Türme
04.06.2022: Im Lindengarten befindet sich der Wasserturm, ein rechteckiger Backsteinturm aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts – eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Sie diente ursprünglich Verteidigungszwecken und wurde in den Jahren 1882 bis 1897 an das Netz der Wasserversorgung der Stadt angeschlossen. Der einstige Verteidigungsbau und Pulverturm wurde bereits ab 1682 als Wasserturm genutzt. Wasser aus dem Mühlenteich wurde in den Turm gepumpt, um die Wasserversorgung durch die Wasserkunst auf dem Marktplatz zu ergänzen:

02.06.2022: Die Ratsmühle ist die vorderste Mühle im Verlauf der Ilmenau im Stadtgebiet. Sie wird erstmals 1319 in den Urkunden erwähnt und gehörte zu diesem Zeitpunkt dem welfischen Herzog Otto II. dem Strengen. Seine erbberechtigten Söhne Otto III. und Wilhelm II. verkauften 1332 die inzwischen stattliche Mühle mit allen Rechten an einen Lüneburger Ratsherren. Dessen Nachkommen gaben den Mühlenbetrieb als Lehen an Pächter weiter. Die Ratswasserkunst wurde 1568-72 von der neu gegründeten Ratswasserkunst-Gesellschaft erbaut und diente der Stadt und der Saline zur Versorgung mit Frischwasser. Ein Schöpfwerk, angetrieben von einem Wasserrad der Mühle, beförderte das Wasser der Ilmenau in den Turm. Von dort transportierte ein kompliziertes Pumpen- und Rohrsystem aus Holz das kostbare Nass zu seinen Verbrauchern. 1932 wurde der eigentliche Mühlenbetrieb eingestellt. Stattdessen baute man in das grosse Mühlengebäude Turbinen zur Stromerzeugung für das öffentliche Stromnetz ein. 1938 kaufte ein Privatmann das Anwesen. Im Turm befindet sich heute eine exklusive Ferienwohnung. Die anderen Gebäude werden gewerblich, behördlich und zu Wohnzwecken genutzt. An den noch erhaltenen Fabrikschornstein von 1861 ist die Heizungsanlage angeschlossen:

02.06.2022: Der Wasserturm in Lüneburg prägt neben den Türmen der drei gotischen Kirchen die Silhouette der Stadt. Auf seiner Aussichtsplattform in 56 Metern Höhe erlebt der Besucher einen fantastischen Panoramablick über Lüneburg. Bei gutem Wetter kann man bis zu 40 Kilometer ins Land und nach Hamburg schauen. Die unvergleichliche Sicht über die Dächer Lüneburgs begeistert. Lüneburg benötigte Anfang des 20. Jahrhunderts eine moderne Trinkwasserversorgung. Zwischen 1905 und 1907 wurde daraufhin der Wasserturm auf den Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigungsanlagen im neogotischen Stil errichtet. Er erhielt einen Tank mit einem Volumen von 500.000 Litern, von dem aus das Wasser in das Leitungsnetz der Stadt Lüneburg eingespeist wurde. Im Jahr 1985 wurde der Wasserturm stillgelegt und die alte Wassertechnik verschrottet, nur der Wassertank blieb erhalten. Später wurde er unter Denkmalschutz gestellt, blieb aber ungenutzt und verfiel zusehends. Vom Motto der EXPO 2000 in Hannover „Mensch-Natur-Technik“ inspiriert, wurde 1998 der Trägerverein Wasserturm Lüneburg gegründet. Er erwarb den Bau und begann mit der Sanierung. Seit Sommer 2000 dient der Wasserturm Lüneburg nicht mehr zur Wasserversorgung, sondern als Veranstaltungsort und Aussichtsturm. Besucher können die Aussichtsplattform barrierefrei mit Fahrstuhl oder über die Treppe erreichen. Jedes Jahr zur Adventszeit beginnt eine besondere Zeit am Wasserturm. Dann nämlich wird auf dem Wasserturm der wohl höchste Adventskranz Deutschland aufgebaut, der von weithin sichtbar ist:

02.06.2022: Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Lüneburger Wasserviertels, die Nedderste Molen (Niederste Mühle). Der Besitzer war der welfische Herzog Heinrich der Löwe, welcher die Mühle 1147 dem damaligen Abt des St. Michaelisklosters, Bischof Eberhard von Holle, zum Geschenk machte. Etwa 200 Jahre betrieb das Kloster die Mühle selbst. Eine alte Urkunde belegt, dass sie ab 1366 als Lehen an die Lüneburger Ratsfamilie van der Molen ging. Bis ins frühe 19. Jahrhundert wechselten mehrfach die Besitzer und Betreiber, zeitweise auch gemeinsam mit der Lüner Mühle auf der anderen Seite der Ilmenau. Es gab im Stadtgebiet zwar einige flache Brunnen, diese enthielten aber nur besonders kalkhaltiges Wasser, das sich in Gipsspalten gesammelt hatte. Dieses Wasser war für das Bierbrauen unbrauchbar. Aber gerade die bis zu 80 Brauereien benötigten grosse Mengen kalkarmes Wasser, um ein sauberes Bier zu brauen. Dieses Wasser musste von ausserhalb herbei geschafft werden – dazu entstanden einige Brunnengesellschaften. 24 Bürger, vorwiegend Bierbrauer, schlossen sich zusammen und erwirkten 1530 vom Michaeliskloster die Genehmigung, auf dem klostereigenen Gelände der Abtsmühle eine Wasserkunst zu errichten, einen großen Turm, in den mit Hilfe eineswasserradbetriebenen Schöpfwerks Wasser aus der Ilmenau gepumpt wurde um die Anwohner und Betriebe zu versorgen. An festgelegten Tagen des Monats durfte die Bevölkerung keine Fäkalien in die Ilmenau zu schütten. Dann nämlich wurde aus dem Fluss Wasser für die Bierherstellung in den Wasserturm gepumpt. Der Wasserturm ist einer der ältesten in Deutschland, er wurde bis 1950 als solcher genutzt. Die Abtswasserkunst wurde 1632 – 1634 renoviert, während dieser Bauphase entstand auch die Brausebrücke, die die beiden Mühlen miteinander verbindet. 1837 wurde eine neue Pumpe eingebaut und 1903/04 entstand ein Durchgang durch den Turm zur Brausebrücke. Darüber befindet sich noch heute das Wappen der Brauer in einem Medaillon. Der Turm wird schon lange als Teil eines Hotels genutzt. 1579 wurde das Mühlengebäude erneuert, später kam ein zweites hinzu, es gab insgesamt drei unterschlächtige Wasserräder. Die heutige Mühle wurde 1880 errichtet. Sie war mit mit 11 Doppelwalzenstühlen ausgestattet, die mit Wasserrädern angetrieben wurden. Erst 1957 wurden diese durch Turbinen ersetzt. 1995 stellte die Abts- und Lüner Mühle GmbH den Betrieb ein, die gesamte Anlage wurde von einem Hotelbetreiber in der Nachbarschaft gekauft, komplett restauriert und als Hotel umfunktioniert. Besonders der Wasserturm mit seinen romantischen Suiten ist sehr beliebt:

03.05.2022: BOS Digitalfunkmast in Memmingen Am Karpfengarten:





Users Today : 630
Users Yesterday : 1485






