Kalender
August 2017
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
Archiv
374582
Users Today : 412
Users Yesterday : 471
From the Makers of…

luebeckportdiary
schiffeinfrankfurt
nahverkehrinhessen

Tages-Archive: 9. August 2017

09.08.2017: Das Schwabentor ist neben dem Martinstor das zweite, aber jüngere noch erhaltene Stadttor. Es wurde in seiner ursprünglichen Form etwa in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet und bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts nicht wesentlich verändert. Das Schwabentor wurde wie das Martinstor auch von Carl Schäfer umgestaltet. Sein Entwurf kombinierte die bestehenden Bauteile aus dem frühen 13. Jahrhundert mit spätgotischen Aufbauten aus dem 15. Jahrhundert. So wurde das Schwabentor 1901 auf etwa die doppelte Höhe aufgestockt und mit einem auffälligen Treppengiebel nach dem Vorbild norddeutscher Stadttürme geziert. Der Baukörper wurde allerdings im Jahre 1954 wieder bis auf das Uhrengeschoss zurückgebaut und mit einem schlichteren, pyramidenförmigen Dach ersetzt, das von einem Glockentürmchen mit einem Zwiebeldach gekrönt wird. Der quadratische Turm mit Seitenlängen von etwa 11 Metern verfügt über drei Geschosse. Das Mauerwerk besteht im unteren Teil aus roten Sandsteinbuckelquader und nach obenhin aus Bruchstein mit Eckbossen. Das Fachwerkhaus neben dem Schwabentor, welches einen grösseren Torbogen überspannt, sieht relativ alt aus, wurde tatsächlich jedoch erst im Jahre 1913 im Zuge der Umbaumassnahmen des Schwabentors errichtet:

09.08.2017: Der Rathausplatz ist umgeben vom ehemaligen Franziskanerkloster mit seinem wunderschönen Kreuzgang, der Martinskirche und dem Alten sowie dem Neuen Rathaus. Das rotgestrichene Alte Rathaus entstand in den Jahren 1557-1559, durch den Zusammenschluss mehrerer älterer Häuser, und war ursprünglich reich verziert. Wie so viele der alten Gebäude in der Innenstadt fiel auch das Alte Rathaus der Bombardierung im Jahre 1944 zum Opfer und brannte völlig aus. Es wurde in den Nachkriegsjahren wieder aufgebaut, besitzt jedoch jetzt keine so schöne Fassade mehr:

Das Neue Rathaus, 1952 bis 54 rekonstruiert, ist über eine Verbindung an das Alte Rathaus angeschlossen. Auch das neue Gebäude entstand durch die Zusammenfügung mehrerer bereits vorhandener Häuser, die ursprünglich zur Universtität gehörten. Der Umbau dieser aus dem 16. Jahrhundert stammenden Gebäude zum Komplex Neues Rathaus fand zwischen den Jahren 1896 und 1901 statt. Dabei wurden in den Fassaden grössere Fenster, Fachwerkeinbauten, Balkone und Erker integriert. Beeindruckend auch der Ratssaal, der über einer Arkadenhalle angeordnet wurde. Auch im Inneren hat man die Räume im Stil der Spätgotik und der Renaissance ausgebaut, und mit aufwändigen Holzarbeiten gestaltet. Das Neue Rathaus mit seinem steilen Dach wird von einem Glockentürmchen gekrönt und zudem von einer Uhrengaube verziert. Das täglich zur Mittagsstunde klingende Glockenspiel war das Geschenk eines Fabrikanten an die Stadt:

09.08.2017: Wer vom Martinstor spricht, der muss im gleichen Atemzug das Schwabentor nennen. Beide Türme sind eng miteinander verbunden, denn sie gehörten einst zur Freiburger Befestigungsanlage. Diese bestand aus insgesamt fünf Wehrtürmen, die sich bündig in die damalige Stadtmauer einfügten und mit dem Wehrgang verbunden waren. Das Martinstor befindet sich in der südlichen Altstadt. Errichtet wurde es im 13. Jahrhundert, im Jahr 1238 fand es erstmals urkundliche Erwähnung. Doch wie zu den Anfangszeiten sieht das Bauwerk nicht mehr aus. Es wurde mehrfach umgebaut, zeitweise diente es sogar als Gefängnis für säumige Schuldner. Grosse Veränderungen standen erst Ende des 19. Jahrhunderts an. Die Stadtseite zierte bis 1969 ein Bildnis des heiligen Martin, daher auch der Name. Im Mittelalter wurde der Wehrturm als Norsinger Tor bezeichnet, da der Durchlass in Richtung zur gleichnamigen Gemeinde führt. In der Seitengasse (Martinsgässle) befindet sich übrigens der Eingang zur Freiburger Markthalle. Das Schwaben- sowie das Martinstor standen Ende des 19. Jahrhunderts einigen Zeitgenossen im Weg. Ihrer Ansicht nach sollten die Bauwerke der elektrischen Strassenbahn weichen. Zum Glück geschah das nicht. Bürger, Geschäftsleute und Kommunalpolitiker einigten sich schliesslich auf einen Kompromiss, der weit mehr in petto hatte, als lediglich kleine Umbaumassnahmen durchzuführen. Architekten und Stadtentwickler legten sich mächtig ins Zeug. Sie machten den mittelalterlichen Wehrturm zu einem der Freiburger Wahrzeichen. Das Martinstor war ursprünglich 22 Meter hoch. Nach den Umbauarbeiten präsentierte es sich mit einer Höhe von 66 Metern. Die Aufbauten wurden im Gegensatz zum ursprünglichen Tor im spätgotischen Stil errichtet. Somit fügte sich das Bauwerk gekonnt ins Stadtbild ein, bei dem auch an anderen Stellen gotische Architektur zu finden ist. Ein prominentes Beispiel stellt das Freiburger Münster dar. Im Zuge dieses Umbaus wurde darüber hinaus nebenan ein zweiter, etwas breiterer Durchgang geschaffen, der wegen des neuen Strassenbahnverkehrs und der grösser werdenden Stadt verlangt wurde. Das diesen Durchgang überspannende Gebäude wurde im gleichen historisierenden Stil wie das vorhandene Tor errichtet. Es beherbergte Anfang des 20. Jahrhunderts auf zwei Etagen das Restaurant zum Martinstor. Die Zeiten ändern sich, aktuell ist in dem Geschäft neben dem Martinstor eine bekannte Fastfood-Kette untergebracht:

09.08.2017: Der Eugen-Keidel-Turm, auch Schauinslandturm genannt, ist der 31 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Gipfel des Schauinslands. Das Bauwerk zeichnet sich durch seine ungewöhnliche Form aus: Die dreieckige Plattform wird getragen von drei im Freiburger Stadtwald am Schauinsland geschlagenen Douglasien, zwischen denen ein offener stählerner Treppenaufgang über 85 Stufen nach oben auf eine etwa 22 Meter hoch gelegene überdachte Plattform führt. Von hier hat man einen umfassenden Rundblick in die südliche Oberrheinebene und bei guter Wetterlage auf die Vogesen, über den Hochschwarzwald mit dem östlich gelegenen Feldberg und bei klarer Sicht bis in die Schweizer Alpen. Der Turm wurde im Jahr 1981 erbaut. Er ist benannt nach Eugen Keidel (1909–1991), der von 1962 bis 1982 Oberbürgermeister von Freiburg im Breisgau war:

Ausblick in Richtung Norden auf Freiburg…:

…auf den Oberrieder Ortsteil Hofsgrund…:

…zum Feldberg mit seinen Türmen…:

…ins Tal mit zwei Gondeln der Schauinslandbahn:

SCHAUINSLANDBAHN

09.08.2017: Die Schauinslandbahn ist die längste nach dem Umlaufprinzip konzipierte Seilbahn Deutschlands und weltweit die erste dieser Art zur Personenbeförderung. Sie führt von der Talstation in Horben bei Freiburg im Breisgau auf den 1284 m hohen Schauinsland. Die Bergstation liegt etwas unterhalb des Berggipfels auf 1.220 m und einige Hundert Meter südwestlich. Sie wurde 1930 eröffnet und 1987-88 technisch überholt und erneuert.

Talstation auf 473 m:

Informationstafeln in der Bergstation:

Verschiedene Gondeln vor Ankunft und nach Abfahrt von der Talstation:

Oberster Stützpfeiler an der Bergstation mit tal-und bergfahrenden Kabinen:

Der 31 Meter hohe Eugen-Keidel-Turm, auch Schauinslandturm genannt:

Ausblicke vom Aussichtsturm:

Bergstation auf 1.220 m: