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Tages-Archive: 11. Oktober 2019

11.10.2019: Das neue Theater von Pierre Hebbelinck & Pierre de Wit befindet sich mitten in der Stadt. Für den grossen Saal und den Haupteingang mit Foyer wurde ein altes, für Lüttich bedeutungsvolles Gebäude, das Société Libre d’Emulation, reaktiviert. An zwei Stellen im Häuserblock mussten allerdings Altbauten geopfert werden. Grundlage der Planung war, dass der Altbau, der für die Geschichte der Stadt sehr wichtig ist, die zentralen Funktionen der Neunutzung, das Foyer und den grossen Saal, aufnehmen sollte. Die anderen Bereiche des Theaters waren in Neubauten unterzubringen.

Der Altbau – Die 31 Meter breite Front des Altbaus an der Place du Vingt Août gehörte zum Gebäude der Société Libre d’Emulation. Seit 1779 engagierte sich diese von Lütticher Bürgern gegründete und später von der florierenden Schwerindustrie unterstützte Gesellschaft für die Kunst, die Literatur, die Musik und die Wissenschaft:

11.10.2019: Die Kirche St. Denis (Collégiale Saint-Denis de Liège) ist eine römisch-katholische Kirche in Lüttich. Die zum Bistum Lüttich gehörende ehemalige Kollegiatkirche ist dem heiligen Dionysius von Paris geweiht. Das Kollegiatstift war eines von sieben Stiftskapiteln in Lüttich. Die Kirche wurde 987 durch den Fürstbischoff von Lüttich Nottger gegründet. Die Kirche war Teil der ersten Stadtmauer und der schwere Turm war Teil der Verteidigung der Stadt. Studien über die Jahresringe im Holz der Dachbalken des Schiffes haben gezeigt, dass diese aus der Zeit 1012–1015 stammen. Der romanische Chor wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts durch den heutigen gotischen Chor ersetzt. Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Innere der Kirche in Anlehnung an den damals vorherrschenden Barock umgebaut. Nach der Revolution und der Aufhebung des Kapitels 1797 verlor St. Denis einen Teil seines Kirchenschatzes. Nach dem Konkordat von 1801 zwischen Napoleon Bonaparte und Papst Pius II. öffnete sie ihre Türen als Pfarrei wieder. Im Jahr 1987 wurde die Kirche restauriert:

11.10.2019: Das umgangssprachlich „La Violette“ genannte Rathaus entstand zwischen 1714 und 1729 anstelle des alten gotischen Rathauses gegenüber der berühmten Freitreppe Perron, dem Sinnbild für die Freiheiten der Stadt Lüttich.
Das Bauwerk bildet ein großes U mit zwei Stockwerken, bei dem sich Ziegel- und Kalkstein abwechseln. Der Zugang zur Eingangshalle erfolgt über eine beeindruckende Treppe. Die Halle ist mit acht Säulen und vier Wandpfeilern aus schwarzem Stein ausgestattet. Ausserdem enthält sie eine von vier Atlanten getragene Rednerkanzel aus Eiche (1717 – 1718). Das Gebäude wurde 2002 in die Liste des aussergewöhnlichen Kulturerbes der Wallonie aufgenommen:

11.10.2019: Beim Montagne de Bueren handelt es sich um eine Treppe mit 374 Stufen, die das Stadtzentrum von Lüttich mit einer alten Zitadelle verbindet. Die Treppe ist zwar kein Berg im eigentlichen Sinne, doch der lange, steile Aufstieg mit fast 30 Grad Steigung kann fast genauso anstrengend sein wie eine Wanderung auf einen Berggipfel. Die Treppe wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, um Soldaten die Möglichkeit zu geben, von der Zitadelle aus ins Stadtzentrum zu gelangen. Sie wurde nach Vincent de Bueren benannt, der Lüttich im 15. Jahrhundert bei einem Angriff des Herzogs von Burgund verteidigte. Die Treppe erinnert an die 600 Soldaten, die bei dieser Schlacht ihr Leben verloren:

Monument au 14ème Régiment de Ligne – dieses Denkmal ist eine Hommage an das 14. Linienregiment der belgischen Armee, das im Ersten Weltkrieg kämpfte. Das Denkmal wurde vom Bildhauer Edmond Falise entworfen und befindet sich am Fusse der Zitadelle von Lüttich, kurz oberhalb des Montagne de Bueren. Das Denkmal hat die Form eines rechteckigen Obelisken mit einer Ehrenmauer in der Nähe des Sockels. Auf der Vorderseite des Denkmals befindet sich eine Reliefskulptur eines Engels, auf der Rückseite Szenen von Schlachten und Soldaten sowie eine Widmung:

11.10.2019: Der fürstbischöfliche Palast wurde im spätgotischen Stil des 16. Jahrhunderts erbaut (Innenhof mit Säulengang aus dem Jahr 1525, Hauptfassade 1734, Westflügel 1849) Er dient heute als Justizpalast. Berühmt ist dieser Palast wegen seiner 60 verschiedenen Säulen im sogenannten ersten Hof. Der zweite Hof kann heute leider nicht mehr besichtigt werden:

11.10.2019: Der Bahnhof Liège-Guillemins ist der wichtigste Bahnhof Lüttichs. Der nach durchgreifendem Um- und Neubau im September 2009 in seiner heutigen Gestalt in Betrieb genommene Bahnhof befindet sich etwas ausserhalb der Innenstadt im Stadtteil Guillemins. Er ist Halt von Thalys- und ICE-Zügen und damit ein Knotenpunkt im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz. Ausserdem ist er ein bedeutender Bahnhof im Regionalverkehr der NGBE (SNCB/NMBS). Er wird pro Tag von rund 500 Zügen angefahren. Die Planungen für das neue Bahnhofsgebäude begannen 1996. Es wurden 312 Millionen Euro investiert und unter anderem 10.000 Tonnen Stahl für den 200 Meter langen, auf- und abschwingenden und an eine Schanze erinnernden Bogen bei dem Bahnhofsdach verbaut, welches sich bis zu 40 m über dem modernisierten Gleisbett erhebt. Der Bau hat keine Aussenfassade im herkömmlichen Sinn. Stattdessen ist der Übergang von innen nach aussen nahtlos gestaltet. Er sollte ursprünglich im April 2006 fertiggestellt sein. Tatsächlich wurde er erst am 19. September 2009, zwei Wochen nach der Fertigstellung, eröffnet: