Sonstige
08.09.2025: Ab 1945 wurde das Feuerschiff Kiel III in Kiel eingesetzt, nachdem der Vorgänger am 4. Mai 1945 durch Fliegerbomben versenkt worden war. Das Leuchtfeuer kennzeichnete die Ein- und Ausfahrt sowohl in der Kieler Förde als auch in den Nord-Ostsee-Kanal. Mit Inbetriebnahme des Leuchtturms Kiel wurde das Feuerschiff am 5. Juli 1967 eingezogen und als Reserve-Feuerschiff Kiel auf verschiedenen Stationen in der Nord- und Ostsee eingesetzt. Nach der Kollision mit einem liberianischen Motorschiff waren die Schäden so gross, dass es am 23. September 1986 ausser Dienst gestellt wurde. Nach der Ausserdienststellung wurde das Feuerschiff zu einer Dreimast-Bark umgebaut und auf den Namen Alexander von Humboldt umbenannt. Die gut 16 m hohe und knapp acht Tonnen schwere Laterne erhielt im Juni 1989 vor dem Kieler Schifffahrtsmuseum ihren Platz. Bekannt aus dem Fernsehen als Werbeschiff für Beck’s Bier erlangte die markante Alexander von Humboldt mit ihren grünen Segeln internationale Aufmerksamkeit. Heute liegt der grün-weiße Grosssegler als Hotel- und Gastronomieschiff an der Weserpromenade Schlachte in Bremen:

08.09.2025: Die Kilia war Teil einer Brunnenanlage, die die Stadt Kiel dem Hohenzollernprinzen Heinrich und seiner Braut Irene von Hessen im Jahre 1888 machten. Die Kilia wurde nach dem Sturz der Monarchie (1918) vom Brunnen entfernt und später auf Gut Hemmelmark des Prinzen wiederaufgestellt. Seit 1977 steht die Kilia in der Dänischen Strasse, nachdem eine Enkelin des Prinzen das Denkmal freigegeben hatte:

27.08.2025: Der Galerieholländer ist eine ehemalige Kornmühle, stammt aus dem Jahr 1856 und wurde 1949 stillgelegt. In den 1990iger Jahren wurde die Mühle zum Jugendforschungszentrum umgebaut und ist heute Aussenstelle des Vincent-Lübeck-Gymnasiums für den Bereich Jugend forscht. Im Zuge dieser Massnahme bekam sie neue Flügel sowie eine neue Galerie. Die Mühlentechnik ist zum Teil noch vorhanden, wobei das Mahlwerk fehlt. Die Windrose ist voll funktionsfähig. Eine Aussenbesichtigung der Mühle ist möglich:

27.08.2025: Der Ewer Willi wurde 1926 gebaut. Ewer sind kleine Segelschiffe mit Plattboden, die ursprünglich aus Friesland stammen. Diese Bauweise mit flachem Boden ermöglichte es den Schiffen, Orte ohne Hafenanlagen anzufahren, sich trockenfallen zu lassen und dann be- und entladen zu werden. Eine Theorie zur Herkunft des Namens besagt, dass Ewer vom niederländischen envarer (also: Einfahrer) abgeleitet sein könnte, was auf eine ursprüngliche Ein-Mann-Besatzung hindeutet. Ewer prägten im 19. Jahrhundert das Bild der Küstenregionen und waren wichtige Transportmittel. Mit Ewern wurden Salz, Fisch und andere Güter transportiert. Heute gehört der Ewer Willi am Fischmarkt zu den Wahrzeichen Stades:

27.08.2025: Auf der stadtabgewandten Seite des Schwedenspeichers stehen ein paar Kanonen. Sie waren nie für den Krieg bestimmt. Es sind sogenannte Alarm- oder Flutkanonen. Das Alarmschiessen bei einem Hochwasser der Elbe bzw. Schwinge stammt wahrscheinlich auch aus der Schwedenzeit und wurde 1747 erstmals erwähnt. Bei einer Gefahr wurden sie abgefeuert, um damit die Bürger zu warnen. Das letzte Mal wurden die Kanonen bei dem schweren Hochwasser von 1962 in Betrieb genommen:

27.08.2025: Bereits im Jahre 1337 wurde im Stader Stadtbuch ein Holztretkran erwähnt. Dieser Holzkran, der sein Laufrad zum Antrieb noch an der Aussenseite hatte, fiel dem grossen Brand in Stade von 1659 zum Opfer. 1661 wurde der Holztretkran wieder aufgebaut, diesmal mit den Treträdern innen. Der Tretkran am alten Hafen wurde zum Löschen einer Ladung oder zum Beladen der Schiffe genutzt. Bis 1898 war dieser Kran im Dienst, dann liessen ihn die Stader Stadtväter ohne wirklichen Grund abbrechen. Im Jahre 1977 wurde der Holztretkran Stade nach Rekonstruktionsplänen an der gleichen Stelle wieder errichtet. Das technische Denkmal vervollständigt so das historische Bild des Fischmarktes. Seit April 1999 können Gäste den alten Holzkran auch von innen besichtigen. Im Inneren befindet sich ein Informationszentrum mit einer Ausstellung zur über 1000jährigen Hafengeschichte Stades in Bildern und Fotos:

27.08.2025: Der elektrisch betriebenene Portalkran befindet sich am Stadthafen Stade nahe der Salztorschleuse. Zusammen mit dem benachbarten Küstenmotorschiff Greundiek bildet er ein Ensemble der Industriegeschichte, das die Modernisierung des Hafenumschlags Anfang des 20. Jahrhunderts dokumentiert:

27.08.2025: Der restaurierte Portal-Drehkran von 1927 wurde als Schienen-Laufkran konstruiert und am Stader Stadthafen eingesetzt. Auf Grund des zunehmenden Güterumschlags konnte die 16 Meter hohe Krananlage nahezu über die gesamte Länge der Kaimauer bewegt werden. Zu der Zeit entlud man die Schiffe mit drei Kranwinden, der Hafenkran vereinfachte die Arbeiten. Der historische Hafenkran konnte im Jahr 2007 zum zweiten Mal vor der Verschrottung gerettet werden. Der Hafenkran ist zu verschiedenen Terminen begehbar:

18.08.2025: Vor dem Neuen Gebäude, an der Nordseite des Altstädtischen Marktes, steht eine Löwenskulptur, die an den Stadtgründer Schwerins, Heinrich den Löwen, erinnert. Diese wurde 1995 am Vorabend des 800. Todestages des Stadtvaters errichtet. Geschaffen hat sie der Bildhauer Peter Lenk aus Konstanz. Von seinem viereinhalb Meter Sockel aus schaut der Löwe hämisch grinsend über den Platz, dessen Geschichte bis in die Zeit der Stadtgründung Schwerins im Jahr 1160 zurückgeht. Über Jahrhunderte bildete der Markt das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum der Stadt, nur hier war es den Schweriner Kaufleuten gestattet, zu Zeiten Heinrich des Löwen mit Lebensmitteln und handwerklichen Erzeugnissen zu handeln. Als auf dem Markt 1995 das Denkmal für den Stadtgründer Heinrich den Löwen eingeweiht wurde, gab es sehr zwiespältige Meinungen dazu: Während die einen lächelnd die vier dargestellten Episoden aus dem Leben Heinrichs betrachteten, riefen sie bei anderen Empörung hervor. Denn eines der vier in Stein gemeisselten Bilder, die sogenannte Gesässparade, zeigt nackte Hintern, die die Bardowicker Bürger aus Groll dem durchreisenden Herzog einst gezeigt haben sollen. Denn dieser hatte während seiner Regierungszeit Schwerin und Lübeck als wichtige Handelsplätze gefördert, während Bardowick immer mehr an Bedeutung verlor. Die Gesässhuldigung erinnert an die Geringschätzung, die die Bardowicker dem Herzog seitdem entgegen brachten. Die weiteren Bilder der Säule erzählen satirisch kritisch vom Wendenkreuzzug 1147, der Gründung Schwerins 1160 und der Erschaffung des Braunschweiger Löwen als Symbol der Regentschaft Heinrichs in der Residenz Braunschweig:
15.08.2025: Das Ehrenmal wurde für die 5249 toten U-Boot-Fahrer im Ersten Weltkrieg errichtet und am 8. Juni 1930 eingeweiht. Wegen Bauschäden erfolgte schon bald ein Neubau des Ehrenmals, das am 12. Juni 1938 eingeweiht wurde. Auf einem 15,30 m hohen Pfeiler befindet sich ein von Fritz Schmoll entworfener Adler, der 2001 wegen Schäden erneuert wurde. Das Hakenkreuz auf dem gemauerten Sockel wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch das U-Boot-Kriegsabzeichen überdeckt. In dem bogenförmigen Rundgang um das Ehrenmal sind auf 115 Bronzetafeln die Namen der gefallenen U-Boot-Fahrer beider Weltkriege sowie der im Dienst verunglückten Soldaten der Deutschen Marine verewigt. Eigentümer des Ehrenmals ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V:
