04.04.2025: Das ehemaliges Gasthaus Zur Traube war ab 1921 zeitweise Sitz des Postamtes in Lorch. Es handelt sich um ein volunimöses, stattlich wirkendes, barockes Wohnhaus mit hohem Mansardwalmdach. Anstelle der heutigen links neben dem Haus befindlichen Doppelgarage befand sich einst die zum benachbarten Hospital gehörende Heilig-Geist-Kapelle. Sie wurde bereits 1388 erwähnt und bis ins 18. Jashrhundert benutzt. 1784 war sie bereits ein Kelterhaus, schliesslich wurde das Gebäude in den 1960er Jahren weitestgehend abgerissen und als Garage umgebaut:
04.04.2025: Das Hilchenhaus ist der bedeutendste Renaissancebau des gesamten Mittelrheintals und heute, nach seiner umfassenden Instandsetzung durch Mittel von Bund, Land, Region und Stadt, sehr sehenswert. Das ursprüngliche Familienstammhaus des Lorcher Adelsgeschlechts von Hilchen stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der damalige Reichsfeldmarschall Johann Hilchen hatte es kurz vor seinem Tod zwischen 1546 und 1548 erbauen lassen. Von Hilchens einzige Tochter erbte den Prachtbau mit seiner monumentalen Schaufassade und einem unkonventionellen Erker. Die Familie erhielt es über Generationen, bevor es zu verfallen drohte. Im zweiten Stock befinden sich heute die Tourist-Info und eine kleine Vinothek:
04.04.2025: Das Standbild des preussischen Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher (1742–1819) mit der vier Meter hohen Statue auf einem gleich hohen Granitsockel erinnert an den Rheinübergang Blüchers und seiner Schlesischen Armee in Kaub im Jahre 1813/14. Es zeugt von der Verehrung des Marschalls Vorwärts, wie Blücher auch volkstümlich genannt wurde, zur Zeit des Deutschen Reiches. Am 18. Juni 1894 wurde das vom Berliner Bildhauer Prof. Friedrich Schaper entworfene und von der Metallgiesserei Walter Gladenbeck in Friedrichshagen gegossene Denkmal feierlich enthüllt:
04.04.2025: Von 1900-1927 stand auf dem Grundstück eine Turnhalle. Nach deren Abriss wurde ein Rathaus gebaut, in dem von 1929-1978 die Stadtverwaltung untergebracht war. Danach wurde das Gebäude als städtisches Mietshaus genutzt:
04.04.2025: Das Gebäude wurde 1864 von Eduard Zais aus Nassau als Schule und Rathaus entworfen und 1866-68 errichtet. Es handelt sich dabei um einen stattlichen spätklassizistischen Bau:
04.04.2025: Zwischen den Jahren 1655 und 1664 wurde in Kaub das Rathaus wiedererrichtet, das zuvor in den Wirren des Dreissigjährigen Krieges abgebrannt war. Der Wiederaufbau fand am Standort des Vorgängerbaus am Marktplatz statt. Errichtet wurde ein Fachwerkbau, dessen Rückwand sich mit dem 1511 errichteten siebeneckigen Treppenturm an den Mauerzug mit Hochwassernotweg zwischen der alten rheinseitigen Stadtmauer und der Kirche lehnt. Auf dem barocken Turmhelm sitzt eine viereckige Hauben-Laterne für eine kleine Glocke:
04.04.2025: Die Kirche in Kaub stellt eine bauliche Besonderheit dar, da sie die evangelische und die katholische Kirche als Simultankirche unter einem Dach vereint. Der linke Gebäudeteil beherbergt die katholische Kirche und wurde in den Jahren 1771/72 errichtet. Der rechte Bauteil – die evangelische Kirche – stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der 27 Meter hohe Kirchturm war einst Teil der Stadtbefestigung:
04.04.2025: Das Blüchermuseum der Stadt Kaub im ehemaligen Gasthof Stadt Mannheim zeigt die Geschichte der spektakulären Rheinüberquerung von Blüchers preussisch-russischen Schlesischen Armee im Januar 1814 im Kampf gegen Napoleon. In der Neujahrsnacht auf 1814 überquerten ca. 50.000 Soldaten unter dem Kommando von Feldmarschall von Blücher in fünf Tagen auf einer Pontonbrücke den Rhein bei Kaub und drängten die nach der Völkerschlacht bei Leipzig geschwächten napoleonischen Truppen zurück. Kommerzienrat Johann Daniel Kilp hatte den Gasthof Stadt Mannheim im Jahr 1780 errichten lassen als vornehmes, aus 11 Achsen bestehendes Barockpalais von dem kurpfälzischen Hofbaumeister Franz Wilhelm Rabaliatti. Ergänzt wurde es 1792 durch eine hufeisenförmige Hofanlage, die teilweise in den Schieferfelsen hineingebaut wurde. Dort wurden Speicher, Lagerräume und Pferdeställe errichtet. Im Gasthof übernachteten vor allem Schiffer, die darauf warten mussten, die Zollstation an der Kauber Pfalz passieren zu dürfen:
04.04.2025: Seit dem 16. Jahrhundert waren kurpfälzisches Amtshaus und Zollschreiberei getrennt. Es handelt sich um eine verwinkelte, höchst reizvolle Anlage unter Verwendung eines Teils der spätromanischen und spätgotischen Stadtmauer und eines Stadtmauereckturms, des sogenannten Zollschreiberturms. Der heutige Bau wurde 1552 mitten auf der spätgotischen Stadtmauer errichtet, sodass er zur Hälfte rheinseits vorspringt. An der Hoffront befindet sich ein polygonaler Treppenturm, die beiden verschindelten Fachwerkgeschosse mit Krüppelwalmdach stammen wohl von 1667 und wurden 1739-41 erneuert. Der rückwärtige Anbau als Wohnbau des Amtmanns, in der Anlage 1667, umgebaut 1735-41 von Zimmermeister Johann Germerath nach Entwurf des kurpfälzischen Hofbaumeisters Zeller aus Mannheim:
04.04.2025: Am Kauber Rheinufer, nahe dem Fähranleger, befindet sich das Lotsenmuseum Kaub. Dieses war als Aufenthaltsraum für die Kauber Lotsen erbaut worden. Ein Lotse ist ein nautischer Berater der dem Schiffsführer hilft gefährliche Streckenabschnitte zu befahren. Früher wurde dieser Beruf öfter ausgeübt als heute in Zeiten der Radar unterstützten Fluss- und Seeschifffahrt. Nach der Rheinvertiefung wurden die Lotsen überflüssig. Heute wird die alte Lotsenstation als kleines Museum genutzt und vermittelt Wissen zur Arbeit der Kauber Rheinlotsen. Es präsentiert verschiedene Schiffsnachbauten sowie Zeitdokumente zur Rheinschifffahrt. Ein Kurzfilm zeigt das Leben der Lotsen und ihren Arbeitsalltag auf dem Rhein. Das Museum kann nach vorheriger Vereinbarung besichtigt werden. Zudem ist ein Besuch im Rahmen von Stadtführungen möglich: