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Rathäuser

11.07.2024: Zweigeschossiger Fachwerkbau am platzartigen Aufeinandertreffen von Wirtsgasse und Hauptstrasse. Ein Stadtwappen am Portal auf der östlichen Giebelseite trägt die Datierung 1744, dabei handelt es sich aber um einen Teil der wiederverwendeten ehemaligen Fassung des Marktbrunnens. Ältere Gemeindeabrechnungen sollen eine Bauzeit um 1610 belegen. Das heutige Erscheinungsbild des alten Rathauses wird nicht unwesentlich von einer Umgestaltung im Jahr 1882 geprägt. Der schlanke Dachreiter mit spitzem Helm und Quergiebeln ersetzte zu diesem Zeitpunkt einen kleineren Vorgänger, die Gauben auf der südlichen Traufseite erhielten spitze Helme, das schon genannte Portal auf der Ostseite mit flankierenden Einfahrten für Spritzenwagen wurde eingerichtet. Das Dach schliesslich erhielt auf derselben Seite ein Freigespärre, ein Motiv, das auch an den Quergiebeln des Dachreiters zu finden ist:

11.07.2024: Niddatal besteht aus den Stadtteilen Assenheim (mit der Gehöftgruppe Wickstadt), Bönstadt, Ilbenstadt und Kaichen. Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Niddatal neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Stadtrat und fünf weitere Stadträte angehören. Der Sitz der Stadtverwaltung befindet sich zusammen mit dem Bürgerhaus in den Gebäuden an der Hauptstrasse 2 in Assenheim:

10.07.2024: Das Gebäude wurde mit finanzieller Unterstützung des Landesherrn als Brückenbau über einer Hauptverkehrsstrasse (seit 1986 Fussgängerzone) errichtet und war 1698 fertiggestellt. In historischer Zeit gab es darin lediglich zwei Amtsstuben. Den Rest des Gebäudes nahmen Räume für die Feuerspritze und für die Mehlwaage, für ein Wachtlokal, eine Arrestzelle, die Wohnung für den Stadtdiener und der Getreidespeicher ein. 1928 wurde das Haus durch Felssturz stark beschädigt und 1947 durch einen Brand in Mitleidenschaft gezogen:

08.07.2024: 1821 entstand nach den Plänen von Jacob Friedrich Dyckerhoff, einem Schüler des badischen Baumeisters Friedrich Weinbrenner, ein Neubau des Rathauses im Stil des Klassizismus. Die klar gegliederte Fassade wird dominiert von einem zentralen Giebelfeld mit Thermenfenster. Der Verwaltungssitz beherbergt eine Bildergalerie von Schwetzinger Künstlern und des international bekannten Fotografen Horst Hamann:

26.06.2024: Das Rathaus von Liederbach am Taunus liegt am Villebon-Platz in Oberliederbach. Liederbach ist eine kreisangehörige Gemeinde des Main-Taunus-Kreises. Sie liegt im Verdichtungsraum Frankfurt. Liederbach am Taunus setzt sich seit dem Gemeindezusammenschluss 1971 aus den Gemarkungen Niederhofheim und Oberliederbach zusammen:

26.06.2024: Das Alte Rathaus Kelkheim-Münster ist heute eine beliebte Speisegaststätte und Kneipe. Das Fachwerkgebäude blickt jedoch zurück auf eine lebendige und bewegte Geschichte, an die hier erinnert werden soll. Es wurde 1789 als privates Hofhaus erbaut, 1812 kaufte die Gemeinde Münster das Anwesen für 500 Gulden und baute das Gebäude zu einem Schulhaus mit Lehrerwohnung und einem Versammlungsraum für die Gemeinde aus. Der achteckige Uhrturm mit Glocke, der noch heute das Gesicht des Hauses prägt, kam 1819 dazu. 1898 baute die Gemeinde aus Platzgründen ein neues Schulhaus neben dem alten, doch noch bis 1937 wurde in einem Raum des Alten Rathauses weiter Unterricht abgehalten. Nach 1900 befand sich hier unter anderem die Arrestzelle. Ausserdem erhielt die Feuerwehr einen Raum im Erdgeschoss, wo auch die Löschspritze gelagert wurde. Von 1929 bis zur Eingemeindung von Münster nach Kelkheim 1938 diente das Alte Rathaus als Bürgermeisteramt. Anschliessend wurde es viele Jahrzehnte lang als Wohnhaus genutzt. 1974 beschloss die Kelkheimer Stadtverordnetenversammlung den Abriss des Fachwerkhauses, die Strasse davor sollte verbreitert werden, das alte Haus stand im Weg. Diskutiert wurde damals auch eine Versetzung ins Freilichtmuseum Hessenpark, um den historischen Bau zu retten. Doch die Bürger protestierten – mit Erfolg, das Gebäude mit der langen Geschichte durfte fortbestehen. Die Bürgervereinigung Münster stiftete für seine Erhaltung 50.000 DM (25.000 Euro). 1982 wurde das Alte Rathaus für 1 Million DM (500.000 Euro) kernsaniert. Erdgeschoss und Dachgeschoss wurden für die Vereinsnutzung ausgebaut, im ersten Stock wurde eine Gaststätte eingerichtet, die seit August 2014 von Gastronom Bernd Geis betrieben wird:

26.06.2024: Raumnot im alten Rathaus in der Hauptstrasse und die Unterbringung der Stadtverwaltung in zusätzlich angemieteten Häusern machten einen Rathausneubau notwendig. Das von den Frankfurter Architekten Dipl.-Ing. Günter Lange und Dipl.-Ing. Wolfgang Ebinger geplante Rathaus mit Plenarsaal und Stadtbücherei wurde nach zweijähriger Bauzeit am 21. Juni 1974 seiner Bestimmung übergeben:

Der Ofterdingenbrunnen wurde 1974 von der Stuttgarter Bildhauerin Angelika Wetzel für den Vorplatz des neuen Rathauses am Gagernring 6 gestaltet. Als Motiv für die
Bronzeplastik wurde die Sagenfigur des Minnesängers Heinrich von Ofterdingen gewählt. Dieser soll nach seiner Niederlage im Sängerkrieg auf der Wartburg (1206) in einer Höhle am Liederbach, nahe bei Hornau gelebt haben. Das Wasser des Brunnens, den Liederbach symbolisierend, fliesst über die Harfe, bringt sie sinnbildlich zum Klingen, benetzt den Leib des Sängers, und floss früher weiter abwärts durch drei gestaffelte Wasserbecken, die nunmehr zum Teil bepflanzt worden sind:

25.06.2024: Das Bürgerhaus von Kelkheim-Fischbach am Rathausplatz 3 diente der bis 1977 selbständigen Gemeinde als Rathaus. Im März 2015 wurde ein neues Bürgersonnenkraftwerk auf dem Dach des Bürgerhauses feierlich seiner sonnigen Bestimmung übergeben. Bürgermeister Tho­mas Horn weihte die Anlage mit den neuen Eigentümerinnen und Ei­gentümern und weiteren Vertretern der Stadt Kelkheim ein. In Zusammenarbeit mit der Sonneninitiative e.V. stellt die Stadt Kelk­heim die Dachfläche des Bürgerhauses zur Verfügung:

08.06.2024: Der langgestreckte Fachwerkbau über einem hohem Steinsockel wurde in der Oberstrasse 1 im 14. Jahrhundert als Zehnthof des Kölner Andreasstiftes errichtet. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts befand sich in dem Gebäude die Kurpfälzische Kellerei, die als Dreiflügelanlage ausgebaut wurde. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude vorübergehend als Hotel Alter Zollhof genutzt. Seit 1940 ist es das Rathaus und beherbergt die städtische Verwaltung. Bemerkenswert sind die Erdgeschossarkaden auf der Hofseite aus dem 16. Jahrhundert und die mittelalterliche Wasserleitung:

10.05.2024: 1986 erbaute man auf den Grundmauern der ehemaligen Zehntscheune das neue Rathaus, den aktuellen Verwaltungssitz der Stadt Lohr am Main. Vorher standen hier der Pferdestall (Marstall) für die hohen Gäste und von 1863 bis 1949 ein Gefängnis: