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Sonstige

27.08.2025: Der elektrisch betriebenene Portalkran befindet sich am Stadthafen Stade nahe der Salztorschleuse. Zusammen mit dem benachbarten Küstenmotorschiff Greundiek bildet er ein Ensemble der Industriegeschichte, das die Modernisierung des Hafenumschlags Anfang des 20. Jahrhunderts dokumentiert:

27.08.2025: Der restaurierte Portal-Drehkran von 1927 wurde als Schienen-Laufkran konstruiert und am Stader Stadthafen eingesetzt. Auf Grund des zunehmenden Güterumschlags konnte die 16 Meter hohe Krananlage nahezu über die gesamte Länge der Kaimauer bewegt werden. Zu der Zeit entlud man die Schiffe mit drei Kranwinden, der Hafenkran vereinfachte die Arbeiten. Der historische Hafenkran konnte im Jahr 2007 zum zweiten Mal vor der Verschrottung gerettet werden. Der Hafenkran ist zu verschiedenen Terminen begehbar:

18.08.2025: Vor dem Neuen Gebäude, an der Nordseite des Altstädtischen Marktes, steht eine Löwenskulptur, die an den Stadtgründer Schwerins, Heinrich den Löwen, erinnert. Diese wurde 1995 am Vorabend des 800. Todestages des Stadtvaters errichtet. Geschaffen hat sie der Bildhauer Peter Lenk aus Konstanz. Von seinem viereinhalb Meter Sockel aus schaut der Löwe hämisch grinsend über den Platz, dessen Geschichte bis in die Zeit der Stadtgründung Schwerins im Jahr 1160 zurückgeht. Über Jahrhunderte bildete der Markt das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum der Stadt, nur hier war es den Schweriner Kaufleuten gestattet, zu Zeiten Heinrich des Löwen mit Lebensmitteln und handwerklichen Erzeugnissen zu handeln. Als auf dem Markt 1995 das Denkmal für den Stadtgründer Heinrich den Löwen eingeweiht wurde, gab es sehr zwiespältige Meinungen dazu: Während die einen lächelnd die vier dargestellten Episoden aus dem Leben Heinrichs betrachteten, riefen sie bei anderen Empörung hervor. Denn eines der vier in Stein gemeisselten Bilder, die sogenannte Gesässparade, zeigt nackte Hintern, die die Bardowicker Bürger aus Groll dem durchreisenden Herzog einst gezeigt haben sollen. Denn dieser hatte während seiner Regierungszeit Schwerin und Lübeck als wichtige Handelsplätze gefördert, während Bardowick immer mehr an Bedeutung verlor. Die Gesässhuldigung erinnert an die Geringschätzung, die die Bardowicker dem Herzog seitdem entgegen brachten. Die weiteren Bilder der Säule erzählen satirisch kritisch vom Wendenkreuzzug 1147, der Gründung Schwerins 1160 und der Erschaffung des Braunschweiger Löwen als Symbol der Regentschaft Heinrichs in der Residenz Braunschweig:

15.08.2025: Das Ehrenmal wurde für die 5249 toten U-Boot-Fahrer im Ersten Weltkrieg errichtet und am 8. Juni 1930 eingeweiht. Wegen Bauschäden erfolgte schon bald ein Neubau des Ehrenmals, das am 12. Juni 1938 eingeweiht wurde. Auf einem 15,30 m hohen Pfeiler befindet sich ein von Fritz Schmoll entworfener Adler, der 2001 wegen Schäden erneuert wurde. Das Hakenkreuz auf dem gemauerten Sockel wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch das U-Boot-Kriegsabzeichen überdeckt. In dem bogenförmigen Rundgang um das Ehrenmal sind auf 115 Bronzetafeln die Namen der gefallenen U-Boot-Fahrer beider Weltkriege sowie der im Dienst verunglückten Soldaten der Deutschen Marine verewigt. Eigentümer des Ehrenmals ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V:

15.08.2025: Bis 1854 war Laboe dazu verpflichtet die Wassermühle in Lutterbek zu nutzen. Nach Aufhebung dieses Mühlenzwanges und der Einführung der Gewerbefreiheit von 1869, enstand die erste Windmühle in Laboe. Sie wurde 1872 als Erdholländer vom Mühlenbauer Johann Hinrich Matz, für den Müllermeister Martin Mertz errichtet. 1879 wurde sie an den Müllermeister Hinnerk Thiessen verkauft, welcher die Mühle 1897 an den Müllermeister Theodor Petersen verkaufte und kurz darauf für 5 Jahre von ihm pachtete. Ab 1902 wurde die Mühle von Theodors Sohn, Richard Petersen bewirtschaftet und brannte 1904 nieder. Die zweite Mühle, ein Galerieholländer Anno 1857 vom Gut Ornum bei Missunde an der Schlei, wurde 1906 abgebrochen, mit dem Schiff nach Laboe gebracht und am Platz der ersten Mühle wieder aufgebaut. Sie wurde im ersten Weltkrieg auf Befehl abgebrannt. In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg kaufte Müller Willi Thiessen den Platz der alten Windmühle zurück. Der neue Unterbau wurde aus den Resten der Festungen Stosch und Jägersberg, von ortsansässigen Handwerkern errichtet. Der Oberbau stammt von der Mühle aus Demühlen am Russee, welche 1867 erbaut wurde und stillgelegt werden sollte. Sie wurde in Demühlen demontiert und per Pferdewagen nach Laboe transportiert und bis 1923 wieder aufgebaut. Der Betrieb wurde 1964 eingestellt und die Mühle 1967 zum Restaurant umgebaut. Heute gehört sie zum Alten- und Pflegeheim in der Mühlenstrasse:

13.08.2025: Aus Anlass des 600-jährigen Gedenkens an den Tod Eulenspiegels schuf der Möllner Bildhauer Karlheinz Goedtke 1950 die Bronzefigur des Schalksnarren als Bekrönung des Brunnens neben dem Kirchberg. Diese beliebte Darstellung des Schalksnarren ist zum Wahrzeichen der Stadt geworden:

13.08.2025: In Mölln ist ganz bestimmt jedem „De Möllner un sien Frau“, offizieller Name „Begegnung“, bekannt. Die beiden begrüssen jeden, der das Stadthaus im Wasserkrüger Weg besuchen will. Das Werk von Bildhauer Hans-Werner Könecke wurde schon installiert, bevor die Bauarbeiten zum neuen Stadthaus 1986 abgeschlossen waren. Es lohnt sich, die beiden genauer anzusehen, denn die Gesichtszüge sind sehr detailliert und fein dargestellt:

02.08.2025: Das aus Bronze gefertigte Denkmal stellt die römische Göttin Flora dar, die Göttin der Blüte. In ihrer linken Hand hält sie eine Rose. Bereits im Jahre 1901 gab es in Quedlinburg eine Flora-Statue, die aber 1944 zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurde. 1998 machte der Quedlinburger Mittelalterverein Bergvolk wieder auf das Denkmal der Göttin aufmerksam und regte eine Wiederbeschaffung an. Mit Hilfe einer Spendenaktion, unterstützt von Frau Rautendelein Rienäcker, konnte die Finanzierung gesichert werden. Anlässlich des 100. Jubiläums der Erstaufstellung errichtete man 2001 dann eine neue Statue der Blumengöttin, die nun fortan an die große Tradition Quedlinburgs als Blumen- und Saatzuchtstadt erinnert. Das Denkmal ist zwei Meter gross und stammt aus der Feder der Berliner Kunst- und Bronzegießerei Frank Herweg:

02.08.2025: In dem Jahr 1433 wurde der Roland an der Westseite des Rathauses aufgestellt. Seine Entstehung jedoch, geht vermutlich schon auf das Baujahr des Rathauses 1381 zurück. Diese 4,20 große Sandsteinfigur ist somit nach der Bremer Rolandabbilung die älteste im Original erhaltene Figur dieser Art. Als Sinnbild der Stärke, des Rechtes und der Freiheit des Bürgertums, befindet sich die Rolandfigur heute wieder am originalem Standort an der Westseite des Rathauses. Von 1948 bis 1998 stand dieser an der Martinikirche:

02.08.2025: Die Franzosenkirche in der Antoniusstrasse wurde von 1713 bis 1718 von aus Frankreich aus religiösen Gründen geflüchteten Hugenotten erbaut. Bis zum Jahre 1818 war das Rokoko-Bauwerk seiner ursprünglichen Bestimmung entsprechend als Kirche in Verwendung. Durch die Vereinigung mit der deutsch-reformierten Gemeinde stand die Kirche in den nachfolgenden Jahren leer, wurde 1824 verkauft und diente für längere Zeit als Lagerraum für diverse Waren. Im Luftschutzraum der ehemaligen Kirche kamen am 8. April 1945 etwa 70 Menschen ums Leben. Die Ruine der Franzosenkirche ist seit 1968 nach Plänen von Walter Gemm Erinnerungsort an die Opfer der Luftangriffe auf Halberstadt. Eine Inschrift auf den Stufen zur Kirchenruine besagt: „Am 8. April 1945 fielen mehr als 1700 Menschen dem Bombenangriff auf Halberstadt zum Opfer. Etwa 70 von ihnen starben in dieser Kirche.“ Jedes Jahr am 8. April gibt es an der Ruine der Franzosenkirche eine Gedenkveranstaltung: