eine Brauttür. Erweitert wurde 1992 mit einem grosszügigen Neubau, der innen den alten mit dem neuen Teil verbindet. Nun entsteht eine nochmalige Erweiterung, sodass die umfangreiche Sammlung zur Stadtgeschichte, zur Handwerkskunst, zur Wohnkultur sowie die spektakulären Funde aus dem Immenbecker Gräberfeld zeitgemäss präsentiert werden können:

30.09.2025: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1912/13) wurde eine Viehmarkthalle erbaut, von der heute nur noch die – nun verschlossene – Eingangsseite steht. Das Gebäude selbst wird seit der Sanierung des Rathausquartiers für ein Geschäftshaus in der Breiten Strasse verwendet. Die Fassade des kernsanierten zweigeschossigen Gebäudes zeigt die Architekturelemente der Neuromanik – turmartige Dachaufbauten, Rundbogenfenster und Blendarkaden. Typisch für diesen Stil, der die Romanik des Mittelalters aufgreift, ist der gegliederte Baukörper, der Assoziationen an eine Burg aufkommen lässt:

30.09.2025: Der Baubeginn der für eine norddeutsche Kleinstadt ungewöhnlich grossen dreischiffigen Backsteinbasilika St. Petri geht zurück auf das Jahr 1285. Doch wurde dieser erste Bau, der etwa die Grösse des jetzigen Mittelschiffes hatte, anscheinend nie vollendet. Mit dem heute erhaltenen Kirchengebäude wurde 1296 begonnen und stellte die Kirche gegen Ende des 14. Jahrhunderts fertig. Zahlreiche kunsthistorische Besonderheiten beherbergt die St.-Petri-Kirche – den barocken Hauptaltar von 1710, den Halepaghenaltar vom Anfang des 16. Jahrhunderts, die originalgetreue fotografische Kopie des Buxtehuder Marienaltars aus dem 14. Jahrhundert (das Original befindet sich in der Hamburger Kunsthalle), die Furtwängler-Orgel von 1859 und das Chorgestühl:

30.09.2025: Das Rathaus Buxtehude befindet sich am Markt, Ecke Lange Strasse und Breite Strasse. Alfred Sasse baute das Gebäude 1911 im Stil der Heimatschutzarchitektur auf. Der Vorgängerbau, ein gotischer Hallenbau aus dem Jahr 1408, fiel leider einem Stadtbrand zum Opfer. Das heutige Rathausgebäude liess man mit dem Baumaterial Backstein errichten. Daneben entstand an der Hausecke ein markanter polygonaler Eckturm. Im Inneren des Rathauses verwendete man Teile der Ausstattung des alten Rathauses einfach wieder. So zum Beispiel Teile der Wandvertäfelung. Im historischen Ratssaal können sich heiratswillige Paare das Jawort geben. Hier befinden vielfältige Figuren- und Bildprogramme mit Motiven aus der Stadt und dem Umland:

30.09.2025: Das Bürgerhaus ist das älteste Steinhaus in Buxtehude. Hauptblickfang ist das gotische Spitzbogenportal. Sein Rand ist schräg ins Mauerwerk geschnitten, ein reich verziertes Profil aus Tau- und Birnstäben schliesst ihn dekorativ ab. Dieses Gewände verleiht der Fassade ihre Offenheit und lässt mehr Licht in den Eingang hineinfallen. Solche Spitzbogenportale kennt man aus Lübeck, in Buxtehude ist dieses Tor einmalig. Es stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Der Anbau im Hof wurde dagegen erst 1548 von Marcus Möller, dem damaligen Bürgermeister von Buxtehude, in Auftrag gegeben. Das belegt eine dekorative Schnitzerei mit Wappen und Jahreszahl auf einem Balken im Hof:

30.09.2025: Am Fleth in der Innenstadt von Buxtehude ist seit 1289 eine Kornmühle dokumentiert. Diese wurde immer wieder umgebaut und erweitert. Die heutige Flethmühle geht auf einen dreistöckigen Neubau aus dem Jahr 1860-61 zurück, der 1869-70 durch einen vierstöckigen Erweiterungsbau ergänzt wurde. Eine Aufstockung erfolgte 1936. Nach der Stilllegung der Mühle im Jahr 1975 ist das Mühlenensemble zu einem Wohn- und Geschäftshaus inkl. Hotel umgebaut worden:

30.09.2025: Die Villa wurde von 1851 bis 1853 erbaut, der Bauherr war Julius Cäsar Kähler. Die Villa befindet sich am südlichen Ende der Altstadt und ist von drei Seiten von Wasser umgeben. Hier stand der ehemalige Amtshof. Es ist ein zweigeschossiges Haus im Stil einer Burg. An der nördlichen Fassade, hier liegt auch der Eingang, befindet sich ein dreigeschossiger Turm mit Zinnen:

30.09.2025: Das Amtsgericht Buxtehude ist eines von acht Amtsgerichten im Landgerichtsbezirk Stade. Dem Amtsgericht Buxtehude sind im Instanzenzug das Landgericht Stade, das Oberlandesgericht Celle sowie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe übergeordnet. Das Gericht ist in einem Gebäude von 1864 an der Bahnhofstraße 4 in der Buxtehuder Innenstadt untergebracht. Sein Vorgänger war bis 1823 der königlich hannoversche Amtshof auf dem heutigen Villengrundstück Ritterstrasse 15 südlich des Hotels zur Mühle. Er wurde 1849 verkauft und mit einem Schlösschen im Tudorstil bebaut: