Andere Profanbauten
01.10.2021: Eine Infotafel am Gebäude erläutert, dass im Jahre 1838 der parallel zur Kirchstrasse gelegene Flügel des Gebäudes für die Elementarschule gebaut wurde. Nachdem seit 1840 hier eine Realschule eingerichtet wurde, zogen ab 1868 Schüler und Lehrer des Progymnasiums ein. Erst 1871 wurde die Schule zum Vollgymnasium und erhielt den Namen Kaiser Wilhelm Gymnasium. Der Ostflügel wurde im Jahr 1896 angebaut. Ab 1958/60 wurde das Gymnasium im Westen der Stadt und später im Schulzentrum wesentlich erweitert. Heute ist das Gebäude Sitz der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord:

20.08.2021: Das Amtsgericht Rüdesheim am Rhein ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Rüdesheim im Rheingau-Taunus-Kreis. Der Sitz des Gerichtes ist in Rüdesheim am Rhein in der Gerichtsstrasse 9. Im März 1914 wurde das ehrwürdige Gebäude des Amtsgerichts Rüdesheim am Rhein als „Königliches Amtsgericht“ offiziell dem Dienstbetrieb übergeben. Der bescheidenere Vorgängerbau in einem Flügel der ehemaligen Staatsdomäne in der Grabenstrasse war den räumlichen Anforderungen, die der prosperierende westliche Rheingau an seine Gerichtsbarkeit stellte, nicht mehr gewachsen:

20.08.2021: Der Brömserhof ist ein ehemaliger Adelssitz und Gutshof in der Oberstrasse. Die Anlage war Stammsitz der Familie Brömser von Rüdesheim, nach der auch die Brömserburg benannt ist. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde ein spätmittelalterliches Festes Haus von mehreren Familiengenerationen zu einer schlossartigen Anlage im Stil der Renaissance und des Barocks um- und ausgebaut. Nach Aussterben der Familie Brömser von Rüdesheim im Jahr 1668 kam das Anwesen über verschiedene Adelsgeschlechter schliesslich an Sophie von Coudenhoven, die es in den 1830er Jahren an Privatleute veräusserte. Zu Beginn der 1850er Jahre teilweise von der Stadt Rüdesheim angekauft, wurde der Brömserhof nachfolgend durch soziale Einrichtungen genutzt. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg, Teilabrissen und langem Leerstand ist dort seit 1975 Siegfried’s Mechanisches Musikkabinett, ein Museum für mechanische Musikinstrumente beheimatet:

20.08.2021: Der Bassenheimer Hof trägt seinen Namen nach der aus dem Raum Koblenz stammenden Eifeler Adelsfamilie der Waldbott von Bassenheim. Es handelt sich um einen im Kern wohl spätgotischen Steinbau, der 1563 einen Treppenturm erhielt.
Im 19. Jahrhundert wurde der Turm aufgestockt und erhielt eine Wehrplatte mit Zinnen. Das spätgotische Haus wurde durch neugotische Stufengiebel bereichert. An diesen Bauteil schliesst sich das 1770 erbaute schlossartige Wohnhaus an. Bei dem westlichen Teil des Adelshofes handelt es sich um einen spätgotischen Baukörper mit achtseitigem Treppenturm, der im 19. Jahrhundert aufgestockt wurde und einen Zinnenkranz erhielt.
Das sich an den spätgotischen Bau anschliessende Wohngebäude weist zwei Geschosse mit dreiachsigen Eckrisaliten auf. Das flach geneigte Walmdach ist verschiefert.
In seiner jetzigen Baugestalt geht dieses Gebäude auf das Jahr 1770 zurück. Die Zutaten des 19. Jahrhunderts beschränken sich auf den Vorbau und gusseiserne Balkone:

20.08.2021: Das Zollamt befindet sich im denkmalgeschützten Anwesen des ehemaligen grossherzoglichen Hauptsteueramtes, im Volksmund heute altes Zollamt genannt. Die Fertigstellung des Gebäudes erfolgte 1906. Im Jahr 1945 wurde das Gebäude zuerst von den Amerikanern und anschliessend durch die Franzosen beschlagnahmt. Im Mai 1950 konnte das Zollamt wieder in sein angestammtes Domizil zurück. Bis ins Jahr 2008 wurde das Zollamt als Dienststelle genutzt. Neben dem über 500 Jahre Alten Kran steht das ehemalige Zollamt, nach umfangreicher Sanierung, heute als Gastronomie im Mittelpunkt des Rheinufers und der Hindenburganlage:
19.08.2021: Mit der Erzbergerschen Reform wurden 1920 reichseinheitlich Finanzämter geschaffen. Für den Landkreis Bingen war dies das Finanzamt Bingen. Es hatte seinen Sitz zunächst im Beamtenhaus in der Maria-Hilf-Strasse. Aufgrund des Zuwachses der Mitarbeiter wurde bald ein Neubau notwendig. In den Jahren 1927 bis 1928 wurde das jetzige Dienstgebäude in der heutigen Rochusallee 10 erbaut. Die Pläne stammten von dem Darmstädter Architekten Friedrich Lauer. Er entwarf einen viergeschossigen klassizierenden Walmdachbau, in dem auch die Wohnungen für Vorsteher und Hausmeister eingerichtet wurden. Das Gebäude steht als strassenbildprägend unter Denkmalschutz. 1943 wurde das Finanzamt Ingelheim aufgelöst und die Aufgaben vom Finanzamt Bingen übernommen. Zum 1. Januar 2003 wurden die Finanzämter Bingen und Alzey zum Finanzamt Bingen-Alzey fusioniert. Heute dient das Gebäude diesem Finanzamt als Hauptstelle:

19.08.2021: Das ehemalige Grossherzogliche Kreisamt (Landratsamt) mit Steuergebäude dient jetzt als Ämterhaus mit den Ämtern für Gebäudewirtschaft, öffentliche Ordnung, soziale Aufgaben und Sport. Das Bauamt und die Stadtkasse sind hier ebenfalls untergebracht. Es handelt sich um eine monumentale drei- bis viergeschossige Baugruppe aus Porphyrbruchstein (1901-1903):

19.08.2021: Das Staatl. Gesundheitsamt Bingen hat seinen Sitz in einem ehemaligen Dienst- und Wohngebäude in der Art französischer Schlossbauten erbaut in den Jahren 1891/92:

20.07.2021: Das repräsentative Palais Altenstein, das 1770 durch Umbau und Erweiterung entstand, befindet sich direkt gegenüber dem Stadtschloss. Es war die Wohnung des fuldischen Kanzlers. Bauherr war Hofmarschall Christian Adam Ludwig Freiherr von Stein zu Altenstein. Nach ihm wird das Palais noch heute benannt. Um 1800 wurde der Bau zum vornehmsten Wirtshaus der Stadt Fulda. Heute sind in dem Gebäude Ämter der Stadtverwaltung untergebracht. Der Rokokosaal wird heute auch als Hochzeitssaal genutzt:

20.07.2021: Das direkt dem Stadtschloss seitlich gegenüberliegende Palais von der Tann wurde 1737-1739 von dem Barock-Architekten Andrea Gallasini errichtet. Eigentlich ist das Palais nur die linke Hälfte eines symmetrischen Paares von Kavaliershäusern, das andere ist das Palais Buttlar rechts. Beide Palais rechts und links der Friedrichstrasse waren wichtige Elemente der städtebaulichen Neugestaltung des Schlossplatzes und schufen eine einheitliche Platzfront, eine Architekturkulisse von 120 m Breite und eine repräsentative Rahmung des Zugangs in die Bürgerstadt. Hier waren Wohnungen hoher Hofbeamter der weltlichen Regierung. In den östlichen Gebäudetrakt zogen Oberjägermeister Friedrich Johann Lothar von Hanxleden (1687-1770), Hofkammerdirektor Karl Benedikt Welle (1718-1799) und Geheimrat Dr. med. Hans Burkhard von Schlereth (1703-1766) ein, letzterer in den Eckpavillon östlich der Friedrichstrasse. 1786 ging der Trakt des Herrn von Hanxleden an Geheimrat Friedrich von der Tann über, daher der Name für das Palais. Am 29.12.1814 kaufte der Weinhändler Michael Müller einen Teil des Hauses. Er betrieb hier seinen Weinhandel und eröffnete im Folgejahr einen Gasthof. Seit 1815 wurde das Gebäude als Hotel und Restaurant benutzt. In den Jahren 1816-1867 war hier auch die Thurn- und Taxis’sche Post untergebracht. Danach wurde hier das Hotel Kurfürst geführt, weshalb das Palais im Volksmund „Kurfürst“ heisst. 1971 kaufte der Gastronom Richard Schimetschka das Hotel. Danach kam das Anwesen 1997 in den Besitz des Arztes und Unternehmers Dr. Lutz Helmig aus Grebenhain. Hier war lange die Konzernzentrale der Helios-Kliniken und ausserdem der Sitz der Aton GmbH beziehungsweise ihrer Tochter Edag Engineering GmbH. Der Hotel- und Gastronomiebetrieb wurde noch bis 2017 fortgeführt, aber nur als Gästehaus für Aton sowie der EDAG. Danach wurde das Gästehaus aufgegeben, die Flächen wurden zu Büros umgebaut. 2018 erwarb die Stadt Fulda das historische Hotel „Kurfürst“ sowie drei angrenzender Immobilien für einen einstelligen Millionenbetrag unter Übernahme der bestehenden Mietverträge. Im ersten Obergeschoss haben sich die Räume teils im bauzeitlichen Zustand, teils aus den Ausstattungsphasen ca. 1750/1760 und 1784 erhalten:
