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Tages-Archive: 11. August 2020

11.08.2020: Mitten in der Nürnberger Altstadt, gegenüber der Lorenzkirche, liegt der einzige, in Nürnberg erhaltene Wohnturm, das Nassauer Haus. Es zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Nürnberg und ist eines der wenigen Beispiele romanischer Architektur. In den 800 Jahre alten Kellergewölben des Nassauer Hauses geniesst man heute im Restaurant Nassauer Keller fränkische Spezialitäten und Weine. Nur wenige historische Gebäude in der Nürnberger Altstadt wurden wie das Nassauer Haus im Zweiten Weltkrieg nicht vollständig zerstört. Vermutlich als Wohnturm für einen Ministerialen aus rotem Burgsandstein erbaut, waren seine Zinnen und Ecktürme nicht wirklich zur Verteidigung vorgesehen, sondern besassen ausschliesslich symbolische Bedeutung. Das Restaurant Nassauer Keller mit seinen Kreuzgewölben sowie die beiden unteren Geschosse zeugen von der romanischen Architektur in Nürnberg im 12. und 13. Jahrhundert. Die oberen Geschosse stammen aus dem 15. Jahrhundert und zeigen wie die vier Erkertürme unter dem Dach, die Steinbalustrade mit dem Wappenfries sowie das Chörlein an der Ostfassade typische Elemente gotischer Architektur:

11.08.2020: Der Baubeginn der hochgotischen Basilika liegt zwischen 1243 und 1315. Die mit Rosetten geschmückte Westfassade zwischen dem Turmpaar ist durch die Wappenallianz zwischen Karl IV. und seiner dritten Gemahlin Anna von Schweidnitz, die 1353 heirateten, datiert. Schon während der Bauzeit ergaben sich Planänderungen zur Einbeziehung von Seitenkapellen zwischen den Strebepfeilervorlagen der Seitenschiffe (1391) und Emporeinbauten über den Seitenportalen. 1439 bis 1477 wurde der gewaltige spätgotische Hallenchor erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Lorenzkirche schwer beschädigt. Ab 1945 erfolgte der Wiederaufbau unter Leitung von Julius Lincke (Wiederweihe am 10. August 1952).Von der Ausstattung verdienen besonders das Sakramentshaus von Adam Kraft (1493/96), der Engelsgruss mit zugehörigem Marienleuchter von Veit Stoß (1517/18), der Deocarusaltar (1437) und der Krellaltar (1483) Beachtung. Die Kanzel ist ein Werk der Neugotik:

11.08.2020: Die Gebäude zwischen Rathaus und dem nördlichen Abschluss des Hauptmarktes wurden während des Zweiten Weltkrieges ebenfalls zerstört. 1951 plante der Architekt Kurt Schneckendorf an deren Stelle das sogenannte Neue Rathaus (auch Schneckendorf-Bau), das 1954 bis 1956 errichtet wurde. Das Neue Rathaus ist im Stil der 1950er Jahre mit einer Rasterfassade ausgebildet. Für die Lisenen hat man passend zum historischen Stadtbild Sandstein verwendet. Die Flucht des neuen Gebäudes weicht vom rechten Winkel nach innen ab und gibt den Blick zum Südturm des Alten Rathauses frei:

11.08.2020: 1230/40 wurde mit dem Bau der spätromanischen Pfeilerbasilika begonnen. Bereits im Jahr 1255 bekam sie den Titel Pfarrkirche zugesprochen. Ihre Fertigstellung darf für 1274/75 angenommen werden. 1309 bis 1345 erfolgten Umbaumassnahmen zur Erweiterung der Seitenschiffe und Erhöhung der Türme in hochgotischem Stil, der Bau des spätgotischen Hallenchors erfolgte 1358 bis 1379. Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die Ausstattung barockisiert und Emporen eingerichtet. Nach weitgehender Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, begannen die Wiederherstellungsarbeiten, die in Teilbereichen noch andauern. Der Aussenbau ist mit reicher Bauplastik geschmückt, von der das Schreyer-Landauer-Epitaph von Adam Kraft (1490/92) und die Portale herauszuheben sind. Die reiche Innenausstattung des 14. bis 16. Jahrhunderts, unter anderem das Sebaldusgrab, der Loeffelholzaltar, die Werke des Veit Stoß und die Glasmalereien der Fenster gehen überwiegend auf Stiftungen des Nürnberger Patriziats zurück:

11.08.2020: Das Alte Nürnberger Rathaus zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt. Seit dem Mittelalter haben Ämter und Behörden dort ihren Sitz, doch sind Gäste natürlich herzlich willkommen. Der Bau des Alten Nürnberger Rathauses entwickelte sich zu einem Jahrhundertwerk. Immer wieder wurde angebaut, umgebaut und vergrössert. Mit dem Saalbau entstand 1332 bis 1340 der älteste Teil, im 17. Jahrhundert beschloss der Rat dann einen repräsentativen Neubau des Rathauses im Stil der italienischen Renaissance. Die Westfassade des sogenannten Wolffschen Baus, wiederaufgebaut nach dem 2. Weltkrieg, prägt mit ihren prunkvollen Portalen und den aufgesetzten allegorischen Figuren im Stile Michelangelos den Rathausplatz:

09./11.08.2020: Die Nürnberger Burg thront über der Stadt. Sie ist Orientierungspunkt und krönender Abschluss der städtebaulichen Anlage Nürnbergs. Die über dem Häusermeer auf einem Sandsteinfelsen thronende, vielfach und oft pathetisch beschriebene Burganlage wirkt auch heute noch aus jeder Richtung gesehen eindrucksvoll. Ihre historische Bedeutung ermisst sich angesichts der Tatsache, daß zwischen 1050 und 1571 alle deutschen Kaiser und Könige ihre Reichstage hier abhielten. Die heute vorhandene Anlage besteht im wesentlichen aus drei Teilen, die unterschiedlichen Bauperioden entsprechen, deren Grenzen jedoch im heutigen Baubestand nur mit Mühe abzulesen sind. Die Reste der BURGGRAFENBURG mit dem Fünfeckturm befinden sich in der Mitte. Die Burggrafenburg wurde höchstwahrscheinlich 1192 neu erbaut, der grösste Teil wurde 1420 zerstört. Die KAISERBURG mit Sinwellturm, Tiefem Brunnen, Doppelkapelle und Palas dehnt sich nach Westen aus. Die ältesten Teile stammen von 1200, danach wurde die Burg laufend aus- und umgebaut. Weitere REICHSSTÄDTISCHE BAUTEN liegen im Norden und Osten (z. B. die ehemalige Kaiserstallung und der Turm Luginsland). In der Anfangszeit bildete die Kaiserburg den Mittelpunkt der Hausmachtpolitik der Staufer in Ostfranken. Ab 1192 wurde die Burggrafenburg Ausgangspunkt der Territorialbildung der Hohenzollern in Franken, gleichzeitig gewann die Reichsstadt Nürnberg an Macht, bekämpfte die Hohenzollern und konnte sie 1427 von der Burg vertreiben. Die Stadt übernahm die gesamte Burg, die in die Stadtbefestigung einbezogen und in den Jahren 1538 bis 1545 mit den Burgbasteien ergänzt wurde. Später wurde die Burg zunehmend nur noch zu Repräsentationszwecken genutzt. 1806 übernahm Bayern die Burg. In der Romantik wie auch in den 1930er Jahren wurde die Burg dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend umgestaltet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Burganlage durch die Luftangriffe auf Nürnberg schwer beschädigt, danach wurde sie in historischen Formen wiederaufgebaut. Heute wird die Burg überwiegend touristisch genutzt.

Blick aus Richtung Norden auf die Spitze des Tiergärtnertorturms und der Mauer der Unteren Bastei:

Blick auf Palas und Heidenturm vom Tiergärtnertorplatz:

Im Burggarten mit Blick auf die Rückseite des Tiergärtnertorturms…:

…und zum Neutorturm:

Kemenate der Kaiserburg:

Wegweisertafel im Burggarten:

Burgamtmannsgebäude der Burggrafenburg:

Im Osten des Vorhofes steht auf besonders hoch aufragendem Fels der mächtige, aus Buckelquadern gemauerte, ca. 30 m hohe Sinwellturm (Bergfried der Kaiserburg). Die Turmspitze erreicht 389 Meter über dem Meeresspiegel. (Im Vergleich: der Hauptmarkt liegt auf 298 Meter):

Kaiserkapelle und Heidenturm:

Das Kastellanhaus im Innenhof der Kaiserburg:

Gewitterstimmung über Nürnberg, Blicke von der Freiung, dem Aussichtpunkt der Kaiserburg auf St. Sebald, St. Lorenz, Richtung Fernsehturm und Richtung Osten:

Walburgiskapelle der Burgrafenburg:

Sinwellturm und Walpurgiskapelle von Süden:Reichsstädtische Bauten – erst im 14./15. Jahrhundert, also zur Zeit der Gotik, entstanden die Gebäude der Reichsstadt Nürnberg, Luginsland (1377) und Kaiserstallung (1494-95). Luginsland und Kaiserstallung: Fünfeckturm (zur Burggrafenburg gehörend) neben der Kaiserstellung: Himmelsstallung und die Spitze des Sinwellturms von Süden:Aussenmauer des Palas:

Alle Aufnahmen entstanden am 09. + 11.08.2020 im Rahmen eines Nürnbergbesuchs.

NÜRNBERG

(518.300 Einwohner, 309 m ü. NHN) ist eine fränkische kreisfreie Grosstadt im Regierungsbezirk Mittelfranken des Freistaats Bayern. Nürnberg ist nach München die zweitgrösste Stadt Bayerns und gehört zu den 15 grössten Städten Deutschlands. Zusammen mit den direkten Nachbarstädten Fürth, Erlangen und Schwabach bildet Nürnberg mit rund 800.000 Einwohnern eine der drei Metropolen in Bayern. Am 16. Juli 1050 wurde in Norenberc die Freilassung der Leibeigenen Sigena beurkundet. Das Datum dieser ersten schriftlichen Erwähnung Nürnbergs gilt als Stadtgründungstag. Im Mittelalter wurde Nürnberg zu dem Ort bestimmt, in dem jeder neu gewählte deutsche König seinen ersten Reichstag abzuhalten hatte und in dem die Herrschaftsinsignien aufbewahrt wurden. Ihre wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit erlebte die Stadt, deren Rat von führenden Handels- und Kaufmannsfamilien dominiert wurde, im ausgehenden 15. und beginnenden 16. Jahrhundert. Weltberühmte Künstler wie Albrecht Dürer und Veit Stoß, Humanisten wie Willibald Pirckheimer und Wissenschaftler wie der Astronom Johannes Regiomontanus lebten und wirkten in der Stadt. Im 19. Jahrhundert sorgte der Nürnberger Unternehmergeist für einen erneuten Aufschwung. Zum Symbol des bayerischen Industriezentrums wurde 1835 die erste deutsche Eisenbahnfahrt zwischen Nürnberg und Fürth. Im 20. Jahrhundert missbrauchten die Nationalsozialisten die Stadt für ihre Ziele. Adolf Hitler machte Nürnberg zur „Stadt der Reichsparteitage“, hier wurden die menschenverachtenden Rassengesetze erlassen, und hier standen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Terrorregimes in den Nürnberger Prozessen vor dem internationalen Militärtribunal. Die im Zweiten Weltkrieg schwer von Bomben zerstörte Stadt zeigt sich heute als gelungene Verbindung von lebendiger Vergangenheit und moderner Gegenwart.

Hauptbahnhof:

Opernhaus:

Schauspielhaus:

Pilatushaus und Albrecht-Dürer-Haus am Platz beim Tiergärtnertor:

Das bewegliche Nägeleinswehr westlich der Maxbrücke ist das einzige Wehr im Stadtgebiet. Bei niedrigem Wasserstand wird das Wasser konstant gehalten, bei Hochwasser gibt es den Abfluss frei. 1909 kam es hier zu einem verheerendem Hochwasser, mitverschuldet durch die Drosselung des Abflusses durch etliche Mühlen. Deshalb wurde nach 1945 ein Wiederaufbau der Mühlen untersagt:

Fernmeldeturm Nürnberg:

Schleuse Nürnberg am Main-Donau-Kanal:

Restaurantschiff MISSISSIPPI QUEEN:

Weisser Turm am Jakobsplatz:

St. Jakobskirche:

St. Elisabethkirche:

Das Unschlitthaus:

Der Hans-Sachs-Brunnen („Ehekarussell“)…Der monumentale Brunnen am Weissen Turm in Nürnberg zeigt in sechs Figurengruppen expressiv Szenen einer Ehe  und Hans Sachs tanzt dazu hoch oben auf einer Art Maiskolben-Säule. Der Brunnen wurde von dem Braunschweiger Künstler Jürgen Weber (1928-2007) gestaltet. Weber nimmt Bezug auf ein Gedicht von Hans Sachs, in dem dieser Freud und Leid des Ehestandes beschreibt:

Henkersteg:

Wasserturm und Henkerhaus:

Maxbrücke:

Fleischbrücke:

Museumsbrücke:

Heilig-Geist-Spital:

Schuldturm:

Heubrücke:

Kleiner Turm der Nürnberger Stadtbefestigung in der Nähe des Schuldturms auf der Vorderen Insel Schütt:

Cinecittà-Brücke:

Kunsthalle:

Sebalduskirche:

Lorenzkirche:

Burgstrasse von der Kaiserburg Richtung Süden hinab zum Rathaus:

Altes Rathaus:

Neues Rathaus:

Frauenkirche am Hauptmarkt:

Schöner Brunnen…Die Pläne zur Errichtung des Schönen Brunnens gehen auf Kaiser Karl IV, der auch bereits die Frauenkirche gestiftet hatte, zurück. Zwischen 1385 und 1396 erbaut, erhielt er eine eigene Wasserversorgung zum Nürnberger Hauptmarkt. Der ursprünglich verwendete Schilfsandstein war stark witterungsanfällig und so wurde der Schöne Brunnen im Laufe von sechs Jahrhunderten immer wieder aufwändig restauriert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trat ein Nachbau aus Muschelkalk an die Stelle des Originals. Verwitterte Fragmente des alten Brunnens befinden sich im Germanischen Nationalmuseum. 2016 wurde der Schöne Brunnen aufwändig renoviert. Seither führt der Brunnen wieder Wasser und erstrahlt durch eine neue LED-Beleuchtung nun von innen und aussen:

Hauptmarkt mit den „Nürnberger Sommertagen“ als Corona-Ersatz für das Nürnberger Volksfest:

Nassauer Haus am Lorenzer Platz:

Kaiserburg aus Richtung Lorenzer Platz:

Der Plärrer ist ein grosser, südwestlich vor der Stadtmauer gelegener Platz und einer der wichtigsten Verkehrsknoten in Nürnberg. Er befindet sich im Osten des Stadtteils Gostenhof neben dem Spittlertorturm:

Bahnwasserturm:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Drei-Tages-Beuchs vom 09.-12.08.220.