Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten
30.07.2025: Einen Tiefpunkt in der Geschichte von Tangermünde erlebten die Bürger am 13. September 1617, als an drei Stellen zur gleichen Zeit gewaltige Brände aufloderten. Lediglich die Gebäude aus Backstein, welche zur Zeit der Hanse errichtet worden waren, wie Stadtmauer, Stadttore, Kirchen und der heutige Rathausanbau, blieben mehr oder weniger verschont. Grete Minde wurde für diese Tat zur Verantwortung gezogen. Das von der Stadt angerufene Schöppengericht der Mark Brandenburg verurteilte Grete Minde zum Tode. Am 22. März 1619 wurde das Urteil, ein qualvoller Tod auf dem Scheiterhaufen vollstreckt. Theodor Fontane setzte ihr in seiner gleichnamigen Novelle Grete Minde ein literarisches Denkmal. Bis heute ist die Schuld oder Unschuld dieser Frau am Stadtbrand und somit am Beginn des Niederganges der einst reichen Stadt nicht ganz geklärt. Tangermünder Bürger haben dieser Frau ein Denkmal gesetzt. Es wurde an Ihrem 390. Todestag am 22.03.2009 am Rathaus enthüllt, eine Erinnerung an Unrecht und Leid. Die Bronzeplastik ist eine echte Sehenswürdigkeit und steht neben der Gerichtslaube des Rathauses und wurde von Lutz Gaede, einem Künstler aus der Altmark erschaffen:

30.07.2025: Die Stephanskirche befindet sich auf der höchsten Erhebung Tangermündes, dem Prälatenberg. Sie zählt zu den herausragenden Bauwerken der norddeutschen Backsteingotik. Verschiedene Quellen schrieben dem Turm eine Höhe von 94 Metern zu. Einige wenige Tangermünder und auch Touristen äusserten über viele Jahre Zweifel an dieser enormen Höhe. Erst die Vermessung des Turms im Zuge der Sanierung (1998-2000) sollte den Skeptikern Recht geben und ergab eine Höhe von 87,5 Metern. Aber auch mit dieser Höhe darf St. Stephan für sich weiterhin beanspruchen, der höchste Kirchturm in der Altmark zu sein. Das erste nachweisbare Bauwerk ist eine romanische Backsteinkirche von vor 1188. Von diesem sind Teile im heutigen Bau erhalten, an der Aussenwand des letzten Langhausjoches befindet sich zwischen zwei kleinen gotischen Rundbogenfenstern ein romanisches Fenster. Die ursprüngliche Planung in den 80er Jahren des 12. Jahrhunderts, an St. Stephan in Tangermünde ein Domherrenstift einzurichten, wurde letztendlich zu Gunsten der in Stendal befindlichen Kirche St. Nikolaus entschieden. Die St. Stephanskirche in Tangermünde zählt zu den herausragenden Bauwerken der norddeutschen Backsteingotik. Aufgrund ihrer qualitätvollen Architektur und der wertvollen Ausstattung erreicht sie europäischen Rang:
30.07.2025: Die Elblagerhaus GmbH liess 1941 am Hafen ein Getreidesilo mit 10.000 Tonnen Kapazität errichten, um Getreide, Hülsenfrüchten und Ölsaaten zu lagern. Heute noch ist die Anlage ein weithin sichtbares, attraktives Ensemble:

30.07.2025: Die romanische Feldsteinkirche wurde um 1200 erbaut und dem Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Kaufleute und Schiffer, geweiht. Im Zuge der Reformation wurde sie 1538 profaniert und verlor ihre Funktion als Gotteshaus. Über die Jahrhunderte diente das Gebäude unter anderem als Garnisonsgefängnis, Lazarett, Feuerwehrhaus und Sitz von Kulturvereinen. Sie befindet sich direkt am markanten Neustädter Tor am westlichen Rand der Altstadt.:

30.07.2025: Ebenso wie das Hünerdorfer Tor war auch das Neustädter Tor ursprünglich eine Doppeltoranlage. Heute ist vor allem noch das innere Tor zu sehen. Reste des Vortores und Teile der Verbindungsmauer sind heute aber auch noch zu finden. Der kürzere rechteckige Turm des Neustädter Tors entstand um etwa 1300 und hatte eine zinnenbekrönte Plattform, die im 16. Jahrhundert durch ein Walmdach ersetzt wurde. Der höhere Rundturm und der überdachte Wehrgang zwischen den Türmen wurden um 1450 erbaut. Die aufgemalten Wappen über der Tordurchfahrt brachte man erst 1897 auf. Sie zeigen neben dem preussischen Königsadler, auch den Tangermünder und den Brandenburger Adler sowie den Reichsadler des Bismarckreiches von 1871 und den Adler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die St. Nikolai Kirche schliesst mit ihrem Turm direkt an das Tor an. Heute befindet sich in der Kirche ein urige Gaststätte. Eine Lücke in der Stadtmauer, welche im 19. Jahrhundert beim Bau einer Grundschule entstanden ist, wurde 2019 geschlossen. Neben dem Neustädter Tor sind auch das Hünerdorfer Tor mit dem Eulenturm und das Elbtor erhalten geblieben:

30.07.2025: Die Bahnstrecke Stendal–Tangermünde ist eine Nebenbahn in Sachsen-Anhalt. Sie führt vom Eisenbahnknotenpunkt Stendal in der Altmark nach Tangermünde an der Elbe. Erbaut und betrieben wurde sie von der 1884 gegründeten Stendal-Tangermünder Eisenbahn-Gesellschaft. Die zehn Kilometer lange normalspurige Strecke wurde am 1. April 1886 für den Güterverkehr und wenige Tage später, am 7. April, für den Personenverkehr eröffnet. Anfangs wurden fünf bis acht Zugpaare täglich angeboten. Erst in jüngster Zeit hat sich die Zahl der Fahrten mehr als verdoppelt, seit auf der Strecke ein annähernder Stundentakt angeboten wird. Zunächst kamen für einige Jahre Doppelstocktriebwagen der Baureihe 670 zum Einsatz, diese wurden jedoch durch die als Baureihe 642 geführten Siemens Desiro Classic ersetzt. Seit dem Ende 1997 wird kein Güterverkehr mehr angeboten. Die Strecke zum Elbhafen wurde abgebaut. In der letzten Ausschreibung der Verkehrsleistung für die Strecke durch den Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) ging die Hanseatische Eisenbahn als Gewinner hervor. Das zur Deutschen Eisenbahn Service AG (DESAG) gehörende Unternehmen befährt mit der Marke HANS und Dieseltriebzügen der Baureihe 640 (Alstom Coradia LINT) seit Dezember 2018 die Strecke:

29.07.2025 + 01.08.2025: Das Gebäude wurde Anfang des 20. Jahrhunderts nach Plänen des Wiener Architekten Friedrich Ohmann unter Verwendung von Stilelementen der Renaissance und Gotik erbaut. Mit der Eröffnung 1906 übernahm sein Gründungsdirektor Theodor Volbehr (1862-1931) die in Vereinen und im Besitz der Stadt eingerichteten kunsthandwerklichen Sammlungen und präsentierte im Zentrum der Museumsanlage die bedeutendsten Alterthümer aus der Stadtgeschichte. Die Errichtung des Osttraktes erfolgte in einer zweiten Bauphase 1912/1913. Nach der Teilzerstörung am Ende des Zweiten Weltkrieges und dem nahezu vollständigen Verlust seiner wertvollen Kunstschätze in den Auslagerungsorten begann bereits 1945/46 der Wiederaufbau als Kulturhistorisches Museum, in dem dann auch das Museum für Naturkunde untergebracht werden musste Der Kunstbestand umfasst derzeit Gemälde des 15.-20. Jahrhunderts, Textilien, kostbare Bildteppiche aus Flandern, Möbel aus verschiedenen Jahrhunderten, Keramik und einige Spezialsammlungen:

29.07.2025: Das Palais am Fürstenwall ist ein prunkvoller Sandstein-Backsteinbau in der Magdeburger Hegelstrasse, welcher zwischen 1889 und 1893 erbaut wurde. Das dreigeschossige Gebäude, zeigt nur mit zwei Geschossen zur Hegelstrasse. Die Aussenfassade wird hier von drei grossen Rundbogenfenstern geprägt. Umgeben ist das sehenswerte Haus von einem Garten. Ursprünglich diente das Gebäude als Sitz des Generalkommandos und als kaiserliches Palais. Der Entwurf der Sehenswürdigkeit, stammt von Paul Ochs. Er war Mitarbeiter der Bauabteilung des Preussischen Kriegsministeriums. Beim Aufenthalt der kaiserlichen Familie in Magdeburg diente das Palais am Fürstenwall als Wohnsitz. Ausserdem war hier der Wohn- und Dienstsitz des kommandierenden Generals des IV. Preussischem Armeekorps. Das SMAD (Sowjetische Militäradministration in Deutschland) zog 1945 in das Gebäude ein und im Jahr 1953 wurde das Objekt zum Erich-Weinert-Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft umbenannt. Auch eine Gaststätte genannt Zur roten Gardine wurde in dem Haus untergebracht. Seit 1990 dient das Palais am Fürstenwall in Magdeburg als Sitz der Staatskanzlei und als Amtssitz des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt:

29.07.2025: Das Alte Leipziger Tor ist das älteste erhaltene Eisenbahnfestungstor Deutschlands, erbaut 1837-1840 als Teil der Festung Magdeburg. Es ermöglichte der Eisenbahnstrecke Magdeburg-Leipzig den Zugang zur Stadt. Heute ist die östliche Kasemattenbatterie, ein beeindruckendes Bauwerk aus Bruchstein mit Ziegelgewölben, als Restaurant zugänglich und bietet einen Einblick in die Militärgeschichte Magdeburgs. Es liegt idyllisch an der Elbe, nahe dem Dom:

29.07.2025: Die Bastion Cleve ist die südliche Befestigungsanlage an der Elbe und der südöstliche Abschluss der ehemaligen Festung Magdeburg. Der mittelalterliche Wehrturm Turm Cleve, bildet hier das zentrale Element. Die Bastion Cleve verschmolz im Jahre 1709 mit dem ehemaligen Rondell Gebhardt, das aus der Belagerung Magdeburgs im Dreissigjährigen Krieg stammte. Nun verstärkte das Rondell Cleve die vorgelagerte Bastion Cleve. Die Bastion verfügt über einen Geschützgang von 1530/40 und ein Pulvermagazin, das später als Weinkeller genutzt wurde. Der Bereich der Bastion Cleve wurde mit dem Bau der Hegelstrasse verfüllt. Seit 2007 wurde die Bastion wieder freigelegt und ist zur Besichtigung für die Öffentlichkeit freigegeben:

Beim einem Besuch der Bastion Cleve ist die Besichtigung des 25 Quadratmeter grossen Festungsmodells bis November täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr möglich. Das Modell wurde aus Eichenholz detailgetreu im Maßstab 1:100 angefertigt und zeigt den südlichen Bereich der ehemaligen Festungsanlage Magdeburg mit dem Dombezirk:




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