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Monats-Archive: Februar 2026

09.02.2026: Das Stadthaus wurde zwischen 1924 und 1926 im Stil des Expressionismus erbaut. Heute beherbergt es primär die Dienststellen des Technischen Dezernats der Stadtverwaltung, wie das Bauaufsichts- und das Stadtentwicklungsamt. Im Gebäude befindet sich ein funktionierender Paternosteraufzug aus dem Jahr 1927. Es rahmt zusammen mit dem benachbarten ehemaligen Hotel das Stadttheater Duisburg ein:

09.02.2026: Der Schäferturm ist ein erhaltener, denkmalgeschützter Wehrturm der mittelalterlichen Stadtmauer in der Innenstadt von Duisburg. Der runde Backsteinturm stammt aus dem 13. oder frühen 14. Jahrhundert und ist eines der wenigen Relikte der historischen Stadtbefestigung. Der Turm befindet sich an der Westseite der historischen Stadtmauer in unmittelbarer Nähe des Mercatorviertels. Das Baudenkmal ist jederzeit von aussen frei zugänglich und im Rahmen eines Spaziergangs entlang der alten Stadtgrenze zu besichtigen. Der Turm wurde nachträglich als runder Backsteinbau in die bereits bestehende Stadtmauer eingefügt. Er besitzt Schiessscharten zur Verteidigung und hat heute noch eine Höhe von rund sechs Metern. Für den Namen gibt es zwei Theorien. Die geläufigste besagt, dass der Turm in der beginnenden Neuzeit dem städtischen Schafhirten als Wohnung diente, welcher seine Herden auf den Wiesen vor der Mauer weidete. Eine andere Theorie leitet den Namen von den Schassern (städtischen Wächtern) ab:

09.02.2026: Im Jahr 1869 wurde in Duisburg bekannt, dass die belgische Stadt Rupelmonde als Geburtsstadt des Kartografen Gerhard Mercator ein sieben Meter hohes bronzenes Denkmal für Mercator plante. Zwar war der Kartograf dort geboren worden, seine berühmtesten Karten, die Europakarte von 1554 und seine Weltkarte von 1569, waren jedoch in seiner Werkstatt in der Duisburger Oberstrasse entstanden. Daher hob man in Duisburg kurzer Hand ein Konkurrenzprojekt zu dem belgischen Denkmal aus der Taufe. Bereits drei Monate nach dem Baubeginn in Belgien wurde der Grundstein des Duisburger Pendants gelegt. Der im Stil des Historismus errichtete Sandsteinbrunnen zeigt ein zweieinhalb Meter hohes Standbild Mercators in einer für die Renaissance typischen Tracht, herabblickend auf einen vor seinen Füßen stehenden Globus. Mercator steht auf einem Aufbau, der aus vier mit Rundbögen verbundenen Pfeilern besteht. Zwischen den Pfeilern speien vier Delphine Wasser in ein Becken. In den vier Ecken des Aufbaues sitzen vier Kinderfiguren, sie symbolisieren den Handel (Merkur- oder Heroldstab), das Gewerbe (Zahnrad), die Schifffahrt (Anker) und die Wissenschaft (Buch):

09.02.2026: Die Geschichte des Duisburger Rathauses hat ihre Wurzeln in der Zeit des Mittelalters. Seine erste Erwähnung als domus consulum stammt aus dem Jahre 1361. Erst rund 200 Jahre später gibt es eine grafische Überlieferung des Gebäudes. 1566 zeigt der Corputiusplan der Stadt Duisburg neben der Salvatorkirche auf der Stelle des ehemaligen Königshofs ein kleines, bescheidenes Gebäude – das Rathaus. Im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert verdoppelte sich die Bevölkerung der Stadt, was zum Bau eines neuen, grösseren Rathauses 1843 führte. Doch bald genügt auch dieses Gebäude nicht mehr. Im Jahre 1895 schrieb man einen Wettbewerb aus, an dem 83 Architekten teilnahmen. Der Siegerentwurf von Friedrich Ratzel aus Karlsruhe wurde in drei Bauphasen von 1897-1902 realisiert. Das im Stil der historisierenden Frührenaissance ausgeführte Gebäude wurde auf dem Standort des Vorgängerbaus errichtet. Die Hauptfassade war zum Burgplatz gewendet, verfügte über zwei Innenhöfe und einen 67 Meter hohen Rathausturm. Der Haupteingang wurde durch einen Mittelrisalit mit prächtigem Giebel und einer barocken Haube gekennzeichnet. Auf dem Burgplatz vor dem Rathaus fand der Markt statt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Rathaus stark beschädigt, die Überdachung aller Baukörper war zerstört. Im Zuge der Restaurierung erhielt das Gebäude ein Satteldach, die Überdachung des Eingangsportals wurde nicht wiederaufgebaut, der Turm wurde mit einer einfachen Spitze gekrönt. Auch die Ringbebauung des Burgplatzes ging für immer verloren, so dass die Anlage bis heute offen und ungestaltet blieb:

09.02.2026: Die römisch-katholische Karmelkirche (offiziell Mutter vom guten Rat) ist eine geschichtsträchtige Ordens- und Gemeindekirche am Duisburger Innenhafen. Sie verbindet mittelalterliche Gotik mit moderner Nachkriegsarchitektur der 1960er-Jahre An dieser Stelle stand ab 1272 die gotische Minoritenkirche der Franziskaner, die 1315 geweiht wurde. Nach der Reformation blieb sie ein wichtiges Zentrum für katholische Gläubige. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bis auf den gotischen Chorraum komplett zerstört. Auf den alten Grundmauern wurde 1961 die heutige Saalkirche für den Orden der Karmelitinnen errichtet. Die Aussenwand kombiniert alten Tuffstein mit modernen Betonkonstruktionen. In der Südwand befinden sich 570 kreisrunde Einzelfenster, die in quadratische Betonblöcke gefasst sind. Seit dem Jahr 2000 besitzt die Kirche eine hochwertige mechanische Orgel der renommierten Werkstatt Orgelbau Klais aus Bonn. Die Karmelgemeinde gilt als eine sehr lebendige, offene und engagierte Gemeinschaft im Ruhrgebiet. Neben klassischen Gottesdiensten bietet sie spirituelle Auszeiten wie meditative Taizé-Andachten, Zen-Kontemplation sowie ein eigenes Bildungswerk. Zudem existiert vor Ort die Karmel-Kommunität, in der Menschen gemeinschaftlich leben:

09.02.2026: Der Koblenzer Turm ist der grösste und markanteste Wehrturm der historischen Duisburger Stadtmauer. Er befindet sich am nordöstlichen Eckpunkt der mittelalterlichen Befestigung im Bereich des heutigen Innenhafens am Alten Wehrgang. Im Gegensatz zu den meist halbrunden Türmen der Stadtmauer besitzt der Koblenzer Turm einen mehreckigen polygonalen Grundriss. Er wurde ursprünglich um 1200 aus Tuffstein errichtet und im 13. oder frühen 14. Jahrhundert durch einen Neubau aus Backstein ersetzt. Er steht auf den Fundamenten von zwei noch älteren Türmen. Mit einer ursprünglichen Höhe von rund 20 Metern und einem Umfang von 21 Metern überragte er die eigentliche Stadtmauer um gut 10 Meter und diente als exzellenter Wachturm. Der Name des Turms geht auf eine aussergewöhnliche, fast 1.000 Jahre alte Handels- und Städtefreundschaft zwischen den Kaufleuten aus Duisburg und Koblenz zurück. Die beiden bedeutenden Handelsstädte an Rhein und Ruhr schlossen im Mittelalter ein enges Bündnis. Ein Bürger aus Koblenz besass in Duisburg annähernd die gleichen Rechte und Mautbefreiungen wie ein Einheimischer und umgekehrt:

09.02.2026: Der Kran steht auf der südlichen Uferpromenade am Philosophenweg direkt vor dem Gebäude der Landesleitstelle der Polizei NRW und prägt dort das maritime, historische Erscheinungsbild der Flaniermeile. Die fahrbare Verladeanlage wurde 1954 vom bekannten Hersteller Wolffkran in Heilbronn errichtet. Ursprünglich besass der Drehkran eine Tragkraft von vier Tonnen und diente jahrzehntelang dem wichtigen Getreideumschlag im Hafen. Aufgrund seiner historischen Bedeutung für die Region und die Entwicklung des Ruhrgebiets steht der Kran seit Juli 1995 unter Denkmalschutz:

09.02.2026: Schon in den achtziger Jahren wurde mit dem Umbau des Innenhafens begonnen und die am mittelalterlichen Rheinufer liegende Stadtmauer freigelegt. Bis dahin kannte kaum ein Duisburger diese Stadtmauer – denn Industrie und Gewerbe nutzten sie von beiden Seiten als Abschlussmauer für ihre Gebäude. Erst die Abrissbirne legte in der zweiten Hälfte der 80er Jahre die Mauer frei. Sie liegt nun – statt wie vor Jahrhunderten auf einem Wall – in einem Graben. 1120 wurde die Stadtmauer angelegt und in einer zweiten Phase im 12./13. Jahrhundert vollendet. Hinter der Stadtmauer entstand Ende der achtziger Jahre das erste Innenhafen-Wohnviertel. Die spitzgiebeligen Dächer der Häuser – bewusst überragen sie die Mauer – interpretieren die alten formen und passen sich ihrer historischen Umgebung an. Corputiusviertel heißt dieses Wohnquartier, benannt nach dem Corputiusplatz am kulturhistorischen Museum und dem internationalen Zentrum der VHS:

09.02.2026: Seit 1902 besteht das Duisburger Stadtmuseum, das aus der Sammlung des Duisburger Altertumsvereins hervorging. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich das Niederrheinische Museum im Kantpark (1969-1990) und baute hier seinen archäologischen Schwerpunkt aus, 1991 schliesslich zog das Institut als Kultur- und Stadthistorisches Museum an den Duisburger Innenhafen. Der neue Standort des Kultur- und Stadthistorischen Museums verbindet anschaulich die Vergangenheit mit der Gegenwart. Die archäologische Zone Alter Markt, die Stadtmauer, deren sichtbare Teile aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammen, die spätgotische Salvatorkirche und das Dreigiebelhaus erinnern an das mittelalterliche Stadtleben, obwohl die Innenstadt im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde. Der Innenhafen ist ein deutliches Beispiel für den heutigen Strukturwandel der Region. Die alten denkmalgeschützten Speicher- und Mühlengebäude, ehemals Brotkörbe des Ruhrgebiets genannt, erhalten als Bestandteile des multifunktionalen Dienstleistungsparks Innenhafen anspruchsvolle Umnutzungen. Im Altbautrakt des Museums, dem Getreidesilo der Rosiny-Mühle von 1902, wird die Geschichte der Mühlenindustrie am Innenhafen in der neuen Stadtgeschichte-Ausstellung erläutert. Im Jahr 2002 feierte das Museum sein 100-jähriges Bestehen. Seit 2007 zeigt eine umfassende, modern gestaltete Dauerausstellung die Geschichte Duisburgs von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Kulturgeschichtliche Highlights sind die Münz- und Antikensammlung Köhler-Osbahr sowie die europaweit berühmte Mercatorsammlung mit den Globen und Atlanten des berühmten Kartographen des 16. Jahrhunderts: