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MILTENBERG

(9.400 Einwohner, 129 m ü. NHN) ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Unterfranken, es gehört seit 1816 zu Bayern. Bereits die Menschen der Vor- und Frühgeschichte haben in der Region ihre Spuren hinterlassen. Auf dem Bürgstadter Berg und dem Greinberg oberhalb von Miltenberg wurden um ca. 3000 und um ca. 1500 v. Chr. mächtige Ringwälle errichtet. Beide waren Fliehburgen von beachtlicher Grösse..Die Römer waren von ca. 160 – 260 n. Chr. vor Ort und in dieser Zeit entstanden zwei Kastelle. Mit 550 km Länge, rund 900 Wachposten und 120 grösseren und kleineren Kastellplätzen ist der Obergermanisch-Raetische Limes das grösste archäologische Denkmal Deutschlands. 1237 erstmals urkundlich erwähnt, blickt die Stadt Miltenberg auf eine bewegte Geschichte zurück. Dank der verkehrsgünstigen Lage an der vielbefahrenen Handelsstraße Nürnberg-Frankfurt und am Main, entwickelte sich Miltenberg zu einer bedeutenden Zollstelle und zu einem wichtigen Handelsplatz. Weinbau, Weinhandel, Schifffahrt, Holz- und Steinindustrie bildeten neben Handel und Handwerk die wichtigsten Wachstumsmotoren. Durch Kaiser Karl IV. im Jahre 1367 verliehene Privilegien wie das Messe- und Stapelrecht machten Miltenberg schon früh zu einer blühenden mittelalterlichen Handelsstadt. 1379 wurden erstmals das Würzburger und das Mainzer Tor erwähnt und damit hatte die Stadt eine Ausdehnung erreicht, die erst im 19. Jahrhundert überschritten wurde. Im Bauernkrieg 1525 wurde Miltenberg nicht zerstört, doch wenige Jahre später, 1552, ging Miltenberg im Markgrafenkrieg teilweise in Flammen auf. 1583 schuf der Bildhauer Michael Juncker den Marktbrunnen – eines der schönsten Renaissancedenkmäler der Stadt. Umgeben ist der Marktplatz – besser bekannt als Schnatterloch – von prächtigen Fachwerkhäusern. Eines der ältesten Gasthäuser Deutschlands, das Gasthaus Zum Riesen, wurde 1590 umgebaut und erhielt sein heutiges Aussehen. In diese Fürstenherberge kehrten Jahrhunderte lang Könige, Fürsten sowie weltliche und geistliche Amtsträger ein. Um 1600 begannen die Hexenverfolgungen. Das Mainzer Gebiet um Miltenberg war hiervon besonders stark betroffen. Männer und Frauen wurden gleichermassen angeklagt, gefoltert und hingerichtet. Im Dreissigjährigen Krieg (1618 – 1648) erwies sich die günstige Verkehrslage an der „A3 des Mittelalters“, die Miltenberg zu einer blühenden Handelsstadt gemacht hatte, als Nachteil. Durch ständige Truppendurchzüge, verbunden mit Plünderungen, Brandschatzung und den von den Soldaten eingeschleppten Seuchen, verlor Miltenberg mehr als die Hälfte seiner Bevölkerung. Die ehemals glanzvollen Zeiten waren vorbei. 1810 wurde Miltenberg hessisch und 1816 bayerisch. Die Aufhebung der jahrhundertealten Zoll- und Marktrechte durch das Königreich Bayern im Jahre 1818 führte zu erheblichen finanziellen Verschlechterungen. Die Stadt büsste ihre frühere zentrale Lage ein und lag von nun an am Rande des Königreichs Bayern. Die grossen Phasen der Stadtentwicklung waren vorbei, was allerdings zum Erhalt des mittelalterlichen Stadtbilds beitrug. Miltenberg ist Mitglied der Deutschen Fachwerkstrasse. Unter dem Motto „Fachwerk verbindet“ zeigt die Ferienstrasse einmalige Landschaften, geschichtsträchtige Schauplätze und liebevoll restaurierte Denkmale. Der wechselvollen Geschichte Miltenbergs ist es zu verdanken, dass sich die Stadt heute so wunderbar präsentieren kann: eine breite Hauptstrasse mit prächtigen Fachwerkhäusern und kleinen mittelalterlichen Gässchen. Das älteste noch erhaltene Fachwerkhaus datiert zurück ins Jahr 1339. Miltenberg ist nicht nur lebendige Gegenwart und Geschichte pur, sondern auch offizieller Bayerischer Genussort. Davon gibt es in ganz Bayern gerade mal 100.

Bahnhof:

Mainbrücke mit Torhaus:

Blick von der Mainbrücke auf Miltenberg:

Im Detail zu sehen die Mildenburg, Sankt Jakobus der Ältere, zwei Halbschalentürme, Haus Turmeck und Villa Hinterhelt:

Rundturm mit Kegelspitze in der Ziegelgasse 7:

Viereckiger Schalenturm mit Fachwerkaufbau in der Ochsengasse:

Rathaus:

Evangelische Johanneskirche:

Katholische Stadtpfarrkirche Sankt Jakobus der Ältere:

Tränktor:

Kühtor:

Mildenburg:

Blick von der Mildenburg:

Zwischen der Mainbrücke und der Eisenbahnbrücke erstreckt sich am Mainufer eine stimmungsvolle Promenade. Es ist ein schöner Abschnitt um zu schlendern und die vorbeifahrenden Schiffe zu beobachten:

Eisenbahnbrücke über den Main:

Alter Bahnhof Miltenberg HBF:

Mainzer Tor:

Schwertfeger Tor:

Ortsausgang West:

Altes Bahnhaus:

Ehemaliges Oberamt:

Der meistfotografierte Ort in der Stadt ist der alte Marktplatz, der auch als Schnatterloch genannt wird. Der Platz umgegeben von bunten Fachwerkhäusern ist ein schöner Anblick:

Museum Stadt Klingenberg:

Schnatterlochturm:

Klinge – ein Aufstiegsweg zur Mildenburg:

Westliche Hauptstrasse:

Altes Rathaus:

Gasthaus Zum Riesen:

Franziskaner Klosterkirche:

Alte Post:

Fabrikgebäude, Satteldachbau mit Blendgiebeln, Sandsteinbau, zweite Hälfte 19. Jahrhundert, dominierender viereckiger Schornstein mit kelchförmiger Schlotöffnung, Backstein mit Sandsteinunterbau, um 1930:

Zuckmantelturm:

Würzburger Tor:

Amtsgericht:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 21.06.2022.

 

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