Waterclerk
02.05.2020: Nach seiner Fertigstellung im Sommer 1997 war der 259 Meter hohe Commerzbank Tower in Frankfurt am Main jahrelang das höchste Bürogebäude in Europa (bis 2003). Neben seiner imposanten Grösse überzeugt der durch den britischen Architekten Sir Norman Foster geplante Entwurf vor allem durch seine charakteristische, über einem dreieckigen Grundriss aufsteigende Silhouette. Im hochwertig gestalteten Innenraum steht dem Finanzkonzern auf einer Nutzfläche von 86.000 Quadratmetern ein Arbeitsumfeld für rund 2.500 Mitarbeiter zur Verfügung. Ein wichtiger Schwerpunkt der Planung von Sir Norman Foster betraf die Entwicklung einer nachhaltigen Gebäudetechnik. Das seinerzeit hochinnovative Konzept basiert insbesondere auf der doppelschaligen Klimafassade aus Glas, die an neun Monaten im Jahr eine natürliche Belüftung ermöglicht. Norman Foster selbst bezeichnete das Gebäude daher nicht ohne Grund als „weltweit erstes ökologisches Hochhaus“. Zuletzt wurde der Commerzbank Tower mit dem Green Building Award der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet. Das Innere des Commerzbank Towers wird durch ein 160 Meter hohes Atrium bestimmt, das vom Foyer im Erdgeschoss bis zum 43. Obergeschoss aufsteigt. Eine Besonderheit sind dabei die verschiedenen als Pausenflächen nutzbaren Dachgärten, die über jeweils vier Geschosse verlaufen, sprialförmig versetzt angeordnet über die gesamte Höhe des beeindruckenden Raumes. Das Garten-Atrium ermöglicht nicht nur eine optimierte Klimatisierung des Gebäudes und eine deutlich verbesserte Aufenthaltsqualität, sondern bietet auch faszinierende Binnenperspektiven aus den innen liegenden Büros und auf die umliegende Stadtlandschaft. Um eine verbesserte Orientierung und identifizierbare Bereiche innerhalb des Gebäudes zu erreichen, wurden die jeweils 450 Quadratmeter großen Themengärten als unterschiedliche Vegetationszonen wie Wüste, Hochgebirge oder Regenwald mit teilweise bis zu neun Meter hohen Bäumen gestaltet:

Aus Richtung Südosten vom Eisernen Steg:
31.03.2021: Am 31. Oktober 1900 wurde die evangelische Kirche in Hofheim geweiht. Zwar bestand bereits im 16. Jahrhundert nach der Reformation eine evangelische Gemeinde in Hofheim, doch im Zuge der Gegenreformation wurde Hofheim im Gegensatz zu den Nachbargemeinden Lorsbach und Diedenbergen dem Erzbistum Mainz zugeordnet. Die Bevölkerung nahm den katholischen Glauben an. Erst in der Mitte 19. Jahrhunderts zogen durch die fortschreitende Industrialisierung und den Eisenbahnbau immer mehr evangelische Christen nach Hofheim, so dass 1870 eine evangelische Gemeinde in Hofheim gegründet wurde. Das Verhältnis der beiden Konfessionen war schon damals gut: So läuteten die Glocken der katholischen Kirche auch bei Beerdigungen von evangelischen Christen. In den beiden Weltkriegen wurde die Kirche zwar nicht zerstört, doch wurden jeweils zwei der drei Glocken für Kriegszwecke eingeschmolzen. Jedoch wenige Jahre nach Kriegsende konnten in beiden Fällen wieder neue Glocken geweiht werden. Im Laufe der Jahre waren grössere Reparaturen im Aussenbereich notwendig, der Vorbau über dem Eingang wurde abgerissen, die Orgel musste ersetzt werden und eine Innenrenovierung wurde durchgeführt:

31.03.2021: Die Bergkapelle verdankt ihre Entstehung einem Gelöbnis, das die Einwohner Hofheims am 3. Juni 1666 wegen der ringsum wütenden Pest ablegten. Der damalige Pfarrer Johannes Gleidener zog mit seiner Gemeinde in einer Prozession auf den „Rabberg“ (Räuberberg), betete um Verschonung von der Pest und versprach, an dieser Stelle eine Marienkapelle zu bauen und alljährlich am ersten Sonntag im Juli eine Wallfahrt dorthin zu unternehmen. Ein Jahr später wurde die erste Kapelle- ein Fachwerkbau- vollendet und am 29. September 1667 eingeweiht. Bald kamen immer mehr Pilger zu den Wallfahrten, und tatsächlich gab es in Hofheim und den anderen Gemeinde, die sich am Gelübde beteiligt hatten, keinen einzigen Pestkranken. Bis heute ziehen am ersten Sonntag im Juli viele Gläubige aus den katholischen Kirchengemeinden von Hofheim, Münster, Kriftel, Zeilsheim und Hattersheim in feierlicher Prozession den Berg hinauf. Im Jahre 1772 begann mit dem Bau einer neuen, grösseren Kapelle, die 1784 eingeweiht, aber bereits elf Jahre später von plündernden Soldaten zerstört wurde. Das mit Notaltären ausgestattete Gemäuer verwitterte langsam. Von 1851 bis 1857 wurde die Kapelle von Grund auf erneuert und erhielt ihr heutiges Aussehen. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Bergkapelle wurde 1916 die Treppe zur Kapelle erbaut:

31.03.2021: Der Meisterturm liegt wunderschön gelegen auf dem Hausberg der Stadt, dem Kapellenberg (292 m). Er wurde 1895 als 24 Meter hohe Holzkonstruktion vom Taunusklub-Verschönerungsverein auf Anregung seines Vorsitzenden Otto Engelhard erbaut und benannt nach dem damaligen Landrat Wilhelm von Meister. Während des ersten Weltkrieges allerdings fehlte dem Turm die nötige Pflege, und nachdem ihm ein Blitzschlag den Rest gegeben hatte, musste er 1920 abgebrochen werden. Der heute noch bestehende stählerne Meisterturm wurde wieder neu vom damaligen Taunusklub- Verschönerungsverein geplant und Ende des Jahres 1929 fertig gestellt. 173 Stufen führen zu der in 32 m Höhe gelegenen Aussichtsplattform, die einen Ausblick zum Hochtaunus, in das Lorsbachtal, die Mainebene mit der Frankfurter Hochhaussilouette und an klaren Tagen bis hin zum Odenwald gewährt. Am Fusse des Turmes befindet sich eine empfehlenswerte Waldgaststätte:

Aussicht vom Turm auf den Gr. Feldberg, Hofheim und Frankfurt am Main:





Users Today : 101
Users Yesterday : 1249









