08.09.2025: Die Jakobikirche wurde von 1882 bis 1886 im neugotischen Stil aus Spenden der Gemeindemitglieder erbaut, weshalb sie damals den Spitznamen Groschenkirche trug. Der Architekt Prof. Johannes Otzen aus Berlin verzichtete damals auf sein Honorar, daher betrugen die Baukosten rund 100.000 Reichsmark. Die Kirche ist nicht geostet, ihre Hauptachse zeigt nach Nordosten und liegt in der Fluchtlinie der Muhliusstrasse. Der Kieler Architekt Heinrich Moldenschardt hatte 1878-1880 Vorentwürfe und einen Gegenentwurf im Stil der Neorenaissance für die Kirche gemacht. 1944 wurde die Kirche durch Brandbomben zerstört, von 1952 bis 1954 wurde sie durch Gerhard Langmark aus Hamburg vereinfacht wieder aufgebaut. Der ursprünglich vorhandene Spitzturm konnte dabei aufgrund städtischer Auflagen nicht wieder hergestellt werden, sondern wurde durch einen verglasten Rundturm mit stumpfem Dachkegel ersetzt. Dies trug der Kirche im Volksmund den Beinamen Halleluja-Gasometer ein. In dieser Zeit entsprach der Wiederaufbau der damals gültigen Architektur- und Denkmalpflege-Devise teils konservieren, teils modern, aber nicht restaurieren. Der oktogonische Turm erinnert aber auch ein bisschen an den Kuppelturm im Gegenentwurf von Moldenschardt. 1980-1981 wurde die Kirche durch die Kieler Architekten Peter Kahlcke und Bertram Steingräber renoviert:

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