13.02.2026: Seit der Einweihung im Jahr 1898 hat das nach dem Vorbild italienischer Renaissancebauten errichtete Justizgebäude Ulm in seiner über 125-jährigen Geschichte verschiedenste Zeiten erlebt. Nach wechselhaften Zeiten im deutschen Kaiserreich und der Weimarer Republik stellt es nach dem Terrorregime des Nationalsozialismus nunmehr seit rund 75 Jahren das Zentrum der Ulmer Justiz im freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat der Bundesrepublik Deutschland dar. Das Justizgebäude Ulm wurde von 1894 bis 1898 im Stile der Neorenaissance auf Grund der Pläne der Architekten von Bok und von Sauter auf einem Teil der früher an dieser Stelle verlaufenden Stadtmauer erbaut. Das Gebäude ist in Sandstein ausgeführt und mit einem steilen Schieferdach gedeckt. Das Gebäude beinhaltet auf rund 2400 qm Hauptnutzfläche und 1400 qm Verkehrsflächen annähernd 100 Dienstzimmer, 10 Sitzungssäle sowie mehrere Seminarräume. Die beiden die Freitreppe flankierenden Löwen wurden von Georg Emil Rheineck geschaffen. Von Hofbildhauer Karl Federlin aus Ulm stammen die beiden Figuren am Haupteingang, Themis und Dike, die die schützende und strafende Gerechtigkeit versinnbildlichen. Auf der Attika stehen sechs von den Bildhauern Donndorf und Bausch geschaffene Statuen, die Tugenden Gottesfurcht, Standhaftigkeit, Friedfertigkeit, Wahrhaftigkeit, Weisheit und Besonnenheit:

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