09.02.2026: Die römisch-katholische Karmelkirche (offiziell Mutter vom guten Rat) ist eine geschichtsträchtige Ordens- und Gemeindekirche am Duisburger Innenhafen. Sie verbindet mittelalterliche Gotik mit moderner Nachkriegsarchitektur der 1960er-Jahre An dieser Stelle stand ab 1272 die gotische Minoritenkirche der Franziskaner, die 1315 geweiht wurde. Nach der Reformation blieb sie ein wichtiges Zentrum für katholische Gläubige. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bis auf den gotischen Chorraum komplett zerstört. Auf den alten Grundmauern wurde 1961 die heutige Saalkirche für den Orden der Karmelitinnen errichtet. Die Aussenwand kombiniert alten Tuffstein mit modernen Betonkonstruktionen. In der Südwand befinden sich 570 kreisrunde Einzelfenster, die in quadratische Betonblöcke gefasst sind. Seit dem Jahr 2000 besitzt die Kirche eine hochwertige mechanische Orgel der renommierten Werkstatt Orgelbau Klais aus Bonn. Die Karmelgemeinde gilt als eine sehr lebendige, offene und engagierte Gemeinschaft im Ruhrgebiet. Neben klassischen Gottesdiensten bietet sie spirituelle Auszeiten wie meditative Taizé-Andachten, Zen-Kontemplation sowie ein eigenes Bildungswerk. Zudem existiert vor Ort die Karmel-Kommunität, in der Menschen gemeinschaftlich leben:
09.02.2026: Beim Bau der U-Bahn kamen 1980 Reste einer spätmittelalterlichen Markthalle zutage. Nach Abschluss der archäologischen Grabungen ist die vermutete Kontur der Halle als Stahlmodell nachempfunden worden:
09.02.2026: Der Kran steht auf der südlichen Uferpromenade am Philosophenweg direkt vor dem Gebäude der Landesleitstelle der Polizei NRW und prägt dort das maritime, historische Erscheinungsbild der Flaniermeile. Die fahrbare Verladeanlage wurde 1954 vom bekannten Hersteller Wolffkran in Heilbronn errichtet. Ursprünglich besass der Drehkran eine Tragkraft von vier Tonnen und diente jahrzehntelang dem wichtigen Getreideumschlag im Hafen. Aufgrund seiner historischen Bedeutung für die Region und die Entwicklung des Ruhrgebiets steht der Kran seit Juli 1995 unter Denkmalschutz:
09.02.2026: An der Uferböschung des Duisburger Innenhafens (Schifferstrasse 36-38) stehen zwei stillgelegte Vollportal-Doppellenker-Wippdrehkräne. Die historischen Krananlagen wurden 1959 bzw. 1981 in Betrieb genommen und bis ca. 2002 von der Rheinisch-Westfälischen Speditionsgesellschaft mbH (RWSG) im Güterumschlag eingesetzt. Nach Einstellung des Betriebs der RWSG und Abbruch von Teilen der Lagergebäude wurde in den vergangenen Jahren an selbiger Stelle der Neubau des Nordrhein-Westfälischen Landesarchives errichtet. Die beiden historischen Krananlagen wurden zwischenzeitlich unter Denkmalschutz gestellt. Sie zeugen heute von der ehemals grossen industriellen Bedeutung des Duisburger Innenhafens:
09.02.2026: Seit 1902 besteht das Duisburger Stadtmuseum, das aus der Sammlung des Duisburger Altertumsvereins hervorging. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich das Niederrheinische Museum im Kantpark (1969-1990) und baute hier seinen archäologischen Schwerpunkt aus, 1991 schliesslich zog das Institut als Kultur- und Stadthistorisches Museum an den Duisburger Innenhafen. Der neue Standort des Kultur- und Stadthistorischen Museums verbindet anschaulich die Vergangenheit mit der Gegenwart. Die archäologische Zone Alter Markt, die Stadtmauer, deren sichtbare Teile aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammen, die spätgotische Salvatorkirche und das Dreigiebelhaus erinnern an das mittelalterliche Stadtleben, obwohl die Innenstadt im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde. Der Innenhafen ist ein deutliches Beispiel für den heutigen Strukturwandel der Region. Die alten denkmalgeschützten Speicher- und Mühlengebäude, ehemals Brotkörbe des Ruhrgebiets genannt, erhalten als Bestandteile des multifunktionalen Dienstleistungsparks Innenhafen anspruchsvolle Umnutzungen. Im Altbautrakt des Museums, dem Getreidesilo der Rosiny-Mühle von 1902, wird die Geschichte der Mühlenindustrie am Innenhafen in der neuen Stadtgeschichte-Ausstellung erläutert. Im Jahr 2002 feierte das Museum sein 100-jähriges Bestehen. Seit 2007 zeigt eine umfassende, modern gestaltete Dauerausstellung die Geschichte Duisburgs von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Kulturgeschichtliche Highlights sind die Münz- und Antikensammlung Köhler-Osbahr sowie die europaweit berühmte Mercatorsammlung mit den Globen und Atlanten des berühmten Kartographen des 16. Jahrhunderts:
09.02.2026: Schon in den achtziger Jahren wurde mit dem Umbau des Innenhafens begonnen und die am mittelalterlichen Rheinufer liegende Stadtmauer freigelegt. Bis dahin kannte kaum ein Duisburger diese Stadtmauer – denn Industrie und Gewerbe nutzten sie von beiden Seiten als Abschlussmauer für ihre Gebäude. Erst die Abrissbirne legte in der zweiten Hälfte der 80er Jahre die Mauer frei. Sie liegt nun – statt wie vor Jahrhunderten auf einem Wall – in einem Graben. 1120 wurde die Stadtmauer angelegt und in einer zweiten Phase im 12./13. Jahrhundert vollendet. Hinter der Stadtmauer entstand Ende der achtziger Jahre das erste Innenhafen-Wohnviertel. Die spitzgiebeligen Dächer der Häuser – bewusst überragen sie die Mauer – interpretieren die alten formen und passen sich ihrer historischen Umgebung an. Corputiusviertel heißt dieses Wohnquartier, benannt nach dem Corputiusplatz am kulturhistorischen Museum und dem internationalen Zentrum der VHS:
09.02.2026: Das Landesarchiv NRW ist das Gedächtnis des Landes Nordrhein-Westfalen und seiner Vorgängerstaaten. Es sichert Rechts- und Kulturgüter von hohem Wert und dient den Bedürfnissen der Gesellschaft nach historischer Information, Transparenz des Verwaltungshandelns und Rechtssicherheit. Mit einem ambitionierten Architekturprojekt wurde Deutschlands grösstes Archivgebäude errichtet. Das 200 m lange Gebäude der Architekten Ortner & Ortner setzt internationale Massstäbe. Das Landesarchiv NRW zeigt sich zur Autobahn und zum Innenhafen als markante ziegelrote Baufigur. Das vorhandene, denkmalgeschützte 48 m lange Speichergebäude aus den 30er Jahren wurde durch einen 76 m hohen Archivturm im Zentrum aufgestockt. Ein wellenförmiger, 160 m langer Baukörper ergänzt die prägende Gestalt des Speichers und des Turmes, setzt sich aber selbstbewusst durch seine besondere Form ab. Das Foyer liegt im Schnittpunkt des Speichers und der weiteren Flächen der Welle. In diesem Schnittpunkt befindet sich auch der Eingang. Das Foyer und die öffentlichen Bereiche öffnen sich zur Uferpromenade. Im Innern des Foyers blickt man über grosse Öffnungen in das gesammelte Archivmaterial. Im Landesarchiv NRW kann langfristig auf bis zu 148 Regalkilometern das rheinische Archivgut aufgenommen werden. Ausserdem befinden sich in dem Neubau ein Lesesaal, ein Ausstellungsraum und Büros:
09.02.2026: Um 800 gründeten die Franken, bedingt durch die günstige Verkehrslage an Rhein und Hellweg, auf dem Burgplatz eine Königspfalz als Verwaltungszentrum. Die Holzkapelle, die zu der Pfalz gehört, ist Vorgängerin der heutigen Salvatorkirche. Um 1000 ersetzt man die Holzkapelle durch einen romanischen Steinbau. 1254 übernimmt der Deutschritterorden das Patronat über die Kirche. Die Ritter erbauen, unter Einbeziehung des romanischen Grundrisses, eine dreischiffige, gotische Pfeilerbasilika. Am Palmsonntag 1467 brennt der Kirchturm ab. Im gleichen Jahr erfolgt die Grundsteinlegung für einen neuen Turm, der im Jahr 1493 wieder aufgebaut ist. Er hat eine Höhe von 106 Metern und dient der Stadt als Wachturm. 1571 wird die Kirche evangelisch. 1594 stirbt der Kartograph Gerhard Mercator und wird in der Kirche beigesetzt. Kleinere Ausbesserungsarbeiten geschahen um 1816 und um 1850. In den napoleonischen Kriegswirren musste 1815 für ein Jahr lang die Salvatorkirche als Kornspeicher herhalten, um das französische Heer zu versorgen. Der preussische Staat besorgte die anschliessende Ausbesserung, die ebenfalls ein Jahr andauerte.
Der Anstrich im Inneren der Kirche sollte 1883 aufgefrischt werden. In der reformatorischen Zeit bis spätestens um 1790 waren alle Wand- und Deckengemälde vollständig mit Kalkfarbe übertüncht worden, der Wunsch der Gemeinde nach einer noch umfangreicheren Wiederherstellung der Salvatorkirche in den Folgejahren wurde immer lauter und auch dringlicher. Der Verfall drohte. Der Beschluss einer Baukommission zur Renovierung fiel 1898. Die ersten Arbeiten begannen 1901. Der letzte Gottesdienst in der Salvatorkirche fand statt am 13.04.1903. Jetzt wurde in grossem Stile im Inneren und an der äußeren Gebäudehülle restauriert und saniert. Am 13. Mai 1943 sucht ein verheerender Bombenangriff auf Duisburg die Salvatorkirche heim. Der brennende Kirchturm stürzt auf das Langhaus und die Kirche brannte völlig aus. 1960 ist der Wiederaufbau abgeschlossen. Von 1989 bis 2002 erfolgt eine Generalsanierung der Salvatorkirche. Eine neue Orgel der Schweizer Firma Kuhn wird am Michaelissonntag 2002 in Dienst genommen:
09.02.2026: Das Kontorhaus war das erste Zeichen für eine Veränderung im Innenhafen. Der unansehnlich wirkende Bau neben der Schwanentorbrücke wurde ein Vorzeigeprojekt für den Wandel des Innenhafens zu einem modernen Dienstleistungsstandort. Dabei musste das einst von der Firma Lehnkering & Cie erbaute Speichergebäude im Sinne des Denkmalschutzes behandelt werden. Das waren nicht nur die Denkmalpfleger dem markanten Bauwerk schuldig. Lehnkering hat seit über 100 Jahren die Geschicke des Duisburger Hafens und vor allem den Innenhafen durch seine Speicher und Verwaltungsgebäude geprägt. Firmengründer Karl Lehnkering liess 1886 neben der Schwanentorbrücke ein hölzernes Getreidelager errichten, das nach zwei Jahren die erste Aufzugsanlage und einen sechsgeschossigen, massiven Speicheranbau erhielt. Die Anlage brannte 1889 ab und wurde 1913 erneuert. Der heute noch erhaltene Speicherbau wurde 1914 in Betrieb genommen. Der Zweite Weltkrieg hinterliess Spuren an Turm, Dächern und Obergeschossen. Erst 1954 war der Wiederaufbau abgeschlossen. Die Metallgesellschaft Frankfurt begann 1993 mit dem Umbau des Speichers in ein Büro- und Dienstleistungsgebäude, dem heutigen Kontorhaus, das zwei Jahre später im neuen Glanz erstrahlte und seitdem Platz für rund 380 Arbeitsplätze bietet. Um die technischen und räumlichen Voraussetzungen für einen modernen Bürobetrieb zu schaffen, wurde die Rückfassade des Gebäudes in Abstimmung mit den Denkmalschützern aufgeschnitten und weiträumig geöffnet. So konnte das Tageslicht auch den Innenbereich erhellen. Darüber hinaus entstand ein attraktiver, geschützter Hofbereich, der begrünt wurde:
09.02.2026: Vor dem Schwanentor zu Füssen des Alten Marktes befand sich schon immer ein Brückensteg für den Personen- und Warenverkehr. 1844 wurde eine Zugbrücke über den damaligen Ruhr-Kanal errichtet und seither mehrmals erneuert und verbreitert. Die heutige Schwanentorbrücke mit ihren vier Brückentürmen ist eine Hubbrücke, die nach Entwürfen von Hans-Siegfried Persch 1950 angelegt wurde. In einem der Türme befindet sich der Leitstand für die Hubtechnik sowie für die Hydraulik des neuen Fussgängersteges. Von der Brücke aus ist westlich das Hochwasser-Sperrwerk am Marientor mit Tor zum Aussenhafen zu sehen. Es geht auf eine Anlage von 1844 zurück und wurde 1926-29 erneuert: