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Türme

31.07.2025: Besuch Bismarckturm Schönebeck (Höhe: 14 m, Einweihung: 1897). Der Verschönerungsverein von Groß-Salze regte den Bau dieses Bismarckturmes an. Der Entwurf incl. des Wirtschaftsgebäudes (als Gaststätte genutzt) stammt von Stadtbaurat Thurius, die Maurerarbeiten führte Maurermeister Vollbring im Jahr 1897 aus. Der aus Backsteinen gebaute Turm mit rundem Grundriss erreichte eine Höhe von 10 m. Über eine Wendeltreppe war die Aussichtsplattform ohne Feuerschale mit aufgesetztem Türmchen erreichbar. Im Jahr 1907 erhöhte man den Turm auf 13,5 m. Der Bismarckturm wurde Anfang der 1990er Jahre saniert und mit einem neuen Turmabschluss mit Brüstung versehen. Auf dem Bismarckturm hat man eine gute Aussicht auf die Magdeburger Börde:

Blick vom Turm in Richtung Frohser Berg und in Richtung Süden:

31.07.2025: Der Turm wurde 1776 im Auftrage des Pächters der Saline Schönebeck Abraham Gansauge erbaut. Er wurde aus Bruchsteinen errichtet, verfügt über sechs Stockwerke und ist 32 Meter hoch. Ursprünglich war der runde, sich nach oben verjüngende Turm der Rumpf einer Holländerwindmühle. Die Windkunst dient dazu die Sole aus dem unterhalb des Turms befindlichen 85 Meter tiefen Schacht III zu fördern, um sie zur Salzgewinnung zu nutzen. Die Solequelle lieferte täglich 1000 Kubikmeter Sole mit einem Salzgehalt von 10 bis 12 %. Bis etwa 1850 erfolgte der Solebezug der Saline Schönebeck ausschliesslich über diesen Schacht. Bereits 1792 erfolgte jedoch die Umstellung auf eine Förderung durch eine Dampfmaschine welche östlich des Turms errichtet wurde. Die mit 40 PS arbeitende Maschine gehörte zu den ersten Dampfmaschinen Preussens. Der Windmühlenaufsatz wurde entfernt. Ab 1829 folgten weitere Maschinenhäuser in der Umgebung des Turms, der sogenannte Kunsthof. Der Turm wurde auch weiterhin in Zusammenhang mit der Soleförderung genutzt, bis diese Ende des 20. Jahrhunderts auf eine andere Quelle, die Erlenquelle, verlagert wurde. Der Soleturm ist Teil des musealen Kunsthof Bad Salzelmen. Dort wird im Schausiedehaus von den Salzsiedern des späten Mittelalters berichtet, sowie Wissenswertes über die Salzproduktion und das Leben der Sieder dargestellt. Im Turm sind auch mehrere technische Einrichtungen der Soleförderung erhalten. Hier werden Details über die Erschliessung der Solequellen in Bad Salzelmen und über technische Fortschritte in der Soleförderung erklärt. Der Soleturm wird auch für Ausstellungen und Konzerte genutzt:

Schausiedehaus:

Rotes Haus:

30.07.2025: Besuch Bismarckturm Schnarsleben (Höhe: 12 m, Einweihung: 1910). Ganz in der Nähe der Landeshauptstadt Magdeburg, zwischen Irxleben und Niederndodeleben, befindet sich der Grosse Wartberg. Er ist mit fast 146 Metern die höchste Erhebung in der Magdeburger Börde. Auf dem Gipfel wurde 1910 zu Ehren des ehemaligen deutschen Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck der Bismarckturm errichtet. Der 12 Meter hohe Turm besitzt einen quadratischen 6 x 6 Meter grossen Grundriss und kann über 29 Stein- und 18 Metallstufen bis hin zur Aussichtsplattform bestiegen werden. Vor dem Turm befindet sich ein Gedenkstein, an welchem sich bis zur DDR-Zeit ein Relief Bismarcks befand. Später wurden alle mit Bismarck in Zusammenhang stehenden Merkmale entfernt. Die Sowjetische Armee legte nach der Gründung der DDR eine Funkstation mit zugehörigen militärischen Gebäuden für Personen und Fahrzeugen an. Heute wird der Grosse Wartberg und der Bismarckturm vom Verein Naturfreunde Wartberg (1993 gegründet) gepflegt:

Blick aus Richtung Irxleben zum Grossen Wartberg…:

…und auf dem Rückweg in Richtung Irxleben:

30.07.2025: Der Steigberg ist ein später durchbrochener Wehrturm, vor dem einstmals eine kleine Bastion (Festungsrondell) vorgelagert war. Diese ist heute noch als Erdhügel zu erkennen. Diese Bastion wiederum schützte die nahe gelegene Rossfurt im Falle eines Angriffs. Die Stadtmauer am Steigberg ist ein beliebtes Fotomotiv, da sich hier die kleinen Stadthäuser wie Schwalbennester über der Mauerkrone befinden:

30.07.2025: Die Putinnen sind zwei quadratische Türme auf der mittelalterlichen Stadtmauer von Tangermünde. Sie gehörten zum Verteidigungssystem, dienten aber auch als Gefängnis. Ihr Name Putinnen gibt zumindest Rätsel auf. Experten vermuten dahinter eine Ableitung des Wortes Butentinnen, was im Niedermitteldeutschen Aussenzinnen bedeutet. Klarer ist ihre Funktion, die beiden mit Walmdach versehenen Türme auf der mittelalterlichen Stadtmauer von Tangermünde gehörten zum ausgeklügelten Verteidigungssystem, das die Stadt vor Angreifern schützen sollte. Zudem sicherten sie den Zugang zum Tangerwasser, das viele Bauern zur Bewässerung ihrer Felder nutzten, wenn die Wassermengen der Brunnen in den Sommermonaten nicht ausreichten. Der Turm gegenüber dem Durchgang zum Wasser wurde auch als Gefängnis für Tangermünder Bürger genutzt. Von 1819 bis 1833 war hier das erste Eichamt der Altmark untergebracht:

30.07.2025: Mit seiner gewaltigen Höhe von 47 Metern ist der Schrotturm einer der auffälligsten mittelalterlichen Wehrtürme der Stadt. Allerdings war der Turm ursprünglich wesentlich niedriger. Erst 1825 erhielt er seine heutige Höhe, als ein Tangermünder Kaufmann in dem Turm eine Schrotgiesserei einrichtete. Flüssiges Blei liess man hierzu aus grosser Höhe in einen Bottich mit Wasser fallen. Die so hergestellten Schrotkugeln erhielten mit dieser Methode die perfekte Kugelform:

30.07.2025: Der Turm liegt an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Strasse / Karlstrasse ausserhalb der historischen Stadtmauern. Es ist ein klassischer Backsteinbau, der die Silhouette der Stadt im Westen ergänzt. Der Wasserturm wurde im Jahr 1904 erbaut und hat eine Höhe von 45 Metern:

29.07.2025: Im Jahr 1241 wurde zum Schutz vor Überfällen aus dem Elbvorland an der uralten Stützmauer südöstlich des Magdeburger Domes der mächtige Tatarenturm angebaut. Er wird damals noch mindestens eine Etage höher gewesen sein als heute und hatte wohl auch ein hohes Dach getragen. Heute ist die Situation dagegen völlig verändert, der untere Teil ist im Boden verschwunden und gegen 1890 wurde ein breiter Duchgang (der Remtergang) angelegt, um bequem von der Promenade Fürstenwall zum Domgelände zu gelangen. Dafür wurde die Südostseite aufgeschüttet und der Turm wirkt von der Rampe jetzt nur noch wie ein Haus mit Durchfahrt. Man muss schon sehr genau hinschauen, um noch die alten Bögen oder vermauerten Fenster zu erkennen:

29.07.2025: Der Turm entstand 1430 an der der Elbe zugewandten Seite der Stadtbefestigung. Der Turm steht in der Nähe des Magdeburger Doms am Fürstenwall und erhebt sich über dem Schleinufer. In der näheren Umgebung sind mit dem Kiek in de Köken und dem Tatarenturm am Fürstenwall weitere Wehrtürme erhalten. Der ungewöhnliche, eher eine Ortsbeschreibung darstellende Name des Turms nimmt Bezug auf das neben der alten Möllenvogtei befindliche alte, gleichfalls erhaltene Stadttor Ausfahrt an der Möllenvogtei. Der Turm steht in der Nähe des südlichen Endes der alten Stadtbefestigung und damit noch hinter der ebenfalls im Süden der Stadt gelegenen Ausfahrt. Im Rahmen einer Grundsanierung wurde eine moderne Büronutzung auf insgesamt vier Etagen durch den Anbau eines äusseren Treppenturmes erschlossen. Im Turmaufsatz entstand zusätzlich eine exklusive Ferienwohnung, von der aus man einen atemberaubenden Blick auf den Dom, die Elbe und die Stadt geniessen kann:

29.07.2025: Der Turm entstand in den 1890er Jahren in gotissierendem Stil aus gelblichem Klinkermauerwerk mit dunklen gleichfalls aus Klinkern bestehenden Bändern. Bekrönt wird der dreigeschossige Turm von einem weit auskragenden, pyramidenförmigen Spitzhelm. An den Seiten befinden sich Schlitzfenster. An der südlichen Seite ist ein kleines Bedienhäuschen vorgelagert. Das Bauwerk gehörte zum hydraulischen Antrieb der wenige Meter weiter östlich die Elbe überspannenden Hubbrücke Magdeburg. Das Mittelfeld dieser Eisenbahnbrücke war beweglich und wurde bei höheren Wasserständen zeitweise hochgezogen. Das für den hierfür bestehenden hydraulischen Antrieb erforderliche Wasser wurde in diesem Druckwasserakkumulator mit etwa 50 bis 70 at bereitgehalten. Der Wasserturm stellt ein Zeugnis der für die Zeit von 1880 bis 1900 typischen Antriebsform dar und ist einer der nur selten erhaltenen Funktionsbauten dieser frühen Antriebstechnik. Städtebaulich ist der Turm im Zusammenhang mit der 1934 umgebauten Brücke und den in Teilen noch erhaltenen Bahnhofsanlagen von besonderer Bedeutung: