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20.07.2021: Das direkt dem Stadtschloss seitlich gegenüberliegende Palais von der Tann wurde 1737-1739 von dem Barock-Architekten Andrea Gallasini errichtet. Eigentlich ist das Palais nur die linke Hälfte eines symmetrischen Paares von Kavaliershäusern, das andere ist das Palais Buttlar rechts. Beide Palais rechts und links der Friedrichstrasse waren wichtige Elemente der städtebaulichen Neugestaltung des Schlossplatzes und schufen eine einheitliche Platzfront, eine Architekturkulisse von 120 m Breite und eine repräsentative Rahmung des Zugangs in die Bürgerstadt. Hier waren Wohnungen hoher Hofbeamter der weltlichen Regierung. In den östlichen Gebäudetrakt zogen Oberjägermeister Friedrich Johann Lothar von Hanxleden (1687-1770), Hofkammerdirektor Karl Benedikt Welle (1718-1799) und Geheimrat Dr. med. Hans Burkhard von Schlereth (1703-1766) ein, letzterer in den Eckpavillon östlich der Friedrichstrasse. 1786 ging der Trakt des Herrn von Hanxleden an Geheimrat Friedrich von der Tann über, daher der Name für das Palais. Am 29.12.1814 kaufte der Weinhändler Michael Müller einen Teil des Hauses. Er betrieb hier seinen Weinhandel und eröffnete im Folgejahr einen Gasthof. Seit 1815 wurde das Gebäude als Hotel und Restaurant benutzt. In den Jahren 1816-1867 war hier auch die Thurn- und Taxis’sche Post untergebracht. Danach wurde hier das Hotel Kurfürst geführt, weshalb das Palais im Volksmund „Kurfürst“ heisst. 1971 kaufte der Gastronom Richard Schimetschka das Hotel. Danach kam das Anwesen 1997 in den Besitz des Arztes und Unternehmers Dr. Lutz Helmig aus Grebenhain. Hier war lange die Konzernzentrale der Helios-Kliniken und ausserdem der Sitz der Aton GmbH beziehungsweise ihrer Tochter Edag Engineering GmbH. Der Hotel- und Gastronomiebetrieb wurde noch bis 2017 fortgeführt, aber nur als Gästehaus für Aton sowie der EDAG. Danach wurde das Gästehaus aufgegeben, die Flächen wurden zu Büros umgebaut. 2018 erwarb die Stadt Fulda das historische Hotel „Kurfürst“ sowie drei angrenzender Immobilien für einen einstelligen Millionenbetrag unter Übernahme der bestehenden Mietverträge. Im ersten Obergeschoss haben sich die Räume teils im bauzeitlichen Zustand, teils aus den Ausstattungsphasen ca. 1750/1760 und 1784 erhalten:

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