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Andere Profanbauten

16.08.2024: Nicht weit vom Neckar stand ausserhalb der Stadtmauern der Bauernhof von Ignaz und Georg Vogel. 1877/78 errichtete der Heidelberger Christian Friedrich Leonhard, Brauereidirektor der Oberndorffschen Brauerei / ab 1899 Edinger Aktienbrauerei ein dreistöckiges Wohnhaus an der Strasse. Das dahinter liegende Gelände wurde zum Park, wo noch Reste vom alten Bauernhof stehen blieben. Bertha Benz (1849-1944), die Ehefrau von Carl Benz (1844-1929), kaufte 1905 von der Ehefrau des Brauereidirektors das Anwesen. An der Nordseite wurde eine Veranda mit Flachdach angebaut. An der Südseite entstand 1905/06 ein zweistöckiger Anbau mit Flachdach und Aussentreppe in den Park. Die Nutzfläche des Hauses wurde so um ein Drittel erweitert. Im alten Bestand wurde zur Strasse hin eine Dachgaube zum spitzen Ziergiebel umgebaut. So entstand ein ansehnliches Wohnhaus. 1921 wurde anstelle des Flachdachs ein Steildach mit Treppengiebel und ausgebautem Dachgeschoss wie auf der Nordseite hergestellt. Das Untergeschoss war und ist zugleich Gartengeschoss. Es ist vom Park an der Rückseite des Hauses ebenerdig im Bereich des Anbaus von 1905 zu betreten. Dort geht es über eine Treppe in das tieferliegende Niveau des ursprünglichen Wohnhauses von 1877/78. Nach dem Auszug der letzten Bewohner der Familie Benz erwarb 1969 die Stadt Ladenburg das Anwesen. Das Haus wurde als Gaststätte und Sportlerheim genutzt. 1985 kaufte die Daimler-Benz AG Gebäude sowie Gelände und sanierte grundlegend. Heute wird das Gebäude für Seminare und Fortbildungen des Konzerns genutzt. Im Erdgeschoss ist die Geschäftsstelle der 1986 anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Patentschrift des ersten Automobils gegründete Daimler und Benz Stiftung untergebracht:

Älteste geplante Auto-Garage der Welt – in diesem idyllisch im Park gelegenen Turm verwahrte Carl Benz sein Lieblingsauto vom Typ Viktoria aus dem Jahr 1893. Über der Garage war seine Studierstube, wohin er sich zur ungestörten Arbeit zurückziehen konnte. Bis in die 60er Jahre stand anstelle des Viktoria ein Tonneau von 1901:

16.08.2024: Das Gasthaus Zum goldenen Löwen hat dokumentarischen Wert als eines der in das Spätmittelalter zurückreichenden Gast- und Bürgerhäuser an der Ladenburger Hauptstrasse. Es ist eines der in der Stadt mehrfach anzutreffenden Gebäude, bei denen die unteren Geschosse im 18. Jahrhundert in barocker Formensprache massiv erneuert wurden, während die aufwändigen Zierfachwerk-Obergeschosse und -Giebel erhalten blieben. Mit seiner stattlichen Grösse und seiner prominenter Lage an der zentralen Wegeachse, die den Altstadtkern vom Neckartor zum Schriesheimer Tor in West-Ost-Richtung durchzieht, steht es beispielhaft für die Bauweise der gehobenen Schicht in Ladenburg und erinnert somit auch an die Sozialtopographie der Stadt:

16.08.2024: Das Gasthaus zum Ochsen ist ein Ladenburger Gasthaus und Kulturdenkmal, dessen Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Am heutigen Standort in der Hauptstrasse 28 ist seit 1654 die Schildherberge Zum Ochsen bezeugt. 1785 kaufte Georg Jakob Heuß das nunmehr Zum goldenen Adler genannte Gasthaus samt Ziegelbrennerei und der zum Ziegelbrennen benötigten Tongrube am Heidelberger Weg. Vermutlich liess dieser das Gebäude neu aufführen. 1880 war hier die Metzgerei Fries, um 1900 wurde aus der Metzgerei wieder ein Gasthaus, das zum Stammlokal des Automobilpioniers Carl Benz avancierte:

16.08.2024: Eine Hofanlage mit dreigeschossigem, giebelständigem Wohnhaus, östlich angrenzender Scheune und geschlossenem Innenhof. An den Giebelseiten ist das Fachwerk mit zum Teil geschweiften Andreaskreuzen und Mannfiguren verziert. Das stattliche Neunheller Haus hat hohen exemplarischen und dokumentarischen Wert als eines der im Kern noch mittelalterlichen, im 16./17. Jahrhundert aufwändig umgebauten Ladenburger Bürgerhäuser. Durch seine Grösse, sein reiches Schmuckfachwerk und die farbige Gestaltung prägt es den Marktplatz in hohem Masse und kündet vom Reichtum und gesellschaftlichen Anspruch seiner ehemaligen Besitzer:

16.08.2024: Erbaut wurde der Hof um 1475 durch Diether von Handschuhsheim. Die Renovation und damit die heutige Aussengestaltung war 1986 fertiggestellt und ist der manieristischen Art nachempfunden, wie sie vor dem Dreissigjährigen Krieg Mode war. Das Wappen der Handschuhsheimer und Hirschhorner ist über dem Tor zu sehen:

12.08.2024: Das Küsterhaus am Kirchhof ist das älteste Fachwerkhaus von Bad Hersfeld. Es ist ein zweigeschossiger Ständerbau mit nach zwei Seiten stark auskragendem Oberstock und Giebel. Es wurde 1452 als Pfarrhaus gebaut. Ab 1741 war es Küsterwohnhaus:

12.08.2024: Der Sitz des Gerichtes ist in Bad Hersfeld in der Dudenstrasse 10. Der Neubau des Amtsgerichts mit gläsernem Treppenhaus wurde 1991 unter Gräber Architekten & Ingenieure erbaut. Der Gerichtsbezirk des Amtsgerichts Bad Hersfeld umfasst seit der Auflösung des Amtsgerichts Rotenburg an der Fulda zum 31. Dezember 2011 alle Städte und Gemeinden des Landkreises Hersfeld-Rotenburg. Übergeordnet ist das Landgericht Fulda. Im weiteren Instanzenzug sind das Oberlandesgericht Frankfurt am Main sowie der Bundesgerichtshof übergeordnet:

30.07.2024: Das spätgotische Burghaus des Rittergeschlechts Schwalbach aus dem 15. Jahrhundert wurde an die Stadtmauer angebaut. Es verfügt über ein hohes Walmdach über Rundbogenfries, an der Südwestecke über einen runden Treppenturm, an den übrigen Ecken Erkertürmchen, davon eins mit dem ursprünglichen Spitzhelm. Nach Osten wurde unten ein rundes, oben eckiges Chörchen angebaut. Es wurde 1985-1987 restauriert und in der ursprünglichen Gestalt des 15. Jahrhunderts wiederhergestellt: