09.02.2026: An der Uferböschung des Duisburger Innenhafens (Schifferstrasse 36-38) stehen zwei stillgelegte Vollportal-Doppellenker-Wippdrehkräne. Die historischen Krananlagen wurden 1959 bzw. 1981 in Betrieb genommen und bis ca. 2002 von der Rheinisch-Westfälischen Speditionsgesellschaft mbH (RWSG) im Güterumschlag eingesetzt. Nach Einstellung des Betriebs der RWSG und Abbruch von Teilen der Lagergebäude wurde in den vergangenen Jahren an selbiger Stelle der Neubau des Nordrhein-Westfälischen Landesarchives errichtet. Die beiden historischen Krananlagen wurden zwischenzeitlich unter Denkmalschutz gestellt. Sie zeugen heute von der ehemals grossen industriellen Bedeutung des Duisburger Innenhafens:
09.02.2026: Das Landesarchiv NRW ist das Gedächtnis des Landes Nordrhein-Westfalen und seiner Vorgängerstaaten. Es sichert Rechts- und Kulturgüter von hohem Wert und dient den Bedürfnissen der Gesellschaft nach historischer Information, Transparenz des Verwaltungshandelns und Rechtssicherheit. Mit einem ambitionierten Architekturprojekt wurde Deutschlands grösstes Archivgebäude errichtet. Das 200 m lange Gebäude der Architekten Ortner & Ortner setzt internationale Massstäbe. Das Landesarchiv NRW zeigt sich zur Autobahn und zum Innenhafen als markante ziegelrote Baufigur. Das vorhandene, denkmalgeschützte 48 m lange Speichergebäude aus den 30er Jahren wurde durch einen 76 m hohen Archivturm im Zentrum aufgestockt. Ein wellenförmiger, 160 m langer Baukörper ergänzt die prägende Gestalt des Speichers und des Turmes, setzt sich aber selbstbewusst durch seine besondere Form ab. Das Foyer liegt im Schnittpunkt des Speichers und der weiteren Flächen der Welle. In diesem Schnittpunkt befindet sich auch der Eingang. Das Foyer und die öffentlichen Bereiche öffnen sich zur Uferpromenade. Im Innern des Foyers blickt man über grosse Öffnungen in das gesammelte Archivmaterial. Im Landesarchiv NRW kann langfristig auf bis zu 148 Regalkilometern das rheinische Archivgut aufgenommen werden. Ausserdem befinden sich in dem Neubau ein Lesesaal, ein Ausstellungsraum und Büros:
09.02.2026: Um 800 gründeten die Franken, bedingt durch die günstige Verkehrslage an Rhein und Hellweg, auf dem Burgplatz eine Königspfalz als Verwaltungszentrum. Die Holzkapelle, die zu der Pfalz gehört, ist Vorgängerin der heutigen Salvatorkirche. Um 1000 ersetzt man die Holzkapelle durch einen romanischen Steinbau. 1254 übernimmt der Deutschritterorden das Patronat über die Kirche. Die Ritter erbauen, unter Einbeziehung des romanischen Grundrisses, eine dreischiffige, gotische Pfeilerbasilika. Am Palmsonntag 1467 brennt der Kirchturm ab. Im gleichen Jahr erfolgt die Grundsteinlegung für einen neuen Turm, der im Jahr 1493 wieder aufgebaut ist. Er hat eine Höhe von 106 Metern und dient der Stadt als Wachturm. 1571 wird die Kirche evangelisch. 1594 stirbt der Kartograph Gerhard Mercator und wird in der Kirche beigesetzt. Kleinere Ausbesserungsarbeiten geschahen um 1816 und um 1850. In den napoleonischen Kriegswirren musste 1815 für ein Jahr lang die Salvatorkirche als Kornspeicher herhalten, um das französische Heer zu versorgen. Der preussische Staat besorgte die anschliessende Ausbesserung, die ebenfalls ein Jahr andauerte.
Der Anstrich im Inneren der Kirche sollte 1883 aufgefrischt werden. In der reformatorischen Zeit bis spätestens um 1790 waren alle Wand- und Deckengemälde vollständig mit Kalkfarbe übertüncht worden, der Wunsch der Gemeinde nach einer noch umfangreicheren Wiederherstellung der Salvatorkirche in den Folgejahren wurde immer lauter und auch dringlicher. Der Verfall drohte. Der Beschluss einer Baukommission zur Renovierung fiel 1898. Die ersten Arbeiten begannen 1901. Der letzte Gottesdienst in der Salvatorkirche fand statt am 13.04.1903. Jetzt wurde in grossem Stile im Inneren und an der äußeren Gebäudehülle restauriert und saniert. Am 13. Mai 1943 sucht ein verheerender Bombenangriff auf Duisburg die Salvatorkirche heim. Der brennende Kirchturm stürzt auf das Langhaus und die Kirche brannte völlig aus. 1960 ist der Wiederaufbau abgeschlossen. Von 1989 bis 2002 erfolgt eine Generalsanierung der Salvatorkirche. Eine neue Orgel der Schweizer Firma Kuhn wird am Michaelissonntag 2002 in Dienst genommen:
09.02.2026: Das Kontorhaus war das erste Zeichen für eine Veränderung im Innenhafen. Der unansehnlich wirkende Bau neben der Schwanentorbrücke wurde ein Vorzeigeprojekt für den Wandel des Innenhafens zu einem modernen Dienstleistungsstandort. Dabei musste das einst von der Firma Lehnkering & Cie erbaute Speichergebäude im Sinne des Denkmalschutzes behandelt werden. Das waren nicht nur die Denkmalpfleger dem markanten Bauwerk schuldig. Lehnkering hat seit über 100 Jahren die Geschicke des Duisburger Hafens und vor allem den Innenhafen durch seine Speicher und Verwaltungsgebäude geprägt. Firmengründer Karl Lehnkering liess 1886 neben der Schwanentorbrücke ein hölzernes Getreidelager errichten, das nach zwei Jahren die erste Aufzugsanlage und einen sechsgeschossigen, massiven Speicheranbau erhielt. Die Anlage brannte 1889 ab und wurde 1913 erneuert. Der heute noch erhaltene Speicherbau wurde 1914 in Betrieb genommen. Der Zweite Weltkrieg hinterliess Spuren an Turm, Dächern und Obergeschossen. Erst 1954 war der Wiederaufbau abgeschlossen. Die Metallgesellschaft Frankfurt begann 1993 mit dem Umbau des Speichers in ein Büro- und Dienstleistungsgebäude, dem heutigen Kontorhaus, das zwei Jahre später im neuen Glanz erstrahlte und seitdem Platz für rund 380 Arbeitsplätze bietet. Um die technischen und räumlichen Voraussetzungen für einen modernen Bürobetrieb zu schaffen, wurde die Rückfassade des Gebäudes in Abstimmung mit den Denkmalschützern aufgeschnitten und weiträumig geöffnet. So konnte das Tageslicht auch den Innenbereich erhellen. Darüber hinaus entstand ein attraktiver, geschützter Hofbereich, der begrünt wurde:
09.02.2026: Vor dem Schwanentor zu Füssen des Alten Marktes befand sich schon immer ein Brückensteg für den Personen- und Warenverkehr. 1844 wurde eine Zugbrücke über den damaligen Ruhr-Kanal errichtet und seither mehrmals erneuert und verbreitert. Die heutige Schwanentorbrücke mit ihren vier Brückentürmen ist eine Hubbrücke, die nach Entwürfen von Hans-Siegfried Persch 1950 angelegt wurde. In einem der Türme befindet sich der Leitstand für die Hubtechnik sowie für die Hydraulik des neuen Fussgängersteges. Von der Brücke aus ist westlich das Hochwasser-Sperrwerk am Marientor mit Tor zum Aussenhafen zu sehen. Es geht auf eine Anlage von 1844 zurück und wurde 1926-29 erneuert:
09.02.2026: Das Schwanentor war eines der vier Haupttore Duisburgs, wie sie der Stadtplan des Johannes Corputius von 1566 zeigt. Es bestand mindestens mit der Stadtmauer seit dem 13. Jahrhundert. 1815 wurde das Schwanentor als erstes der Duisburger Stadttore abgebrochen. Sein ehemaliger Standort des Tores ist der heutige Calaisplatz. In der Umgebung des einstigen Stadttores ist sein Name noch präsent. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist am Schwanentor noch ein Turmrest erhalten:
09.02.2026: Um 1150 gründete der Johanniter-Orden in Duisburg seine erste deutsche Niederlassung. Er errichtet die Kirche zu Ehren der Heiligen Maria und des Täufers Johannes sowie ein Hospital. 1187 wird der Ordenskirche ein Pfarrbezirk zugewiesen. Der Johanniter Johannes Wassenberg schreibt um 1475 die erste Chronik der Stadt. Um 1500 weist die Marienkirche zwei Kapellen und 13 Altäre auf. 1554 predigt Johannes Rithlinger nach evangelischer Weise und teilt das Abendmahl mit Brot und Wein für alle Gläubigen aus. 1566 zeichnet Johannes Corputius die Marienkirche in seinen Plan der Stadt Duisburg ein, die im 15. Jahrhundert um einen gotischen Chor und eine Kapelle ergänzt wurde. Wegen Baufälligkeit wurde die Kirche 1789 teilweise abgetragen und es entstand der klassizistische Umbau von 1797 bis 1802. Das Kirchenschiff wurde entkernt, die beiden Türme durch einen Einzelturm ersetzt. 1665 stiftet Regina Degheners die noch heute in der Kirche in Gebrauch befindliche Taufschale. Die Emporen wurden 1896/97 eingebaut, ebenso errichtete man damals den Konfirmandensaal. Im Zweiten Weltkrieg wird die Marienkirche nur leicht beschädigt. Erst 1969 kamen das Pfarrhaus und das Gemeindezentrum hinzu. Bei Ausgrabungen wurden 1987 noch Reste des Fundamentes aus dem 10./11. Jahrhundert entdeckt:
09.02.2026: Das Hansator aus dem Jahr 1978 ist ein markantes, 12-stöckiges Bürogebäude im Westen der Duisburger Innenstadt. Die rund 5.300 qm Mietfläche sind komplett an die Stadt Duisburg vermietet, die dort das Amt für Rechnungswesen und Steuern angesiedelt hat. Zum Objekt gehört ein Parkhaus mit 114 Stellplätzen. Aufgrund des hohen Bedarfs an Bürokapazitäten durch die Stadt Duisburg wurde die ehemalige Kantine im Gebäude vor einigen Jahren ebenfalls in Büroräume umgebaut:
09.02.2026: Das Duisburger Musicaltheater wurde im Januar 1996 mit Les Misérables eingeweiht. Inzwischen hat sich das Theater mit seinen 1.540 Plätzen als variable Spielstätte bewährt. Durch ein modernes Raumakustik-System ist der Saal akustisch veränderbar und erfüllt somit die unterschiedlichsten Anforderungen. Im Theater am Marientor sind Kammer- und Philharmonische Konzerte ebenso möglich wie Musicals, TV-Aufzeichnungen, Opern, Comedy-Shows, Ballettabende und andere musikalische Aufführungen:
09.02.2026: Der Stadtwerketurm ist ein 200Meter hoher ehemaliger Schornstein der Stadtwerke Duisburg AG, am Rande der Innenstadt im Stadtteil Dellviertel. Er bestand aus vier Rohren, die im Unterschied zu anderen Schornsteinen nicht im Innern einer Stahlbeton- oder ähnlichen Konstruktion verborgen waren, sondern offen lagen. Drei dieser Rohre dienten der Abfuhr der Rauchgase des Heizkraftwerks Hochfeld, das vierte Rohr enthielt einen Aufzug. Der 1966/67 errichtete Stadtwerketurm ist ein markantes Bauwerk in Duisburg und gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt. Das nach dem Rückbau der Schornsteine mittlerweile funktionslose Turmgerüst steht unter Denkmalschutz: