13.02.2026: Erbaut von Theodor Fischer mit dem Entwurfstitel „ain veste bvrg“ wurde die Pauluskirche 1910 eingeweiht als evangelische Garnisonskirche. Nur kurze Zeit wurde die Kirche für die grosse Garnison benötigt. Vier Jahre später war der Krieg ausgebrochen, weitere vier Jahre danach gab es nur noch Reste der Garnison. Im Jahr 1932 drängte das Reichsfinanzministerium auf einen Verkauf an die evangelische Kirchengemeinde. Zu diesem kam es erst im Jahr 1964. Als Pauluskirche ist das Bauwerk nun eine der sieben Ulmer Kirchen der evangelischen Gesamtgemeinde. Eine gründliche Renovierung war nach über 50 jährigem Bestehen notwendig. Aus der Kirche für eine grosse Garnison wurde eine Kirche für eine normale 4000 Seelen-Gemeinde. Mit dem Kauf der Pauluskirche im Jahr 1964 hat die Ulmer Kirchengemeinde die Aufgabe einer umfassenden Instandsetzung übernommen. Dabei waren nicht zuletzt Kriegsschäden zu beheben. Der Ulmer Architekt Lambert von Malsen entwickelte zusammen mit dem Kirchengemeinderat unter seinem geschäftsführenden Pfarrer Adolf Wertz ein Konzept für die Renovierung. Er sollte einerseits das Werk Theodor Fischers erhalten und nach Möglichkeit weiterführen, andererseits den Erfordernissen einer Gemeindekirche Rechnung tragen. Zu den Schätzen der Pauluskirche gehört neben dem Christus-Wandbild von Adolf Hölzel die Link-Gaida-Orgel, die für romantische Kirchenmusik zu den weltbesten Orgeln gehört. Damit hat die Pauluskirche durch ihren weiten Raum neben ihrer sozialdiakonischen Ausrichtung der Ulmer Vesperkirche auch einen Schwerpunkt als Konzert- und Kulturkirche:

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