20.11.2025: Auf einen felsigen Vorsprung über dem Runkeler Ortsteil Dehrn liegt das aus einer Burg entstandene Schloss Dehrn. Die Burg wurde wahrscheinlich noch vor 1197 durch die Grafen von Diez zur Sicherung eines Lahnübergangs errichtet. Im 13. /14. Jahrhundert gehörte eine Hälfte der Burg den Grafen von Weilnau. Sie verpfändeten ihr Hälfte an Siegfried von Runkel, Probst des Klosters Gemünden. 1492 ging die Anlage an die Ritterfamilie Frei von Dehrn über. Diese nahmen im 16. Jahrhundert einen schlossartigen Umbau vor. Als das Geschlecht mit Franz Alexander Frei von Dehrn im Jahr 1737 ausstarb, gelangte es in den Besitz derer von Greiffenclau und in andere private Hände. Nach wechselnder Nutzung stand das Schloss von 2000 bis 2012 leer und hat seit letztem Jahr wieder einen neuen Besitzer. Heute hat sich eine noch immer ansehnliche Schlossanlage erhalten. Von der mittelalterlichen Burg blieben der Runde Turm und ein Wohnbau aus dem 13. Jahrhundert erhalten. Beide wurden im 19. Jahrhundert historisierend erneuert, wobei der Runde Turm durch einen achteckigen Aufsatz erweitert wurde. Alle weiteren Bauten stammen ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert:
20.11.2025: Die neobarocke Saalkirche wurde nach einem Entwurf des Architekten Theodor Hermann 1925/26 erbaut. Die Kirche ist nicht geostet, der Chor steht im Westen. Der an der Südostecke des Kirchenschiffs angebaute quadratische Kirchturm steht in einer Linie mit der Fassade, die einen geschwungenen Giebel hat. Das Portal befindet sich in einem Anbau davor. Das Kirchenschiff ist mit einem Walmdach bedeckt. Den Innenraum des Kirchenschiffs überspannt ein gestuftes Tonnengewölbe. Das oberste, schiefergedeckte Geschoss des Turms enthält den Glockenstuhl, in dem fünf Glocken hängen, eine stammt aus der Nikolauskapelle, die von der Eifeler Glockengiesserei hergestellt wurde. Auf dem Turm sitzt eine Haube mit den Ziffernblättern der Turmuhr:
20.11.2025: Das Gebäude wurde im Jahre 1871 errichtet, als der wachsende Ort mit seinen Bodenschätzen einen gewissen Wohlstand erreichte. Heute dient es noch als gemeindliche Aussenstelle. Es handelt sich um einen farblich betonten Blankziegelbau mit symmetrischer Fassade, Mittelrisalit und guter Friesgliederung. Der Zierat beschränkt sich ansonsten auf kleine Schulter- und Giebeltürmchen:
21.10.2025: Der Brückenkran auf der Haedgehalbinsel im Rostocker Stadthafen ist ein denkmalgeschütztes Industriedenkmal aus den 1950er Jahren. Er gilt als bedeutendes Symbol für die maritime Geschichte der Hansestadt und den Wandel des Hafengeländes zur heutigen Bummelmeile. Der Kran wurde vom ehemaligen VEB Kranbau Eberswalde gefertigt. Es handelt sich um einen Brückenkran, der ursprünglich für den Güterumschlag, insbesondere am Kohlkai, genutzt wurde. Er befindet sich prominent auf der Haedgehalbinsel, in direkter Nachbarschaft zum Museumshafen Rostock. Der Kran ist nicht mehr in Betrieb und dient heute als maritimer Hingucker. Aufgrund von Unterspülungen der Kaianlage musste er in der Vergangenheit teilweise gesichert oder leicht versetzt werden, um die Standsicherheit zu gewährleisten:
21.10.2025: Bei der Windmühle aus dem Jahr 1866 handelt es sich um einen sogenannten Galerie-Holländer. Sie verfügt über eine sich mit dem Wind drehende Turmhaube, an der die Flügel befestigt sind. Unterhalb befindet sich eine umlaufende, begehbare Galerie. Die unter Denkmalschutz stehende Mühle war von 1867 bis 1991 in Betrieb. Sie steht in der Nähe des zentralen Kirchplatzes und des Kurparks in Warnemünde. Auch die benachbarte Mühlenstrasse ist nach dem ortsbildprägenden Bauwerk benannt. Nach einem Zwischenfall am 19. Mai 2025, bei dem ein Flügel abgebrochen war, wurden alle Flügel der historischen Mühle abmontiert. Im Innern des Gebäudes ist noch viel von der alten Mühlentechnik erhalten und auch die Flügel soll die knapp 160 Jahre alte Holländerwindmühle möglichst wieder bekommen. Derzeit wird allerdings erst einmal nach der Ursache dafür gesucht, warum ein Flügel abgestürzt war. Erst danach werde ein Plan dafür gemacht, wie es weitergehen soll:
21.10.2025: 1866 begann der Bau der neugotische Kirche zu Warnemünde. Das neue Gebäude, von Landbaumeister Krüger (Schwerin) entworfen und von Landbaumeister Wachenhusen (Rostock) ausgeführt, entstand damals am westlichen Ortsrand, heute steht sie in der Mitte des Ortes. Die Kirche ist zwar relativ jung, jedoch mit bedeutenden Ausstattungsstücken geschmückt, die aus dem Vorgängerbau übernommen wurden. Der gotische Schnitzaltar ist das Werk eines unbekannten Danziger Meisters vor dem Jahr 1475. Ein über 300 Jahre altes Uhrwerk steht seit Mai 2007 im Nordflügel der Kirche. Zu den aus der alten Warnemünder Kirche erhaltenen Gegenständen gehören auch die damals am dortigen Gestühl befestigten Hausmarken – etwa 60 Holzteile. Teilweise im Gras verborgen liegt vor dem Ostchor der Kirche eine 2,65 x 1,70 Meter grosse Steinplatte, die vermutlich im 19. Jahrhundert auf dem Gehweg zum Pfarrhaus lag. Dem Besucher der Warnemünder Kirche fallen zwei Gegenstände auf, die nicht in vielen Kirchen zu finden sind. In den Seitenschiffen sind zwei Votivschiffe zu sehen, die der Kirchgemeinde von den Warnemünder Lotsenkommandeuren Davids und Jantzen geschenkt worden sind:
21.10.2025: Die Mühle Lilly Louise wurde etwa im Jahre 1880 erbaut. Sie war der Anlaufpunkt für die Getreidebauern der Umgebung. Nach dem Krieg ging der Mühlenbetrieb von 1955-1995 weiter, denn der Müller Arlt kaufte die Mühle von dem Landwirt Bollhagen aus Dierkow-West. Anfang der 80er Jahre wurde die Mühle umgebaut und als Jugendclub Klaus Störtebeker geführt. Der Mühlenbetrieb ging weiter. Anfang der 90er Jahre wurde der Jugendclub aufgelöst und die Mühle der Familie Arlt zurückgegeben. 1993 wurde ein Teil der Mühle als Restaurant eröffnet. 1995 konnte der untere Teil der Mühle als historische Mühlenstube für viele Anlässe genutzt werden. Heute wird die Dierkower Mühle als beliebtes Restaurant genutzt. Für Feiern jeder Art stehen vier unterschiedliche, geschmackvoll gestaltete Räumlichkeiten zur Verfügung:
03.10.2025: Die Osdorfer Mühle ist eine historische Galerieholländer-Windmühle, die 1888 erbaut wurde. Das markante, denkmalgeschützte Gebäude mit seinem hellgrünen Dach beherbergt heute ein Restaurant und ist ein bekanntes Wahrzeichen an der Osdorfer Landstrasse. Die Mühle wurde von Wilhelm Johannsen entworfen und war bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Betrieb. Sie gilt als einer der wenigen verbliebenen Zeugen der landwirtschaftlichen Geschichte Osdorfs, das früher von rund 30 Höfen geprägt war. Nachdem das langjährige Restaurant Don Quichotte geschlossen wurde, ist dort seit Oktober 2025 Scotty’s Elbmühle beheimatet:
02.10.2025: Die Holländermühle, ursprünglich Margarethe genannt, wurde im Jahre 1861 in Legan (Kreis Rendburg-Eckernförde) erbaut und war dort auch bis 1970 im Betrieb. 2010 wurden die verbliebenen Reste dort abgebaut und von einer holländischen Firma aufgearbeitet und ergänzt. Im Frühjahr 2013 begann der Aufbau der neuen Mühle Nicola in Schleswig und zu Pfingsten 2015 war dann die Eröffnung:
02.10.2025: Das St.-Johannis-Kloster von Schleswig gilt als besterhaltene Klosteranlage Schleswig-Holsteins. Bereits zwischen 1200 und 1230 wurde auf dem Holm ein Benediktinerinnenkonvent gegründet. Nach der Reformation wurde das Kloster zum adeligen Damenstift. Nonnen und Konventualinnen prägten im Laufe der Zeit dieses einzigartige Ensemble, das als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz steht. Der Kernbereich – umgeben von mehreren freistehenden Häusern – umfasst neben der Klosterkirche einen Innenhof, den umlaufenden Kreuzgang, den Kapitelsaal und den Remter. Diese Teile des Klosters sind für die Öffentlichkeit zugänglich und werden vielfältig als Begegnungsstätte für sakrale und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die in der Klosteranlage errichteten Wohnräume der Ordensfrauen dienen heute, ebenso wie die umliegenden Gebäude, zum überwiegenden Teil zu Wohnzwecken: